Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 13Os91/88 13Os130/88 16...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0098471

Geschäftszahl

13Os91/88; 13Os130/88; 16Os2/89; 11Os98/94; 13Os122/99; 11Os96/00; 13Os34/02; 13Os56/02; 14Os6/02; 13Os38/03; 11Os56/03; 12Os44/06x; 12Os31/07m; 13Os124/08x; 15Os130/09w; 13Os12/10d; 15Os129/11a; 15Os13/12v; 14Os28/12t; 12Os9/12h; 17Os2/12s; 15Os59/12h; 15Os115/12v; 11Os145/12a; 15Os6/13s; 15Os111/13g; 12Os94/13k; 11Os6/14p; 12Os14/14x; 14Os67/14f; 15Os75/14i; 11Os6/15i; 15Os153/14k; 15Os55/15z; 14Os50/15g; 13Os34/15x; 14Os57/15m; 14Os93/15f; 13Os67/15z; 15Os1/16k; 14Os56/15i; 13Os120/15v; 12Os22/16a; 14Os47/16t; 13Os54/16i; 12Os24/16w (12Os25/16t); 17Os14/16m; 12Os131/16f; 12Os129/17p; 15Os123/18d; 14Os37/19a

Entscheidungsdatum

08.09.1988

Norm

StPO §258 Abs2 A
StPO §281 Abs1 Z5 A
StPO §281 Abs1 Z5a

Rechtssatz

Eine Urteilsbegründung muss nicht auf logisch zwingenden Ableitungen beruhen. Auch in freier Beweiswürdigung gezogene Wahrscheinlichkeitsschlüsse sind zur Begründung von Tatsachenfeststellungen geeignet, sofern nur der solcherart getroffenen Konstatierung die richterliche Überzeugung von der Richtigkeit der "wahrscheinlichen" Tatsache im Sinn des § 258 Abs 2 StPO zugrunde liegt: Siehe Mayerhofer-Rieder ENr 26 bis 31 bei § 258 StPO, ENr 149 bei § 281 Abs 1 Z 5 StPO. Eine Beschränkung auf geradezu zwingende Beweise wäre mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung nicht vereinbar.

Entscheidungstexte

  • 13 Os 91/88
    Entscheidungstext OGH 08.09.1988 13 Os 91/88
    Veröff: SSt 59/64
  • 13 Os 130/88
    Entscheidungstext OGH 22.09.1988 13 Os 130/88
  • 16 Os 2/89
    Entscheidungstext OGH 01.02.1989 16 Os 2/89
    Vgl auch; Beisatz: Eine Bekämpfung der tatrichterlichen Beweiswürdigung ist im schöffengerichtlichen Verfahren nach wie vor unzulässig. (T1)
  • 11 Os 98/94
    Entscheidungstext OGH 30.08.1994 11 Os 98/94
    Vgl auch
  • 13 Os 122/99
    Entscheidungstext OGH 15.12.1999 13 Os 122/99
    Auch; Beisatz: Das Gericht ist berechtigt (§ 258 Abs 2 StPO), nicht nur "zwingende" Schlüsse, sondern auch Wahrscheinlichkeitsschlüsse zu Tatsachenfeststellungen zu ziehen, welche, wenn sie logisch, somit vertretbar sind, als Ergebnis freier richterlicher Beweiswürdigung mit Nichtigkeitsbeschwerde unanfechtbar sind. Eine Mängelrüge muss somit erfolglos bleiben, wenn sie unter Hervorhebung isolierter Details von Verfahrensergebnissen selbst nach Art einer Schuldberufung Beweiswerterwägungen anstellt und damit in Wahrheit - unter dem Prätext von Unvollständigkeit und Aktenwidrigkeit - bloß die tatrichterliche Beweiswürdigung bekämpft. (T2)
  • 11 Os 96/00
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 11 Os 96/00
    Auch; Beisatz: Dass die von den Tatrichtern gezogenen Schlüsse "zwingend" sein müssen, wird von den Verfahrensvorschriften nicht verlangt. (T3)
  • 13 Os 34/02
    Entscheidungstext OGH 29.05.2002 13 Os 34/02
    Auch; Beis ähnlich wie T2
  • 13 Os 56/02
    Entscheidungstext OGH 26.06.2002 13 Os 56/02
    Auch; Beis wie T2 nur: Das Gericht ist berechtigt (§ 258 Abs 2 StPO), nicht nur "zwingende" Schlüsse, sondern auch Wahrscheinlichkeitsschlüsse zu Tatsachenfeststellungen zu ziehen, welche, wenn sie logisch, somit vertretbar sind, als Ergebnis freier richterlicher Beweiswürdigung mit Nichtigkeitsbeschwerde unanfechtbar sind. (T4)
  • 14 Os 6/02
    Entscheidungstext OGH 10.09.2002 14 Os 6/02
    Vgl auch
  • 13 Os 38/03
    Entscheidungstext OGH 01.04.2003 13 Os 38/03
    Vgl; Beis wie T2 nur: Eine Mängelrüge muss erfolglos bleiben, wenn sie unter Hervorhebung isolierter Details von Verfahrensergebnissen selbst nach Art einer Schuldberufung Beweiswerterwägungen anstellt und damit in Wahrheit bloß die tatrichterliche Beweiswürdigung bekämpft. (T5)
  • 11 Os 56/03
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 11 Os 56/03
    Auch; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Der den Verfahrensergebnissen vom Schöffengericht jeweils zuerkannte Beweiswert, mithin auch die einer Zeugin zugebilligte Glaubwürdigkeit, ist einer Anfechtung unter dem Gesichtspunkt der Mängelrüge entzogen. (T6)
  • 12 Os 44/06x
    Entscheidungstext OGH 01.06.2006 12 Os 44/06x
    Auch; Beisatz: Dass aus einzelnen Beweismitteln auch andere Schlüsse möglich waren, vermag den Nichtigkeitsgrund nicht zu begründen. (T7)
  • 12 Os 31/07m
    Entscheidungstext OGH 15.05.2008 12 Os 31/07m
    Vgl; Beis wie T7
  • 13 Os 124/08x
    Entscheidungstext OGH 01.10.2008 13 Os 124/08x
    Auch
  • 15 Os 130/09w
    Entscheidungstext OGH 14.10.2009 15 Os 130/09w
    Beis wie T1; Beis wie T4
  • 13 Os 12/10d
    Entscheidungstext OGH 17.02.2011 13 Os 12/10d
    Auch
  • 15 Os 129/11a
    Entscheidungstext OGH 16.11.2011 15 Os 129/11a
    Auch; Beis wie T2
  • 15 Os 13/12v
    Entscheidungstext OGH 28.03.2012 15 Os 13/12v
    Vgl auch; Auch Beis wie T2; Beis wie T4
  • 14 Os 28/12t
    Entscheidungstext OGH 03.04.2012 14 Os 28/12t
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Auch Indizienbeweise sind zulässig. (T8)
  • 12 Os 9/12h
    Entscheidungstext OGH 12.04.2012 12 Os 9/12h
  • 17 Os 2/12s
    Entscheidungstext OGH 18.06.2012 17 Os 2/12s
    Beis wie T7
  • 15 Os 59/12h
    Entscheidungstext OGH 27.06.2012 15 Os 59/12h
    Auch
  • 15 Os 115/12v
    Entscheidungstext OGH 17.10.2012 15 Os 115/12v
    Auch; Beis wie T7
  • 11 Os 145/12a
    Entscheidungstext OGH 11.12.2012 11 Os 145/12a
    Auch; Beis wie T1
  • 15 Os 6/13s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 15 Os 6/13s
    Beis wie T7
  • 15 Os 111/13g
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 15 Os 111/13g
  • 12 Os 94/13k
    Entscheidungstext OGH 17.10.2013 12 Os 94/13k
    Auch
  • 11 Os 6/14p
    Entscheidungstext OGH 11.02.2014 11 Os 6/14p
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7
  • 12 Os 14/14x
    Entscheidungstext OGH 03.04.2014 12 Os 14/14x
    Auch
  • 14 Os 67/14f
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 67/14f
    Auch
  • 15 Os 75/14i
    Entscheidungstext OGH 27.08.2014 15 Os 75/14i
    Auch; Beis wie T7
  • 11 Os 6/15i
    Entscheidungstext OGH 03.02.2015 11 Os 6/15i
    Auch
  • 15 Os 153/14k
    Entscheidungstext OGH 18.02.2015 15 Os 153/14k
    Auch
  • 15 Os 55/15z
    Entscheidungstext OGH 10.06.2015 15 Os 55/15z
    Vgl
  • 14 Os 50/15g
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 14 Os 50/15g
    Auch
  • 13 Os 34/15x
    Entscheidungstext OGH 15.06.2015 13 Os 34/15x
    Auch
  • 14 Os 57/15m
    Entscheidungstext OGH 04.08.2015 14 Os 57/15m
    Vgl
  • 14 Os 93/15f
    Entscheidungstext OGH 17.11.2015 14 Os 93/15f
    Auch; Beis wie T7
  • 13 Os 67/15z
    Entscheidungstext OGH 25.11.2015 13 Os 67/15z
    Auch
  • 15 Os 1/16k
    Entscheidungstext OGH 17.02.2016 15 Os 1/16k
    Auch
  • 14 Os 56/15i
    Entscheidungstext OGH 08.03.2016 14 Os 56/15i
    Auch; Beis wie T1
  • 13 Os 120/15v
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 120/15v
    Auch; Beis wie T1
  • 12 Os 22/16a
    Entscheidungstext OGH 12.05.2016 12 Os 22/16a
    Auch; Beis wie T1
  • 14 Os 47/16t
    Entscheidungstext OGH 02.08.2016 14 Os 47/16t
    Auch
  • 13 Os 54/16i
    Entscheidungstext OGH 06.09.2016 13 Os 54/16i
    Auch
  • 12 Os 24/16w
    Entscheidungstext OGH 17.11.2016 12 Os 24/16w
    Auch; Beis wie T1
  • 17 Os 14/16m
    Entscheidungstext OGH 06.12.2016 17 Os 14/16m
    Auch; Beis wie T7
  • 12 Os 131/16f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2016 12 Os 131/16f
    Auch; Beis wie T5
  • 12 Os 129/17p
    Entscheidungstext OGH 16.11.2017 12 Os 129/17p
    Auch
  • 15 Os 123/18d
    Entscheidungstext OGH 21.11.2018 15 Os 123/18d
    Auch; Beis wie T2
  • 14 Os 37/19a
    Entscheidungstext OGH 25.06.2019 14 Os 37/19a
    Auch

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0098471

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

07.08.2019

Dokumentnummer

JJR_19880908_OGH0002_0130OS00091_8800000_002