Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 5Ob206/71 7Ob167/72 6Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021443

Geschäftszahl

5Ob206/71; 7Ob167/72; 6Ob554/77 (6Ob555/77); 8Ob533/77; 3Ob632/77; 3Ob519/82 (3Ob520/82); 4Ob614/88 (4Ob615/88); 7Ob504/90; 9Ob187/97h; 1Ob108/97g; 2Ob36/98b; 7Ob155/05b; 6Ob73/06p; 3Ob234/12a; 5Ob57/13p; 10Ob65/14b; 9Ob23/15w; 3Ob85/15v; 8Ob34/17h

Entscheidungsdatum

15.09.1971

Norm

ABGB §1096 C

Rechtssatz

Bei gänzlicher oder teilweiser Unbrauchbarkeit des Bestandobjektes tritt die Zinsminderung von Gesetzeswegen ein.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 206/71
    Entscheidungstext OGH 15.09.1971 5 Ob 206/71
    Veröff: EvBl 1972/74 S 128 = ImmZ 1972,168 = MietSlg 23130
  • 7 Ob 167/72
    Entscheidungstext OGH 30.08.1972 7 Ob 167/72
    Veröff: MietSlg 24139
  • 6 Ob 554/77
    Entscheidungstext OGH 23.05.1977 6 Ob 554/77
  • 8 Ob 533/77
    Entscheidungstext OGH 06.07.1977 8 Ob 533/77
  • 3 Ob 632/77
    Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 632/77
    Vgl
  • 3 Ob 519/82
    Entscheidungstext OGH 28.04.1982 3 Ob 519/82
  • 4 Ob 614/88
    Entscheidungstext OGH 10.01.1989 4 Ob 614/88
  • 7 Ob 504/90
    Entscheidungstext OGH 07.06.1990 7 Ob 504/90
  • 9 Ob 187/97h
    Entscheidungstext OGH 25.06.1997 9 Ob 187/97h
    Auch
  • 1 Ob 108/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 108/97g
    Veröff: SZ 70/97
  • 2 Ob 36/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 2 Ob 36/98b
    Auch
  • 7 Ob 155/05b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 155/05b
  • 6 Ob 73/06p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2006 6 Ob 73/06p
    Auch; Beisatz: Dies unabhängig von einem Verschulden des Bestandgebers. (T1)
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/28
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
  • 10 Ob 65/14b
    Entscheidungstext OGH 25.11.2014 10 Ob 65/14b
    Vgl auch; Beisatz: Der Bestandnehmer hat kein Zinsminderungsrecht im Sinne des § 1096 Abs 1 zweiter Satz ABGB, wenn der Gebrauchsnutzen aus seinem Verschulden vereitelt wird oder er dafür nach den §§ 1111, 1313a ABGB einzustehen hat. (T2)
  • 9 Ob 23/15w
    Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 23/15w
    Beis wie T1
  • 3 Ob 85/15v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 85/15v
    Auch
  • 8 Ob 34/17h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 34/17h
    Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0021443

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19710915_OGH0002_0050OB00206_7100000_005

Rechtssatz für 5Ob153/75 (5Ob224/75) 4O...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0021420

Geschäftszahl

5Ob153/75 (5Ob224/75); 4Ob520/76; 7Ob616/77; 8Ob526/90; 1Ob517/92; 1Ob108/97g; 2Ob36/98b; 7Ob155/05b; 3Ob234/12a; 5Ob57/13p; 3Ob85/15v; 8Ob34/17h

Entscheidungsdatum

04.11.1975

Norm

ABGB §1096 C

Rechtssatz

Bei Vorliegen des Tatbestandes nach § 1096 ABGB ist der Zins schon von Rechts wegen gemindert. Es bedarf dazu weder einer rechtsgestaltenden Erklärung noch einer Klage auf Zinsminderung (MietSlg 18167, 20130, 21168).

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 153/75
    Entscheidungstext OGH 04.11.1975 5 Ob 153/75
    Veröff: EvBl 1976/192 S 397
  • 4 Ob 520/76
    Entscheidungstext OGH 06.04.1976 4 Ob 520/76
    Beisatz: Und zwar unabhängig von der Frage des Verschuldens. (T1)
    Veröff: ImmZ 1976,187
  • 7 Ob 616/77
    Entscheidungstext OGH 01.09.1977 7 Ob 616/77
  • 8 Ob 526/90
    Entscheidungstext OGH 26.02.1991 8 Ob 526/90
    Beis wie T1; Veröff: ImmZ 1991,360
  • 1 Ob 517/92
    Entscheidungstext OGH 15.01.1992 1 Ob 517/92
    Auch; nur: Bei Vorliegen des Tatbestandes nach § 1096 ABGB ist der Zins schon von Rechts wegen gemindert. (T2)
  • 1 Ob 108/97g
    Entscheidungstext OGH 15.05.1997 1 Ob 108/97g
    nur T2; Beis wie T1
    Veröff: SZ 70/97
  • 2 Ob 36/98b
    Entscheidungstext OGH 27.01.1998 2 Ob 36/98b
    nur T2; Beis wie T1; Beisatz: Denn diese Bestimmung normiert eine Gewährleistungsfolge eigener Art. (T3)
    Beisatz: Deshalb ist auch ein vertragliches Kompensationsverbot in diesem Zusammenhang unerheblich. (T4)
  • 7 Ob 155/05b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 155/05b
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2013/28
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
    Auch
  • 3 Ob 85/15v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 85/15v
    Auch
  • 8 Ob 34/17h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 34/17h
    Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0021420

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19751104_OGH0002_0050OB00153_7500000_001

Rechtssatz für 3Ob529/78 7Ob724/79 (7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033876

Geschäftszahl

3Ob529/78; 7Ob724/79 (7Ob725/79); 6Ob564/80; 6Ob705/84; 4Ob146/84; 2Ob508/88; 6Ob704/87; 9ObA148/94; 3Ob26/98i; 7Ob171/00y; 6Ob263/00w; 5Ob29/09i; 3Ob182/12d; 5Ob57/13p; 5Ob49/13m; 4Ob241/14s; 4Ob194/15f; 7Ob139/15i

Entscheidungsdatum

21.03.1979

Norm

ABGB §1438 Ba
ABGB §1438 Cb
ZPO §391 C

Rechtssatz

Wer eine außergerichtliche Aufrechnung behauptet, muss auch die Aufrechnungshandlung dartun, weil das Gegenüberstehen gleichartiger Forderungen zunächst nur ein Aufrechnungsverhältnis schafft und erst - dann allerdings auf jenen Zeitpunkt, zu dem Forderung und Gegenforderung einander aufrechenbar gegenübertraten, zurückwirkend - zur Schuldtilgung führt, wenn die Aufrechnungshandlung hinzutritt (SZ 43/60, EvBl 1972/187, EvBl 1978/66 ua).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 529/78
    Entscheidungstext OGH 21.03.1979 3 Ob 529/78
  • 7 Ob 724/79
    Entscheidungstext OGH 18.10.1979 7 Ob 724/79
  • 6 Ob 564/80
    Entscheidungstext OGH 26.03.1980 6 Ob 564/80
    Vgl auch
  • 6 Ob 705/84
    Entscheidungstext OGH 24.01.1985 6 Ob 705/84
    Vgl auch; Beisatz: Nicht schlüssig sind die Ausführungen eines beklagten Mieters, womit er lediglich eine Aufrechnungslage zwischen den Mietzinsforderungen einer auf Räumung klagenden Partei und seinen Schadenersatzforderungen, die bereits vor Klagseinbringung entstanden sein sollen, nicht aber eine unbedingte Aufrechnungserklärung behauptet, die zur Schuldtilgung erforderlich gewesen wäre. (T1)
  • 4 Ob 146/84
    Entscheidungstext OGH 15.01.1985 4 Ob 146/84
    Auch
  • 2 Ob 508/88
    Entscheidungstext OGH 14.06.1988 2 Ob 508/88
    Veröff: ÖBA 1989,200 = JBl 1989,171
  • 6 Ob 704/87
    Entscheidungstext OGH 01.12.1988 6 Ob 704/87
    Vgl auch; Beisatz: Ein am Stichtag bestehender Zinsrückstand ist mangels einer bis dahin erfolgten Aufrechnungserklärung ungeachtet des Bestandes aufrechenbarer Gegenforderungen nicht getilgt. Eine nach der Auflösungserklärung erklärte Aufrechnung des Mietzinsschuldners wirkt zwar zurück, beseitigt aber nicht rückwirkend die Wirksamkeit der auf den Zinsrückstand gestützten rechtsgestaltenden Aufhebungserklärung. (T2)
  • 9 ObA 148/94
    Entscheidungstext OGH 14.09.1994 9 ObA 148/94
    Vgl auch
  • 3 Ob 26/98i
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 26/98i
  • 7 Ob 171/00y
    Entscheidungstext OGH 26.07.2000 7 Ob 171/00y
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 263/00w
    Entscheidungstext OGH 05.07.2001 6 Ob 263/00w
    Vgl auch; Beisatz: Der Aufrechnungsvollzug verlangt die Geltendmachung gegenüber dem Aufrechnungsgegner (eine Aufrechnungserklärung) und erfolgt nicht automatisch im Zeitpunkt des Zusammentreffens aufrechenbarer Forderungen. (T3)
  • 5 Ob 29/09i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 29/09i
    Vgl; Beisatz: Das Gegenüberstehen gleichartiger Forderungen schafft nur ein Aufrechnungsverhältnis, führt aber ohne Aufrechnungshandlung noch nicht zur Schuldtilgung. (T4)
  • 3 Ob 182/12d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 182/12d
    Auch; nur: Wer eine außergerichtliche Aufrechnung behauptet, muss auch die Aufrechnungshandlung dartun, weil das Gegenüberstehen gleichartiger Forderungen zunächst nur ein Aufrechnungsverhältnis schafft und Schuldtilgung nur bei Hinzutreten der Aufrechnungshandlung eintritt. (T5)
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
  • 5 Ob 49/13m
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 49/13m
    Vgl auch
  • 4 Ob 241/14s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 241/14s
    Auch
  • 4 Ob 194/15f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 194/15f
    Auch
  • 7 Ob 139/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 139/15i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0033876

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19790321_OGH0002_0030OB00529_7800000_002

Rechtssatz für 1Ob596/83 3Ob2413/96s 1...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0010567

Geschäftszahl

1Ob596/83; 3Ob2413/96s; 10Ob38/03s; 4Ob53/08k; 7Ob253/09w; 5Ob57/13p; 9Ob53/16h

Entscheidungsdatum

01.06.1983

Norm

ABGB §364 Abs2 B2
ABGB §364 Abs2 C
ABGB §1096 A1

Rechtssatz

Bei Beurteilung des Maßes der Lärmbeeinträchtigung, die der Mieter noch hinnehmen muss, sind die Grundsätze des § 364 Abs 2 ABGB analog heranzuziehen. Auch Einwirkungen, die sich als eine Änderung gegenüber dem tatsächlichen Zustand zum Zeitpunkt des Abschlusses des Mietvertrages darstellen, sind vom Mieter zu dulden, wenn sie das nach § 364 Abs 2 ABGB zulässige Maß nicht überschreiten.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 596/83
    Entscheidungstext OGH 01.06.1983 1 Ob 596/83
    Veröff: EvBl 1983/171 S 661 = ImmZ 1985,397
  • 3 Ob 2413/96s
    Entscheidungstext OGH 18.12.1996 3 Ob 2413/96s
    nur: Bei Beurteilung des Maßes der Lärmbeeinträchtigung, die der Mieter noch hinnehmen muss, sind die Grundsätze des § 364 Abs 2 ABGB analog heranzuziehen. (T1)
  • 10 Ob 38/03s
    Entscheidungstext OGH 16.12.2003 10 Ob 38/03s
    nur T1
  • 4 Ob 53/08k
    Entscheidungstext OGH 20.05.2008 4 Ob 53/08k
  • 7 Ob 253/09w
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 7 Ob 253/09w
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
    nur T1
  • 9 Ob 53/16h
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 Ob 53/16h

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0010567

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

15.05.2017

Dokumentnummer

JJR_19830601_OGH0002_0010OB00596_8300000_001

Rechtssatz für 1Ob742/83 8Ob372/97g 10...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033674

Geschäftszahl

1Ob742/83; 8Ob372/97g; 10Ob46/04v; 1Ob73/05z; 5Ob57/13p; 6Ob216/13b

Entscheidungsdatum

09.11.1983

Norm

ABGB §364 A
ABGB §364 B2
ABGB §364 B4
sbg BauPolG §13

Rechtssatz

In einem geschlossenen Siedlungsgebiet müssen die Anrainer bauführungsbedingte Immissionen (Baulärm, Staub, Erschütterungen usw), die auch bei schonungsvoller, den Bauvorschriften und sonstigen Beschränkungen (hier: Ruhezeitenverordnung eines Kurortes) entsprechender Bauführung unvermeidlich sind, als ortsüblich dulden, ohne einen nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch geltend machen zu können. Soweit die Immissionen über das zu duldende Maß hinausgehen, besteht ein Abwehranspruch, der einen schuldensunabhängigen Ausgleichsanspruch ebenfalls ausschließt. Für eine analoge Anwendung des § 364a ABGB besteht kein Anlaß.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 742/83
    Entscheidungstext OGH 09.11.1983 1 Ob 742/83
    Veröff: SZ 56/158 = MietSlg 35029
  • 8 Ob 372/97g
    Entscheidungstext OGH 26.11.1997 8 Ob 372/97g
    Auch; nur: In einem geschlossenen Siedlungsgebiet müssen die Anrainer bauführungsbedingte Immissionen (Baulärm, Staub, Erschütterungen usw), die auch bei schonungsvoller, den Bauvorschriften und sonstigen Beschränkungen entsprechender Bauführung unvermeidlich sind, als ortsüblich dulden, ohne einen nachbarrechtlichen Ausgleichsanspruch geltend machen zu können. (T1) Beisatz: Dicht verbautes, geschlossenes Siedlungsgebiet in der Wiener Innenstadt. (T2)
  • 10 Ob 46/04v
    Entscheidungstext OGH 21.06.2004 10 Ob 46/04v
    Vgl auch; nur T1; Beisatz: Auch Ö-Normen können dabei Anhaltspunkte für die Frage, ob eine wesentliche Beeinträchtigung der Nutzung einer Liegenschaft vorliegt, bilden. (T3)
    Beisatz: Die Frage, ob die vom Nachbargrund einwirkenden Belästigungen das nach den örtlichen Verhältnissen gewöhnliche Maß übersteigen und die ortsübliche Benutzung der Liegenschaft wesentlich beeinträchtigen, ist nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen. (T4)
  • 1 Ob 73/05z
    Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 73/05z
    Auch; nur T4
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
    Auch
  • 6 Ob 216/13b
    Entscheidungstext OGH 16.12.2013 6 Ob 216/13b
    Vgl aber; Beisatz: Diese Rechtsprechung betrifft lediglich Baulärm, nicht aber andere von einer Baustelle ausgehende Immissionen. Sie lässt sich auf Erschütterungen, die Schäden an Gebäuden hervorrufen, nicht übertragen. Solche schwerwiegenden Beeinträchtigungen sind nämlich niemals als ortsüblich anzusehen und daher nicht entschädigungslos hinzunehmen. (T5)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0033674

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

18.02.2014

Dokumentnummer

JJR_19831109_OGH0002_0010OB00742_8300000_003

Rechtssatz für 5Ob8/89 7Ob504/90 4Ob21...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0020926

Geschäftszahl

5Ob8/89; 7Ob504/90; 4Ob2130/96f; 4Ob180/97t; 9Ob68/98k; 7Ob3/03x; 1Ob306/02k; 2Ob265/04s; 1Ob146/05k; 7Ob155/05b; 6Ob73/06p; 7Ob253/09w; 6Ob118/10m; 9Ob27/10a; 5Ob21/11s; 1Ob55/11m; 2Ob215/10x; 3Ob234/12a; 5Ob57/13p; 4Ob81/14m; 1Ob175/14p; 1Ob229/14d; 3Ob185/15z; 3Ob85/15v; 9Ob53/16h; 7Ob56/17m; 8Ob34/17h

Entscheidungsdatum

07.02.1989

Norm

ABGB §1096 A1
MRG §16 Abs2
MRG §16 Abs3

Rechtssatz

Nach § 1096 Abs 1 ABGB richtet sich die Brauchbarkeit einer Bestandsache nach dem Vertragszweck und muss damit eine Verwendung zulassen, wie sie gewöhnlich nach dem Vertragszweck erforderlich ist und nach der Verkehrssitte erfolgt. Mangels anderer Vereinbarungen ist eine mittlere (durchschnittliche) Brauchbarkeit anzunehmen.

Entscheidungstexte

  • 5 Ob 8/89
    Entscheidungstext OGH 07.02.1989 5 Ob 8/89
    Veröff: WoBl 1989,95
  • 7 Ob 504/90
    Entscheidungstext OGH 07.06.1990 7 Ob 504/90
  • 4 Ob 2130/96f
    Entscheidungstext OGH 12.08.1996 4 Ob 2130/96f
  • 4 Ob 180/97t
    Entscheidungstext OGH 26.06.1997 4 Ob 180/97t
    Beisatz: Ein Lagerraum für Fliesen und Sanitärartikel muss daher einen Boden aufweisen, welcher die Belastung durch mit Fliesen und Sanitärartikeln beladene Regale aushält. (T1)
  • 9 Ob 68/98k
    Entscheidungstext OGH 11.03.1998 9 Ob 68/98k
    nur: Nach § 1096 Abs 1 ABGB richtet sich die Brauchbarkeit einer Bestandsache nach dem Vertragszweck. (T2)
  • 7 Ob 3/03x
    Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 3/03x
    Auch
  • 1 Ob 306/02k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2003 1 Ob 306/02k
    Veröff: SZ 2003/18
  • 2 Ob 265/04s
    Entscheidungstext OGH 25.11.2004 2 Ob 265/04s
    Beisatz: Bei der Beurteilung der Brauchbarkeit kommt es stets auf die Umstände des Einzelfalles an. (T3)
  • 1 Ob 146/05k
    Entscheidungstext OGH 02.08.2005 1 Ob 146/05k
    Auch; Beis wie T3
  • 7 Ob 155/05b
    Entscheidungstext OGH 31.08.2005 7 Ob 155/05b
    Beis wie T3
  • 6 Ob 73/06p
    Entscheidungstext OGH 24.05.2006 6 Ob 73/06p
    Vgl; Beisatz: Hier: Eine nur unter Zuziehung eines Einweisers zu bewältigende Einfahrt beziehungsweise Ausfahrt, die zudem aufgrund des gebotenen Vortastens mit schleifender Kupplung zu erhöhtem Kupplungsverschleiß führt, ist als unbrauchbar im Sinne des § 1096 ABGB einzustufen. (T4)
  • 7 Ob 253/09w
    Entscheidungstext OGH 03.03.2010 7 Ob 253/09w
  • 6 Ob 118/10m
    Entscheidungstext OGH 24.06.2010 6 Ob 118/10m
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 9 Ob 27/10a
    Entscheidungstext OGH 22.12.2010 9 Ob 27/10a
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 5 Ob 21/11s
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 21/11s
    Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Größenverhältnis bei Badezimmermängeln nicht maßgeblich. (T5)
  • 1 Ob 55/11m
    Entscheidungstext OGH 24.05.2011 1 Ob 55/11m
  • 2 Ob 215/10x
    Entscheidungstext OGH 27.02.2012 2 Ob 215/10x
    Auch
    Veröff: SZ 2012/20
  • 3 Ob 234/12a
    Entscheidungstext OGH 13.03.2013 3 Ob 234/12a
    Auch; Veröff: SZ 2013/28
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
    Vgl auch; Beis wie T3
  • 4 Ob 81/14m
    Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 81/14m
    Auch; nur T2; Beis wie T3
  • 1 Ob 175/14p
    Entscheidungstext OGH 27.11.2014 1 Ob 175/14p
    Auch; Beis wie T3
  • 1 Ob 229/14d
    Entscheidungstext OGH 22.01.2015 1 Ob 229/14d
  • 3 Ob 185/15z
    Entscheidungstext OGH 14.10.2015 3 Ob 185/15z
    Auch; Beisatz: Bei Vermietung einer Behindertenwohnung ist der Vermieter zur Herstellung eines barrierefreien Zugangs zu einem mitvermieteten Balkon verpflichtet. (T6)
  • 3 Ob 85/15v
    Entscheidungstext OGH 16.03.2016 3 Ob 85/15v
    Auch
  • 9 Ob 53/16h
    Entscheidungstext OGH 20.04.2017 9 Ob 53/16h
  • 7 Ob 56/17m
    Entscheidungstext OGH 26.04.2017 7 Ob 56/17m
    Auch; Beis wie T3
  • 8 Ob 34/17h
    Entscheidungstext OGH 28.09.2017 8 Ob 34/17h
    Beisatz: Grundsätzlich steht Schimmel der mittleren Brauchbarkeit entgegen. (T7)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0020926

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2017

Dokumentnummer

JJR_19890207_OGH0002_0050OB00008_8900000_001