Bundesrecht konsolidiert

2. Tierhaltungsverordnung Anl. 5

Kurztitel

2. Tierhaltungsverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 486/2004 zuletzt geändert durch BGBl. II Nr. 26/2006

Typ

V

§/Artikel/Anlage

Anl. 5

Inkrafttretensdatum

28.01.2006

Außerkrafttretensdatum

Index

86/01 Veterinärrecht allgemein

Text

Anlage 5

Mindestanforderungen an die Haltung von Fischen

1. Mindestanforderungen für die Haltung von Süßwasserfischen

1.1. Allgemeine Anforderungen an das Halten von Süßwasserfischen

(1) Die angegebenen Wasserwerte sind Grenzen, innerhalb derer Fische dauerhaft gepflegt werden müssen. Zur Zucht oder zur Zuchtvorbereitung sind Abweichungen zulässig.

(2) Die Temperaturangaben in dieser Anlage sind Grenzwerte, zwischen denen die jeweiligen Arten gehalten werden müssen. Die Temperaturbereiche dürfen kurzfristig, höchstens bis zu 24 Stunden über- oder unterschritten werden. Aus technischen Gründen sind mittlere Werte anzustreben.

(3) Die Härte des Wassers wird in Grad deutscher Gesamthärte (°dGH) ermittelt. Die Bedürfnisse handelsrelevanter Arten lassen sich in zwei Bereiche, Härtebereich I: < 15°dGH und Härtebereich II: 15°dGH bis 30°dGH, gliedern. Diese Werte dürfen um höchstens 3°dGH über- oder unterschritten werden. Für die dauerhafte Pflege ist ein mittlerer Wert anzustreben. Die Fische werden in der Tabelle einem dieser zwei Härtebereiche zugeordnet. Einzelne Arten tolerieren den gesamten Härtebereich. Steht extrem weiches (kalkfreies) Wasser als Ausgangswasser zur Verfügung muss eine Mindesthärte von 4-5°dGH eingerichtet werden.

(4) Die Einhaltung des pH-Wertes sorgt für Übereinstimmung mit den Verhältnissen im Heimatgewässer und ist für das Wohlbefinden der Fische unabdingbar. Aus der Praxis der Aquaristik werden in der Tabelle unter Punkt 1.2. drei Teilbereiche zugeordnet:

Bereich I: pH 5,0 bis pH 7,0

Bereich II: pH 6,0 bis pH 8,0

Bereich III: pH 7,0 bis pH 9,0

Mögliche erweiterte Toleranzbereiche sind in der Tabelle eingearbeitet. Für die dauerhafte Pflege sind Mittelwerte anzustreben.

(5) Enthält das Ausgangswasser Chlor, Schmermetalle, Nitratund/oder Phosphationen, ist dies beim Wasserwechsel zu berücksichtigen. Ammoniak/Ammonium und Nitrit darf nicht nachweisbar sein. In einem Aquarium darf der Nitratwert 50 mg/l nicht überschreiten.

(6) Durch Tageslicht oder beleuchtungstechnische Einrichtungen ist für einen eindeutigen Tag-Nacht-Wechsel zu sorgen. Eine Ausnahme bilden streng an Höhlen gebundene Arten.

(7) Die Angabe der Aquariengröße ist ein Näherungswert. Der Allgemeinzustand der Fische und des Aquariums mit Versteckmöglichkeiten, Bepflanzung, Vergesellschaftung und Besatzdichte sind maßgebend für die Beurteilung des Wohlbefindens der Tiere. Die in der Anlage angeführten Angaben zur Aquariengröße sind Mindestmaße für adulte Tiere. Jungfische müssen in Aquarien der gleichen Größe wie Adulte gehalten werden. Süßwasserrochen, Knochenzüngler und Großwelse sowie andere Arten mit einer Endgröße von über 40 cm sind in Aquarien mit mindestens vier Quadratmeter Grundfläche für zwei Tiere zu halten. Jedem weiteren Tier muss ein Quadratmeter mehr zur Verfügung gestellt werden. Bei der Haltung von Kaltwasserzierfischen wie Koi, Goldfisch und Goldorfe muss die Länge der Haltungseinheit (Teich, Aquarium) mindestens das zehnfache und ihre Tiefe mindestens das dreifache der Gesamtkörperlänge des größten Fisches betragen. Dabei ist von der Gesamtkörperlänge, welche die betreffenden Fischarten im ausgewachsenen Zustand erreichen können, auszugehen.

(8) Die Angaben in der Tabelle unter Punkt 1.2. beziehen sich auf die Kantenlänge in cm von handelsüblichen Aquariengrößen (Länge x Breite x Höhe):

60 cm = 60 cm x 30 cm x 30 cm (54 Liter (l))

80 cm = 80 cm x 35 cm x 40 cm (112 l)

100 cm = 100 cm x 40 cm x 50 cm (200 l)

120 cm = 120 cm x 40 cm x 50 cm (240 l)

150 cm = 150 cm x 50 cm x 50 cm ( 375 l )

(9) Je größer das Wasservolumen eines Aquariums ist, desto stabiler ist die Wasserqualität. Eine dauerhafte Haltung auch kleiner Arten in Aquarien unter 54 Liter ist verboten. Zur Zuchtvorbereitung, Zucht, bei Ausstellungen von Einzeltieren oder Paaren und bei Wettbewerben sind geringere Beckenmaße zulässig.

(10) Die Einrichtung der Aquarien hat sich an den ökologischen Bedürfnissen der zu pflegenden Arten zu orientieren. Zu den wichtigsten Mindestausstattungen gehören:

1.

Bedarfsgemäßer freier Schwimmraum

2.

Technische Geräte zur Sicherung des Sauerstoffgehaltes und der Wasserqualität (Filter, Heizung, Pumpe)

3.

Bodengrund ( Sand, Kies, Steine)

4.

Bedarfsgemäße Versteckplätze und Deckungmöglichkeiten

5.

Bepflanzung, soweit die Fressgewohnheiten der Fische dieses zulassen

(11) Verbindliche Angaben zur Besatzdichte sind aufgrund vieler Variablen nicht möglich. Alter, spezifischen Aktivitätsphasen, das Zahlenverhältnis der Geschlechter wie auch das Verhältnis der Einrichtungsgegenstände zur Grundfläche des Aquariums sind von Bedeutung. Ein kleineres aber gut strukturiertes Aquarium ist für eine höhere Besatzdichte günstiger als ein größeres aber weitgehend leeres Aquarium.

(12) Jede Fischart in einem Aquarium muss ihrer natürlichen Sozialstruktur entsprechend gehalten werden. Dem unter Punkt 1.2. genannten „Sozialverhalten“ sind folgende Kategorien zugeordnet:

1.

Schwarm: Fische die sich in einer größeren Gemeinschaft von Artgenossen in ihrem Lebensraum bewegen. Daraus ergibt sich eine Mindestzahl von 10 Tieren dieser Art.

2.

Gesellig: Fische, die auch von anderen Fischen begleitet werden sollen um ihr arttypisches Verhalten zu zeigen. Neben anderen Fischen sind mindesten fünf Tiere dieser Art zusammen zu halten.

3.

Harem: Ein Männchen darf nur mit mehreren Weibchen gehalten werden.

4.

Paar: Fische, die zumindest während der Fortpflanzungzeit eine feste Paarbindung eingehen.

5.

Einzelgänger: Fische von Arten mit dauerhaft hoher Territorialität.

(13) Das Wohlbefinden von Aquarienfischen ist regelmäßig zu kontrollieren.

(14) Plötzliche Veränderungen der Wasserqualität sind zu vermeiden. Neu einzusetzenden Fische müssen langsam an die neue Wasserqualität angeglichen werden.

(15) In Abhängigkeit der Kontrolle der Wasserparameter ist ein regelmäßiger Teilwasserwechsel vorzunehmen, auch wenn die Schadstoffbelastung die Obergrenze noch nicht erreicht hat. Die Temperatur ist täglich, der pH-Wert, Härte und Nitratwert sind mindestens 14-tägig zu kontrollieren. Neueingerichtete Aquarien sind in den ersten sechs Wochen täglich auf Nitrit zu kontrollieren.

(16) Die in der Tabelle aufgeführten Fischarten sind weitgehend Allesfresser. Als Futter steht eine breite Palette an fertig- und Frostfuttersorten im Handel zur Verfügung. Regelmäßige und abwechslungsreiche Lebendfütterung ist zur Vermeidung von Mangelerscheinungen und Bewegungsarmut vorzunehmen.

(17) Jungfische sind täglich zu füttern. Es darf nur so viel gefüttert werden, wie sofort gefressen wird. Ausgewachsene Tiere vermögen ein bis zwei Tage auf Futter verzichten. Regelmäßige Fastentage bei erwachsenen Fischen sind empfehlenswert.

1.2. Haltungskriterien (Aquariengrößen) handelsrelevanter Arten von Süßwasserfischen

 

Arten

Härte 1)

Temp

°C

ph-Wert

2)

Bemerkungen

Sozial- verhalten

Aquarien-größe

I

II

I

II

III

O. CHARACIFORMES (Salmlerartige)

Fam. Alestidae

Arnoldichthys

spilopterus

(Afrik.

Großschuppen-salmler)

X

 

23-28

 

X)

 

 

Gesellig

100

Brycinus longipinnis

(Langflossensalmler)

X

 

22-28

 

X)

 

 

Gesellig

100

Phenogrammus

interruptus

(Kongosalmler)

X

 

23-28

 

X)

 

 

Gesellig

100

Fam. Characidae (Echte Amerik. Salmler)

Aphyocharax

anisitsi

(Rotflossensalmler)

X

 

20-26

 

X)

 

 

Gesellig

60

Gymnocorymbus

ternetzi

(Trauermantel-salmler)

X)

X)

18-28

 

X

 

 

Gesellig

60

Hasemania nana (Kupfermantel-salmler)

X

 

22-28

X

X)

 

 

Gesellig

60

Hemigrammus caudovittatus (Rautenflecksalmler)

X

X

18-28

X

X

 

Frisst Pflanzen

Gesellig

80

H. erythrozonus (Glühlichtsalmler)

X)

 

23-29

X

X)

 

 

Gesellig

60

H. ocellifer (Schlußlichtsalmler)

X

 

23-29

X

X)

 

 

Gesellig

60

H. pulcher (Karfunkelsalmler)

X

 

23-29

X

X)

 

 

Gesellig

60

H. rhodostomus (Rotmaulsalmler)

X)

 

23-29

X

 

 

 

Gesellig

80

Hyphessobrycon bentosi

(Schmucksalmler)

X

 

23-29

X

X)

 

 

Gesellig

60

H. callistus (Blutsalmler)

X

 

18-29

X

X)

 

Aggressivität

Gesellig

60

H. erythrostigma (Kirschflecksalmler)

X)

 

23-28

X

 

 

 

Gesellig

80

H. flammeus

(Roter von Rio)

X

 

20-28

X

X

 

Bis 25°dGH

Gesellig

60

H. herbertaxelrodi (Schwarzer Neon)

X)

 

23-28

X

X)

 

 

Gesellig

60

H. pulchripinnis (Zitronensalmler)

X

 

23-28

X

X)

 

Bis 25°dGH

Gesellig

60

Inpaichthys kerri (Königssalmler)

X)

 

23-28

X

X)

 

 

Gesellig

60

Megalamphodus megalopterus (Schwarzer Phantomsalmler)

X

 

22-29

X

X)

 

 

Gesellig

60

M. sweglesi

(Roter Phantomsalmler)

X

 

22-29

X

X)

 

 

Gesellig

60

Moenkhausia pittieri (Brilliantsalmler)

X)

 

22-29

X

 

 

 

Gesellig

80

M. sanctaefilomenae (Rotaugen-Moenkhausia)

X

 

20-28

 

X

 

Bis 25°dGH

Gesellig

80

Nematobrycon palmeri

(Kaisertetra)

X

 

22 29

X

X)

 

 

Gesellig

80

Paracheirodon axelrodi

(Roter Neon)

X)

 

24-30

X

X)

 

 

Gesellig

60

P. innesi

(Neonsalmler)

X

 

20-28

X

X)

 

 

Gesellig

60

Petitella georgiae

(Rotkopfsalmler)

X)

 

22-29

X

X)

 

 

Gesellig

80

Pristella maxillaris

(Sternflecksalmler)

X

X)

22-29

 

X

 

 

Gesellig

60

Thayeria boehlkei

(Schrägschwimmer)

X

 

22-29

 

X)

 

 

Gesellig

60

Fam. Gasteropelecidae (Beilbauchfische)

Carnegiella strigata

(Marmorierter Beilbauchfisch)

X)

 

23-30

X

X)

 

Aquarium-abdeckung

Gesellig

80

Gasteropelecus sternicla

(Silberbeilbauch-fisch)

X)

 

23-29

X

X)

 

Aquarium-abdeckung

Gesellig

80

Thoracocharax securis

(Platinbeilbauch)

X)

 

23-30

X

X)

 

Aquarium-abdeckung

Gesellig

100

Fam. Lebiasinidae (Schlanksalmler)

Nannostomus eques

(Spitzmaul-Ziersalmler)

X)

 

23-30

X

X)

 

 

Gesellig

60

N. beckfordi

(Längsbinden-Ziersalmler)

X

 

23-30

X

X)

 

 

Gesellig

60

N. marginatus

(Zwerg-Ziersalmler)

X)

 

23-30

X

X)

 

 

Gesellig

60

O. CYPRINIFORMES (Karpfenartige)

Fam. Cobitidae (Schmerlen, Dorngrundeln)

Acanthopsis sp.

(Pferdekopf-schmerle)

X

 

23-28

 

X

 

Feiner Kies (Sand) als Boden

Gesellig

100

Botia macracanthus

(Prachtschmerle)

X

 

23-28

X

X

 

Aggressiv!

Gesellig

150

Pangio spp.

(Dornaugen)

X

 

23-28

X

X

 

Feiner Kies (Sand) als Boden

Schwarm

60

Fam. Gyrinocheilidae (Algenfresser)

Gyrinocheilus

aymonieri

(Siames. Saugschmerle)

X

X)

22-28

 

X

 

Pflanzliche Kost, im Alter revierbildend

 

 

Fam. Cyprinidae (Karpfenfische)

Balantiocheilus

melanopterus

(Haibarbe)

X

X)

22-28

 

X

 

Größe!

Schwimm-bedürfnis

Gesellig

>150

Brachydanio

albolineatus

(Schillerbärbling)

X

X)

20-30

 

X

 

 

Gesellig

60

B. frankei

(Leopardbärbling)

X

X)

18-28

 

X

 

 

Gesellig

60

B. rerio

X

X)

 

18-28

X

 

 

 

Gesellig

60

Crossocheilus spp.

(Algenfresser)

X

X)

22-28

 

X

 

Pflanzliche Kost

Gesellig

100

Danio aequipinnatus

(Malabarbärbling)

X

X)

20-28

 

X

 

 

Gesellig

100

Epalzeorhynchus

bicolor

(Feuerschwanz)

X

 

22-28

 

X

 

Revierbildend, nur bedingt geeignet als Aquarienfisch

Einzelgänger im Alter

120

E. kallopterus

(Schönflossenbarbe)

X

 

24-28

 

X

 

Revierbildend,

Einzelgänger

100

E. frenatus

(Grüner Fransenlipper)

X

 

22-28

 

 

 

 

 

120

Puntius conchonius

(Prachtbarbe)

X

X

18-30

 

X

 

 

Gesellig

80

P. nigrofasciatus

(Purpurkopfbarbe)

X

X)

20-27

 

X

 

 

Gesellig

80

P. „schuberti“

(Messingbarbe)

X

X)

18-27

 

X

 

 

Gesellig

60

P. tetrazona

(Sumatrabarbe)

X

X)

21-28

 

X

 

Nicht mit langflossigen Fischen vergesell-schaften

Gesellig

60

P. ticto

(Odessa-, Rubinbarbe)

X

X)

16-26

 

X

 

 

Gesellig

60

P. titteya

(Bitterlingsbarbe)

X

 

22-29

 

X)

 

 

Gesellig

60

Rasbora heteromorpha

(Keilfleckbarbe)

X

 

24-29

X

 

 

 

Gesellig

60

Tanichthys albonubes

(Kardinalfisch)

X

X

16-30

 

X

 

 

Gesellig

60

O. SILURIFORMES (Welsartige)

Fam. Aridae (Kreuzwelse)

Arius seemanni

(Minihai)

 

X

22-26

 

 

X

Nicht geeignet als Aquarienfisch! Geschlechts-reife Tiere müssen in Meerwasser gehalten werden

 

>150

Fam. Aspredinidae (Bratpfannenwelse)

Dysichthys bicolor

(Zweif. Bratpfannenwels)

X

 

22-27

X

X)

 

feiner Kies (Sand) als Boden

 

80

Fam. Callichthyidae (Schwielenwelse)

Callichthys callichthys

(Schwielenwels)

X

X)

18-28

X

X)

 

 

Gesellig

120

Corydoras aeneus

(Metallpanzerwels)

X

X)

20-30

X

X)

 

 

Gesellig

60

C. paleatus

(Marmorierter Panzerwels)

X

 

18-30

X

X)

 

 

Gesellig

60

C. trilineatus

(i. d. R. verkauft als C. julii)

X

 

22-30

X

X)

 

 

Gesellig

60

Fam.: Loricariidae (Horniswelse)

Ancistrus spp.

(Antennenwels)

X

X)

18-30

 

X

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln

 

80

Farlowella acus

(Nadelwels)

X)

 

24-27

X

 

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln

Gesellig

80

Glyptopterichthys

gibbiceps

(Wabenschilder-wels)

X

X)

22-30

X

X

 

Größe!

 

150

Hoplosternum thoracatum

(Gemalter Panzerwels)

X

X)

22-30

X

X

 

 

 

120

Hypostomus punctatus

(Punktierter Schilderwels)

X

X)

22-30

X

X

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln

 

120

Otocinclus affinis

(Kleiner Saugwels)

X

 

22-30

X

X)

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln

Gesellig

60

Panaque nigrolineatus

(Rotaugen-Panaque)

X

 

22-30

X

X)

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln; Größe!

 

120

Peckoltia vittata

(Gebänderter Schilderwels)

X

X)

22-28

X

X

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln

Gesellig

80

Rineloricaria lanceolata

(Lanzenharnisch-wels)

X

 

22-30

X

X)

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln

 

80

Sturisoma aureum

(Goldbartwels)

X)

 

22-30

X

X)

 

Pflanzliche Kost und Wurzeln

 

120

Fam. Mochocidae (Fiederbartwelse)

Synodontis nigriventris

(Rückenschw. Kongowels)

X

 

22-28

X

X)

 

 

Gesellig

80

Fam. Pangasiidae (Haiwelse)

Pangasius sutchi

(Haiwels)

X

 

22-27

 

X

 

Nur bedingt geeignet als Aquarienfisch

Gesellig

>150

Fam. Pimelodidae (Antennenwelse)

Pimelodus pictus

(Gemalter Antennenwels)

X

 

22-26

X

 

 

Nur bedingt geeignet als Aquarienfisch

 

120

Fam. Siluridae (echte Welse)

Kryptopterus bicirrhis

(Indischer Glaswels)

X)

 

23-28

X

X)

 

 

Schwarm

100

O. ATHERINIFORMES (Ährenfischartige)

Fam. Melanotaeniidae (Regenbogenfische)

Glossolepis inciscus

(Lachsroter Regenbogenfisch)

X

X)

22-28

 

X

 

 

Gesellig

100

Melanotaenia boesemani

(Boesemans Regenbogenfisch)

X

 

22-28

X

X

 

 

Gesellig

80

M. praecox

(Neon Regenbogenfisch)

X

 

22-28

X

X

 

 

Gesellig

80

Iriatherina werneri

(Filigranährenfisch)

X

 

22-28

X

 

 

 

Gesellig

60

O. CYPRINODONTIFORMES (Zahnkarpfen)

Fam. Cyprinodontidae (Eierlegende Zahnkarpfen)

Aphyosemion australe

(Kap Lopez)

X)

 

21-26

X

X)

 

 

 

60

Aphyosemion australe

(Kap Lopez)

X

 

21-26

X

X)

 

 

 

60

A. gardneri

(Blauer Prachtkärpfling)

X

 

22-28

 

X)

 

 

 

60

Aplocheilus lineatus

(Streifenhechtling)

X

 

22-30

 

X

 

 

 

80

Epiplatys sexfasciatus

(Querbandhecht-ling)

X

 

22-28

 

X)

 

 

 

80

Fam. Poeciliidae (lebendgeb Zahnkarpfen.)

Poecilia reticulate

(Guppy)

X

X

20-30

 

X

X)

 

Gesellig

60

P. sphenops

(Black Molly, Zuchtform)

X

X

25-30

 

X

 

 

 

60

P. velifera

(Segelkärpfling)

 

X

24-30

 

 

X)

 

 

100

Xiphophorus helleri

(Schwertträger)

X

X

22-28

 

X

X)

Männchen untereinander aggressiv

 

80

X. maculatus

(Platys)

X

X

18-28

 

X

X)

 

 

60

X. variatus

(Pagaeienplaty, Zuchtform)

X

X)

22-28

 

X

X)

 

 

60

O. PERCIFORMES (Barschartige Fische)

Fam. Belontiidae (Labyrinthfische)

Betta splendens

(Schleierkampffisch)

X

 

24-30

 

X

 

Artspezifische Aggressivität *

Harem

60

Colisa chuna

(Honiggurami)

X

 

24-30

 

X

 

 

 

60

C. labiosa

(Dicklippiger Fadenfisch)

X

 

24-30

 

X

 

 

 

100

C. lalia

(Zwergfadenfisch)

X

 

24-30

 

X

 

 

 

60

Macropodus opercularis

(Makropode)

X

X

18-30

 

X

 

 

 

80

Trichogaster

leerii

(Mosaikfadenfisch)

X

 

24-30

X

X)

 

 

 

120

T. trichopterus

(Blauer Fadenfisch)

X

X)

24-30

X

X

 

 

 

120

Fam. Helostomatidae (Küssende Guramis)

Helostoma temminckii

(Küssender Gurami)

X

X)

24-30

 

X

 

Nur bedingt geeignet als Aquarienfisch

 

150

Fam. Cichlidae (Buntbarsche) 3)

Amerika

Aequidens pulcher

(Blaupunktbarsch)

X

 

23-30

 

X)

 

 

Paarweise

100

Apistogramma agassizii

(Agassiz‘ Zwergbuntbarsch)

X

 

22-30

X

X)

 

 

Harem

60

A. borelli

(Borellis Zwergbuntbarsch)

X

 

20-30

X

X)

 

 

Paarweise

60

A. cacatuoides

(Kakadu – Zwergbuntbarsch)

X

 

22-30

 

(X

 

 

 

60

A. macmasteri

(Villavicencio Zwergbuntbarsch)

X)

 

23-30

X

X)

 

 

Harem

60

Archocentrus nigrofasciatus

(Zebrabuntbarsch)

 

X

20-30

 

X)

 

 

Paarweise

80

Dicrossus filamentosus

(Gabelschwanz- Schachbrettcichlide)

X)

 

23-30

X

 

 

 

Paarweise

80

Laetacara curviceps

(Tüpfelbuntbarsch)

X

 

23-30

X

X

 

 

Paarweise

60

Nannacara anomala

(Glänzender Zwergbuntbarsch)

X)

 

23-30

X

X)

 

 

Harem

80

Papiliochromis ramirezi

(Schmetterlings-buntbarsch)

X

 

22-30

X

X)

 

 

Paarweise

60

Pterophyllum scalare

(Segelflosser)

X

 

24-30

X

X)

 

Zur Fortpflanzung in kleinere Becken

Gesellig

100

Symphysodon aequifasciatus

(Diskusbuntbarsch)

X)

 

26-31

X

 

 

Paarweise halten

Gesellig

120

Thorichthys meeki

(Feuermaulbunt-barsch)

X

 

23-30

 

X)

 

 

 

100

Westafrika

Hemichromis spp. (Rote Cichlide)

X

 

23-30

X

X)

 

Aggressivität

Paarweise

100

Pelvicachromis pulcher

(Purpurprachtbunt-barsch)

X

 

23-30

X

X)

 

 

Paarweise

80

P. taeniatus

(Smaragd – Prachtbuntbarsch)

X)

 

23-30

X

 

 

 

Paarweise

80

Steatocranus casuaris

(Buckelkopfbunt-barsch)

X

X

23-30

X

X

 

 

Paarweise

80

Ostafrika (Tanganjikasee) 4)

Cyphotilapia frontosa

(Tanganjikabeulen-kopf)

 

X

23-30

 

 

(X

Größe!

Harem

>200

Julidochromis spp.

(Schlankcichliden)

 

X

23-30

 

 

(X

 

Paarweise

60

Lamprologus ocellatus

(Kleiner Schneckenbuntbarsch)

 

X

23-30

 

 

(X

Leere Schnecken-häuser

 

60

Neolamprologus brichardi

(Feenbarsch)

 

X

23-30

 

 

(X

Komplexe Sozialstruktur

Paarweise

80

Neolamprologus leleupi

(Tanganjika – Goldcichlide)

 

X

23-30

 

 

(X

 

 

80

Tropheus spp.

(Brabantbunt-barsche)

 

X

23-30

 

 

(X

Aufwuchs-fresser

Harem

150

Ostafrika (Malawisee) 4)

Aulonocara spp.

(Kaiserbuntbarsche)

X

X

23-30

 

 

(X

 

Harem

100

„Haplochromis“ spp.

(Copadichromis sp., Nimbochromis sp.)

X

X

23-30

 

 

(X

 

Harem

120

Labidochromis caeruleus

X

X

23-30

 

 

(X

 

Harem

80

Melanochromis auratus

(Türkisgoldbarsch)

X

X

23-30

 

 

(X

Innerartliche Aggressivität

Harem

100

Pseudotropheus estherae

(Roter Zebrabuntbarsch)

X

X

23-30

 

 

(X

 

Harem

120

Verschiedene Ordnungen und Familien

Brachygobius xanthozona

(Goldringelgrundel)

 

X

22-29

 

X

X

 

Gesellig

60

Carassius auratus

(Goldfisch)

X

X

4-30

 

X

X

 

Gesellig

100

Chanda ranga

(Indischer Glasbarsch)

X

 

24-30

 

X

 

 

Gesellig

60

Cyprinus carpio

(Koi, Farbkarpfen)

X

X

4-30

 

(X

X

Nur bedingt geeignet als Aquarienfisch Teichfisch!

Gesellig

>200

Gnathonemus petersi

(Elefantenrüssel-fisch)

X)

 

24-30

X

 

 

Nur bedingt geeignet als Aquarienfisch

Gesellig

150

Leucaspius delineatus

(Moderlieschen)

X

X

Win-ter

mind.

4 Som-

mer

max.

30

 

X

X

Nur bedingt geeignet als Aquarienfisch

Schwarm

100

Leuciscus idus

(Goldorfe)

X

X

4-30

 

X

X

Nur bedingt geeignet als Aquarienfisch Teichfisch!

Schwarm

>200

Tetraodon nigroviridis

(Grüner Kugelfisch)

 

X

22-28

 

X

X

Aggressiv, Salzzusatz

 

120

 

2. Mindestanforderungen für die Haltung von Meerwasserfischen

2.1. Allgemeine Anforderungen an das Halten von Meerwasserfischen

(1) Die Wasserwerte für Meerwasseraquarien zeigen prinzipiell eine große Einheitlichkeit. Innerhalb der einzelnen Parameter sind jedoch Bereiche auszuweisen, die eine laufende Kontrolle erfordern.

(2) Für tropische Meere liegt der Temperaturbereich zwischen 22°C und 28°C. Tiere aus dem Mittelmeer sind bei Temperaturen zwischen 14°C und 20°C zu halten. Diese Temperaturen dürfen nur kurzfristig und geringfügig über- oder unterschritten werden. Aus technischen Gründen sind Mittelwerte anzustreben.

(3) Meersalzmischungen mit optimaler Zusammensetzung sind im Fachhandel erhältlich. Der Gesamtsalzgehalt unter Berücksichtigung der Temperaturkompensation ist laufend zu kontrollieren. Der Salzgehalt muss für die Salinität im Bereich zwischen 29,5°/oo bis 35°/oo, Mittelmeer höchstens 37°/oo, Rotes Meer höchstens 40°/oo, liegen. Es ist ein Mittelwert anzustreben, der mit einer Salinität von +/-0,5°/oo, nur geringfügig schwanken darf. Der Verdunstungsverlust ist mit Leitungswasser und bei mangelnder Qualität desselben mit entsalztem Wasser in möglichst kurzen Abständen auszugleichen.

(4) Der mittlere pH-Wert des Wassers von pH 8,1 und pH 8,4 darf im Meerwasseraquarium nur unwesentlich, bis pH 7,9 oder bis pH 8,5, unter oder überschritten werden.

(5) Eine Karbonathärte von 7°KH bis 9°KH darf nicht unterschritten werden. Die Haltung von Steinkorallen und anderen Kalkskelettorganismen erlaubt eine höhere Karbonathärte. Sie darf jedoch einen Wert von 14°KH nicht überschreiten.

(6) Für den Stickstoff ist die Nachweisbarkeit von Ammoniak und Ammonium zu vermeiden. Nitrit darf in der ersten Einlaufphase von zwei Wochen nur in geringen Mengen bis höchstens 0,2 mg/l NO2 nachweisbar sein. Der Nitratgehalt (NO3) darf 50 mg/l nicht überschreiten. Die Grenzwerte für die gleichzeitige Haltung von wirbellosen Tieren liegen für Nitrit bei 0,05 mg/l und für Nitrat bei 5 mg/l. Beim Einsatz von Denitrifikationsanlagen müssen die Phosphatwerte regelmäßig kontrolliert werden, da der Nitratwert als Maßstab für die Alterung des Wassers entfällt.

(7) Phosphat, darf für Fische bis 0,5 mg/l toleriert werden.

(8) Schwermetalle sind im Meerwasseraquarium strikt zu vermeiden. Der Einsatz von Schwermetallsalzen zur Therapie bei Parasitenbefall der Fische ist in separaten Aquarien vorzunehmen.

(9) Die Simulation von. Gezeiten, Wellengang und Grundströmungen ist im Aquarium notwendig.

(10) Ein tageszeitlicher Wechsel von Hell und Dunkel ist zu gewährleisten. Bei gleichzeitiger Haltung von Wirbellosen mit Zooxanthellen ist eine Lichtleistung hoher Quantität und Qualität, von zum Beispiel 10 000 Lux im Bereich der Korallen und eine Farbtemperatur von 5000°K oder darüber, zu erreichen. Fischarten mit Leuchtorganen oder strenge Höhlenbewohner sind in überwiegender Dunkelheit zu halten.

(11) Für eine dauerhafte Haltung auch kleiner Fischarten ist ein Aquarium mit mindestens 200 Liter Rauminhalt (Länge 100 cm x Breite 50 cm x Höhe 40 cm) einzurichten. Zur Therapie und Aufzucht von Jungfischen bis zur stabilen Futteraufnahme dürfen die Mindestmaße vorübergehend unterschritten werden. Kleinere Aquarien sind nur stabil, wenn sie in direktem Zusammenhang mit Aquarien der Mindestgröße stehen.

(12) Die Einrichtung der Meerwasseraquarien muss sich an den ökologischen Bedürfnissen der zu pflegenden Arten orientieren. Zu den wichtigsten Mindestausstattungen gehören:

1.

Technische Geräte zur Sicherung der Wasserqualität wie Filter, Heizung, Kühlung, Pumpen und Abschäumer

2.

Steinaufbauten entsprechend der notwendigen Riffstrukturen mit Versteck- Ruhe- und Deckungsmöglichkeiten

3.

Bedarfsgemäßer freier Schwimmraum

4.

Bodengrund in Form von kalkreichen aber schwermetallfreien Sänden, Kiese, Steine oder Meersand verschiedener Körnung.

(13) Das Gleichgewicht zwischen Parasitenbefall und Fischgesundheit wird durch Fang-, Transport- und Anpassungsstress geschwächt. Ist ein ernsthaftes Krankheitsbild die Folge, sind entsprechende Therapiemaßnahmen einzuleiten.

(14) Fische die mit Gift, meist Cyanide, gefangen wurden und schweren Stoffwechselstörungen unterliegen, sind nicht therapierbar.

(15) Das Wohlbefinden der Fische ist aus dem Gesamtzustand des Aquariums und ihrem Verhalten zu beurteilen. Eine regelmäßige Kontrolle ebenso wie die der Wasserparameter ist unerlässlich. Plötzliche starke Veränderungen der Wasserqualität sind schädlich. Die regelmäßig notwendigen Teilwasserwechsel dürfen nur mit Wasser gleicher Qualität durchgeführt werden. Die technischen Geräte sowie die Temperatur sind täglich, die übrigen Wasserparameter sind 14-tägig zu kontrollieren. Neueingerichtete Aquarien sind in den ersten sechs Wochen täglich auf die Konzentration von Nitrit zu kontrollieren.

(16) Einigen allesfressenden Arten stehen viele Nahrungsspezialisten gegenüber, die ihrem Futterbedarf entsprechend, möglichst vielseitig zu ernähren sind. Der Fachhandel stellt sowohl trockene Flocken- und Pelletfutter, sowie diverse tiefgefrorene oder lebende Nahrungsorganismen zur Verfügung.

2.2. Haltungskriterien (Aquariengrößen) handelsrelevanter Arten vonMeerwasserfischen

 

Familie

Art

Aquariengröße

Liter Wasser (l)

Bemerkung

Kl. KNORPELFISCHE (Chondrichthyes)

F. Katzenhaie

(Scyliorhinidae)

F. Lippenhaie

(Hemiscylliidae)

Arten bis 100 cm Länge

ab 5 000 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 500 l

F. Carcharhinidae

Schwarzspitzenriffhai

(Carcharhinus

melanopterus)

Weissspitzenriffhai

(Triaenodin obesus)

Ab 50 m2 freie Schwimmfläche und einem Wasserstand von 2m. Für 1-2 Tiere; jedes weitere Tier +20 m2

Riffstrukturen dürfen Schwimmfläche nicht einengen. Intensive gezeitenähnliche Strömung

F. Stachelrochen

(Dasyatidae)

Blauflecken-

Stechrochen (Taeniura

lymna)

ab 10 000 l

(min 5 m2 Fläche)

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 1 m2

Kl. KNOCHENFISCHE (Teleostei)

F. Muränen (Muraenidae)

Arten bis 1 m Länge

darüber

ab 1 000 l;

ab 5 000 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Röhrenaale (Heterocongridae)

Mind. 10 Tiere Tiefer Bodengrund

F. Schlangenaale

(Ophichthyidae)

1-2 Tiere Tiefer Bodengrund

F. Eidechsenfische

(Synodontidae)

 

Ab 500 l

1-3 Tiere

F. Korallenwelse

(Plotosidae)

Kl. Korallenwels

(Plotosus lineatus)

ab 1 000 l

mindestens 20 Tiere

F. Fühlerfische (Antennariidae)

Antennarius

commersoni

ab 200 l

ab 500 l

Mit Ausnahme von Antennarius commersoni

F. Soldatenfische

(Holocentridae)

 

ab 1 000 l

mindestens paarweise

F. Flügelrossfische

(Pegasidae)

 

ab 200 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Flötenfische

(Fistulariidae)

 

ab 5 000 l

Mind. 10 Tiere Tiefer Bodengrund

F. Trompetenfische

(Aulostomidae)

 

ab 1 000 l

1-2 Tiere Tiefer Bodengrund

F. Schnepfenmesser-fische

(Centriscidae)

 

ab 200 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Geisterpfeifenfische

(Solenostomidae)

 

ab 200 l

Mind. 10 Tiere Tiefer Bodengrund

F. Pfeifenfische

(Syngnathidae)

(Seepferdchen und Seenadeln)

ab 200 l

1-2 Tiere

F. Skorpionsfische

(Scorpaenidae)

 

ab 500 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Sägebarsche

(Serranidae)

Arten bis 30 cm

Arten bis 60 cm

Arten über 60 cm

ab 1 000 l

ab 5 000 l

ab 10 000 l

Mind. 10 Tiere

F. Fahnenbarsche

(Anthiinae)

 

ab 1 000 l

Ab 10 Tiere oder Harem Tiefer Bodengrund

F. Seifenbarsche

(Grammistinae)

 

ab 1 000 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Zwergbarsche

(Pseudochromidae)

 

ab 500 l

Mind. 10 Tiere

F. Mirakelbarsche

(Plesiopidae)

 

ab 500 l

1-2 Tiere

F. Fahnenschwänze

(Kuhliidae)

 

ab 1 000 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Tigerbarsche

(Teraponidae)

 

ab 1 000 l

Mind. 10 Tiere

F. Großaugenbarsche

(Priacanthidae)

 

ab 1 000 l

1-2 Tiere

F. Kardinalbarsche

(Apogonidae)

 

ab 500 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F: Torpedobarsche

(Malacanthidae)

 

ab 500 l

Mind. 10 Tiere

F. Süßlippen

(Haemulidae)

Arten bis 30 cm größere Arten

ab 5 000 l

ab 10 000 l

1-2 Tiere Tiefer Bodengrund

F. Schnapper

(Lutjanidae)

Arten bis 30 cm

Arten bis 60 cm

größere Arten

ab 1 000 l

ab 5 000 l

ab 10 000 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Füsiliere

(Caesionidae)

 

ab 1 000 l

Mind. 10 Tiere

F. Scheinschnapper

(Nemipteridae)

 

ab 1 000 l

1-2 Tiere

F. Straßenkehrer

(Lethrinidae)

 

ab 20 000 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Fledermausfische

(Ephippidae)

 

ab 10 000 l

Mind. 10 Tiere

F. Flossenblätter

(Monodactylidae)

 

ab 1 000 l

1-2 Tiere

F. Argusfische

(Scatophagidae)

 

ab 1 000 l

1-10 Tiere

F. Meerbarben

(Mullidae)

Arten bis 30 cm größere Arten

ab 1 000 l

ab 5 000 l

1-5 Tiere

F. Kaiserfische

(Pomacanthidae)

Arten bis 25 cm

größere Arten

Zwergkaiser

(Centropyge spec.)

ab 5 000 l

ab 10 000 l

ab 500 l

Einzeln oder paarweise

F. Falterfische

(Chaetodontidae)

 

ab 1 000 l

1-5 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Büschelbarsche

(Cirrhithidae)

Cirrhites pinnulatus

ab 300 l

ab 1 000 l

1-3 Tiere jedes weitere Tier + 20%

F. Beilbauchfische

(Pempheridae)

Parapriacanthus spec.

ab 1 000 l

ab 500 l

In Gruppen ab 5 Tieren

F. Riffbarsche

(Pomacentridae)

Abudefduf spec.

ab 300 l

ab 1 000 l

Gattung Amphiprion und Promnas immer paarweise mit Wirtsanemone

F. Lippfische

(Labridae)

Arten bis 10 cm Länge

Arten bis 20 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

Größere Arten Napoleon

(Cheilinus undulatus)

ab 500 l

ab 1 000 l

ab 5 000 l

ab 10 000 l

ab 500 000 l

Paarweise oder in Gruppen ab 5 Tieren

F. Papageifische

(Scaridae)

Arten bis 40 cm Länge

Arten bis 80 cm Länge

ab 5 000 l

ab 10 000 l

Einzeln oder paarweise

F. Sandbarsche

(Pinguipedidae)

 

ab 200 l

1-2 Tiere mit hoher Sandschicht

F. Sandtaucher

(Trichonotidae)

 

ab 200 l

1-2 Tiere mit hoher Sandschicht

F. Kieferfische (Opistognathidae)

 

Ab 200 l

1-2 Tiere mit hoher Sandschicht

F. Schleimfische

(Bleniidae/tropisch)

 

ab 300 l

Paarweise oder in Gruppen ab 5 Tieren

F. Dreiflosser

(Tripterygiidae)

 

ab 300 l

Paarweise oder in Gruppen ab 5 Tieren

F. Leierfische

(Callionymidae/tropisch)

 

ab 300 l

Paarweise

F. Grundeln

(Gobiidae/tropisch)

 

ab 300 l

1-5 Tiere

F. Pfeilgrundeln

(Microdesmidae)

Valencienna spec.

ab 300 l

ab 1 000 l

Paarweise ab 2 Paaren

F. Doktorfische

(Acanthuridae) und

Kaninchenfische

(Siganidae)

Arten bis 25 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

Größere Arten

ab 1 000 l

ab 5 000 l

ab 10 000 l

1-3 Tiere jedes weiter Tier + 20%

F. Halfterfische

(Zanclidae)

 

ab 2 500 l

Einzeln oder paarweise

F. Butte

(Bothidae)

Arten bis 30 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

ab 1 000 l

ab 5 000 l

jedes weitere Tier + 20% große Sandflächen

F. Hundszungen

(Cynoglossidae)

Arten bis 30 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

ab 1 000 l

ab 5 000 l

1-3 Tiere; jedes weiter Tier + 20% große Sandflächen

F. Seezungen

(Soleidae)

Arten bis 30 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

ab 1 000 l

ab 5 000 l

1-3 Tiere; jedes weitere Tier + 20% große Sandflächen

F. Drückerfische

(Balistidae)

Arten bis 25 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

größere Arten

ab 1 000 l

ab 5 000 l

ab 10 000 l

Einzelhaltung

F. Feilenfische

(Monacanthidae)

Arten bis 10 cm Länge

Arten bis 25 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

größere Arten

ab 500 l

ab 1 000 l

ab 5 000 l

ab 10 000 l

Einzelhaltung

F. Kofferfische

(Ostraciidae)

Arten bis 20 cm Länge

Arten bis 40 cm Länge

ab 1 000 l

ab 5 000 l

Einzelhaltung

F. Kugelfische

(Tetraodontidae)

Arten bis 10 cm Länge

Arten bis 20 cm Länge

Arten bis 50 cm Länge

Größere Arten

ab 500 l

ab 1 000 l

ab 5 000 l

ab 10 000 l

Einzelhaltung

F. Igelfische

(Diodontidae)

Arten bis 20 cm Länge

Größere Arten

ab 1 000 l

ab 5 000 l

1-2 Tiere jedes weitere Tier + 20%

 

2.3. Haltungskriterien anderer Arten von Meerwasserfischen

Vertreter von unter Punkt 2.2 nicht angeführten Familien, insbesondere solche, die wegen ihrer Größe nicht mehr angeführt werden, dürfen ausschließlich in Großaquarien gehalten werden und sind im Einzelfall zu genehmigen

_________________________________________

1) Angaben zur Wasserhärte: X es wird eine Toleranz von ±5° dGH akzeptiert; X) es wird keine Toleranz nach oben akzeptiert

2) Angaben zum ph-Wert: X es wird eine Toleranz von ±0,5 akzeptiert; (X es wird eine Toleranz von ±0,5 akzeptiert; X) es wird eine Toleranz von -0,5 akzeptiert; (X) es wird keine Toleranz akzeptiert

3) für längere Verkaufspräsentationen muss für die Einzelhaltung der Betta splendens Männchen bei täglichem halben Wasserwechsel ein Mindestwasservolumen von einem Liter Wasser zur Verfügung stehen. Außerdem sollte eine schutzgebende, stressverhindernde Dekoration wie z. B. Wasserpflanzenbüscheln oder Moorkienholz u.ä. nicht fehlen

4) Cichliden sind insbesondere während der Brutpflege aggressiv. Ihnen ist ein gut gegliedertes Becken mit Versteckmöglichkeiten für unterlegene Fische und auch für den Partner einzurichten.

5) Entscheidend ist im Bezug auf die Härte die genügend hohe Carbonhärte und dass der pH-Wert nicht unter pH = 7.0 fällt.

Schlagworte

Fertigfuttersorte, Versteckmöglichkeit, Ruhemöglichkeit, Fangstress, Transportstress, Flockenfutter

Zuletzt aktualisiert am

01.12.2017

Gesetzesnummer

20003860

Dokumentnummer

NOR40074593