Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 9ObA208/87 1Ob504/90 3O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0044033

Geschäftszahl

9ObA208/87; 1Ob504/90; 3Ob27/99z; 8Ob48/02w; 10ObS225/03s; 10ObS10/04z; 4Ob199/06b; 1Ob231/07p; 10Ob11/08b; 5Ob147/08s; 5Ob202/08d; 2Ob245/08f; 4Ob76/10w; 7Ob194/10w; 1Ob208/10k; 6Ob172/11d; 4Ob160/11z; 8Ob61/12x; 4Ob150/12f; 6Ob7/13t; 1Ob12/17x

Entscheidungsdatum

24.02.1988

Norm

ZPO §527 Abs2 B3a
AußStrG 2005 §64 Abs1

Rechtssatz

Bei einem "aufhebenden" Beschluss des Rekursgerichts, mit dem ein Zurückweisungsbeschluss des Erstgerichtes, der wegen des Fehlens von Prozessvoraussetzungen oder des Vorliegens eines Prozesshindernisses (hier: Vollmachtsmangel) ergangen ist, beseitigt wird, handelt es sich in Wahrheit um eine abändernde Entscheidung.

Entscheidungstexte

  • 9 ObA 208/87
    Entscheidungstext OGH 24.02.1988 9 ObA 208/87
  • 1 Ob 504/90
    Entscheidungstext OGH 17.01.1990 1 Ob 504/90
  • 3 Ob 27/99z
    Entscheidungstext OGH 25.08.1999 3 Ob 27/99z
    Vgl auch; Beisatz: Trägt das Rekursgericht dem Erstgericht die neuerliche Zustellung der Entscheidung (hier: Zahlungsbefehl) auf, handelt es sich nicht um einen aufhebenden, sondern um einen abändernden Beschluss. (T1)
  • 8 Ob 48/02w
    Entscheidungstext OGH 19.12.2002 8 Ob 48/02w
    Beisatz: Anzuwenden ist § 528 ZPO; nicht § 527 Abs 2 leg.cit. (T2)
  • 10 ObS 225/03s
    Entscheidungstext OGH 16.09.2003 10 ObS 225/03s
    Beisatz: Ein echter Aufhebungsbeschluss liegt nur dann vor, wenn eine bestimmte Frage, über die eine selbständige Entscheidung zu ergehen hat, vom Gericht zweiter Instanz noch nicht abschließend erledigt wird, sondern hierüber eine neuerliche Entscheidung des Erstgerichtes ergehen soll. Demgegenüber ist eine in Wahrheit abändernde Entscheidung gegeben, wenn eine selbständig zu entscheidende Frage vom Gericht zweiter Instanz anders als vom Erstgericht entschieden wird und sich nur als Folge davon die Notwendigkeit der Fortsetzung des Verfahrens ergibt (so schon 8 Ob 48/02w; 1 Ob 504/90 uva). (T3)
    Beis wie T2; Beisatz: In diesen Beschlüssen muss daher das Rekursgericht den Ausspruch nach § 500 Abs 2, § 526 Abs 3 ZPO machen. (T4)
  • 10 ObS 10/04z
    Entscheidungstext OGH 27.07.2004 10 ObS 10/04z
    Beis wie T3
  • 4 Ob 199/06b
    Entscheidungstext OGH 17.10.2006 4 Ob 199/06b
    Vgl auch; Beisatz: Hier ergänzte das Rekursgericht zutreffend seinen ursprünglichen Beschluss anlässlich eines Rekurses der Antragsgegnerin gegen die Zurückweisung ihres als „ordentlichen Revisionsrekurs" bezeichneten Rechtsmittels um einen Ausspruch über den Wert des Entscheidungsgegenstandes und die Zulässigkeit des Revisionsrekurses. (T5)
  • 1 Ob 231/07p
    Entscheidungstext OGH 29.11.2007 1 Ob 231/07p
    Auch
  • 10 Ob 11/08b
    Entscheidungstext OGH 01.04.2008 10 Ob 11/08b
    Auch; Beisatz: Der Beschluss des Rekursgerichts, mit dem ein Zurückweisungsbeschluss des Erstgerichts, der wegen des Vorliegens eines Prozesshindernisses ergangen ist, beseitigt wird, stellt eine abändernde Entscheidung dar, welche nach § 528 ZPO anfechtbar ist. (T6)
  • 5 Ob 147/08s
    Entscheidungstext OGH 21.10.2008 5 Ob 147/08s
    Auch; Beis wie T3; Bem: § 64 Abs 1 AußStrG 2005. (T7)
  • 5 Ob 202/08d
    Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 202/08d
    Auch; Beis wie T6
  • 2 Ob 245/08f
    Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 245/08f
    Beis wie T6
  • 4 Ob 76/10w
    Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 76/10w
    Auch; Beis ähnlich wie T6
  • 7 Ob 194/10w
    Entscheidungstext OGH 15.12.2010 7 Ob 194/10w
    Auch
  • 1 Ob 208/10k
    Entscheidungstext OGH 23.02.2011 1 Ob 208/10k
    Auch; Beis wie T6
  • 6 Ob 172/11d
    Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 172/11d
    Auch; Beis wie T7
  • 4 Ob 160/11z
    Entscheidungstext OGH 20.12.2011 4 Ob 160/11z
    Vgl auch; Beisatz: Wenn das Rekursgericht nach einer Sachentscheidung des Erstgerichts eine erstmals im Rechtsmittel geltend gemachte Nichtigkeit verneint, ist dies in dritter Instanz nicht mehr aufgreifbar. Hat das Rekursgericht hingegen eine zurückweisende Entscheidung des Erstgerichts behoben und die Einrede verworfen, ist dies nach § 528 ZPO bekämpfbar; eine analoge Anwendung des § 519 ZPO kommt diesfalls nicht in Betracht. (T8)
    Veröff: SZ 2011/151
  • 8 Ob 61/12x
    Entscheidungstext OGH 30.05.2012 8 Ob 61/12x
    Vgl; Beis wie T6
  • 4 Ob 150/12f
    Entscheidungstext OGH 18.10.2012 4 Ob 150/12f
    Vgl auch; Vgl auch Beis wie T6
  • 6 Ob 7/13t
    Entscheidungstext OGH 08.05.2013 6 Ob 7/13t
    Vgl auch; Beis wie T6
  • 1 Ob 12/17x
    Entscheidungstext OGH 31.01.2017 1 Ob 12/17x
    Auch; Beis wie T3; Beis wie T7

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0044033

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

08.03.2017

Dokumentnummer

JJR_19880224_OGH0002_009OBA00208_8700000_001