Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 7Ob54/63 8Ob355/66 1Ob8...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0035914

Geschäftszahl

7Ob54/63; 8Ob355/66; 1Ob84/69; 7Ob228/69; 1Ob290/71; 5Ob560/82; 3Ob1/86; 1Ob2089/96d (1Ob2090/96a); 1Ob2117/96x; 1Ob2190/96g; 10Ob219/97x; 3Ob58/06k; 3Ob290/05a; 4Ob213/06m; 2Ob266/08v; 3Ob5/10x; 1Ob211/14g

Entscheidungsdatum

06.03.1963

Norm

ZPO §41 A1

Rechtssatz

Der Kostenersatzanspruch entsteht erst durch die rechtskräftige Kostenentscheidung.

Entscheidungstexte

  • 7 Ob 54/63
    Entscheidungstext OGH 06.03.1963 7 Ob 54/63
  • 8 Ob 355/66
    Entscheidungstext OGH 24.01.1967 8 Ob 355/66
  • 1 Ob 84/69
    Entscheidungstext OGH 08.05.1969 1 Ob 84/69
    Beisatz: Auch nach der abweichenden Ansicht des Judikates Nr 48 neu, wonach der Kostenersatzanspruch bedingt durch den Prozesserfolg mit der Vornahme der einzelnen Prozesshandlung entsteht, ist dieser Anspruch, solange nicht rechtskräftig durch Urteil (Beschluss) entschieden ist, zwar abtretbar, aber nicht durchsetzbar. (T1)
  • 7 Ob 228/69
    Entscheidungstext OGH 14.01.1970 7 Ob 228/69
    Beisatz: Kostenersatzanspruch ein öffentlich - rechtlicher Anspruch. - Wenn der Beklagte die Kosten des Rechtsstreites "dem Grunde nach" übernimmt, ist dadurch auch keine vergleichsweise Einigung über die Kostenersatzpflicht erfolgt. (T2)
  • 1 Ob 290/71
    Entscheidungstext OGH 11.11.1971 1 Ob 290/71
    Veröff: SZ 44/171
  • 5 Ob 560/82
    Entscheidungstext OGH 30.03.1982 5 Ob 560/82
    Beisatz: Bevor die Kostenentscheidung in Rechtskraft erwachsen ist, ist der Kostenersatzanspruch nicht bloß noch nicht fällig, sondern überhaupt noch nicht entstanden. (T3)
  • 3 Ob 1/86
    Entscheidungstext OGH 15.01.1986 3 Ob 1/86
    Auch; Beis wie T2 nur: Kostenersatzanspruch ein öffentlich - rechtlicher Anspruch. (T4)
    Veröff: SZ 59/10 = EvBl 1986/79 S 281 = AnwBl 1986,261
  • 1 Ob 2089/96d
    Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2089/96d
  • 1 Ob 2117/96x
    Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2117/96x
  • 1 Ob 2190/96g
    Entscheidungstext OGH 26.07.1996 1 Ob 2190/96g
  • 10 Ob 219/97x
    Entscheidungstext OGH 17.03.1998 10 Ob 219/97x
    Auch
  • 3 Ob 58/06k
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 58/06k
    Auch; Veröff: SZ 2006/48
  • 3 Ob 290/05a
    Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 290/05a
    Auch; Veröff: SZ 2006/43
  • 4 Ob 213/06m
    Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 213/06m
    Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Der Senat schließt sich der gegenteiligen überwiegenden Auffassung (RS0051738) an. (T5)
    Veröff: SZ 2007/59
  • 2 Ob 266/08v
    Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 266/08v
    Vgl; Bem: Eine inhaltliche Positionierung zur bestehenden Judikaturdivergenz (RS0051738) war in dieser Rechtssache nicht erforderlich. (T6)
  • 3 Ob 5/10x
    Entscheidungstext OGH 27.01.2010 3 Ob 5/10x
    Gegenteilig; Beisatz: Zumindest bei gesetzlicher Anordnung der Vollstreckbarkeit (§ 505 Abs 4 ZPO) kann nicht angenommen werden, der hereinzubringende Anspruch wäre noch nicht entstanden. (T7)
  • 1 Ob 211/14g
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 211/14g
    Vgl aber; Beisatz: Insoweit Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs im Allgemeinen davon ausgehen, dass ein Kostenersatzanspruch erst durch die rechtskräftige Kostenentscheidung entstehe, stehen sie im Zusammenhang mit einer (öffentlich-rechtlichen) Kostenersatzpflicht. Schon wegen eines fehlenden (adäquaten) Kostenersatzes im Finanzstrafverfahren (vgl nur §§ 393, 393a in der damals geltenden Fassung) ist das Berufungsgericht aber hier zutreffend davon ausgegangen, dass bereits das kostenverursachende Einschreiten des Rechtsvertreters zu einem positiven Schaden des Klägers führte. (T8)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1963:RS0035914

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.05.2015

Dokumentnummer

JJR_19630306_OGH0002_0070OB00054_6300000_001