Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 8Ob29/64 1Ob250/67 2Ob3...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0040918

Geschäftszahl

8Ob29/64; 1Ob250/67; 2Ob320/69; 8Ob213/71; 2Ob114/71; 2Ob96/72; 2Ob72/72 (2Ob75/72); 2Ob186/72; 2Ob236/72; 2Ob28/73; 2Ob35/73; 2Ob167/73; 2Ob143/74; 6Ob211/74; 2Ob221/75; 2Ob86/77 (2Ob87/77); 6Ob673/77; 7Ob621/79; 3Ob538/78 (3Ob539/78); 4Ob139/79; 2Ob175/80; 2Ob249/80; 2Ob18/83; 5Ob600/83; 2Ob7/86; 2Ob598/86; 2Ob26/87; 7Ob507/88; 2Ob70/88; 7Ob548/89; 2Ob78/90 (2Ob1070/90); 10Ob527/94 (10Ob1555/94); 9ObA290/98g; 7Ob1/99v; 10ObS227/00f; 6Ob187/05a; 7Ob45/06b; 8Ob70/08i; 2Ob157/09s; 2Ob144/09d; 6Ob224/12b; 2Ob212/13k; 5Ob23/15s; 2Ob186/15i; 1Ob169/18m; 6Ob199/18k; 7Ob46/19v; 1Ob112/18d; 5Ob112/19k; 4Ob96/20a; 5Ob177/20w

Entscheidungsdatum

29.06.1964

Norm

AußStrG 2005 §36 Abs2
ZPO §393 Abs1
ZPO §393 Abs3

Rechtssatz

Ein prozessualer Verstoß durch Fällung eines Zwischenurteils muss ausdrücklich gerügt werden, um im Prüfungsverfahren Beachtung finden zu können. Von Amts wegen ist darauf nicht Bedacht zu nehmen.

Entscheidungstexte

  • 8 Ob 29/64
    Entscheidungstext OGH 29.06.1964 8 Ob 29/64
    Veröff: SZ 37/96
  • 1 Ob 250/67
    Entscheidungstext OGH 21.12.1967 1 Ob 250/67
  • 2 Ob 320/69
    Entscheidungstext OGH 20.11.1969 2 Ob 320/69
  • 8 Ob 213/71
    Entscheidungstext OGH 31.08.1971 8 Ob 213/71
  • 2 Ob 114/71
    Entscheidungstext OGH 20.04.1972 2 Ob 114/71
    Beisatz: Die in der Berufung versäumte Rüge der behaupteten prozessualen Unzulässigkeit des Zwischenurteiles kann im Revisionsverfahren nicht mehr nachgeholt werden. (T1) Veröff: SZ 45/51
  • 2 Ob 96/72
    Entscheidungstext OGH 19.10.1972 2 Ob 96/72
  • 2 Ob 72/72
    Entscheidungstext OGH 28.12.1972 2 Ob 72/72
  • 2 Ob 186/72
    Entscheidungstext OGH 18.01.1973 2 Ob 186/72
  • 2 Ob 236/72
    Entscheidungstext OGH 01.02.1973 2 Ob 236/72
  • 2 Ob 28/73
    Entscheidungstext OGH 15.03.1973 2 Ob 28/73
  • 2 Ob 35/73
    Entscheidungstext OGH 12.04.1973 2 Ob 35/73
  • 2 Ob 167/73
    Entscheidungstext OGH 25.10.1973 2 Ob 167/73
    Veröff: RZ 1974/121 S 213
  • 2 Ob 143/74
    Entscheidungstext OGH 09.05.1974 2 Ob 143/74
  • 6 Ob 211/74
    Entscheidungstext OGH 05.12.1974 6 Ob 211/74
    Auch; Beisatz: Fehlen Feststellungen, ob hinsichtlich jeder einzelnen von mehreren Forderungen ein, wenn auch noch so geringer, Schaden tatsächlich eingetreten ist, dann liegt darin ein im Rahmen der rechtlichen Beurteilung wahrzunehmender Feststellungsmangel. (T2)
  • 2 Ob 221/75
    Entscheidungstext OGH 13.11.1975 2 Ob 221/75
  • 2 Ob 86/77
    Entscheidungstext OGH 02.06.1977 2 Ob 86/77
    Beisatz: Erhobene Rüge vom Berufungsgericht als nicht berechtigt angesehen. (T3) Veröff: ZVR 1978/241 S 276
  • 6 Ob 673/77
    Entscheidungstext OGH 20.10.1977 6 Ob 673/77
  • 7 Ob 621/79
    Entscheidungstext OGH 03.05.1979 7 Ob 621/79
    Beis wie T2; Veröff: SZ 52/73
  • 3 Ob 538/78
    Entscheidungstext OGH 04.07.1979 3 Ob 538/78
  • 4 Ob 139/79
    Entscheidungstext OGH 17.06.1980 4 Ob 139/79
    Beisatz: Die Frage, ob dies auch im arbeitsgerichtlichen Berufungsverfahren gilt, bleibt ausdrücklich offen. (T4) Veröff: SZ 53/92
  • 2 Ob 175/80
    Entscheidungstext OGH 16.12.1980 2 Ob 175/80
    nur: Ein prozessualer Verstoß durch Fällung eines Zwischenurteils muss ausdrücklich gerügt werden. (T5)
  • 2 Ob 249/80
    Entscheidungstext OGH 07.04.1981 2 Ob 249/80
    Vgl; nur T5; Beis wie T2
  • 2 Ob 18/83
    Entscheidungstext OGH 01.02.1983 2 Ob 18/83
    Vgl; Beis wie T2
  • 5 Ob 600/83
    Entscheidungstext OGH 07.06.1983 5 Ob 600/83
    Beisatz: Hier: Teilzwischenurteil. Das Erstgericht hat nur über jenen Teil der Klageforderung entschieden, der ausschließlich mit der auf die Pönalvereinbarung gestützten Aufrechnungseinrede bekämpft worden war, und zwar zugleich mit der Entscheidung über diese Aufrechnungseinrede selbst. (T6)
  • 2 Ob 7/86
    Entscheidungstext OGH 18.02.1986 2 Ob 7/86
    Auch; Beis wie T2
  • 2 Ob 598/86
    Entscheidungstext OGH 24.02.1987 2 Ob 598/86
    Beis wie T2
  • 2 Ob 26/87
    Entscheidungstext OGH 12.05.1987 2 Ob 26/87
    nur T5
  • 7 Ob 507/88
    Entscheidungstext OGH 14.04.1988 7 Ob 507/88
    nur T5; Beis wie T2
  • 2 Ob 70/88
    Entscheidungstext OGH 22.11.1988 2 Ob 70/88
    Veröff: ZfRV 1989,294
  • 7 Ob 548/89
    Entscheidungstext OGH 06.04.1989 7 Ob 548/89
    Vgl; Beis wie T2
  • 2 Ob 78/90
    Entscheidungstext OGH 26.09.1990 2 Ob 78/90
  • 10 Ob 527/94
    Entscheidungstext OGH 14.03.1995 10 Ob 527/94
  • 9 ObA 290/98g
    Entscheidungstext OGH 23.12.1998 9 ObA 290/98g
  • 7 Ob 1/99v
    Entscheidungstext OGH 09.02.1999 7 Ob 1/99v
    Beisatz: Hier: Teilurteil. (T7)
  • 10 ObS 227/00f
    Entscheidungstext OGH 19.09.2000 10 ObS 227/00f
  • 6 Ob 187/05a
    Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 187/05a
    Auch; Beisatz: Hier: Die Frage der Zulässigkeit eines Zwischenurteils ist zwar grundsätzlich eine prozessuale Frage; ihre unrichtige Lösung bedeutet eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens erster Instanz. Die unterlassene Prüfung des rechtlichen Interesses der Klägerin an der begehrten Feststellung ist jedoch mit Rechtsrüge bekämpfbar, weil es dabei auch um eine materiellrechtliche Anspruchsvoraussetzung geht. (T8); Beisatz: Bei Feststellungsbegehren über die Haftung für künftige Schäden darf kein Zwischenurteil über den Grund des Anspruchs gefällt werden, weil für die Bejahung des Anspruchsgrundes alle Anspruchsvoraussetzungen feststehen müssen, dann aber schon eine Endentscheidung über den Feststellungsanspruch gefällt werden kann. Entweder das Feststellungsbegehren besteht zu Recht, weil mit künftigen Schäden zu rechnen ist, dann kann ihm schon jetzt stattgegeben werden, oder künftige Schäden sind auszuschließen, dann ist es zur Gänze schon jetzt abzuweisen. (T9)
  • 7 Ob 45/06b
    Entscheidungstext OGH 21.06.2006 7 Ob 45/06b
    Vgl auch; Beis wie T8 nur: Die Frage der Zulässigkeit eines Zwischenurteils ist zwar grundsätzlich eine prozessuale Frage; ihre unrichtige Lösung bedeutet eine Mangelhaftigkeit des Verfahrens erster Instanz. (T10); Veröff: SZ 2006/91
  • 8 Ob 70/08i
    Entscheidungstext OGH 05.08.2008 8 Ob 70/08i
    Vgl aber; nur T5; Beisatz: Zwar sind Zwischenurteile hinsichtlich ihrer formellen Voraussetzungen grundsätzlich nur im Rahmen einer geltend zu machenden (hier jedoch unterbliebenen) Mangelhaftigkeit des Verfahrens überprüfbar; dies gilt jedoch nicht für der rechtlichen Beurteilung zuzuordnende Feststellungsmängel zur Lösung der materiell-rechtlichen Frage der Anspruchsvoraussetzungen, deren rechtliche Beurteilung jedenfalls revisibel ist. (T11); Beisatz: Siehe auch RS0123877 und 7 Ob 45/06b. (T12)
  • 2 Ob 157/09s
    Entscheidungstext OGH 29.10.2009 2 Ob 157/09s
    Auch; Beis wie T10; Auch Beis wie T11
  • 2 Ob 144/09d
    Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 144/09d
    Vgl; Beis wie T10; Auch Beis wie T11
  • 6 Ob 224/12b
    Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 224/12b
    Vgl
  • 2 Ob 212/13k
    Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 212/13k
    Auch; Bei ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T9; Beisatz: Die unrichtige Bejahung eines Feststellungsinteresses ist auch im Verfahren vor dem Revisionsgericht von Amts wegen aufzugreifen. (T13)
  • 5 Ob 23/15s
    Entscheidungstext OGH 14.07.2015 5 Ob 23/15s
    Auch; Beisatz: Hier: Versäumte Mängelrüge gegen Zwischenbeschluss in einer wohnrechtlichen Außerstreitsache. (T14)
  • 2 Ob 186/15i
    Entscheidungstext OGH 19.01.2016 2 Ob 186/15i
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Ein unzulässiges Zwischenurteil über ein schadenersatzrechtliches Feststellungsbegehren bedeutet aber auch die unrichtige Bejahung eines Feststellungsinteresses, was nach ständiger Rechtsprechung auch im Verfahren vor dem Revisionsgericht von Amts wegen aufzugreifen ist. (T15)
  • 1 Ob 169/18m
    Entscheidungstext OGH 20.12.2018 1 Ob 169/18m
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Prozessual unzulässiger Zwischenbeschluss nach § 36 Abs 2 AußStrG über die Feststellung des Aufteilungsstichtags im nachehelichen Aufteilungsverfahren. (T16)
    Beisatz: Von Amts wegen ist darauf nicht Bedacht zu nehmen. (T17)
    Beisatz: Verfahrensmangel erster Instanz, der bei Verneinung durch das Gericht zweiter Instanz nicht neuerlich geltend gemacht werden kann. (T18)
  • 6 Ob 199/18k
    Entscheidungstext OGH 24.01.2019 6 Ob 199/18k
    Vgl auch; Beis wie T10; Beisatz: Dass es sich bei der Zulässigkeit eines Zwischenurteils um eine Frage des Verfahrens erster Instanz handelt, die im Fall der Verneinung eines Verfahrensmangels durch das Berufungsgericht nicht an den Obersten Gerichtshof herangetragen werden kann, gilt nicht, wenn sich die Frage der Erlassung eines Zwischenurteils aus materiell-rechtlichen Gründen stellt; in diesem Fall handelt es sich vielmehr um eine Rechtsfrage. (T19)
    Veröff: SZ 2019/6
  • 7 Ob 46/19v
    Entscheidungstext OGH 24.04.2019 7 Ob 46/19v
    Beis wie T19
  • 1 Ob 112/18d
    Entscheidungstext OGH 30.04.2019 1 Ob 112/18d
    Vgl; Beis wie T10; Beis wie T17; Beisatz: Dies gilt auch im außerstreitigen Verfahren für die Frage der Zulässigkeit eines Zwischenbeschlusses nach § 36 Abs 2 AußStrG. (T20)
    Beisatz: Hier: Unzulässiger Zwischenbeschluss über die Vorfragen, welche Aktiva (oder Passiva) der Ehegatten in die Aufteilung nach §§ 81ff EheG einzubeziehen sind. (T21)
    Beisatz: Wird der Verfahrensmangel der Unzulässigekeit des Zwischenbeschlusses nicht geltend gemacht, so ist der Beschluss nur dann aufzuheben, wenn die zugrunde liegende Frage materiell‑rechtlich unrichtig gelöst wurde. (T22); Veröff: SZ 2019/37
  • 5 Ob 112/19k
    Entscheidungstext OGH 24.09.2019 5 Ob 112/19k
  • 4 Ob 96/20a
    Entscheidungstext OGH 22.09.2020 4 Ob 96/20a
    Beis wie T8; Beis wie T18
  • 5 Ob 177/20w
    Entscheidungstext OGH 29.04.2021 5 Ob 177/20w
    Vgl; Beis wie T10

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0040918

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

28.06.2021

Dokumentnummer

JJR_19640629_OGH0002_0080OB00029_6400000_001