Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob29/74 5Ob28/75 5Ob35...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0060878

Geschäftszahl

5Ob29/74; 5Ob28/75; 5Ob35/77; 5Ob8/79; 5Ob8/80; 5Ob27/81; 5Ob4/82; 5Ob7/82; 5Ob56/85; 5Ob79/85; 5Ob145/86; 5Ob162/86; 5Ob5/88; 5Ob35/88; 5Ob2/89; 5Ob15/89; 5Ob116/89; 5Ob24/90; 5Ob45/90; 5Ob55/90; 5Ob1003/91; 5Ob39/91; 5Ob34/92; 5Ob1024/92; 5Ob153/92; 5Ob115/92; 5Ob141/94; 5Ob1003/96; 5Ob2084/96y; 5Ob2249/96p; 5Ob2299/96s; 5Ob281/98d; 5Ob122/99y; 5Ob135/99k; 5Ob195/99h; 5Ob13/00y; 5Ob278/99i; 5Ob223/00f; 5Ob105/00b; 5Ob234/00y; 5Ob317/00d; 5Ob316/00g; 5Ob219/01v; 5Ob67/02t; 5Ob166/02a; 5Ob10/03m; 5Ob170/03s; 5Ob189/03k; 5Ob158/03a; 5Ob195/04v; 5Ob292/04h; 5Ob5/06f; 5Ob187/06w; 5Ob130/07i; 5Ob255/07x; 5Ob292/07p; 5Ob74/08f; 5Ob82/08g; 5Ob102/08y; 5Ob227/08f; 5Ob172/08t; 5Ob184/08g; 5Ob251/08k; 5Ob214/09w; 5Ob141/09k; 5Ob258/09s; 3Ob78/10g; 5Ob15/10g; 5Ob203/10d; 5Ob190/10t; 5Ob6/11k; 5Ob171/10y; 5Ob89/11s; 5Ob107/11p; 5Ob106/11s; 5Ob72/12t; 5Ob32/12k; 5Ob54/12w; 5Ob240/12y; 5Ob64/13t; 5Ob109/13k; 5Ob113/13y; 5Ob206/13z; 5Ob235/13i; 5Ob21/14w; 5Ob74/14i; 5Ob39/14t; 5Ob192/14t; 5Ob227/14i; 5Ob17/15h; 5Ob82/15t; 5Ob95/15d; 5Ob193/15s; 5Ob172/15b; 5Ob92/15p; 5Ob179/15g; 5Ob181/15a; 5Ob8/16m; 5Ob47/16x; 5Ob141/16w; 5Ob125/17v; 5Ob19/18g; 5Ob35/18k; 5Ob77/19p; 5Ob111/19p; 5Ob160/19v

Entscheidungsdatum

15.05.1974

Norm

GBG §94 Abs1 A
GBG §94 Abs1 Z3 D

Rechtssatz

Gemäß § 94 Abs 1 GBG hat das Grundbuchsgericht das Ansuchen und dessen Beilagen einer genauen Prüfung zu unterziehen. Es darf eine grundbücherliche Eintragung unter anderem nur dann bewilligen, wenn das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunden begründet erscheint (§ 94 Abs 1 Z 3 GBG). Das Ansuchen kann somit nur dann bewilligt werden, wenn der Urkundeninhalt ein derartiger ist, dass er nicht nur in formaler Beziehung unbedenklich erscheint, sondern auch bezüglich der materiell-rechtlichen Frage irgendwelche Zweifel nicht aufkommen lässt.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 29/74
    Entscheidungstext OGH 15.05.1974 5 Ob 29/74
    Veröff: RPflSlgG 1517
  • 5 Ob 28/75
    Entscheidungstext OGH 18.03.1975 5 Ob 28/75
    Beisatz: Daher zu prüfen, ob die Bestellung einer Reallast nicht der Umgehung der Pfandvorschriften dienen soll. (T1)
    Veröff: EvBl 1976/13 S 20 = NZ 1976,95
  • 5 Ob 35/77
    Entscheidungstext OGH 10.01.1978 5 Ob 35/77
    nur: Gemäß § 94 Abs 1 GBG hat das Grundbuchsgericht das Ansuchen und dessen Beilagen einer genauen Prüfung zu unterziehen. Es darf eine grundbücherliche Eintragung unter anderem nur dann bewilligen, wenn das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunden begründet erscheint (§ 94 Abs 1 Z 3 GBG). (T2)
    Beisatz: Es handelt sich um eine Sachentscheidung, wenn das Grundbuchsansuchen nicht positiv erledigt wird, weil das Gericht der Ansicht ist, dass die nach § 94 Abs 1 Z 3 und 4 GBG erforderlichen Urkunden nicht vorliegen. (T3)
  • 5 Ob 8/79
    Entscheidungstext OGH 24.04.1979 5 Ob 8/79
    Beisatz: Der streng formelle Charakter des Grundbuchsrechts verbietet es dem Grundbuchsgericht, eine grundbücherliche Eintragung bloß auf Grund von Schlussfolgerungen aus vorliegenden Urkunden zu bewilligen. (T4)
    Veröff: NZ 1980,56
  • 5 Ob 8/80
    Entscheidungstext OGH 06.05.1980 5 Ob 8/80
    nur: Das Ansuchen kann somit nur dann bewilligt werden, wenn der Urkundeninhalt ein derartiger ist, dass er nicht nur in formaler Beziehung unbedenklich erscheint, sondern auch bezüglich der materiell-rechtlichen Frage irgendwelche Zweifel nicht aufkommen lässt. (T5)
    Beis wie T4
  • 5 Ob 27/81
    Entscheidungstext OGH 20.10.1981 5 Ob 27/81
    Vgl auch; Beisatz: Nachweis des behaupteten eingeschränkten Umfangs eines der Eintragung entgegenstehenden Vorkaufsrechts. (T6)
  • 5 Ob 4/82
    Entscheidungstext OGH 02.03.1982 5 Ob 4/82
    Beisatz: Die Klärung gegründeter Bedenken und Zweifel im Sinne des § 94 Abs 1 Z 2 oder 3 GBG ist dem Rechtsweg überlassen. (T7)
    Veröff: JBl 1984,315
  • 5 Ob 7/82
    Entscheidungstext OGH 22.06.1982 5 Ob 7/82
    Vgl auch; Beisatz: Umstände, die sich urkundlich nicht dartun lassen, müssen auf dem Rechtsweg geklärt werden. (T8)
    Veröff: SZ 55/91 = MietSlg 34531(22)
  • 5 Ob 56/85
    Entscheidungstext OGH 10.09.1985 5 Ob 56/85
    Beis wie T4; Veröff: NZ 1986,41
  • 5 Ob 79/85
    Entscheidungstext OGH 01.10.1985 5 Ob 79/85
    nur T5; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Zweifel, ob zur Rechtswirksamkeit eines Kaufvertrages nach dessen Inhalt die Genehmigung des Konkursgerichtes erforderlich ist. (T9)
  • 5 Ob 145/86
    Entscheidungstext OGH 21.10.1986 5 Ob 145/86
    Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Das Vorliegen eines Schenkungswillens. (T10)
    Veröff: SZ 59/174 = NZ 1987,161 (Hofmeister)
  • 5 Ob 162/86
    Entscheidungstext OGH 04.11.1986 5 Ob 162/86
    Beisatz: Bleibt über das Grundbuchsansuchen kein Zweifel und ist eine Auslassung so offenkundig und von jedermann sofort erkennbar, hindert dies die Bewilligung nicht. (T11)
    Veröff: NZ 1987, 105 (hiezu Hofmeister, 109)
  • 5 Ob 5/88
    Entscheidungstext OGH 09.02.1988 5 Ob 5/88
  • 5 Ob 35/88
    Entscheidungstext OGH 19.04.1988 5 Ob 35/88
    nur T5; Veröff: NZ 1988,289 (Anmerkung von Hofmeister)
  • 5 Ob 2/89
    Entscheidungstext OGH 24.01.1989 5 Ob 2/89
    Veröff: NZ 1989,162 (Anmerkung von Hofmeister)
  • 5 Ob 15/89
    Entscheidungstext OGH 21.02.1989 5 Ob 15/89
    Veröff: NZ 1989,226 (Hofmeister)
  • 5 Ob 116/89
    Entscheidungstext OGH 21.11.1989 5 Ob 116/89
    nur T5
  • 5 Ob 24/90
    Entscheidungstext OGH 29.05.1990 5 Ob 24/90
    Beisatz: Bleibt zweifelhaft, ob es sich nicht doch um einem landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Betrieb gewidmete Grundstücke handelt und daher das Rechtsgeschäft der Genehmigung durch die Grundverkehrskommission bedarf kann dies nicht durch das Grundbuchsgericht selbst, bei dem ein reines Urkundenverfahren stattfinden, beseitigt werden, sondern nur durch von den Antragstellern beizubringende Urkunden. (T12)
  • 5 Ob 45/90
    Entscheidungstext OGH 26.06.1990 5 Ob 45/90
    Beis wie T4; Beisatz: Hier: Einräumung eines lebenslänglichen alleinigen Nutzungsrechtes und Wohnrechtes an Haus samt Garten ohne nähere Spezifizierung. (T13)
  • 5 Ob 55/90
    Entscheidungstext OGH 09.10.1990 5 Ob 55/90
    Beis wie T4
  • 5 Ob 1003/91
    Entscheidungstext OGH 29.01.1991 5 Ob 1003/91
    Beis wie T4
  • 5 Ob 39/91
    Entscheidungstext OGH 11.06.1991 5 Ob 39/91
    Beis wie T4; Veröff: SZ 64/74 = NZ 1991,320 (Hofmeister, 323)
  • 5 Ob 34/92
    Entscheidungstext OGH 24.03.1992 5 Ob 34/92
    Veröff: NZ 1993,19 (Hofmeister, 22)
  • 5 Ob 1024/92
    Entscheidungstext OGH 01.09.1992 5 Ob 1024/92
    nur T5
  • 5 Ob 153/92
    Entscheidungstext OGH 15.12.1992 5 Ob 153/92
    nur T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Es stellt ein Eintragungshindernis dar, wenn die Einräumung des Rechtes in der Urkunde von Umständen abhängig gemacht wird, die der Urkunde selbst nicht zu entnehmen sind. (T14)
    Veröff: ÖBA 1993,570 (Hoyer) = NZ 1993,241 (Hofmeister, 243)
  • 5 Ob 115/92
    Entscheidungstext OGH 29.09.1992 5 Ob 115/92
    Veröff: SZ 65/123
  • 5 Ob 141/94
    Entscheidungstext OGH 13.12.1994 5 Ob 141/94
    Auch; Beis wie T10
  • 5 Ob 1003/96
    Entscheidungstext OGH 16.01.1996 5 Ob 1003/96
    Auch; Beisatz: Fragen bezüglich eines Rücktritts des Masseverwalters von einer geschlossenen Vereinbarung und der Bindung an eine seinerzeitige Treuhandabwicklung sind im Grundbuchsverfahren nicht zu untersuchen. (T15)
  • 5 Ob 2084/96y
    Entscheidungstext OGH 30.04.1996 5 Ob 2084/96y
    Vgl auch; Beisatz: Im Grundbuchsverfahren kann ein vom Urkundenwortlaut abweichender Parteiwille nicht ermittelt werden. (T16)
  • 5 Ob 2249/96p
    Entscheidungstext OGH 24.09.1996 5 Ob 2249/96p
    Vgl auch; nur T2; Beisatz: Das bei einem Schenkungsvertrag unabdingbar notwendige Einverständnis der Vertragspartner über die (teilweise) Unentgeltlichkeit der beabsichtigten Vermögensverschiebung kann im Grundbuchsverfahren nur dann angenommen werden, wenn es sich aus den beigebrachten Urkunden ergibt. (T17)
    Beisatz: Kein ausreichender Anhaltspunkt für das Vorliegen eines Schenkungswillens gegeben; es ist daher von einem entgeltlichen Rechtsgeschäft auf den Todesfall auszugehen. (T18)
  • 5 Ob 2299/96s
    Entscheidungstext OGH 27.05.1997 5 Ob 2299/96s
    Auch; nur T2; Beisatz: Die Beweislast für das Vorliegen einer "anderen Veräußerungsart" gemäß § 1078 ABGB trifft den Antragsteller (infolge der allgemeinen Beweislastverteilung sowie der Beweisnähe), weil über die wertbestimmenden Kriterien von Leistung und Gegenleistung nur die Vertragsteile Aufschluss geben können. (T19)
  • 5 Ob 281/98d
    Entscheidungstext OGH 10.11.1998 5 Ob 281/98d
    nur T5
  • 5 Ob 122/99y
    Entscheidungstext OGH 23.04.1999 5 Ob 122/99y
  • 5 Ob 135/99k
    Entscheidungstext OGH 11.05.1999 5 Ob 135/99k
    Auch; Beisatz: Das einzutragende Recht muss aus den Urkunden selbst hervorgehen, es reicht nicht aus, wenn es bloß aus Folgerungen erschlossen werden kann (NZ 1990/192; NZ 1993/250 = WoBl 1993, 79; NZ 1998/306). (T20)
  • 5 Ob 195/99h
    Entscheidungstext OGH 13.07.1999 5 Ob 195/99h
  • 5 Ob 13/00y
    Entscheidungstext OGH 15.02.2000 5 Ob 13/00y
    nur T5
  • 5 Ob 278/99i
    Entscheidungstext OGH 16.05.2000 5 Ob 278/99i
    Auch; Beis wie T4; nur T5; Beis wie T16; Beis wie T20
  • 5 Ob 223/00f
    Entscheidungstext OGH 26.09.2000 5 Ob 223/00f
    nur T5
  • 5 Ob 105/00b
    Entscheidungstext OGH 24.10.2000 5 Ob 105/00b
    Beis wie T20
  • 5 Ob 234/00y
    Entscheidungstext OGH 11.10.2000 5 Ob 234/00y
    Auch; Beis wie T7; Beisatz: Eine ergänzende oder gar vom Wortsinn der vorgelegten Grundbuchsurkunde abweichende Auslegung rechtsgeschäftlicher Erklärungen ist dem Grundbuchsrichter verwehrt. (T21)
    Beisatz: Hier: Verzicht auf das Vorkaufsrecht durch den Vorkaufsberechtigten auf Grund von Nachträgen zum Kaufvertrag. (T22)
  • 5 Ob 317/00d
    Entscheidungstext OGH 16.01.2001 5 Ob 317/00d
    Auch; Beis wie T21; Veröff: SZ 74/7
  • 5 Ob 316/00g
    Entscheidungstext OGH 30.01.2001 5 Ob 316/00g
  • 5 Ob 219/01v
    Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 219/01v
    Beis wie T21
  • 5 Ob 67/02t
    Entscheidungstext OGH 14.05.2002 5 Ob 67/02t
    Beisatz: Eine Berücksichtigung von Umständen, die erst außerhalb des Urkundeninhalts liegende Tatsachen durch eine bestimmte Auslegung ergeben, sowie eine Bedachtnahme auf einen nicht urkundlich erwiesenen, sondern allenfalls zu erschließenden Willen der Vertragsteile kommt nicht in Betracht. (T23)
  • 5 Ob 166/02a
    Entscheidungstext OGH 27.08.2002 5 Ob 166/02a
    Vgl auch; nur T5; Beisatz: Die Auslegung zweifelhafter Vertragsbestimmungen ist dem Grundbuchsgericht verwehrt. (T24)
  • 5 Ob 10/03m
    Entscheidungstext OGH 11.03.2003 5 Ob 10/03m
    Vgl auch; Beisatz: Eine Auslegung, die wertend zwischen mehreren vernünftig in Betracht zu ziehenden Möglichkeiten abwägt, ist dem Grundbuchsgericht verwehrt. (T25)
  • 5 Ob 170/03s
    Entscheidungstext OGH 09.09.2003 5 Ob 170/03s
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T21; Beisatz: Hier: Auslegung der Einantwortungsurkunde. (T26)
  • 5 Ob 189/03k
    Entscheidungstext OGH 07.10.2003 5 Ob 189/03k
    Vgl auch; Beisatz: Die eingeschränkte richterliche Kognition in Grundbuchsachen schließt zwar die Entscheidung von Zweifelsfragen bei der Auslegung von Urkunden oder Anträgen aus, nicht jedoch den logischen Schluss auf das nach juristischer Wertung einzig mögliche Ergebnis. (T27)
  • 5 Ob 158/03a
    Entscheidungstext OGH 09.09.2003 5 Ob 158/03a
    Vgl auch; Beisatz: Das Grundbuchgericht darf eine grundbücherliche Eintragung nur bewilligen, wenn die Urkunden auch den landesgesetzlichen Bestimmungen über den Grundverkehr entsprechen. (T28)
    Veröff: SZ 2003/101
  • 5 Ob 195/04v
    Entscheidungstext OGH 28.09.2004 5 Ob 195/04v
    Beisatz: Die Frage der Gutgläubigkeit des Erwerbs ist keinesfalls eine bei der Bewilligung eines Grundbuchsgesuchs zu überprüfende Voraussetzung. (T29)
  • 5 Ob 292/04h
    Entscheidungstext OGH 28.02.2005 5 Ob 292/04h
    Beisatz: Besteht zwischen dem beurkundenden Notar/Substitut und einer Partei des Kaufvertrages Namensgleichheit, so kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass die vorgelegten Notariatsurkunden nicht die Kraft öffentlicher Urkunde haben, weil die Vermutung naheliegt, dass in Sachen einer in § 33 Abs 1 NO genannten Person Amtshandlungen vorgenommen wurden. Ein derartiger Zweifel besteht nur dann nicht, wenn der Notar bei Namensgleichheit ausdrücklich erklärt, dass er mit der gleichnamigen Person in keiner Beziehung im Sinn des § 33 Abs 1 NO steht. (T30)
  • 5 Ob 5/06f
    Entscheidungstext OGH 24.01.2006 5 Ob 5/06f
    Beis wie T16; Beis wie T21; Beis wie T23; Beisatz: Bei einem als solchen bezeichneten Kaufvertrag, der die Erklärung der Parteien enthält, mehrere Anteile um einen bestimmten Gesamtkaufpreis kaufen/verkaufen zu wollen, kann mangels irgendeinem Anhaltspunkt in der Urkunde selbst nicht auf einen Schenkungswillen geschlossen werden. (T31)
    Veröff: SZ 2006/3
  • 5 Ob 187/06w
    Entscheidungstext OGH 29.08.2006 5 Ob 187/06w
    nur T5; Beisatz: Um in materiellrechtlicher Hinsicht am Zustandekommen eines Kaufvertrages keine Zweifel aufkommen zu lassen, bedarf es des urkundlichen Nachweises einer Einigung der Parteien über Kaufgegenstand und Preis, der in einer bestimmten oder bestimmbaren Gegenleistung bestehen kann. (T32)
  • 5 Ob 130/07i
    Entscheidungstext OGH 13.07.2007 5 Ob 130/07i
    Beis wie T16; Beis wie T21; Veröff: SZ 2007/114
  • 5 Ob 255/07x
    Entscheidungstext OGH 11.12.2007 5 Ob 255/07x
    Auch; Beis ähnlich wie T24; Beisatz: Hier: Eine Auslegung zu finden, die eine unklare „Bedingung" sinnvoll erscheinen lässt, ist nicht Aufgabe des Grundbuchgerichts. (T33)
    Veröff: SZ 2007/195
  • 5 Ob 292/07p
    Entscheidungstext OGH 04.03.2008 5 Ob 292/07p
    Vgl auch; Beis wie T27; Beisatz: Das bedeutet, dass ein Grundbuchantrag nur dann abgewiesen werden muss, wenn die Gefahr einer Verwechslung des Eintragungsobjekts oder einer Fehlinterpretation des Begehrens gegeben ist. (T34)
  • 5 Ob 74/08f
    Entscheidungstext OGH 03.06.2008 5 Ob 74/08f
    Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Anmerkung der Übertragung des Rechts auf Wohnungseigentumseinräumung im Sinn des § 40 Abs 2 Satz 4 WEG 2002 erfordert den zweifelsfreien Nachweis der Übertragung auch der betreffenden Anwartschaftsrechte als materielle Voraussetzung. (T35)
  • 5 Ob 82/08g
    Entscheidungstext OGH 14.07.2008 5 Ob 82/08g
    Vgl auch; Beis wie T21; Beisatz: Das hindert den Grundbuchsrichter zwar nicht daran, aus Urkunden unmittelbare logische Schlussfolgerungen zu ziehen; in Spekulationen oder gar Beweisaufnahmen darüber, wie eine beurkundete Erklärung tatsächlich gewollt war, hat sich der Grundbuchsrichter aber nicht einzulassen. (T36)
    Beisatz: Diese Einschränkung der grundbuchsrichterlichen Kognitionsmöglichkeit und -befugnis gilt allerdings für jeden Aspekt der Prüfung eines Eintragungsbegehrens, also auch für die Wahrnehmung von Eintragungshindernissen (so schon 5 Ob 234/00y). (T37)
    Bem: Hier: Annahme eines Eintragungshindernisses (Kollision von Wohnungsgebrauchsrechten) aufgrund einer dem klaren und eindeutigen Wortlaut diametral widersprechenden Auslegung der Urkunde durch die Vorinstanzen. (T38)
  • 5 Ob 102/08y
    Entscheidungstext OGH 26.08.2008 5 Ob 102/08y
    Auch; Beisatz: Aus außervertraglichen Umständen abgeleiteten Bedenken in Richtung der Sittenwidrigkeit eines Vertrags kann im grundbuchrechtlichen Urkundenverfahren nicht nachgegangen werden. (T39)
  • 5 Ob 227/08f
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 227/08f
    Auch; Beisatz: Wenn auch § 32 Abs 1 lit a GBG die genaue Angabe der Liegenschaft, auf der die Einverleibung erfolgen soll, nur für Privaturkunden fordert und § 33 Abs 1 lit a GBG diese Erfordernisse nur für Rechtsgeschäfte vor einer öffentlichen Behörde oder einem Notar statuiert, muss doch jedenfalls nach § 94 Abs 1 Z 3 GBG das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunde begründet erscheinen. Enthält also eine Amtsbestätigung nach § 182 Abs 3 AußStrG keine genaue Angabe der Liegenschaft, auf der eine Einverleibung erfolgen soll, vermag die Urkunde das Begehren auf Einverleibung auf einer bestimmten Liegenschaft nicht zu begründen. (T40)
    Beisatz: Anders läge der Fall nur, wenn die Amtsbestätigung auf eine weitere Urkunde Bezug nähme, die die Voraussetzungen des § 32 GBG aufweist und in grundbuchsfähiger Form vorgelegt wird. (T41)
  • 5 Ob 172/08t
    Entscheidungstext OGH 25.11.2008 5 Ob 172/08t
    Vgl; Beisatz: Das Grundbuchsgericht hat sich bei der Prüfung eines Gesuchs auf die Auslegung des Wortlauts eines Vertrags zu beschränken. (T42)
    Veröff: SZ 2008/175
  • 5 Ob 184/08g
    Entscheidungstext OGH 09.12.2008 5 Ob 184/08g
    Auch; Beisatz: Kann allein aus Wortlaut und Regelungsgehalt der Urkunde nicht einmal das auf diesen Vertrag anzuwendende Recht mit letzter Sicherheit ermittelt werden, schließt dies allein schon die materielle Prüfung seiner Tauglichkeit als Eintragungsgrundlage aus und muss Bedenken über das Vorliegen der Voraussetzung des § 94 Abs 1 Z 3 GBG begründen. (T43)
    Beisatz: Hat der Antragsteller die schriftliche Pfandbestellungsurkunde erst rund 16 Jahre nach der Liegenschaftseigentümerin unterfertigt, ist es jedenfalls zweifelhaft, dass dies im Lichte des § 862 ABGB wirksam gewesen sein könnte. (T44)
  • 5 Ob 251/08k
    Entscheidungstext OGH 03.03.2009 5 Ob 251/08k
    Beis wie T21; Beis wie T25; Beis wie T27; Beis wie T36; Beis wie T37
  • 5 Ob 214/09w
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 214/09w
    nur T5; Veröff: SZ 2009/140
  • 5 Ob 141/09k
    Entscheidungstext OGH 10.11.2009 5 Ob 141/09k
    nur T2; Beis wie T16; Beis wie T42; Beis ähnlich wie T36; Beisatz: Es sind nicht komplizierte Erwägungen tatsächlicher und rechtlicher Natur anzustellen, um den wahren Willen der Vertragsteile zu ergründen. (T45)
  • 5 Ob 258/09s
    Entscheidungstext OGH 11.02.2010 5 Ob 258/09s
    Auch
  • 3 Ob 78/10g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2010 3 Ob 78/10g
    Auch
  • 5 Ob 15/10g
    Entscheidungstext OGH 22.06.2010 5 Ob 15/10g
    Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Rechenoperationen. (T46)
  • 5 Ob 203/10d
    Entscheidungstext OGH 16.11.2010 5 Ob 203/10d
    Vgl auch; Beisatz: Für die Schaffung der Eintragungsgrundlagen durch ein „unaufwendiges Beweisverfahren“ fehlt im Grundbuchsverfahren als einem reinen Urkundenverfahren jede gesetzliche Grundlage. (T47)
  • 5 Ob 190/10t
    Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 190/10t
    Vgl; Auch Beis wie T4; Auch Beis wie T20; Auch Beis wie T45
  • 5 Ob 6/11k
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 6/11k
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T21; Beis ähnlich wie T42
  • 5 Ob 171/10y
    Entscheidungstext OGH 09.02.2011 5 Ob 171/10y
    Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Interpretation einer Generalklausel. (T48)
  • 5 Ob 89/11s
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 89/11s
    Auch; Beis wie T41
  • 5 Ob 107/11p
    Entscheidungstext OGH 07.06.2011 5 Ob 107/11p
    Auch; Beis wie T4; Beis wie T26; Beisatz: Hier: Interpretation eines nicht § 178 Abs 2 Z 2 AußStrG entsprechenden Einantwortungsbeschlusses. (T49)
  • 5 Ob 106/11s
    Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 106/11s
    Beis ähnlich wie T27; Beis ähnlich wie T36, Beis ähnlich wie T37
  • 5 Ob 72/12t
    Entscheidungstext OGH 24.04.2012 5 Ob 72/12t
    Auch; Beis auch wie T25
  • 5 Ob 32/12k
    Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 32/12k
    Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Rechtskraftbestätigung auf einer Bestätigung nach § 25a Abs 2 TGVG. (T50)
  • 5 Ob 54/12w
    Entscheidungstext OGH 04.07.2012 5 Ob 54/12w
    Auch; Beis auch wie T27; Beis auch wie T37
  • 5 Ob 240/12y
    Entscheidungstext OGH 24.01.2013 5 Ob 240/12y
    Auch; nur T5; Auch Beis wie T27
  • 5 Ob 64/13t
    Entscheidungstext OGH 16.05.2013 5 Ob 64/13t
  • 5 Ob 109/13k
    Entscheidungstext OGH 20.06.2013 5 Ob 109/13k
    nur T2; Auch Beis wie T25
  • 5 Ob 113/13y
    Entscheidungstext OGH 20.09.2013 5 Ob 113/13y
    nur T5; Beis wie T4
  • 5 Ob 206/13z
    Entscheidungstext OGH 27.11.2013 5 Ob 206/13z
    Vgl auch; Beis wie T14; Beis wie T23; Beis ähnlich wie T27
  • 5 Ob 235/13i
    Entscheidungstext OGH 21.01.2014 5 Ob 235/13i
    Vgl auch; Beisatz: Das bei einem (gemischten) Schenkungsvertrag unabdingbar notwendige Einverständnis der Vertragsparteien über die (teilweise) Unentgeltlichkeit der beabsichtigten Vermögensverschiebung kann im Grundbuchsverfahren nur dann angenommen werden, wenn es sich aus den beigebrachten Urkunden ergibt. (T51)
  • 5 Ob 21/14w
    Entscheidungstext OGH 20.05.2014 5 Ob 21/14w
    Auch
  • 5 Ob 74/14i
    Entscheidungstext OGH 25.07.2014 5 Ob 74/14i
    Auch; Beis wie T23
  • 5 Ob 39/14t
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 39/14t
    Vgl; Beis wie T18; Veröff: SZ 2014/75
  • 5 Ob 192/14t
    Entscheidungstext OGH 16.12.2014 5 Ob 192/14t
    Auch; Beis wie T23
  • 5 Ob 227/14i
    Entscheidungstext OGH 24.03.2015 5 Ob 227/14i
    Vgl auch; Beis wie T42
  • 5 Ob 17/15h
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 17/15h
    Auch
  • 5 Ob 82/15t
    Entscheidungstext OGH 19.06.2015 5 Ob 82/15t
    Vgl auch; Beis wie T16; Beis wie T36
  • 5 Ob 95/15d
    Entscheidungstext OGH 25.08.2015 5 Ob 95/15d
    Vgl auch; Beisatz: Das aus einem Zivilrechtsstreit resultierende, gegen die im Grundbuchsverfahren einschreitende Antragstellerin gerichtete Verbot nach § 382 Abs 1 Z 5 EO, die Rechtfertigung des Eigentumsrechts vornehmen zu lassen, das zum Zeitpunkt der Gesuchseinbringung nach der Aktenlage mangels Zustellung überdies noch nicht wirksam war, begründet keine Bedenken im Sinn des § 94 Abs 1 Z 2 1. Fall GBG. (T52)
  • 5 Ob 193/15s
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 193/15s
    Vgl auch; Beis wie T4
  • 5 Ob 172/15b
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 172/15b
    Beisatz: Zweifel an einer tatsächlichen Übergabe können bestehen, wenn sich die Geschenkgeber ausdrücklich vorbehalten, an der geschenkten aber weiter benützten Eigentumswohnung sowie an allgemeinen Teilen nach Gutdünken bauliche Veränderungen vornehmen zu können, somit in ihrer Stellung in tatsächlicher Hinsicht keine wesentliche Veränderung erkennbar ist. (T53)
  • 5 Ob 92/15p
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 92/15p
    Auch
  • 5 Ob 179/15g
    Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 179/15g
    Auch; Beis wie T18
  • 5 Ob 181/15a
    Entscheidungstext OGH 30.10.2015 5 Ob 181/15a
    Auch; Beis wie T36
  • 5 Ob 8/16m
    Entscheidungstext OGH 25.01.2016 5 Ob 8/16m
    nur T5
  • 5 Ob 47/16x
    Entscheidungstext OGH 25.08.2016 5 Ob 47/16x
    Vgl auch
  • 5 Ob 141/16w
    Entscheidungstext OGH 04.05.2017 5 Ob 141/16w
    Beisatz: Das Grundbuchsgericht hat auch die Wohnungseigentumstauglichkeit eines Objekts, bei dem die Einverleibung des Wohnungseigentums beantragt wird, selbständig zu prüfen. (T54)
  • 5 Ob 125/17v
    Entscheidungstext OGH 29.08.2017 5 Ob 125/17v
    Auch; Beis wie T54
  • 5 Ob 19/18g
    Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 19/18g
    Beisatz: Ob die dem Grundbuchsgesuch angeschlossenen Urkunden im Lichte des § 94 Abs 1 Z 3 GBG zu Zweifeln Anlass geben, ist eine Frage des Einzelfalls, die nur dann eine erhebliche Rechtsfrage begründen könnte, wenn dem Rekursgericht eine grobe Fehlbeurteilung unterlaufen ist. (T55)
  • 5 Ob 35/18k
    Entscheidungstext OGH 15.05.2018 5 Ob 35/18k
  • 5 Ob 77/19p
    Entscheidungstext OGH 31.07.2019 5 Ob 77/19p
  • 5 Ob 111/19p
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 111/19p
  • 5 Ob 160/19v
    Entscheidungstext OGH 22.10.2019 5 Ob 160/19v
    Beis wie T55

Anmerkung

Bem: Der Rechtssatz wird wegen der Häufigkeit seiner Zitierung ("überlanger RS") nicht bei jeder einzelnen Bezugnahme, sondern nur fallweise mit einer Gleichstellungsindizierung versehen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0060878

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.11.2019

Dokumentnummer

JJR_19740515_OGH0002_0050OB00029_7400000_003