Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob130/77 3Ob147/80 3Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0000709

Geschäftszahl

3Ob130/77; 3Ob147/80; 3Ob162/83; 3Ob80/84; 3Ob22/87; 3Ob82/88; 3Ob51/89; 3Ob64/89; 4Ob125/89; 3Ob17/90; 3Ob3/90; 4Ob17/91; 3Ob64/90 (3Ob65/90 -3Ob67/90); 3Ob77/91; 3Ob65/93; 3Ob134/93; 3Ob178/93; 3Ob90/95 (3Ob91/95); 3Ob2169/96h; 3Ob199/97d; 3Ob136/97i; 3Ob311/97z; 3Ob164/98h; 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob85/99t; 16Ok3/00; 3Ob317/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob177/03f; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob72/05t (3Ob73/05i, 3Ob75/05m); 3Ob162/05b; 3Ob64/06t; 3Ob225/06v; 3Ob205/07d; 3Ob257/08b; 3Ob226/10x; 3Ob125/11w; 3Ob8/12s; 3Ob98/12a; 3Ob152/13v; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob154/16t; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h

Entscheidungsdatum

21.02.1978

Norm

EO §36 Z1 Aa
EO §355 IIIa

Rechtssatz

Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird, und so in der Lage sein, allenfalls seine Einwendungen gegen die Exekutionsbewilligung nach § 36 Abs 1 Z 1 EO erheben zu können.

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 130/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
    Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106
  • 3 Ob 147/80
    Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 147/80
  • 3 Ob 162/83
    Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 162/83
    Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, dass der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T1)
    Veröff: ÖBl 1984,51
  • 3 Ob 80/84
    Entscheidungstext OGH 12.09.1984 3 Ob 80/84
    Veröff: SZ 57/137 = RdW 1985,42 = ÖBl 1985,85
  • 3 Ob 22/87
    Entscheidungstext OGH 01.07.1987 3 Ob 22/87
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. (T2)
    Beisatz: Ist der Exekutionsantrag datiert, muss daraus entnommen werden, dass die betreibende Partei den Antrag auf ein Zuwiderhandel stützt, das an oder vor diesem Tag geschah; es kommt nicht auf den Tag an, an dem der Exekutionsantrag bei Gericht einlangte. (T3)
    Veröff: SZ 60/131 = MR 1988,26 (Rechberger)
  • 3 Ob 82/88
    Entscheidungstext OGH 29.06.1988 3 Ob 82/88
  • 3 Ob 51/89
    Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 51/89
    Auch; nur T2
  • 3 Ob 64/89
    Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 64/89
    Veröff: MR 1989,182
  • 4 Ob 125/89
    Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 125/89
    nur T2; Beisatz: Er braucht aber dafür keinen Nachweis (insbesondere auch keinen urkundlichen Nachweis im Sinne des § 7 Abs 2 Satz 2 EO) zu erbringen (§ 3 Abs 2 EO; SZ 57/137). (T4)
  • 3 Ob 17/90
    Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 17/90
    Veröff: RZ 1990/62 S 149
  • 3 Ob 3/90
    Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 3/90
    Beisatz: Angabe der Zeit und des Ortes. (T5)
  • 4 Ob 17/91
    Entscheidungstext OGH 12.03.1991 4 Ob 17/91
    nur T2; Veröff: ÖBl 1991,105
  • 3 Ob 64/90
    Entscheidungstext OGH 27.02.1991 3 Ob 64/90
    nur T2; Beis wie T4 nur: Er braucht aber dafür keinen Nachweis zu erbringen. (T6)
  • 3 Ob 77/91
    Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 77/91
    nur T2; Beisatz: Bei einem Titel auf Unterlassung nicht gekennzeichneter entgeltlicher Veröffentlichungen in einer Zeitung ein Verstoß gegen das Unterlassungsgebot geschehen ist. (T7)
    Veröff: WBl 1991,364 = MR 1991,209 (Korn)
  • 3 Ob 65/93
    Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 65/93
    nur T2; Beisatz: Gilt auch für weitere Strafanträge. (T8).
  • 3 Ob 134/93
    Entscheidungstext OGH 14.07.1993 3 Ob 134/93
    nur T2; Beisatz: Zur Bewilligung der Exekution reicht es aus, dass zumindest ein erkennbarer Verstoß behauptet wird oder dass sich aus dem Gesamtzusammenhang der Veröffentlichung in der Druckschrift ein Zuwiderhandeln schlüssig und konkret erkennen lässt. (T9)
  • 3 Ob 178/93
    Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 178/93
    nur T2; Beis wie T7
  • 3 Ob 90/95
    Entscheidungstext OGH 31.08.1995 3 Ob 90/95
    nur T2
  • 3 Ob 2169/96h
    Entscheidungstext OGH 12.06.1996 3 Ob 2169/96h
  • 3 Ob 199/97d
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
    nur T2
  • 3 Ob 136/97i
    Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 136/97i
  • 3 Ob 311/97z
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 311/97z
    Beis wie T4
  • 3 Ob 164/98h
    Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 164/98h
    nur T2; Beis wie T6
  • 3 Ob 319/98b
    Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
    nur T2
  • 3 Ob 85/99t
    Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 85/99t
    Auch; Beisatz: Für die verpflichtete Partei ist eindeutig, in welchem Zeitraum sie welche Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel begangen haben soll, wenn im Strafantrag das behauptete Zuwiderhandeln auf einen Zeitraum zwischen 25.6.1998 und 25.9.1998 eingeschränkt wurde. Eine nähere Spezifizierung ist hier (anders als etwa beim Vertrieb von Druckschriften in Trafiken, vergleiche MR 1989,182) nicht erforderlich. (T10)
  • 16 Ok 3/00
    Entscheidungstext OGH 15.05.2000 16 Ok 3/00
    Vgl auch
  • 3 Ob 317/01s
    Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 317/01s
    Auch; nur T2; Veröff: SZ 2002/30
  • 3 Ob 215/02t
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
    Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T11)
    Veröff: SZ 2002/178
  • 3 Ob 177/03f
    Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 177/03f
  • 3 Ob 162/03z
    Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
    nur T2; Veröff: SZ 2004/26
  • 3 Ob 26/04a
    Entscheidungstext OGH 28.04.2004 3 Ob 26/04a
    Auch; nur T2; Beisatz: Zwar braucht der betreibende Gläubiger das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen; mit dem Antrag vorgelegte Bescheinigungsmittel sind aber bei der Beurteilung des Antragsvorbringens mit einzubeziehen. (T12)
  • 3 Ob 252/04m
    Entscheidungstext OGH 24.11.2004 3 Ob 252/04m
    nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. Der Verpflichtete muss nämlich genau wissen, welches Zuwiderhandeln ihm vorgeworfen wird. (T13) Beis wie T6
  • 3 Ob 72/05t
    Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 72/05t
  • 3 Ob 162/05b
    Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 162/05b
    Auch; Beis wie T4; Veröff: SZ 2005/115
  • 3 Ob 64/06t
    Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 64/06t
  • 3 Ob 225/06v
    Entscheidungstext OGH 19.10.2006 3 Ob 225/06v
    Auch; nur T2; Beisatz: Eine konkrete und schlüssige Behauptung erfordert in der Regel nähere Angaben über Zeit, Ort und Art (Beschaffenheit) des Zuwiderhandelns. (T14)
  • 3 Ob 205/07d
    Entscheidungstext OGH 19.12.2007 3 Ob 205/07d
  • 3 Ob 257/08b
    Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
  • 3 Ob 226/10x
    Entscheidungstext OGH 19.01.2011 3 Ob 226/10x
    Auch; nur T2; Beis wie T12 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T15)
    Beis wie T14
  • 3 Ob 125/11w
    Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 125/11w
  • 3 Ob 8/12s
    Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
    Ähnlich; Auch Beis wie T12
  • 3 Ob 98/12a
    Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 98/12a
    Auch; Beis wie T14; Beis wie T11
  • 3 Ob 152/13v
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 152/13v
  • 4 Ob 71/14s
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
    Auch; Beis wie T12; Veröff: SZ 2014/59
  • 3 Ob 41/15y
    Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
    Auch; Beis wie T14
  • 3 Ob 154/16t
    Entscheidungstext OGH 22.09.2016 3 Ob 154/16t
    Auch
  • 3 Ob 223/16i
    Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 223/16i
    Vgl auch
  • 3 Ob 191/16h
    Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h
    Beis wie T14

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0000709

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2017

Dokumentnummer

JJR_19780221_OGH0002_0030OB00130_7700000_001