Erlässe der Bundesministerien

ERL_BKA_20040421_922_501_0008_III_3_2004

Bundesministerium

Bundeskanzleramt

Genehmigungsdatum

21.04.2004

Abteilung

Sektion III

Typ

Rundschreiben

Geschäftszahl

GZ 922.501/0008-III/3/2004

Titel

Verwaltungspraktikanten-Rundschreiben I

Text

Original (PDF)

 

Betrifft: Verwaltungspraktikanten-Rundschreiben I

 

Mit der 2. Dienstrechts-Novelle 2003 (BGBl. I, Nr. 130/03 vom 30. Dezember 2003, in Kraft getreten am 31. Dezember 2003) wurde die Möglichkeit eines Verwaltungspraktikums im Bundesdienst geschaffen (§ 36a bis d VBG). Damit soll Personen die Möglichkeit eingeräumt werden, ihre abgeschlossene Berufsvorbildung durch eine entsprechende praktische Tätigkeit in der Bundesverwaltung zu ergänzen und zu vertiefen, um auf diese Weise die Verwendungen im Bundesdienst kennen zu lernen.

 

Bei der Aufnahme eines Verwaltungspraktikanten sind die Bestimmungen der §§ 36a bis d VBG 1948 anzuwenden. Die besoldungsrechtliche Einstufung richtet sich nach der absolvierten Ausbildung (siehe § 36a Abs. 1). Eine Bewertung der Arbeitsplätze der Verwaltungspraktikanten erfolgt nicht.

 

Um die Anrechung des Verwaltungspraktikums in anderen Bereichen zu erleichtern, darf das Ausbildungsverhältnis das Vollbeschäftigungsausmaß nicht unterschreiten. Eine Unterbrechung des Verwaltungspraktikums ist zulässig. Die höchstzulässige Gesamtdauer des Verwaltungspraktikums von 12 Monaten (siehe § 36a Abs. 2) darf jedoch nicht überschritten werden.

 

Planstellenbewirtschaftung:

Im Punkt 3 "Besetzung von Planstellen über den im Stellenplan festgesetzten Stand" des Allgemeinen Teiles zum Stellenplan 2004 wurde - analog den Bestimmungen für die Beschäftigung von Behinderten bzw. Älteren Arbeitslosen - ein neuer Absatz 9 eingefügt:

"Werden in einem Planstellenbereich Arbeitsplätze für die Ausbildung von Verwaltungspraktikanten vorgesehen, kann der Bundeskanzler für die Besetzung dieser Arbeitsplätze Planstellen zuweisen. Hiefür stehen 250 Planstellen zur Verfügung."

 

Aus diesem Titel zugewiesene und besetzte Planstellen werden aus der zur Zielerreichung maßgeblichen Anzahl an Vollbeschäftigungsäquivalenten herausgerechnet.

 

Die aus der Besetzung der Planstellen erwachsenden Ausgaben sind im Budget in der UT 0 darzustellen. Die Bedeckung der Ausgaben ist im eigenen Bereich sicherzustellen.

 

Die Aufteilung der zugewiesenen Planstellen zu den einzelnen Entlohnungsgruppen obliegt den Ressorts im Rahmen der vorhandenen Beschäftigungsmöglichkeiten.

 

Die Abteilung III/3 des Bundeskanzleramtes ist zweimal jährlich, jeweils zum 31. Oktober und 30. April, über die

 

Anzahl der beschäftigten Verwaltungspraktikanten, die Einstufung und

die jeweilige Dauer der Ausbildungsverhältnisse

 

zu unterrichten.

 

Allenfalls nicht mehr benötigte bzw. den tatsächlichen Bedarf übersteigende Planstellen können vom Bundeskanzler an Ressorts mit erhöhtem Bedarf zugewiesen werden.

Zuletzt aktualisiert am

21.12.2011

Dokumentnummer

ERL_BKA_20040421_922_501_0008_III_3_2004