Bundesrecht konsolidiert

Unternehmensberater-Befähigungsnachweisverordnung § 1

Diese Fassung ist nicht aktuell

Kurztitel

Unternehmensberater-Befähigungsnachweisverordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 34/1998

Typ

V

§/Artikel/Anlage

§ 1

Inkrafttretensdatum

06.02.1998

Außerkrafttretensdatum

04.03.2004

Index

50/01 Gewerbeordnung

Beachte

Auf Grund der Übergangsbestimmung des § 375 Abs. 1 Z 74 GewO 1994
mit Ablauf des 4. März 2004 außer Kraft getreten.

Text

Arten des Befähigungsnachweises

 

§ 1. (1) Die Befähigung für die Ausübung des Gewerbes der Unternehmensberater einschließlich der Unternehmensorganisatoren gemäß § 124 Z 16 der Gewerbeordnung 1994 (GewO 1994) ist nachzuweisen durch

1.

Zeugnisse über

a)

den erfolgreichen Abschluß einer rechts-, sozial- oder wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtung oder der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau oder

der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen-Bauwesen oder

der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen-Technische Chemie oder eines zur Verleihung des akademischen Grades „Master of Business Administration'' führenden Universitätslehrganges oder eines fachlich einschlägigen Fachhochschul-Studienganges oder der Studienrichtung Psychologie oder der geistes- und kulturwissenschaftlichen Studienrichtung Pädagogik oder Philosophie oder Soziologie und

b)

eine mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit im Gewerbe der Unternehmensberater einschließlich der Unternehmensorganisatoren oder in einem sonstigen Unternehmen, in dem der Bewerber mit fachlich einschlägigen Aufgaben (Abs. 2) betraut oder in leitender Stellung tätig war

oder

2.

Zeugnisse über

a)

den erfolgreichen Abschluß eines in Z 1 lit. a genannten Ausbildungsganges und

b)

die praktischen Arbeiten gemäß § 5 und

c)

eine mindestens zweijährige fachliche Tätigkeit gemäß § 22 Abs. 2 GewO 1994 oder 3. Zeugnisse über

a)

den erfolgreichen Abschluß einer nicht in Z 1 genannten ingenieurwissenschaftlichen oder naturwissenschaftlichen oder geistes- und kulturwissenschaftlichen Studienrichtung oder eines zur Verleihung des akademischen Grades „Master of Advanced Studies'' führenden Universitätslehrganges und

b)

den Nachweis der Rechtskunde gemäß § 4 und

c)

die praktischen Arbeiten gemäß § 5 und

d)

eine mindestens dreijährige fachliche Tätigkeit gemäß § 22 Abs. 2 GewO 1994 oder 4. Zeugnisse über

a)

den erfolgreichen Abschluß einer berufsbildenden höheren Schule oder einer einschlägigen Fachakademie und

b)

den Nachweis der Rechtskunde gemäß § 4 und

c)

die praktischen Arbeiten gemäß § 5 und

d)

eine mindestens vierjährige fachliche Tätigkeit gemäß § 22 Abs. 2 GewO 1994 oder 5. das Zeugnis über die erfolgreich abgelegte Prüfung gemäß § 2.

(2) Unter fachlich einschlägigen Aufgaben im Sinne des Abs. 1 Z 1 lit. b sind insbesondere die umfassende Analyse von Organisationen oder ihres Umfeldes, die Entwicklung von Lösungsansätzen und deren allfällige Umsetzung durch Beratung und Intervention sowie die Steuerung von Beratungs- und Kommunikationsprozessen innerhalb von Organisationen und gegenüber dem Markt zu verstehen.

Schlagworte

Beratungsprozeß

Gesetzesnummer

10007935

Dokumentnummer

NOR12089724

Alte Dokumentnummer

N5199810301O