Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob616/77 5Ob512/78 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0069304

Geschäftszahl

7Ob616/77; 5Ob512/78; 6Ob596/78; 7Ob614/78; 1Ob704/82; 7Ob555/82; 3Ob517/83; 8Ob602/85; 2Ob682/86; 2Ob526/89; 1Ob653/89; 7Ob617/90; 1Ob531/91; 7Ob607/91; 3Ob541/93; 4Ob535/94; 1Ob535/94 (1Ob1551/94); 4Ob582/95; 9Ob178/98m; 7Ob187/03f; 6Ob257/03t; 7Ob306/05h; 2Ob149/06k; 7Ob215/08f; 5Ob29/09i; 6Ob50/10m; 8Ob82/10g; 7Ob99/12b; 10Ob8/13v; 8Ob26/12z; 9Ob50/13p; 10Ob3/14k; 1Ob174/14s; 1Ob19/15y; 6Ob94/15i; 10Ob41/16a; 5Ob99/18x; 1Ob161/18k; 8Ob151/18s; 6Ob60/19w

Entscheidungsdatum

01.09.1977

Norm

MG §21 Abs2 B4
MRG §33 Abs2

Rechtssatz

Grobes Verschulden setzt ein besonderes Maß an Sorglosigkeit voraus, sodass der Vorwurf berechtigt erscheint, der Mieter habe die Interessen des Vermieters aus Rechthaberei, Willkür, Leichtsinn oder Streitsucht verletzt.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 616/77
    Entscheidungstext OGH 01.09.1977 7 Ob 616/77
    Veröff: MietSlg 29400
  • 5 Ob 512/78
    Entscheidungstext OGH 31.01.1978 5 Ob 512/78
  • 6 Ob 596/78
    Entscheidungstext OGH 01.06.1978 6 Ob 596/78
  • 7 Ob 614/78
    Entscheidungstext OGH 07.09.1978 7 Ob 614/78
  • 1 Ob 704/82
    Entscheidungstext OGH 22.09.1982 1 Ob 704/82
    nur: Grobes Verschulden Willkür, Leichtsinn. (T1)
  • 7 Ob 555/82
    Entscheidungstext OGH 14.04.1983 7 Ob 555/82
  • 3 Ob 517/83
    Entscheidungstext OGH 27.04.1983 3 Ob 517/83
    Auch; Beisatz: Leichtsinn und Gleichgültigkeit. (T2)
  • 8 Ob 602/85
    Entscheidungstext OGH 10.10.1985 8 Ob 602/85
    Beisatz: Hier: § 33 Abs 2 MRG. (T3)
  • 2 Ob 682/86
    Entscheidungstext OGH 16.12.1986 2 Ob 682/86
  • 2 Ob 526/89
    Entscheidungstext OGH 06.06.1989 2 Ob 526/89
  • 1 Ob 653/89
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 653/89
    nur T1
  • 7 Ob 617/90
    Entscheidungstext OGH 28.06.1990 7 Ob 617/90
  • 1 Ob 531/91
    Entscheidungstext OGH 24.04.1991 1 Ob 531/91
    Veröff: JBl 1992,42
  • 7 Ob 607/91
    Entscheidungstext OGH 10.10.1991 7 Ob 607/91
    Beisatz: Hier: § 33 Abs 2 MRG. (T4)
    Veröff: WoBl 1993,29
  • 3 Ob 541/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 541/93
  • 4 Ob 535/94
    Entscheidungstext OGH 26.04.1994 4 Ob 535/94
    Beisatz: Wenn auch nach ständiger Rechtsprechung vertragliche Aufrechnungsverbote nicht sittenwidrig sind, kann der Beklagten, die die Meinung vertritt dieses Aufrechnungsverbot sei unwirksam, allein wegen ihrer Aufrechnens nicht der Vorwurf groben Verschuldens gemacht werden. Bei vertretbarer Verkennung der Rechtslage ist aber ein grobes Verschulden zu verneinen. (T5)
    Veröff. SZ 67/72
  • 1 Ob 535/94
    Entscheidungstext OGH 29.08.1994 1 Ob 535/94
    nur: Grobes Verschulden setzt ein besonderes Maß an Sorglosigkeit voraus. (T6)
  • 4 Ob 582/95
    Entscheidungstext OGH 24.10.1995 4 Ob 582/95
    nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Grobes Verschulden, wenn der Mieter den Mietzinsrückstand aus reiner Gleichgültigkeit entstehen ließ, insbesondere dann, wenn er den Mietzinsrückstand von der Mahnung bis zur Einbringung der Klage anwachsen ließ. (T7)
  • 9 Ob 178/98m
    Entscheidungstext OGH 08.07.1998 9 Ob 178/98m
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Rechthaberei, wenn der Beklagte auf einem bei nüchterner Überlegung als unrichtig erkennbaren Standpunkt beharrt. (T8)
  • 7 Ob 187/03f
    Entscheidungstext OGH 05.08.2003 7 Ob 187/03f
    Beisatz: Im vorliegenden Fall ist der gegenständliche Betriebskostenrückstand deshalb entstanden, weil es aufgrund ungenauer Bezeichnung der Zahlungen der Beklagten zu Fehlbuchungen kam. Darin liegt zwar eine Nachlässigkeit der beklagten Partei, diese ist jedoch nicht als grob fahrlässig zu qualifizieren. (T9)
  • 6 Ob 257/03t
    Entscheidungstext OGH 11.12.2003 6 Ob 257/03t
    Veröff: SZ 2003/161
  • 7 Ob 306/05h
    Entscheidungstext OGH 31.05.2006 7 Ob 306/05h
    Auch; Beisatz: Die Fehleinschätzung der Beweislage begründet grundsätzlich kein grobes Verschulden. (T10)
  • 2 Ob 149/06k
    Entscheidungstext OGH 21.12.2006 2 Ob 149/06k
    Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier liegt kein grobes Verschulden vor, wenn die Behauptung der Beklagten, die Klägerin habe sich vertraglich verpflichtet, das Bestandobjekt durch bestimmte Sanierungsarbeiten in einen entsprechenden Gebrauchszustand zu versetzen, nach Durchführung eines langwierigen Beweisverfahrens letztlich nicht als erwiesen erachtet und darüber eine Negativfeststellung getroffen wird. (T11)
  • 7 Ob 215/08f
    Entscheidungstext OGH 05.11.2008 7 Ob 215/08f
  • 5 Ob 29/09i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 29/09i
    Beis wie T8; Beis wie T10; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: War der relativ geringe Mietzinsrückstand nicht ganz einfach zu ermitteln und waren sich selbst die Vorinstanzen in der Frage, ob überhaupt ein solcher Rückstand bestehe, nicht einig, muss nicht vom „unzweifelhaften" Bestehen eines Zinsrückstands und vom groben Verschulden ausgegangen werden (so schon 1 Ob 11/04f). (T12)
  • 6 Ob 50/10m
    Entscheidungstext OGH 15.04.2010 6 Ob 50/10m
    Vgl auch
  • 8 Ob 82/10g
    Entscheidungstext OGH 22.07.2010 8 Ob 82/10g
  • 7 Ob 99/12b
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 7 Ob 99/12b
  • 10 Ob 8/13v
    Entscheidungstext OGH 19.03.2013 10 Ob 8/13v
  • 8 Ob 26/12z
    Entscheidungstext OGH 05.04.2013 8 Ob 26/12z
  • 9 Ob 50/13p
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 9 Ob 50/13p
    Vgl auch
  • 10 Ob 3/14k
    Entscheidungstext OGH 25.03.2014 10 Ob 3/14k
  • 1 Ob 174/14s
    Entscheidungstext OGH 22.10.2014 1 Ob 174/14s
    Vgl auch; Beisatz: Es kann nicht generell gesagt werden, dass alkoholkranken Personen grundsätzlich kein grobes Verschulden vorzuwerfen ist, wenn sie wiederholt über jeweils längere Zeiträume ihre Zinszahlungspflicht nicht erfüllen. (T13)
  • 1 Ob 19/15y
    Entscheidungstext OGH 23.04.2015 1 Ob 19/15y
  • 6 Ob 94/15i
    Entscheidungstext OGH 27.05.2015 6 Ob 94/15i
  • 10 Ob 41/16a
    Entscheidungstext OGH 07.06.2016 10 Ob 41/16a
  • 5 Ob 99/18x
    Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 99/18x
    nur T6
  • 1 Ob 161/18k
    Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 161/18k
    Beis wie T7
  • 8 Ob 151/18s
    Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 151/18s
  • 6 Ob 60/19w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2019 6 Ob 60/19w

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0069304

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

24.09.2019

Dokumentnummer

JJR_19770901_OGH0002_0070OB00616_7700000_004