Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 17Os11/12i 13Os5/13d 13...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0128393

Geschäftszahl

17Os11/12i; 13Os5/13d; 13Os89/13g (13Os90/13d); 14Os35/14z; 14Os96/13v (14Os143/13f, 14Os144/13b); 15Os144/14m; 14Os37/15w; 11Os55/15w; 14Os60/15b (14Os73/15i); 13Os99/15f; 15Os110/15p; 13Os115/15h; 14Os17/16f; 14Os335/16b; 15Os152/15i (15Os153/15m); 14Os110/15f; 13Os17/16y; 15Os134/16v; 11Os78/17f; 15Os78/17k

Entscheidungsdatum

10.12.2012

Norm

StPO §363a Abs1

Rechtssatz

Prozessförmiges Aufzeigen von Rechtsfehlern als Grund für Erneuerung des Strafverfahrens bedarf methodengerechter (das heißt, nach Maßgabe juristisch geordneter Gedankenführung zumindest vertretbarer, wenngleich nicht notwendigerweise zutreffender) Ableitung der aufgestellten Rechtsbehauptung aus der reklamierten Grundrechtsverheißung. Es gilt nichts anderes als für prozessförmige Darstellung einer Rechts‑ oder Subsumtionsrüge. Ohne nachvollziehbaren Bezug zum reklamierten Grundrecht fehlt es an der prozessualen Möglichkeit, dessen Verletzung festzustellen, weil amtswegiges Vorgehen des Obersten Gerichtshofs vom Gesetz nicht vorgesehen ist (vgl demgegenüber §§ 290 Abs 1 zweiter Satz, 362 Abs 1 Z 1 StPO).

Entscheidungstexte

  • 17 Os 11/12i
    Entscheidungstext OGH 10.12.2012 17 Os 11/12i
    Beisatz: Weshalb beweiswürdigenden Überlegungen eines Erneuerungswerbers widerstreitende gerichtliche Sachverhaltsannahmen (zur vorgeschlagenen Höhe eines Geldbetrags, gegen dessen Entrichtung die Einstellung eines Strafverfahrens in Aussicht gestellt wurde) Art 1 ZPMRK widersprechen sollten, macht der Erneuerungswerber nicht klar. (T1)
  • 13 Os 5/13d
    Entscheidungstext OGH 04.04.2013 13 Os 5/13d
    nur: Prozessförmiges Aufzeigen von Rechtsfehlern als Grund für Erneuerung des Strafverfahrens bedarf jedoch methodengerechter Ableitung der aufgestellten Rechtsbehauptung aus einer reklamierten Grundrechtsverletzung. Ohne nachvollziehbaren Bezug zu einem Grundrecht fehlt es demnach bereits an der prozessualen Möglichkeit, dessen Verletzung festzustellen, weil amtswegiges Vorgehen des Obersten Gerichtshofs vom Gesetz insoweit nicht vorgesehen ist. (T2)
  • 13 Os 89/13g
    Entscheidungstext OGH 19.11.2013 13 Os 89/13g
    nur T2
  • 14 Os 35/14z
    Entscheidungstext OGH 06.05.2014 14 Os 35/14z
    Vgl
  • 14 Os 96/13v
    Entscheidungstext OGH 12.08.2014 14 Os 96/13v
    Auch
  • 15 Os 144/14m
    Entscheidungstext OGH 29.04.2015 15 Os 144/14m
    Auch
  • 14 Os 37/15w
    Entscheidungstext OGH 16.06.2015 14 Os 37/15w
    Vgl
  • 11 Os 55/15w
    Entscheidungstext OGH 02.06.2015 11 Os 55/15w
    Auch
  • 14 Os 60/15b
    Entscheidungstext OGH 04.08.2015 14 Os 60/15b
  • 13 Os 99/15f
    Entscheidungstext OGH 23.09.2015 13 Os 99/15f
  • 15 Os 110/15p
    Entscheidungstext OGH 07.10.2015 15 Os 110/15p
    Auch
  • 13 Os 115/15h
    Entscheidungstext OGH 09.03.2016 13 Os 115/15h
    Auch
  • 14 Os 17/16f
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 17/16f
    Auch
  • 14 Os 335/16b
    Entscheidungstext OGH 24.05.2016 14 Os 335/16b
    Auch
  • 15 Os 152/15i
    Entscheidungstext OGH 25.05.2016 15 Os 152/15i
    Auch
  • 14 Os 110/15f
    Entscheidungstext OGH 28.06.2016 14 Os 110/15f
    Auch
  • 13 Os 17/16y
    Entscheidungstext OGH 18.05.2016 13 Os 17/16y
    Auch
  • 15 Os 134/16v
    Entscheidungstext OGH 18.01.2017 15 Os 134/16v
    Auch
  • 11 Os 78/17f
    Entscheidungstext OGH 13.09.2017 11 Os 78/17f
    Auch
  • 15 Os 78/17k
    Entscheidungstext OGH 19.09.2017 15 Os 78/17k
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0128393

Im RIS seit

14.02.2017

Zuletzt aktualisiert am

31.10.2017

Dokumentnummer

JJR_20121210_OGH0002_0170OS00011_12I0000_001