Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob539/85 1Ob522/89 5Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0012514

Geschäftszahl

1Ob539/85; 1Ob522/89; 5Ob531/91 (5Ob532/91); 6Ob321/98v; 7Ob185/05i; 5Ob185/12k; 2Ob106/15z; 2Ob192/17z; 2Ob126/18w; 2Ob192/18a

Entscheidungsdatum

08.05.1985

Norm

ABGB §601

Rechtssatz

Die Errichtung letztwilliger Verfügungen ist an strenge, zwingende Formvorschriften gebunden. Diese sollen einerseits dem Testator die Bedeutung seiner Erklärung bewußt machen, so daß er sie mit Überlegung trifft, anderseits Streitigkeiten nach seinem Tod verhindern. Den Formvorschriften kommt demnach sowohl Warn- als auch Beweisfunktion zu. Wurde die Form nicht gewahrt, so ist die Anordnung des Erblassers selbst bei klarem und eindeutig erweisbarem Willen ungültig.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 539/85
    Entscheidungstext OGH 08.05.1985 1 Ob 539/85
    NZ 1986,69 = JBl 1986,311 = SZ 58/70
  • 1 Ob 522/89
    Entscheidungstext OGH 05.04.1989 1 Ob 522/89
    nur: Die Errichtung letztwilliger Verfügungen ist an strenge, zwingende Formvorschriften gebunden. (T1) = SZ 62/60
  • 5 Ob 531/91
    Entscheidungstext OGH 17.09.1991 5 Ob 531/91
    nur T1; EvBl 1992/36 S 166 = NZ 1992,296
  • 6 Ob 321/98v
    Entscheidungstext OGH 28.01.1999 6 Ob 321/98v
    Auch; nur T1; Beisatz: Die Form kann nicht von der Willenserklärung getrennt werden, deren Schutz sie dient. (T2); Veröff: SZ 72/16
  • 7 Ob 185/05i
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 185/05i
  • 5 Ob 185/12k
    Entscheidungstext OGH 20.11.2012 5 Ob 185/12k
    Veröff: SZ 2012/123
  • 2 Ob 106/15z
    Entscheidungstext OGH 02.07.2015 2 Ob 106/15z
    Beisatz: Dies gilt insbesondere dann, wenn in einer formgültigen Verfügung auf ein anderes Schriftstück Bezug genommen wird. (T3)
  • 2 Ob 192/17z
    Entscheidungstext OGH 26.06.2018 2 Ob 192/17z
  • 2 Ob 126/18w
    Entscheidungstext OGH 29.01.2019 2 Ob 126/18w
    nur: Den Formvorschriften kommt demnach sowohl Warn- als auch Beweisfunktion zu. Wurde die Form nicht gewahrt, so ist die Anordnung des Erblassers selbst bei klarem und eindeutig erweisbarem Willen ungültig. (T4)
  • 2 Ob 192/18a
    Entscheidungstext OGH 29.04.2019 2 Ob 192/18a
    nur: Wurde die Form nicht gewahrt, so ist die Anordnung des Erblassers selbst bei klarem und eindeutig erweisbarem Willen ungültig. (T5)
    Beisatz: „Ausdrückliche Anordnung“ iSd § 725 ABGB idF ErbRÄG 2015. (T6)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0012514

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

05.06.2019

Dokumentnummer

JJR_19850508_OGH0002_0010OB00539_8500000_002