Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob217/75 8Ob528/81 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0037419

Geschäftszahl

1Ob217/75; 8Ob528/81; 6Ob618/81; 6Ob717/82; 7Ob654/85; 8Ob51/86; 1Ob642/90; 3Ob502/95; 9ObA143/95; 8Ob557/93; 1Ob49/95 (1Ob54/95); 5Ob502/96; 9Ob17/97h; 9Ob2311/96k; 8ObA149/97p; 3Ob182/99g; 2Ob349/98g; 3Ob92/00a; 3Ob8/00y; 8ObA127/04s; 10Ob88/04w; 4Ob126/06t; 4Ob118/07t; 6Ob292/07w; 10Ob11/08b; 2Ob212/08b; 6Ob185/09p; 4Ob171/09i; 7Ob207/10g; 7Ob194/10w; 6Ob3/11a; 8Ob99/10g; 3Ob196/10k; 1Ob220/10z; 8Ob110/10z; 6Ob247/10g; 5Ob7/11g; 4Ob51/11w; 6Ob218/11v; 1Ob253/11d; 4Ob198/12i; 3Ob189/12h; 9ObA80/13z; 4Ob52/14x; 9ObA86/14h; 10Ob29/15k; 3Ob138/18t

Entscheidungsdatum

29.10.1975

Norm

ZPO §226 I
ZPO §226 IIIB
ZPO §233
ZPO §411 Aa

Rechtssatz

Der im Prozess geltend gemachte Anspruch, also der Streitgegenstand, ist nicht ident mit dem materiell-rechtlichen Anspruch. Das Gericht entscheidet im Prozess nicht über das Privatrechtsverhältnis als solches, sondern über ein aus dem Privatrechtsverhältnis abgeleitetes Begehren. Der prozessuale Begriff des Streitgegenstandes wird durch das Klagebegehren und den rechtserzeugenden Sachverhalt bestimmt.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 217/75
    Entscheidungstext OGH 29.10.1975 1 Ob 217/75
    Veröff: SZ 48/113
  • 8 Ob 528/81
    Entscheidungstext OGH 14.01.1982 8 Ob 528/81
  • 6 Ob 618/81
    Entscheidungstext OGH 13.01.1983 6 Ob 618/81
    Auch; Beisatz: Verfahrensrechtliche Beschränkungen einer bloß teilweisen Geltendmachung eines mehrteiligen oder auf teilbare Leistung gerichteten Anspruches bestehen grundsätzlich nicht, weshalb Teileinklagungen gegenüber der Volleinklagung regelmäßig auch nur als ein Geringeres und nicht als etwas Anderes anzusehen sind. (T1)
  • 6 Ob 717/82
    Entscheidungstext OGH 14.07.1983 6 Ob 717/82
    Auch; nur: Der prozessuale Begriff des Streitgegenstandes wird durch das Klagebegehren und den rechtserzeugenden Sachverhalt bestimmt. (T2)
  • 7 Ob 654/85
    Entscheidungstext OGH 16.01.1986 7 Ob 654/85
    Veröff: SZ 59/14 = EvBl 1986/122 S 465 = RdW 1986,145
  • 8 Ob 51/86
    Entscheidungstext OGH 09.10.1986 8 Ob 51/86
    nur T2
  • 1 Ob 642/90
    Entscheidungstext OGH 05.06.1991 1 Ob 642/90
    nur T2; Veröff: SZ 64/71
  • 3 Ob 502/95
    Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 502/95
    nur T2; Veröff: SZ 68/12
  • 9 ObA 143/95
    Entscheidungstext OGH 27.09.1995 9 ObA 143/95
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 68/175
  • 8 Ob 557/93
    Entscheidungstext OGH 21.12.1995 8 Ob 557/93
    Beisatz: Hiezu gehört nicht die rechtliche Qualifikation, im Bereich derselben bewegt sich das Gericht frei. (T3) Veröff: SZ 68/248
  • 1 Ob 49/95
    Entscheidungstext OGH 22.11.1995 1 Ob 49/95
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 68/220
  • 5 Ob 502/96
    Entscheidungstext OGH 27.02.1996 5 Ob 502/96
    Vgl; Beisatz: Für die Beurteilung des von der Rechtskraftwirkung erfassten Streitgegenstandes sind jedoch nur jene Tatsachenbehauptungen maßgeblich, die die Begründung des erhobenen Sachantrages (Urteilsbegehrens) erforderte. Die Präklusionswirkung der materiellen Rechtskraft einer Vorentscheidung für den Folgeprozess erstreckt sich demnach auf das Vorbringen von Tatsachen, die zur Vervollständigung oder Entkräftung jenes rechtserzeugenden Sachverhalts dienten, aus dem das erste Urteilsbegehren abgeleitet wurde; die rechtskräftige Verneinung eines Anspruchs ist auf den vom Gericht zur Abweisung herangezogenen Sachverhalt - den "maßgeblichen" Sachverhalt - beschränkt. (T4)
  • 9 Ob 17/97h
    Entscheidungstext OGH 14.05.1997 9 Ob 17/97h
  • 9 Ob 2311/96k
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 9 Ob 2311/96k
    Auch; nur T2
  • 8 ObA 149/97p
    Entscheidungstext OGH 07.08.1997 8 ObA 149/97p
    nur T2; Beis wie T3
  • 3 Ob 182/99g
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 182/99g
    Auch; nur T2
  • 2 Ob 349/98g
    Entscheidungstext OGH 22.02.2000 2 Ob 349/98g
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 92/00a
    Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 92/00a
  • 3 Ob 8/00y
    Entscheidungstext OGH 23.05.2001 3 Ob 8/00y
    nur T2
  • 8 ObA 127/04s
    Entscheidungstext OGH 22.12.2004 8 ObA 127/04s
    nur: Der im Prozess geltend gemachte Anspruch, also der Streitgegenstand, ist nicht ident mit dem materiellrechtlichen Anspruch. Der prozessuale Begriff des Streitgegenstandes wird durch das Klagebegehren und den rechtserzeugenden Sachverhalt bestimmt. (T5)
  • 10 Ob 88/04w
    Entscheidungstext OGH 23.05.2005 10 Ob 88/04w
    Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Auch bei einer negativen Feststellungsklage besteht kein unmittelbarer Zwang für den Kläger, bei der Bestimmung des Streitgegenstandes den gesamten, durch die Berühmung des Beklagten vorgegebenen Rahmen auszuschöpfen. (T6)
  • 4 Ob 126/06t
    Entscheidungstext OGH 28.09.2006 4 Ob 126/06t
    nur T2
  • 4 Ob 118/07t
    Entscheidungstext OGH 10.07.2007 4 Ob 118/07t
    Auch; nur T2
  • 6 Ob 292/07w
    Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 292/07w
    Vgl; Beisatz: Das Erstgericht wies einen Teil der geltend gemachten Schmerzengeldansprüche ab. Das Urteil wurde von der Klägerin nur in einem Teilbetrag davon bekämpft. Damit erwuchs die Abweisung des Mehrbegehrens in Rechtskraft. Diese Folge kann nicht durch neuerliche „Ausdehnung" des Klagebegehrens unterlaufen werden. (T7)
  • 10 Ob 11/08b
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 10 Ob 11/08b
    Auch; Beisatz: Nach der herrschenden zweigliedrigen Streitgegenstandstheorie wird der prozessuale Begriff des Streitgegenstands durch den Entscheidungsantrag (Sachantrag) und die zu seiner Begründung erforderlichen, vorgebrachten Tatsachen (rechtserzeugender Sachverhalt) bestimmt. (T8)
  • 2 Ob 212/08b
    Entscheidungstext OGH 22.01.2009 2 Ob 212/08b
    Auch; nur T2; Beis wie T8
  • 6 Ob 185/09p
    Entscheidungstext OGH 16.10.2009 6 Ob 185/09p
    Auch; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Die neuerliche Ausdehnung des Klagebegehrens ohne gleichzeitige substantiierte Behauptung des Auftretens neuer, bei der seinerzeitigen Entscheidung nicht vorhersehbarer Schmerzen zu, würde in Wahrheit einer neuerlichen (aber unzulässigen) Überprüfung des bereits rechtskräftig abgewiesenen Anspruchs gleichkommen. (T9)
  • 4 Ob 171/09i
    Entscheidungstext OGH 20.10.2009 4 Ob 171/09i
    Auch; nur T2
  • 7 Ob 207/10g
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 7 Ob 207/10g
    Auch
  • 7 Ob 194/10w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 7 Ob 194/10w
    Auch
  • 6 Ob 3/11a
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 3/11a
    nur T2; Beis wie T8
  • 8 Ob 99/10g
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 99/10g
    Vgl; nur T8
  • 3 Ob 196/10k
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 196/10k
    Auch
  • 1 Ob 220/10z
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 1 Ob 220/10z
    Vgl auch; nur T2
  • 8 Ob 110/10z
    Entscheidungstext OGH 25.01.2011 8 Ob 110/10z
    Vgl; Beis wie T8
  • 6 Ob 247/10g
    Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 247/10g
    nur T2; Beis wie T8
  • 5 Ob 7/11g
    Entscheidungstext OGH 26.05.2011 5 Ob 7/11g
    Auch; nur T2; Beis wie T8
  • 4 Ob 51/11w
    Entscheidungstext OGH 21.06.2011 4 Ob 51/11w
  • 6 Ob 218/11v
    Entscheidungstext OGH 13.10.2011 6 Ob 218/11v
    Auch; Beis wie T8
  • 1 Ob 253/11d
    Entscheidungstext OGH 01.03.2012 1 Ob 253/11d
    nur T2
  • 4 Ob 198/12i
    Entscheidungstext OGH 17.12.2012 4 Ob 198/12i
  • 3 Ob 189/12h
    Entscheidungstext OGH 19.12.2012 3 Ob 189/12h
    Auch; nur T2
  • 9 ObA 80/13z
    Entscheidungstext OGH 27.08.2013 9 ObA 80/13z
    Auch; nur T2; Beis ähnlich wie T8
  • 4 Ob 52/14x
    Entscheidungstext OGH 23.04.2014 4 Ob 52/14x
    Auch; Veröff: SZ 2014/40
  • 9 ObA 86/14h
    Entscheidungstext OGH 25.09.2014 9 ObA 86/14h
  • 10 Ob 29/15k
    Entscheidungstext OGH 19.05.2015 10 Ob 29/15k
    Auch
  • 3 Ob 138/18t
    Entscheidungstext OGH 21.09.2018 3 Ob 138/18t
    Auch; nur T5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0037419

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

19.11.2018

Dokumentnummer

JJR_19751029_OGH0002_0010OB00217_7500000_001