Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob52/56
    2Ob51/56
    2Ob25...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0026861
    Geschäftszahl
    2Ob52/56; 2Ob51/56; 2Ob255/58; 2Ob96/67; 2Ob32/69; 2Ob280/71; 1Ob54/72; 4Ob66/71; 8Ob39/75; 8Ob94/75; 5Ob676/76; 8Ob177/77 (8Ob178/77); 6Ob760/77; 4Ob589/78; 2Ob136/78; 2Ob65/80; 8Ob126/80; 8Ob136/80; 8Ob196/80; 8Ob271/80 (8Ob66/81); 8Ob57/81; 8Ob60/81; 8Ob41/81; 5Ob611/81; 8Ob227/81; 8Ob314/81; 8Ob52/82; 8Ob19/82; 2Ob115/82; 8Ob129/83; 8Ob58/85; 8Ob13/85 (8Ob14/85); 2Ob18/86; 8Ob72/86; 8Ob9/87; 8Ob60/87; 2Ob64/87; 7Ob685/87; 2Ob71/88; 2Ob67/89; 2Ob30/89; 2Ob69/89; 2Ob119/89; 1Ob9/00f; 1Ob24/02i; 3Ob171/05a; 8Ob85/06t; 2Ob205/07x; 6Ob142/09i; 2Ob63/11w; 2Ob19/12a; 2Ob212/13k
    Entscheidungsdatum
    04.04.1956
    Norm
    ABGB §1304 A
    Rechtssatz

    Bei der Verschuldensabwägung entscheidet für das Gewicht des Verschuldens vor allem die Größe und Wahrscheinlichkeit der durch das schuldhafte Verhalten bewirkten Gefahr.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 52/56
      Entscheidungstext OGH 04.04.1956 2 Ob 52/56
      Veröff: ZVR 1956/132 S 183
    • 2 Ob 51/56
      Entscheidungstext OGH 04.04.1956 2 Ob 51/56
    • 2 Ob 255/58
      Entscheidungstext OGH 03.09.1958 2 Ob 255/58
    • 2 Ob 96/67
      Entscheidungstext OGH 13.04.1967 2 Ob 96/67
    • 2 Ob 32/69
      Entscheidungstext OGH 13.02.1969 2 Ob 32/69
    • 2 Ob 280/71
      Entscheidungstext OGH 13.01.1972 2 Ob 280/71
      Veröff: ZVR 1972/176 S 338
    • 1 Ob 54/72
      Entscheidungstext OGH 05.04.1972 1 Ob 54/72
    • 4 Ob 66/71
      Entscheidungstext OGH 21.09.1971 4 Ob 66/71
      Beisatz: Liegt beiderseitiges Verschulden vor, so bestimmen sich die Verschuldensanteile nicht nach der Zahl der Ursachen, die ein Teil gesetzt hat, sondern nach der Schwere des Gesamtverschuldens. (T1) Veröff: SozM IA/e,913
    • 8 Ob 39/75
      Entscheidungstext OGH 19.03.1975 8 Ob 39/75
      Beisatz: Und der Grad der Fahrlässigkeit des einzelnen Verkehrsteilnehmers. (T2) Veröff: ZVR 1976/11 S 16
    • 8 Ob 94/75
      Entscheidungstext OGH 18.06.1975 8 Ob 94/75
      Beis wie T2
    • 5 Ob 676/76
      Entscheidungstext OGH 29.11.1976 5 Ob 676/76
      Vgl; Beisatz: Hier: Beschädigung einer Ölleitung. (T3)
    • 8 Ob 177/77
      Entscheidungstext OGH 23.11.1977 8 Ob 177/77
    • 6 Ob 760/77
      Entscheidungstext OGH 02.02.1978 6 Ob 760/77
    • 4 Ob 589/78
      Entscheidungstext OGH 30.01.1979 4 Ob 589/78
      Beisatz: Dass die Haftung auf mehrere Rechtsgründe gestützt werden kann, ist dagegen nicht von Bedeutung. (T4)
    • 2 Ob 136/78
      Entscheidungstext OGH 30.01.1979 2 Ob 136/78
    • 2 Ob 65/80
      Entscheidungstext OGH 20.05.1980 2 Ob 65/80
      Veröff: ZVR 1981/114 S 150
    • 8 Ob 126/80
      Entscheidungstext OGH 18.09.1980 8 Ob 126/80
    • 8 Ob 136/80
      Entscheidungstext OGH 18.09.1980 8 Ob 136/80
      Veröff: ZVR 1981/89 S 112
    • 8 Ob 196/80
      Entscheidungstext OGH 15.01.1981 8 Ob 196/80
      Veröff: ZVR 1981/187 S 237
    • 8 Ob 271/80
      Entscheidungstext OGH 12.03.1981 8 Ob 271/80
      Beis wie T2; Veröff: ZVR 1982/148 S 134
    • 8 Ob 57/81
      Entscheidungstext OGH 26.03.1981 8 Ob 57/81
    • 8 Ob 60/81
      Entscheidungstext OGH 04.06.1981 8 Ob 60/81
    • 8 Ob 41/81
      Entscheidungstext OGH 04.06.1981 8 Ob 41/81
    • 5 Ob 611/81
      Entscheidungstext OGH 10.11.1981 5 Ob 611/81
      Auch
    • 8 Ob 227/81
      Entscheidungstext OGH 14.01.1982 8 Ob 227/81
      Beis wie T2
    • 8 Ob 314/81
      Entscheidungstext OGH 11.03.1982 8 Ob 314/81
      Beis wie T2; Veröff: ZVR 1983/149 S 200
    • 8 Ob 52/82
      Entscheidungstext OGH 25.03.1982 8 Ob 52/82
      Veröff: ZVR 1983/94 S 141
    • 8 Ob 19/82
      Entscheidungstext OGH 25.03.1982 8 Ob 19/82
      Veröff: ZVR 1983/159 S 207
    • 2 Ob 115/82
      Entscheidungstext OGH 15.06.1982 2 Ob 115/82
    • 8 Ob 129/83
      Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 129/83
      Veröff: ZVR 1985/23 S 43
    • 8 Ob 58/85
      Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 58/85
      Beisatz: Hier: Erfolgshaftung - Mitverschulden. (T5) Veröff: ZVR 1987/11 S 21
    • 8 Ob 13/85
      Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 13/85
    • 2 Ob 18/86
      Entscheidungstext OGH 22.04.1986 2 Ob 18/86
    • 8 Ob 72/86
      Entscheidungstext OGH 17.12.1986 8 Ob 72/86
      Beis wie T2; Veröff: ZVR 1988/14 S 50
    • 8 Ob 9/87
      Entscheidungstext OGH 09.04.1987 8 Ob 9/87
      Beis wie T2; Beisatz: Und die Wichtigkeit der verletzten Vorschrift für die Sicherheit des Verkehrs. (T6) Veröff: ZVR 1988/90 S 212
    • 8 Ob 60/87
      Entscheidungstext OGH 21.10.1987 8 Ob 60/87
    • 2 Ob 64/87
      Entscheidungstext OGH 24.11.1987 2 Ob 64/87
      Veröff: ZVR 1988/97 S 220
    • 7 Ob 685/87
      Entscheidungstext OGH 04.02.1988 7 Ob 685/87
      Auch; Beisatz: Entscheidende Bedeutung für die Aufteilung des Schadens kommt den Verschuldenskriterien zu, wobei auch innerhalb der Verschuldensstufen zu differenzieren ist. (T7)
    • 2 Ob 71/88
      Entscheidungstext OGH 22.11.1988 2 Ob 71/88
      Beis wie T6
    • 2 Ob 67/89
      Entscheidungstext OGH 06.06.1989 2 Ob 67/89
    • 2 Ob 30/89
      Entscheidungstext OGH 05.07.1989 2 Ob 30/89
      Veröff: ZVR 1990/116 S 306
    • 2 Ob 69/89
      Entscheidungstext OGH 14.11.1989 2 Ob 69/89
      Veröff: ZVR 1990/155 S 371
    • 2 Ob 119/89
      Entscheidungstext OGH 14.11.1989 2 Ob 119/89
      Beis wie T2; Veröff: ZVR 1990/118 S 309
    • 1 Ob 9/00f
      Entscheidungstext OGH 28.03.2000 1 Ob 9/00f
      Beisatz: Hier: Amtshaftung. (T8)
    • 1 Ob 24/02i
      Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 24/02i
      Beis wie T2; Beis wie T6; Beisatz: Für die Aufteilung des Verschuldens sind vor allem die Größe und die Wahrscheinlichkeit der schuldhaft herbeigeführten Gefahr, die Bedeutung der verletzten Vorschrift und der Grad der Fahrlässigkeit von Bedeutung. (T9)
    • 3 Ob 171/05a
      Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 171/05a
      Beis wie T2; Beis wie T6
    • 8 Ob 85/06t
      Entscheidungstext OGH 30.11.2006 8 Ob 85/06t
      Beis wie T9; Beisatz: Hier: Abweichen der Vorinstanzen von dieser ständigen Rechtsprechung. (T10)
    • 2 Ob 205/07x
      Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 205/07x
      Veröff: SZ 2007/179
    • 6 Ob 142/09i
      Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 142/09i
      Vgl; Beisatz: Bei einem Mitverschulden richtet sich die Verschuldensteilung nach dem Gewicht des Verschuldens, gegebenenfalls der Größe und Wahrscheinlichkeit der durch das Verschulden jeweils bewirkten Gefahr sowie der Bedeutung der verletzten Vorschriften. (T11); Bem: Hier: Verstoß des Reisebüros gegen §§ 2, 3 Ausübungsvorschriften für das Reisebürogewerbe (IVO). (T12)
    • 2 Ob 63/11w
      Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 63/11w
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Beis wie T6
    • 2 Ob 212/13k
      Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 212/13k
      Beis wie T2; Beis wie T6; Beisatz: Im Allgemeinen und im konkreten Fall. (T13)
    European Case Law Identifier (ECLI)
    ECLI:AT:OGH0002:1956:RS0026861
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    16.09.2014
    Dokumentnummer
    JJR_19560404_OGH0002_0020OB00052_5600000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob267/56
    2Ob487/56
    2Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0030624
    Geschäftszahl
    2Ob267/56; 2Ob487/56; 2Ob35/58; 2Ob561/58; 2Ob358/59; 2Ob3/63; 2Ob152/63; 2Ob310/64; 2Ob261/65; 2Ob50/67; 2Ob380/68; 2Ob317/69; 2Ob289/69 (2Ob346/69); 2Ob180/72; 8Ob247/73; 8Ob30/79 (8Ob31/79); 8Ob198/83; 2Ob24/84 (2Ob25/84); 2Ob188/01p; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    23.05.1956
    Norm
    ABGB §1323 D
    Rechtssatz

    Der Schaden, den ein Geschäftsmann in seinem Geschäftsbetrieb durch die zeitweise Nichtverwendung eines Kraftfahrzeuges wegen Beschädigung erlitten hat, ist als wirklicher Schaden anzusehen.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 267/56
      Entscheidungstext OGH 23.05.1956 2 Ob 267/56
      Veröff: SZ 29/43 = EvBl 1956/251 S 468 = ZVR 1957/3 S 6
    • 2 Ob 487/56
      Entscheidungstext OGH 21.11.1956 2 Ob 487/56
    • 2 Ob 35/58
      Entscheidungstext OGH 30.04.1958 2 Ob 35/58
    • 2 Ob 561/58
      Entscheidungstext OGH 25.02.1959 2 Ob 561/58
      Veröff: ZVR 1959/196 S 191
    • 2 Ob 358/59
      Entscheidungstext OGH 08.07.1959 2 Ob 358/59
      Veröff: ZVR 1960/85 S 63
    • 2 Ob 3/63
      Entscheidungstext OGH 21.02.1963 2 Ob 3/63
      Beisatz: Berechnung des Verdienstentganges bei Autobusunternehmen. (T1)
    • 2 Ob 152/63
      Entscheidungstext OGH 27.06.1963 2 Ob 152/63
    • 2 Ob 310/64
      Entscheidungstext OGH 12.11.1964 2 Ob 310/64
    • 2 Ob 261/65
      Entscheidungstext OGH 09.09.1965 2 Ob 261/65
      Beisatz: Autohändler (T2) Veröff: ZVR 1966/122 S 129
    • 2 Ob 50/67
      Entscheidungstext OGH 23.02.1967 2 Ob 50/67
    • 2 Ob 380/68
      Entscheidungstext OGH 24.04.1969 2 Ob 380/68
    • 2 Ob 317/69
      Entscheidungstext OGH 04.12.1969 2 Ob 317/69
    • 2 Ob 289/69
      Entscheidungstext OGH 15.01.1970 2 Ob 289/69
      Beisatz: Auch dann, wenn das Kraftfahrzeug durch Eigentumsvorbehalt belastet ist. (T3) Veröff: ZVR 1970/235 S 299
    • 2 Ob 180/72
      Entscheidungstext OGH 30.11.1972 2 Ob 180/72
      Zweiter Rechtsgang zu 2 Ob 289/69; Beisatz: Es ist hiebei nicht zu unterstellen, daß der Geschädigte über seinen Kaskoversicherungsbetrag frei verfügen könne, es ist aber wesentlich, ob er mit diesem Betrag die Reparatur hätte vornehmen oder ein Ersatzfahrzeug hätte auftreiben können. (T4)
    • 8 Ob 247/73
      Entscheidungstext OGH 11.12.1973 8 Ob 247/73
    • 8 Ob 30/79
      Entscheidungstext OGH 05.04.1979 8 Ob 30/79
    • 8 Ob 198/83
      Entscheidungstext OGH 24.11.1983 8 Ob 198/83
    • 2 Ob 24/84
      Entscheidungstext OGH 21.05.1985 2 Ob 24/84
      Beis wie T1
    • 2 Ob 188/01p
      Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 188/01p
      Auch
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    Schlagworte
    Auto
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19560523_OGH0002_0020OB00267_5600000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 11Os162/62
    11Os12/70
    11...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0073128
    Geschäftszahl
    11Os162/62; 11Os12/70; 11Os182/70; 8Ob27/71; 11Os43/72; 2Ob254/82; 8Ob17/83; 8Ob88/83; 2Ob132/03f; 2Ob40/08h; 2Ob119/08a; 2Ob177/11k; 2Ob19/12a; 2Ob239/12d; 2Ob212/13k
    Entscheidungsdatum
    04.09.1962
    Norm
    StVO §3 A2
    Rechtssatz

    Eine rechtzeitige erkennbare unklare Verkehrslage erfordert nicht nur besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, sondern verlangt auch Bremsbereitschaft und Einhaltung einer entsprechenden Geschwindigkeit (jedenfalls nicht wie im gegebenen Falle die nur unter günstigsten Verhältnissen zulässige Höchstgeschwindigkeit) und schließt überdies die Zubilligung einer Schrecksekunde oder verlängerten Reaktionszeit aus.

    Entscheidungstexte
    • 11 Os 162/62
      Entscheidungstext OGH 04.09.1962 11 Os 162/62
      Veröff: ZVR 1963/3 S 11
    • 11 Os 12/70
      Entscheidungstext OGH 23.04.1970 11 Os 12/70
    • 11 Os 182/70
      Entscheidungstext OGH 11.12.1970 11 Os 182/70
      nur: Eine rechtzeitige erkennbare unklare Verkehrslage erfordert nicht nur besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, sondern verlangt auch Bremsbereitschaft und Einhaltung einer entsprechenden Geschwindigkeit (jedenfalls nicht wie im gegebenen Falle die nur unter günstigsten Verhältnissen zulässige Höchstgeschwindigkeit). (T1)
      Beisatz: Fußgänger in Straßenmitte. (T2)
    • 8 Ob 27/71
      Entscheidungstext OGH 02.03.1971 8 Ob 27/71
      Veröff: ZVR 1971/226 S 303
    • 11 Os 43/72
      Entscheidungstext OGH 26.04.1972 11 Os 43/72
      Vgl auch; nur T1
    • 2 Ob 254/82
      Entscheidungstext OGH 14.12.1982 2 Ob 254/82
      Auch
    • 8 Ob 17/83
      Entscheidungstext OGH 21.04.1983 8 Ob 17/83
      nur T1; Beisatz: Am Straßenrand bei einem Fußgeherübergang stehende alte Frau, die hinüberwinkt und auch hinüberruft. (T3)
      Veröff: ZVR 1984/215 S 223
    • 8 Ob 88/83
      Entscheidungstext OGH 23.06.1983 8 Ob 88/83
      Auch; Beisatz: Der unklaren Verkehrslage ist durch Geschwindigkeitsverringerung und Kontaktaufnahme Rechnung zu tragen. (T4)
    • 2 Ob 132/03f
      Entscheidungstext OGH 26.06.2003 2 Ob 132/03f
      Vgl; Beisatz: Hier: Das - wenn auch nicht unter § 68 Abs 2 StVO fallende - Nebeneinanderfahren von bevorrangten Radfahrern verpflichtet diese noch nicht zu ständiger Bremsbereitschaft. (T5)
    • 2 Ob 40/08h
      Entscheidungstext OGH 26.06.2008 2 Ob 40/08h
      Auch; nur: Eine rechtzeitige erkennbare unklare Verkehrslage erfordert besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. (T6)
      Beisatz: Hier: Nebenfahrbahn mit Zeichen „Vorrang geben" gegenüber einem einmündenden Radweg. (T7)
    • 2 Ob 119/08a
      Entscheidungstext OGH 17.12.2008 2 Ob 119/08a
      Auch; nur T6
    • 2 Ob 177/11k
      Entscheidungstext OGH 15.05.2012 2 Ob 177/11k
      Auch; nur T6; Beisatz: Hier: Eine schwierig zu beurteilende Vorrangsituation verpflichtet zu besonderer Aufmerksamkeit. (T8)
      Beisatz: Hier: Kreisverkehr. (T9)
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Unklare Verkehrslage für den Lenker eines Sondertransports, dem nicht verborgen geblieben sein konnte, dass der Lenker des entgegenkommenden Fahrzeugs die Warnhinweise des Transportbegleiters nicht in der gebotenen Weise beachtete. (T10)
    • 2 Ob 239/12d
      Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 239/12d
      Auch; nur T6; Beis wie T8
    • 2 Ob 212/13k
      Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 212/13k
      nur: Eine rechtzeitige erkennbare unklare Verkehrslage erfordert nicht nur besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr, sondern verlangt auch Bremsbereitschaft und Einhaltung einer entsprechenden Geschwindigkeit. (T11)
      Beisatz: Hier: Sicht auf gesetzmäßig angebrachtes Vorrangzeichen durch „mobilen Baucontainer“ behindert. (T12)
    European Case Law Identifier (ECLI)
    ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0073128
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    23.09.2014
    Dokumentnummer
    JJR_19620904_OGH0002_0110OS00162_6200000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob315/62
    11Os123/62
    2O...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0073429
    Geschäftszahl
    2Ob315/62; 11Os123/62; 2Ob391/61; 2Ob89/58; 2Ob139/58; 11Os230/62; 9Os268/61; 11Os2/64; 11Os37/65; 11Os85/65; 11Os110/66; 11Os105/65; 11Os23/62; 9Os307/59; 2Ob697/59; 5Os408/56; 2Ob160/57; 9Os304/58; 11Os145/65; 11Os102/66; 2Ob80/67; 2Ob268/67; 2Ob299/68; 11Os133/68; 11Os49/70; 11Os191/71; 2Ob138/74; 8Ob228/74; 2Ob1/76; 9Os17/78 (9Os18/78); 2Ob160/78; 8Ob79/80; 8Ob250/80; 8Ob289/81; 16Os40/91; 2Ob16/92; 2Ob68/94; 11Os57/00 (11Os58/00); 2Ob278/06f; 2Ob19/12a; 2Ob175/13v
    Entscheidungsdatum
    22.11.1962
    Norm
    StVO 1960 §3 A2
    Rechtssatz

    Der Vertrauensgrundsatz wird dadurch eingeschränkt, dass derjenige Verkehrsteilnehmer, der das vorschriftswidrige Verhalten des anderen erkannte, nicht darauf vertrauen darf, dass sich dieser in weiterer Folge doch noch richtig verhalten werde. Vielmehr ist er verpflichtet, der sich daraus ergebenden Gefahr sogleich zu begegnen und alles zu tun, um einen Schaden zu vermeiden oder die Auswirkungen dieser Gefahr möglichst herabzusetzen.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 315/62
      Entscheidungstext OGH 22.11.1962 2 Ob 315/62
      Veröff: EvBl 1963/69 S 99
    • 11 Os 123/62
      Entscheidungstext OGH 27.09.1962 11 Os 123/62
      Auch; Veröff: ZVR 1963/4 S 12
    • 2 Ob 391/61
      Entscheidungstext OGH 06.10.1961 2 Ob 391/61
      nur: Der Vertrauensgrundsatz wird dadurch eingeschränkt, dass derjenige Verkehrsteilnehmer, der das vorschriftswidrige Verhalten des anderen erkannte, nicht darauf vertrauen darf, dass sich dieser in weiterer Folge doch noch richtig verhalten werde. (T1) Beisatz: Das Verkehrswidrige Verhalten des anderen Verkehrsteilnehmers muss deutlich erkennbar geworden sein. (T2) Veröff: ZVR 1962/37 S 39
    • 2 Ob 89/58
      Entscheidungstext OGH 19.03.1958 2 Ob 89/58
      nur T1
    • 2 Ob 139/58
      Entscheidungstext OGH 07.05.1958 2 Ob 139/58
      nur T1; Veröff: ZVR 1959/53 S 66
    • 11 Os 230/62
      Entscheidungstext OGH 23.10.1962 11 Os 230/62
      Beisatz: Überschreiten der Kreuzung in der Diagonale mit gesenktem Kopf. (T3) Veröff: ZVR 1963/84 S 98
    • 9 Os 268/61
      Entscheidungstext OGH 19.10.1961 9 Os 268/61
      nur T1; Veröff: ZVR 1962/74 S 67
    • 11 Os 2/64
      Entscheidungstext OGH 05.03.1964 11 Os 2/64
      Veröff: ZVR 1964/243 S 291
    • 11 Os 37/65
      Entscheidungstext OGH 29.04.1965 11 Os 37/65
      nur T1; Beisatz: Rechtzeitiges Erkennenkönnen des vorschriftswidrigen Verhaltens des anderen bei entsprechender Aufmerksamkeit schließt Vertrauen aus. (T4) Veröff: EvBl 1965/449 S 660 = ZVR 1965/267 S 325
    • 11 Os 85/65
      Entscheidungstext OGH 20.05.1965 11 Os 85/65
    • 11 Os 110/66
      Entscheidungstext OGH 14.07.1966 11 Os 110/66
      nur T1; Veröff: EvBl 1966/496 S 629 = ZVR 1967/83 S 93
    • 11 Os 105/65
      Entscheidungstext OGH 09.09.1965 11 Os 105/65
      Beisatz: Zumutbare Reaktion muss möglich sein. (T5) Veröff: ZVR 1966/174 S 179
    • 11 Os 23/62
      Entscheidungstext OGH 19.01.1962 11 Os 23/62
      nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1962/163 S 155
    • 9 Os 307/59
      Entscheidungstext OGH 14.01.1960 9 Os 307/59
      nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1960/323 S 225
    • 2 Ob 697/59
      Entscheidungstext OGH 19.01.1960 2 Ob 697/59
      nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1960/244 S 174
    • 5 Os 408/56
      Entscheidungstext OGH 29.06.1956 5 Os 408/56
      nur T1; Veröff: SSt XXVII/40 = ZVR 1957/51 S 67
    • 2 Ob 160/57
      Entscheidungstext OGH 04.09.1957 2 Ob 160/57
      nur T1; Veröff: ZVR 1958/41 S 53
    • 9 Os 304/58
      Entscheidungstext OGH 03.03.1959 9 Os 304/58
      nur T1; Veröff: ZVR 1959/194 S 190
    • 11 Os 145/65
      Entscheidungstext OGH 28.09.1965 11 Os 145/65
      Veröff: ZVR 1966/223 S 215
    • 11 Os 102/66
      Entscheidungstext OGH 13.10.1966 11 Os 102/66
      nur T1
    • 2 Ob 80/67
      Entscheidungstext OGH 13.04.1967 2 Ob 80/67
      nur T1
    • 2 Ob 268/67
      Entscheidungstext OGH 12.10.1967 2 Ob 268/67
      nur T1
    • 2 Ob 299/68
      Entscheidungstext OGH 24.10.1968 2 Ob 299/68
      Beis wie T2
    • 11 Os 133/68
      Entscheidungstext OGH 30.01.1969 11 Os 133/68
      nur T1
    • 11 Os 49/70
      Entscheidungstext OGH 30.06.1970 11 Os 49/70
      nur T1; Beis wie T2
    • 11 Os 191/71
      Entscheidungstext OGH 15.11.1971 11 Os 191/71
      Beisatz: Wenn nicht triftige Anhaltspunkte für die rechtzeitige Korrektur des Fehlverhaltens sprechen. (T6) Veröff: EvBl 1972/118 S 213 = RZ 1972,28 = VJ 1972/4 S 8 = ZVR 1972/58 S 88
    • 2 Ob 138/74
      Entscheidungstext OGH 09.05.1974 2 Ob 138/74
      Beis wie T4
    • 8 Ob 228/74
      Entscheidungstext OGH 07.01.1975 8 Ob 228/74
      nur T1; Veröff: ZVR 1975/178 S 261
    • 2 Ob 1/76
      Entscheidungstext OGH 29.01.1976 2 Ob 1/76
      nur T1; Beis wie T6; Veröff: ZVR 1976/246 S 275
    • 9 Os 17/78
      Entscheidungstext OGH 28.02.1978 9 Os 17/78
      nur T1; Beisatz: Das verkehrswidrige Verhalten muss eindeutig und augenfällig erkennbar sein. (T7) Veröff: ZVR 1978/193 S 218
    • 2 Ob 160/78
      Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 160/78
      nur T1
    • 8 Ob 79/80
      Entscheidungstext OGH 11.09.1980 8 Ob 79/80
      Vgl auch; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1981/106 S 142
    • 8 Ob 250/80
      Entscheidungstext OGH 29.01.1981 8 Ob 250/80
      nur T1; Veröff: ZVR 1982/3 S 6
    • 8 Ob 289/81
      Entscheidungstext OGH 13.05.1982 8 Ob 289/81
      nur T1; Beisatz: Eine für ein Abbiegemanöver zu hohe Geschwindigkeit. (T8)
    • 16 Os 40/91
      Entscheidungstext OGH 20.09.1991 16 Os 40/91
      Vgl auch; nur T1; Veröff: EvBl 1992/47 S 198 = JBl 1992,538 = ZVR 1992/63 S 134
    • 2 Ob 16/92
      Entscheidungstext OGH 25.03.1992 2 Ob 16/92
      nur T1; Beis wie T2; Veröff: ZVR 1992/144 S 331
    • 2 Ob 68/94
      Entscheidungstext OGH 13.10.1994 2 Ob 68/94
      nur T1
    • 11 Os 57/00
      Entscheidungstext OGH 01.08.2000 11 Os 57/00
      Auch; nur T1
    • 2 Ob 278/06f
      Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 278/06f
      Auch; nur T1
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Auch; nur T1; Auch Beis wie T4; Beisatz: Der Vertrauensgrundsatz kommt demjenigen nicht zugute, der das unrichtige oder zumindest bedenkliche Verhalten des anderen Verkehrsteilnehmers rechtzeitig erkennen hätte können. (T9)
    • 2 Ob 175/13v
      Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 175/13v
      Auch; nur T1; Beis wie T9
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    05.11.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19621122_OGH0002_0020OB00315_6200000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob384/70
    2Ob21/72 (2Ob2...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0073513
    Geschäftszahl
    2Ob384/70; 2Ob21/72 (2Ob22/72); 11Os130/72; 2Ob191/77; 2Ob69/79; 8Ob211/80; 2Ob384/70; 2Ob126/81; 2Ob108/81; 8Ob296/81; 8Ob94/82; 8Ob138/82; 2Ob2/83; 8Ob17/83; 8Ob155/83; 8Ob170/83; 2Ob21/89; 2Ob16/92; 2Ob72/92; 2Ob17/93; 2Ob278/06f; 2Ob19/12a; 2Ob175/13v
    Entscheidungsdatum
    15.04.1971
    Norm
    StVO §3 A2
    StVO §16 Abs1 lita
    Rechtssatz

    Jede unklare Verkehrssituation ist im bedenklichen Sinne auszulegen; insbesondere ist ihr auch durch Abstehen von einem Überholmanöver Rechnung zu tragen (so schon ZVR 1966/92).

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 384/70
      Entscheidungstext OGH 15.04.1971 2 Ob 384/70
    • 2 Ob 21/72
      Entscheidungstext OGH 22.06.1972 2 Ob 21/72
      Veröff: ZVR 1973/172 S 232
    • 11 Os 130/72
      Entscheidungstext OGH 06.10.1972 11 Os 130/72
      Beisatz: Im Zweifel ist eine Situation immer als bedenklich anzusehen. (T1)
    • 2 Ob 191/77
      Entscheidungstext OGH 20.10.1977 2 Ob 191/77
      Veröff: ZVR 1978/100 S 175
    • 2 Ob 69/79
      Entscheidungstext OGH 29.05.1979 2 Ob 69/79
      Auch; Beisatz: Oder wenigstens durch Abgabe von Warnzeichen. (T2)
    • 8 Ob 211/80
      Entscheidungstext OGH 29.01.1981 8 Ob 211/80
      Auch; Beis wie T2
    • 2 Ob 384/70
      Entscheidungstext OGH 10.03.1981 2 Ob 384/70
    • 2 Ob 126/81
      Entscheidungstext OGH 16.06.1981 2 Ob 126/81
      Auch; Beis wie T1
    • 2 Ob 108/81
      Entscheidungstext OGH 30.06.1981 2 Ob 108/81
    • 8 Ob 296/81
      Entscheidungstext OGH 25.02.1982 8 Ob 296/81
      Veröff: ZVR 1983/25 S 39
    • 8 Ob 94/82
      Entscheidungstext OGH 29.04.1982 8 Ob 94/82
      Veröff: ZVR 1983/174 S 238
    • 8 Ob 138/82
      Entscheidungstext OGH 08.07.1982 8 Ob 138/82
    • 2 Ob 2/83
      Entscheidungstext OGH 08.03.1983 2 Ob 2/83
      nur: Jede unklare Verkehrssituation ist im bedenklichen Sinne auszulegen. (T3)
    • 8 Ob 17/83
      Entscheidungstext OGH 21.04.1983 8 Ob 17/83
      nur T3; Beisatz: Am Straßenrand bei einem Fußgeherübergang stehende alte Frau, die hinüberwinkt und auch hinüberruft. (T4) Veröff: ZVR 1984/215 S 223
    • 8 Ob 155/83
      Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 155/83
      nur T3; Beisatz: Und ihr durch Unterlassung riskanter Fahrmanöver Rechnung zu tragen. (T5)
    • 8 Ob 170/83
      Entscheidungstext OGH 16.02.1984 8 Ob 170/83
    • 2 Ob 21/89
      Entscheidungstext OGH 23.05.1989 2 Ob 21/89
      Beis wie T2
    • 2 Ob 16/92
      Entscheidungstext OGH 25.03.1992 2 Ob 16/92
      Veröff: ZVR 1992/144 S 331
    • 2 Ob 72/92
      Entscheidungstext OGH 25.03.1993 2 Ob 72/92
      nur T3
    • 2 Ob 17/93
      Entscheidungstext OGH 15.04.1993 2 Ob 17/93
    • 2 Ob 278/06f
      Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 278/06f
      Auch; Beisatz: Und ihr durch geeignete Maßnahmen Rechnung zu tragen. (T6)
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      nur T3; Beisatz: Hier: Unklare Verkehrslage für den Lenker eines Sondertransports, dem nicht verborgen geblieben sein konnte, dass der Lenker des entgegenkommenden Fahrzeugs die Warnhinweise des Transportbegleiters nicht in der gebotenen Weise beachtete. (T7)
    • 2 Ob 175/13v
      Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 175/13v
      Auch; nur T3; Beisatz: Umgekehrt ist klar, dass nicht jedes rechtswidrige Verhalten eines Verkehrsteilnehmers für andere Verkehrsteilnehmer eine unklare Verkehrslage schafft. (T8)
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    05.11.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19710415_OGH0002_0020OB00384_7000000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob422/70
    2Ob38/75
    8Ob2...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0027767
    Geschäftszahl
    2Ob422/70; 2Ob38/75; 8Ob25/80; 8Ob8/84; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    24.06.1971
    Norm
    ABGB §1311 IIb
    KFG 1955 §84 Abs1
    KFG 1967 §101
    Rechtssatz

    Die kraftfahrrechtlichen Bestimmungen über die zulässige Beladung eines Kraftfahrzeuges sind zwar in erster Linie auf die Verhütung von Unfällen abgestellt, doch liegt die Geringhaltung von Schäden noch im Zweckbereich der Norm (Vermehrung der Anstoßwucht).

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 422/70
      Entscheidungstext OGH 24.06.1971 2 Ob 422/70
    • 2 Ob 38/75
      Entscheidungstext OGH 17.04.1975 2 Ob 38/75
      Auch; Veröff: ZVR 1976/102 S 115
    • 8 Ob 25/80
      Entscheidungstext OGH 26.06.1980 8 Ob 25/80
      Vgl auch
    • 8 Ob 8/84
      Entscheidungstext OGH 10.05.1984 8 Ob 8/84
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Auch; Beisatz: Die Bestimmungen über die verkehrssichere Verwahrung der Ladung sind Schutznormen iSd § 1311 ABGB, deren (primärer) Schutzzweck auf die Vermeidung einer Schädigung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gerichtet ist. (T1)
    Schlagworte
    Auto Pkw Kfz
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19710624_OGH0002_0020OB00422_7000000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob213/72
    8Ob74/85
    2Ob1...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0074786
    Geschäftszahl
    2Ob213/72; 8Ob74/85; 2Ob137/89; 2Ob112/11a; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    25.01.1973
    Norm
    StVO §20 IB1
    StVO §20 IC1
    StVO §49
    StVO §50 Z16
    Rechtssatz

    Ein Gefahrenzeichen verpflichtet zur Anpassung an die angekündigte Gefahr, nicht jedoch unter allen Umständen zur Verminderung der Geschwindigkeit. Mitunter wird es genügen, sich zu vergewissern, ob die angekündigte Gefahr auch tatsächlich gegeben ist.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 213/72
      Entscheidungstext OGH 25.01.1973 2 Ob 213/72
      Veröff: ZVR 1974/136 S 210
    • 8 Ob 74/85
      Entscheidungstext OGH 18.12.1985 8 Ob 74/85
      Beisatz: Hier: Mit Gefahrenzeichen angekündigte unübersichtliche Campingplatzausfahrt. (T1) Veröff: ZVR 1987/22 S 75
    • 2 Ob 137/89
      Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 137/89
      nur: Ein Gefahrenzeichen verpflichtet zur Anpassung an die angekündigte Gefahr, nicht jedoch unter allen Umständen zur Verminderung der Geschwindigkeit. (T2) Veröff: ZVR 1990/150 S 366
    • 2 Ob 112/11a
      Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 112/11a
      nur T2
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      nur: Ein Gefahrenzeichen verpflichtet zur Anpassung an die angekündigte Gefahr. (T3); Beisatz: Hier ein am Begleitfahrzeug eines Sondertransport angebrachtes Gefahrenzeichen nach § 50 Z 16 StVO („Andere Gefahren“). (T4)
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19730125_OGH0002_0020OB00213_7200000_003
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob213/72
    2Ob145/78
    8Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0075436
    Geschäftszahl
    2Ob213/72; 2Ob145/78; 8Ob74/85; 2Ob137/89; 2Ob112/11a; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    25.01.1973
    Norm
    StVO §49
    Rechtssatz

    Das Vorhandensein eines Gefahrenzeichens verpflichtet den Kraftfahrer zu einer erhöhten Reaktionsbereitschaft; sein Verhalten hat sich nach den Besonderheiten der angekündigten Gefahren zu richten.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 213/72
      Entscheidungstext OGH 25.01.1973 2 Ob 213/72
      Veröff: ZVR 1974/136 S 210
    • 2 Ob 145/78
      Entscheidungstext OGH 12.10.1978 2 Ob 145/78
      Veröff: ZVR 1979/296 S 359
    • 8 Ob 74/85
      Entscheidungstext OGH 18.12.1985 8 Ob 74/85
      Beisatz: Hier: Mit Gefahrenzeichen angekündigte unübersichtliche Campingplatzausfahrt. (T1) Veröff: ZVR 1987/22 S 75
    • 2 Ob 137/89
      Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 137/89
      Veröff: ZVR 1990/150 S 366
    • 2 Ob 112/11a
      Entscheidungstext OGH 16.09.2011 2 Ob 112/11a
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Beisatz: Hier ein am Begleitfahrzeug eines Sondertransport angebrachtes Gefahrenzeichen nach § 50 Z 16 StVO („Andere Gefahren“). (T2)
    Schlagworte
    Auto
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19730125_OGH0002_0020OB00213_7200000_004
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 1Ob7/73
    1Ob2/84 (1Ob3/84...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0022831
    Geschäftszahl
    1Ob7/73; 1Ob2/84 (1Ob3/84); 1Ob10/87; 5Ob242/02b; 8Ob78/07i; 1Ob214/08i; 4Ob151/10z; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    31.01.1973
    Norm
    ABGB §1295 ff Ia3a
    ABGB §1304 A
    Rechtssatz

    Auch für eine Schadensteilung wegen eigenen Verschuldens des Geschädigten ist Voraussetzung, dass das Verschulden für den Schadenseintritt kausal war.

    Entscheidungstexte
    • 1 Ob 7/73
      Entscheidungstext OGH 31.01.1973 1 Ob 7/73
    • 1 Ob 2/84
      Entscheidungstext OGH 22.02.1984 1 Ob 2/84
      Auch; Beisatz: Ebenso ist Adäquanz des Geschehensablaufs auch auf seiten des Geschädigten erforderlich. (T1)
    • 1 Ob 10/87
      Entscheidungstext OGH 25.03.1987 1 Ob 10/87
      Beis wie T1; Veröff: EvBl 1987/146 S 535 = JBl 1987,583
    • 5 Ob 242/02b
      Entscheidungstext OGH 28.01.2003 5 Ob 242/02b
      Auch; Beisatz: Eine für die Entwicklung des Schadens nicht kausal gewordene spätere Pflichtverletzung des Geschädigten kann einen Mitverschuldenseinwand nicht begründen. (T2)
    • 8 Ob 78/07i
      Entscheidungstext OGH 22.11.2007 8 Ob 78/07i
      Auch; Beisatz: Das Mitverschulden im Sinne des § 1304 ABGB wird als Sorglosigkeit im Umgang mit eigenen Rechtsgütern charakterisiert. Dabei kommt dem „Mitverschulden" Relevanz nur zu, soferne es kausal ist. Überdies bedarf es eines Mitverschuldenszusammenhangs und der Adäquanz. (T3); Beisatz: Hier: Weiterveräußerung von unter Eigentumsvorbehalt von der Klägerin an den Käufer verkauften Fahrzeugen durch den beklagten Autohändler, der die Fahrzeuge vom Käufer unter verdächtigen Umständen erworben hatte, wobei die Klägerin, die sich mit dem Einblick in selbstgestempelte Überweisungsbelege begnügte, selbst sorglos handelte (Verschuldensteilung 1:1). (T4)
    • 1 Ob 214/08i
      Entscheidungstext OGH 25.11.2008 1 Ob 214/08i
      Auch; Beis wie T3 nur: Überdies bedarf es eines Mitverschuldenszusammenhangs. (T5); Beisatz: Hier: Verletzung eines ohne Schutzhandschuhe fahrenden Snowboarders an einem als Produktfehler zu qualifizierenden Spalt einer Snowboardrampe. Mitverschulden des Snowboarders wegen Unterlassen der Verwendung von Handschuhen mangels Mitverschuldenszusammenhangs verneint. (T6)
    • 4 Ob 151/10z
      Entscheidungstext OGH 18.01.2011 4 Ob 151/10z
      Auch
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Vgl auch; Auch Beis wie T5
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19730131_OGH0002_0010OB00007_7300000_002
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob163/73
    2Ob344/74
    8Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0027389
    Geschäftszahl
    2Ob163/73; 2Ob344/74; 8Ob23/75; 8Ob39/75; 8Ob32/75 (8Ob33/75, 8Ob34/75); 2Ob188/75; 2Ob61/77; 8Ob76/77; 8Ob38/78; 2Ob15/78; 8Ob84/78; 8Ob73/78; 8Ob63/79; 8Ob73/79; 8Ob128/79; 8Ob242/79; 8Ob303/79; 8Ob26/80; 8Ob79/80; 2Ob241/80; 8Ob285/80; 8Ob252/80; 8Ob205/80; 8Ob35/81; 8Ob116/81; 8Ob161/81; 8Ob108/81; 8Ob26/82; 8Ob185/81; 8Ob20/82; 8Ob150/82; 8Ob313/81; 8Ob261/82; 2Ob18/83; 8Ob11/83; 8Ob31/83; 8Ob26/83; 8Ob80/83; 8Ob243/82; 8Ob122/83; 8Ob145/83; 8Ob16/84; 8Ob52/84; 8Ob37/84; 8Ob25/85 (8Ob1015/85); 8Ob27/85; 8Ob20/86; 8Ob47/86; 8Ob60/87; 2Ob64/87; 2Ob41/88; 2Ob58/88; 2Ob48/89; 7Ob625/89; 8Ob530/90; 7Ob82/00k; 3Ob171/05a; 2Ob205/07x; 2Ob63/11w; 2Ob19/12a; 2Ob212/13k
    Entscheidungsdatum
    17.10.1973
    Norm
    ABGB §1304 BI
    Rechtssatz

    Bei der Verschuldensabwägung entscheidet vor allem die Größe und Wahrscheinlichkeit der durch das schuldhafte Verhalten bewirkten Gefahr und die Wichtigkeit der verletzten Vorschrift für die Sicherheit des Verkehrs.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 163/73
      Entscheidungstext OGH 17.10.1973 2 Ob 163/73
    • 2 Ob 344/74
      Entscheidungstext OGH 30.01.1975 2 Ob 344/74
      Veröff: ZVR 1975/162 S 239
    • 8 Ob 23/75
      Entscheidungstext OGH 12.03.1975 8 Ob 23/75
    • 8 Ob 39/75
      Entscheidungstext OGH 19.03.1975 8 Ob 39/75
      Beisatz: Und der Grad der Fahrlässigkeit des einzelnen Verkehrsteilnehmers. (T1) Veröff: ZVR 1976/11 S 16
    • 8 Ob 32/75
      Entscheidungstext OGH 16.04.1975 8 Ob 32/75
    • 2 Ob 188/75
      Entscheidungstext OGH 16.10.1975 2 Ob 188/75
      Beisatz: Und das Ausmaß des Verschuldens selbst. (T2)
    • 2 Ob 61/77
      Entscheidungstext OGH 28.04.1977 2 Ob 61/77
    • 8 Ob 76/77
      Entscheidungstext OGH 15.06.1977 8 Ob 76/77
    • 8 Ob 38/78
      Entscheidungstext OGH 29.03.1978 8 Ob 38/78
      Veröff: ZVR 1978/314 S 367
    • 2 Ob 15/78
      Entscheidungstext OGH 30.03.1978 2 Ob 15/78
    • 8 Ob 84/78
      Entscheidungstext OGH 17.05.1978 8 Ob 84/78
      Beisatz: In der Wertung für die Schadensaufteilung ist daher auch der Grad der Adäquität zwischen der jeweiligen Schadenshandlung und dem eingetretenen Erfolg einzubeziehen. (T3) Veröff: ZVR 1979/10 S 13
    • 8 Ob 73/78
      Entscheidungstext OGH 28.06.1978 8 Ob 73/78
      Beisatz: Mitverschulden durch Nichtanlegen von Sicherheitsgurten. (T4) Veröff: EvBl 1978/203 S 631 = ZVR 1979/97 S 110 = JBl 1979,599
    • 8 Ob 63/79
      Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 63/79
    • 8 Ob 73/79
      Entscheidungstext OGH 25.05.1979 8 Ob 73/79
    • 8 Ob 128/79
      Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 128/79
    • 8 Ob 242/79
      Entscheidungstext OGH 08.11.1979 8 Ob 242/79
    • 8 Ob 303/79
      Entscheidungstext OGH 20.03.1980 8 Ob 303/79
    • 8 Ob 26/80
      Entscheidungstext OGH 22.05.1980 8 Ob 26/80
      Veröff: ZVR 1980/333 S 365
    • 8 Ob 79/80
      Entscheidungstext OGH 11.09.1980 8 Ob 79/80
    • 2 Ob 241/80
      Entscheidungstext OGH 03.03.1981 2 Ob 241/80
      nur: Bei der Verschuldensabwägung entscheidet vor allem die Größe und Wahrscheinlichkeit der durch das schuldhafte Verhalten bewirkten Gefahr. (T5)
    • 8 Ob 285/80
      Entscheidungstext OGH 12.03.1981 8 Ob 285/80
      Beis wie T1; Beisatz: Unfall infolge Straßenverschmutzung durch Stallmist. (T6) Veröff: ZVR 1982/159 S 140
    • 8 Ob 252/80
      Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 252/80
    • 8 Ob 205/80
      Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 205/80
      Veröff: ZVR 1982/257 S 229
    • 8 Ob 35/81
      Entscheidungstext OGH 04.06.1981 8 Ob 35/81
      nur T5; Beis wie T1; Beisatz: Tätigkeit eines Liftwartes. (T7)
    • 8 Ob 116/81
      Entscheidungstext OGH 10.09.1981 8 Ob 116/81
      Beis wie T1; Veröff: ZVR 1982/350 S 295
    • 8 Ob 161/81
      Entscheidungstext OGH 15.10.1981 8 Ob 161/81
    • 8 Ob 108/81
      Entscheidungstext OGH 19.11.1981 8 Ob 108/81
      Veröff: ZVR 1982/217 S 207
    • 8 Ob 26/82
      Entscheidungstext OGH 25.03.1982 8 Ob 26/82
    • 8 Ob 185/81
      Entscheidungstext OGH 11.03.1982 8 Ob 185/81
      Beisatz: Vorrangverletzung gegenüber Verstoß gegen die Beleuchtungsvorschriften. (T8) Veröff: ZVR 1983/301 S 335
    • 8 Ob 20/82
      Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 20/82
    • 8 Ob 150/82
      Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 150/82
      Beis wie T1; Veröff: ZVR 1983/257 S 294
    • 8 Ob 313/81
      Entscheidungstext OGH 01.07.1982 8 Ob 313/81
    • 8 Ob 261/82
      Entscheidungstext OGH 02.12.1982 8 Ob 261/82
    • 2 Ob 18/83
      Entscheidungstext OGH 01.02.1983 2 Ob 18/83
      nur T5
    • 8 Ob 11/83
      Entscheidungstext OGH 07.04.1983 8 Ob 11/83
    • 8 Ob 31/83
      Entscheidungstext OGH 05.05.1983 8 Ob 31/83
    • 8 Ob 26/83
      Entscheidungstext OGH 19.05.1983 8 Ob 26/83
      Veröff: ZVR 1984/140 S 147
    • 8 Ob 80/83
      Entscheidungstext OGH 23.06.1983 8 Ob 80/83
      Beis wie T1
    • 8 Ob 243/82
      Entscheidungstext OGH 07.07.1983 8 Ob 243/82
    • 8 Ob 122/83
      Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 122/83
      Veröff: ZVR 1984/337 S 368
    • 8 Ob 145/83
      Entscheidungstext OGH 01.03.1984 8 Ob 145/83
      Veröff: ZVR 1985/1 S 10
    • 8 Ob 16/84
      Entscheidungstext OGH 29.03.1984 8 Ob 16/84
    • 8 Ob 52/84
      Entscheidungstext OGH 17.10.1984 8 Ob 52/84
      Beis wie T1; Veröff: ZVR 1985/156 S 303
    • 8 Ob 37/84
      Entscheidungstext OGH 17.01.1985 8 Ob 37/84
      Veröff: ZVR 1986/4 S 19
    • 8 Ob 25/85
      Entscheidungstext OGH 19.06.1985 8 Ob 25/85
      Veröff: ZVR 1986/20 S 83
    • 8 Ob 27/85
      Entscheidungstext OGH 18.09.1985 8 Ob 27/85
      Veröff: ZVR 1986/151 S 372
    • 8 Ob 20/86
      Entscheidungstext OGH 10.07.1986 8 Ob 20/86
      Beis wie T1
    • 8 Ob 47/86
      Entscheidungstext OGH 04.12.1986 8 Ob 47/86
      Veröff: ZVR 1987/125 S 368
    • 8 Ob 60/87
      Entscheidungstext OGH 21.10.1987 8 Ob 60/87
      nur T5
    • 2 Ob 64/87
      Entscheidungstext OGH 24.11.1987 2 Ob 64/87
      Veröff: ZVR 1988/97 S 220
    • 2 Ob 41/88
      Entscheidungstext OGH 10.05.1988 2 Ob 41/88
      Veröff: ZVR 1988/172 S 374
    • 2 Ob 58/88
      Entscheidungstext OGH 14.06.1988 2 Ob 58/88
      Beis wie T1
    • 2 Ob 48/89
      Entscheidungstext OGH 23.05.1989 2 Ob 48/89
      Beis wie T1
    • 7 Ob 625/89
      Entscheidungstext OGH 06.07.1989 7 Ob 625/89
      nur T5; Veröff: VersR 1990,644
    • 8 Ob 530/90
      Entscheidungstext OGH 09.03.1990 8 Ob 530/90
      Veröff: ZVR 1990/133 S 340
    • 7 Ob 82/00k
      Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 82/00k
    • 3 Ob 171/05a
      Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 171/05a
      Beis wie T1
    • 2 Ob 205/07x
      Entscheidungstext OGH 15.11.2007 2 Ob 205/07x
      Veröff: SZ 2007/179
    • 2 Ob 63/11w
      Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 63/11w
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    • 2 Ob 212/13k
      Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 212/13k
      Beisatz: Im Allgemeinen und im konkreten Fall. (T9)
    European Case Law Identifier (ECLI)
    ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0027389
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    16.09.2014
    Dokumentnummer
    JJR_19731017_OGH0002_0020OB00163_7300000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob283/75
    2Ob212/77
    2Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0027803
    Geschäftszahl
    2Ob283/75; 2Ob212/77; 2Ob210/80; 1Ob33/80; 2Ob172/81; 8Ob268/81; 8Ob173/82; 8Ob288/82; 1Ob29/83; 8Ob74/86; 8Ob71/87; 2Ob128/88; 2Ob137/89; 2Ob11/91; 1Ob24/94; 1Ob6/95; 1Ob2183/96b; 2Ob355/97p; 2Ob123/08i; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    29.01.1976
    Norm
    ABGB §1311 IIb
    StVO §7 Abs1 Ia
    Rechtssatz

    Die Normen der Straßenverkehrsordnung sind grundsätzlich Schutzvorschriften im Sinne des § 1311 ABGB.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 283/75
      Entscheidungstext OGH 29.01.1976 2 Ob 283/75
      Veröff: ZVR 1976/292 S 304
    • 2 Ob 212/77
      Entscheidungstext OGH 22.12.1977 2 Ob 212/77
      Beisatz: Hier: § 7 Abs 1 StVO. Der Zweck dieser Vorschrift liegt nicht nur darin, Kollisionen mit dem Gegenverkehrs zu vermeiden, sondern auch Auffahrunfälle zu verhindern. (T1) Veröff: ZVR 1978/274 S 336
    • 2 Ob 210/80
      Entscheidungstext OGH 16.12.1980 2 Ob 210/80
      Auch; Veröff: ZVR 1981/152 S 207
    • 1 Ob 33/80
      Entscheidungstext OGH 28.01.1981 1 Ob 33/80
      Veröff: SZ 54/12 = ZVR 1982,154
    • 2 Ob 172/81
      Entscheidungstext OGH 15.12.1981 2 Ob 172/81
      Auch; Beisatz: Schutzzweck des § 7 StVO besteht auch darin, den Gefahren eines von rechts kommenden Verkehrs zu begegnen. (T2)
    • 8 Ob 268/81
      Entscheidungstext OGH 15.04.1982 8 Ob 268/81
      Veröff: ZVR 1983/206 S 262
    • 8 Ob 173/82
      Entscheidungstext OGH 02.09.1982 8 Ob 173/82
      ZVR 1983/67 S 110
    • 8 Ob 288/82
      Entscheidungstext OGH 27.01.1983 8 Ob 288/82
      Auch
    • 1 Ob 29/83
      Entscheidungstext OGH 21.09.1983 1 Ob 29/83
      Veröff: SZ 56/134 = ZVR 1984/256 S 263
    • 8 Ob 74/86
      Entscheidungstext OGH 12.02.1987 8 Ob 74/86
      Veröff: ZVR 1988/41 S 106
    • 8 Ob 71/87
      Entscheidungstext OGH 05.11.1987 8 Ob 71/87
      Auch; Veröff: ZVR 1988/85 S 206
    • 2 Ob 128/88
      Entscheidungstext OGH 08.11.1988 2 Ob 128/88
      Beisatz: Hier: § 52 Z 22 StVO. (T3)
    • 2 Ob 137/89
      Entscheidungstext OGH 28.11.1989 2 Ob 137/89
      Veröff: ZVR 1990/150 S 366
    • 2 Ob 11/91
      Entscheidungstext OGH 10.04.1991 2 Ob 11/91
      Veröff: ZVR 1991/130 S 337
    • 1 Ob 24/94
      Entscheidungstext OGH 14.07.1994 1 Ob 24/94
    • 1 Ob 6/95
      Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 6/95
      Beisatz: Hier: Vorschrift des § 43 Abs 1 lit b Z 2 StVO. (T4) Veröff. SZ 69/15
    • 1 Ob 2183/96b
      Entscheidungstext OGH 03.10.1996 1 Ob 2183/96b
      Beis wie T4 nur: Hier: Vorschrift des § 43 Abs 1 lit b StVO. (T5)
    • 2 Ob 355/97p
      Entscheidungstext OGH 24.09.1999 2 Ob 355/97p
      Beisatz: Hier: § 65 StVO. (T6)
    • 2 Ob 123/08i
      Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 123/08i
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Vgl; Beisatz: Hier: § 97 Abs 4 StVO. (T7)
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19760129_OGH0002_0020OB00283_7500000_002
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob223/76
    8Ob123/82
    8Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0074601
    Geschäftszahl
    2Ob223/76; 8Ob123/82; 8Ob88/82; 8Ob52/83; 8Ob185/83 (8Ob186/83); 8Ob52/84; 8Ob35/84; 8Ob4/85 (8Ob5/85); 2Ob57/88; 2Ob143/88 (2Ob144/88); 2Ob114/09t; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    18.11.1976
    Norm
    StVO §20 Abs1 IA6
    Rechtssatz

    Nimmt ein Fahrzeuglenker eine unklare Verkehrslage wahr, dann hat er seine Geschwindigkeit dieser Situation sofort anzupassen, dh in der Regel herabzusetzen, und zwar so weit, dass es ihm möglich ist, bei Erkennen eines Hindernisses vor diesem und ohne Gefährdung von Personen sein Fahrzeug anzuhalten und allenfalls das Hindernis zu umfahren (ZVR 1964/96). Hiebei muss der Fahrer alle Hindernisse in Betracht ziehen, mit denen zu rechnen er bei Beachtung aller gegebenen Umstände begründete Veranlassung hat (ZVR 1967/208).

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 223/76
      Entscheidungstext OGH 18.11.1976 2 Ob 223/76
      Veröff: ZVR 1978/60 S 87
    • 8 Ob 123/82
      Entscheidungstext OGH 17.06.1982 8 Ob 123/82
      Veröff: ZVR 1983/212 S 267
    • 8 Ob 88/82
      Entscheidungstext OGH 14.10.1982 8 Ob 88/82
    • 8 Ob 52/83
      Entscheidungstext OGH 08.09.1983 8 Ob 52/83
      Beisatz: Hier: Erkennbare Gefahrenlage durch Bergung eines beschädigten Fahrzeuges aus einer an die Straße angrenzenden Wiesenfläche auf die Fahrbahn. (T1)
    • 8 Ob 185/83
      Entscheidungstext OGH 16.02.1984 8 Ob 185/83
    • 8 Ob 52/84
      Entscheidungstext OGH 17.10.1984 8 Ob 52/84
      Veröff: ZVR 1985/156 S 303
    • 8 Ob 35/84
      Entscheidungstext OGH 17.01.1985 8 Ob 35/84
      nur: Nimmt ein Fahrzeuglenker eine unklare Verkehrslage wahr, dann hat er seine Geschwindigkeit dieser Situation sofort anzupassen, dh in der Regel herabzusetzen. (T2) Veröff: ZVR 1986/77 S 212
    • 8 Ob 4/85
      Entscheidungstext OGH 25.04.1985 8 Ob 4/85
      nur T2
    • 2 Ob 57/88
      Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 57/88
      nur: Nimmt ein Fahrzeuglenker eine unklare Verkehrslage wahr, dann hat er seine Geschwindigkeit dieser Situation sofort anzupassen, dh in der Regel herabzusetzen, und zwar so weit, dass es ihm möglich ist, bei Erkennen eines Hindernisses vor diesem und ohne Gefährdung von Personen sein Fahrzeug anzuhalten. (T3) Veröff: ZVR 1989/69 S 110
    • 2 Ob 143/88
      Entscheidungstext OGH 06.12.1988 2 Ob 143/88
      nur T3
    • 2 Ob 114/09t
      Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 114/09t
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Unklare Verkehrslage für den Lenker eines Sondertransports, dem nicht verborgen geblieben sein konnte, dass der Lenker des entgegenkommenden Fahrzeugs die Warnhinweise des Transportbegleiters nicht in der gebotenen Weise beachtete. (T4)
    Schlagworte
    Auto
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19761118_OGH0002_0020OB00223_7600000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob91/77
    8Ob190/78
    2Ob4...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0027402
    Geschäftszahl
    2Ob91/77; 8Ob190/78; 2Ob48/80; 8Ob275/80; 8Ob224/81; 7Ob53/82; 8Ob69/87; 7Ob685/87; 2Ob40/88; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    26.05.1977
    Norm
    ABGB §1311 IIb
    KFG §102 Abs1
    KFG §103
    Rechtssatz

    Die §§ 102 Abs 1 und 103 Abs 1 KFG sind Schutznormen im Sinne des § 1311 ABGB, in dessen Zweckbereich die Verhütung von Unfällen und die Geringhaltung von aus Unfällen entspringenden Schäden liegt. Da durch eine Vernachlässigung der dem Lenker nach § 102 Abs 1 KFG auferlegten Verpflichtungen unüberschaubare Gefahren in das Verkehrsgeschehen getragen werden können, ist ein eher strenger Maßstab anzulegen.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 91/77
      Entscheidungstext OGH 26.05.1977 2 Ob 91/77
      Veröff: ZVR 1978/209 S 244
    • 8 Ob 190/78
      Entscheidungstext OGH 20.12.1978 8 Ob 190/78
      nur: Der mit dem Kraftfahrgesetz angestrebte Verwaltungszweck ist der Schutz der öffentlichen Verkehrssicherheit. (T1)
    • 2 Ob 48/80
      Entscheidungstext OGH 06.05.1980 2 Ob 48/80
      Vgl auch; Beisatz: Jedoch ist die schlechte Einstellung des Motors - wodurch es zum Absterben des Motors auf der Kreuzung kam - eine ungleich geringere Gefahr als zB die Benützung von Reifen, die abgefahren sind oder aus denen Luft entweicht. (T2)
    • 8 Ob 275/80
      Entscheidungstext OGH 26.02.1981 8 Ob 275/80
      Auch; nur T1; Beisatz: Die Vorschrift des § 102 Abs 3 erster Satz KFG 1967 wonach der Lenker eines Fahrzeuges die Handhabung und die Wirksamkeit der Betätigungsvorrichtungen des von ihm gelenkten Kraftfahrzeuges kennen muss, stellt eine Schutzvorschrift im Sinne des § 1311 ABGB dar (hier: Verwechslung der Lichthupe mit Fahrtrichtungsanzeiger). (T3)
    • 8 Ob 224/81
      Entscheidungstext OGH 03.12.1981 8 Ob 224/81
      Vgl; Beisatz: Nicht zugelassener landwirtschaftlicher Anhänger beladen mit Strohballen. (T4)
    • 7 Ob 53/82
      Entscheidungstext OGH 24.03.1983 7 Ob 53/82
      nur T1; Veröff: SZ 56/80
    • 8 Ob 69/87
      Entscheidungstext OGH 09.02.1988 8 Ob 69/87
      nur T1; Veröff: ZVR 1988/153 S 336
    • 7 Ob 685/87
      Entscheidungstext OGH 04.02.1988 7 Ob 685/87
      Veröff: VersR 1989,503
    • 2 Ob 40/88
      Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 40/88
      Beisatz: Der Lenker eines Omnibusses hat dafür zu sorgen, dass Fahrgäste seine Sicht durch die Einstiegstür nicht behindern. (T5)
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Vgl; nur: Die §§ 102 Abs 1 und 103 Abs 1 KFG sind Schutznormen im Sinne des § 1311 ABGB, in dessen Zweckbereich die Verhütung von Unfällen und die Geringhaltung von aus Unfällen entspringenden Schäden liegt. (T6)
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19770526_OGH0002_0020OB00091_7700000_002
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 8Ob177/78
    2Ob131/80
    8Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0026838
    Geschäftszahl
    8Ob177/78; 2Ob131/80; 8Ob116/80 (8Ob117/80); 8Ob24/81; 2Ob188/01p; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    21.11.1978
    Norm
    ABGB §1304 A1
    ABGB §1323 D
    ABGB §1325 D2a
    Rechtssatz

    Wird durch die Beschädigung eines Betriebsmittels (hier Lastkraftwagen) der aus einem Unternehmen gezogenen Nutzen vermindert, so gilt dieser nur dann als Verdienstentgang, wenn auch ein wirtschaftlich vertretbarer Einsatz der übrigen Betriebsmittel im Unternehmen des Geschädigten diese Verminderung des Nutzens herbeigeführt hätte.

    Entscheidungstexte
    • 8 Ob 177/78
      Entscheidungstext OGH 21.11.1978 8 Ob 177/78
      Veröff: ZVR 1980/15 S 21
    • 2 Ob 131/80
      Entscheidungstext OGH 04.11.1980 2 Ob 131/80
    • 8 Ob 116/80
      Entscheidungstext OGH 15.12.1980 8 Ob 116/80
      Auch
    • 8 Ob 24/81
      Entscheidungstext OGH 23.04.1981 8 Ob 24/81
      Veröff: ZVR 1982/137 S 110
    • 2 Ob 188/01p
      Entscheidungstext OGH 06.09.2001 2 Ob 188/01p
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Beisatz: Wurden alle während der Reparaturzeit des beschädigten Klagsfahrzeugs anfallenden Aufträge mit einem Ersatzfahrzeug von einer anderen Niederlassung des Klägers durchgeführt, ist ein Verdienstentgang nicht eingetreten. (T1); Beisatz: Daran ändert nichts, dass im Geschäftsbetrieb „insgesamt ein Fahrzeug weniger verfügbar“ war, zumal der Kläger nicht behauptet, dass während der Reparaturzeit auch das Ersatzfahrzeug (mit anderen Aufträgen) ausgelastet gewesen wäre und auch keine sonstigen betriebsinternen Transportkapazitäten vorhanden waren. (T2)
    Schlagworte
    Lkw
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19781121_OGH0002_0080OB00177_7800000_002
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 8Ob190/78
    8Ob248/78
    8Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0027579
    Geschäftszahl
    8Ob190/78; 8Ob248/78; 8Ob41/81; 2Ob99/06g; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.12.1978
    Norm
    ABGB §1311 IIb
    StVO §61
    Rechtssatz

    Die Bestimmung des § 61 StVO stellt eine Schutznorm im Sinne des § 1311 ABGB dar.

    Entscheidungstexte
    • 8 Ob 190/78
      Entscheidungstext OGH 20.12.1978 8 Ob 190/78
    • 8 Ob 248/78
      Entscheidungstext OGH 01.03.1979 8 Ob 248/78
    • 8 Ob 41/81
      Entscheidungstext OGH 04.06.1981 8 Ob 41/81
      Veröff: ZVR 1982/98 S 80
    • 2 Ob 99/06g
      Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 99/06g
      Beisatz: Der Schutzzweck ist auf die Vermeidung einer Schädigung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch eine nicht verkehrssichere Verwahrung der Ladung gerichtet. (T1)
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Auch; Beis wie T1
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19781220_OGH0002_0080OB00190_7800000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob147/82
    2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0075018
    Geschäftszahl
    2Ob147/82; 2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    13.07.1982
    Norm
    StVO §21 Abs1
    StVO §61 Abs1
    Rechtssatz

    Verschuldensteilung 1 : 1, wenn ein Teil die mangelhafte Befestigung der Ladung im Sinne des § 61 Abs 1 StVO zu vertreten, der andere aber nicht nur durch die Unterlassung der Anzeige seiner Fahrtrichtungsänderung die einleitende Unfallsursache gesetzt, sondern darüberhinaus auch noch dadurch den Nachfolgeverkehr getäuscht hat, dass er mangels rechtzeitiger Beachtung des Verkehrs auf der im Zuge seines vorschriftswidrigen Einbiegevorganges zu befahrenden Fläche zu einem plötzlichen und überraschenden Abbremsen gezwungen war.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 147/82
      Entscheidungstext OGH 13.07.1982 2 Ob 147/82
      Veröff: ZVR 1983/236 S 282
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Vgl auch; Beisatz: Der Befestigung des Ladeguts muss mit der Möglichkeit eines „jähen Abbremsens“ aufgrund des verkehrswidrigen Verhaltens eines Dritten gerechnet werden. (T1)
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    14.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_19820713_OGH0002_0020OB00147_8200000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob181/97z
    2Ob76/97h
    2O...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0112234
    Geschäftszahl
    2Ob181/97z; 2Ob76/97h; 2Ob218/98t; 2Ob304/99s; 7Ob82/00k; 2Ob36/00h; 2Ob15/01x; 7Ob276/03v; 2Ob230/04v; 6Ob119/05a; 2Ob15/05m; 2Ob279/05a; 2Ob130/06s; 10Ob35/06d; 2Ob99/06g; 2Ob123/06m; 2Ob52/07x; 2Ob174/06m; 2Ob197/07w; 2Ob283/06s; 2Ob21/07p; 2Ob146/07w; 2Ob18/08y; 2Ob154/08y; 2Ob123/08i; 5Ob276/08m; 2Ob23/09k; 2Ob119/09b; 2Ob205/09z; 2Ob109/10h; 2Ob63/11w; 2Ob152/11h; 2Ob37/12y; 2Ob177/11k; 4Ob46/12m; 2Ob19/12a; 9ObA135/12m; 2Ob211/12m; 2Ob212/13k
    Entscheidungsdatum
    01.07.1999
    Norm
    ABGB §1311 II
    StVO §19 AIIa
    Rechtssatz

    Wird ein Schadenersatzanspruch auf die Verletzung eines Schutzgesetzes gestützt, dann hat der Geschädigte den Schadenseintritt und die Verletzung des Schutzgesetzes als solche zu beweisen. Für Letzteres reicht der Nachweis aus, dass die Schutznorm objektiv übertreten wurde. Der Geschädigte hat demnach den vom Schutzgesetz erfassten Tatbestand, hier also das Bestehen eines Vorrangverhältnisses, zu beweisen; das setzt die Klärung der Frage voraus, welches Fahrzeug aus welcher Straße kam und in welchem Verhältnis die betreffenden Verkehrsflächen zueinander stehen. Da der Erstbeklagte von einem Parkplatz in eine Bundesstraße einfuhr, ist dem Kläger der ihm obliegende Beweis einer Schutzgesetzverletzung gelungen. Ob die Schutzgesetzverletzung auch rechtswidrig ist, ergibt sich erst aus dem Vorliegen eines objektiven Sorgfaltsverstoßes. Den Nachweis, dass ihm die objektive Übertretung des Schutzgesetzes nicht als schutzgesetzbezogenes Verhaltensunrecht anzulasten ist, hat jedoch der Schädiger zu erbringen.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 181/97z
      Entscheidungstext OGH 01.07.1999 2 Ob 181/97z
    • 2 Ob 76/97h
      Entscheidungstext OGH 02.09.1999 2 Ob 76/97h
      Beisatz: Der Schädiger den Beweis dafür zu erbringen hat, dass ihn an der Übertretung des Schutzgesetzes kein Verschulden trifft. (T1)
    • 2 Ob 218/98t
      Entscheidungstext OGH 23.09.1999 2 Ob 218/98t
      nur: Wird ein Schadenersatzanspruch auf die Verletzung eines Schutzgesetzes gestützt, dann hat der Geschädigte den Schadenseintritt und die Verletzung des Schutzgesetzes als solche zu beweisen. Für Letzteres reicht der Nachweis aus, dass die Schutznorm objektiv übertreten wurde. Der Geschädigte hat demnach den vom Schutzgesetz erfassten Tatbestand zu beweisen. Den Nachweis, dass ihm die objektive Übertretung des Schutzgesetzes nicht als schutzgesetzbezogenes Verhaltensunrecht anzulasten ist, hat jedoch der Schädiger zu erbringen. (T2); Beisatz: Hier: § 17 StVO. (T3)
    • 2 Ob 304/99s
      Entscheidungstext OGH 04.11.1999 2 Ob 304/99s
      nur T2
    • 7 Ob 82/00k
      Entscheidungstext OGH 29.05.2000 7 Ob 82/00k
      Vgl auch; Beis wie T1
    • 2 Ob 36/00h
      Entscheidungstext OGH 23.11.2000 2 Ob 36/00h
      Auch; Beis wie T1; Beisatz: Hier: § 11 StVO. (T4)
    • 2 Ob 15/01x
      Entscheidungstext OGH 25.01.2001 2 Ob 15/01x
      nur T2
    • 7 Ob 276/03v
      Entscheidungstext OGH 14.01.2004 7 Ob 276/03v
      Beisatz: Der Geschädigte braucht bloß die objektive Übertretung einer Schutznorm durch den Schädiger zu beweisen. Dem Schädiger ist dann aber der Beweis oblegen, dass er sich entweder vorschriftsmäßig verhalten hat oder dass der Schaden auch im Falle vorschriftsmäßigen Verhaltens eingetreten wäre (rechtmäßiges Alternativverhalten) oder ihn an der Übertretung dieses Schutzgesetzes keine subjektive Sorgfaltswidrigkeit, also kein Verschulden, traf (hier: Unfall auf einer Sommerrodelbahn). (T5)
    • 2 Ob 230/04v
      Entscheidungstext OGH 04.11.2004 2 Ob 230/04v
      Auch; Beisatz: Hier: § 20 PMG. (T6)
    • 6 Ob 119/05a
      Entscheidungstext OGH 06.10.2005 6 Ob 119/05a
      Vgl auch; Beisatz: Erwägungen zum rechtmäßigen Alternativverhalten eines in Betracht kommenden Rückersatzpflichtigen sind im Rückersatzverfahren nicht von Amts wegen anzustellen. Hier: § 21 UVG, § 22 UVG. (T7)
    • 2 Ob 15/05m
      Entscheidungstext OGH 19.01.2006 2 Ob 15/05m
      Auch; Beis wie T1
    • 2 Ob 279/05a
      Entscheidungstext OGH 12.06.2006 2 Ob 279/05a
      Auch; Beisatz: Der Schädiger hat zu beweisen, dass ihm die objektive Übertretung der Schutznorm nicht als schutzbezogenes Verhaltensunrecht anzulasten ist. (T8)
    • 2 Ob 130/06s
      Entscheidungstext OGH 29.06.2006 2 Ob 130/06s
      Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Streupflicht gemäß § 93 StVO. (T9)
    • 10 Ob 35/06d
      Entscheidungstext OGH 17.08.2006 10 Ob 35/06d
      Auch; nur T2
    • 2 Ob 99/06g
      Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 99/06g
      Auch
    • 2 Ob 123/06m
      Entscheidungstext OGH 30.11.2006 2 Ob 123/06m
      Auch; Beisatz: Hier: Die Fahrbahn im Bereich der Unfallstelle wurde durch ein vom Bestandobjekt der beklagten Partei austretendes Gemisch aus Wasser und gebrauchtem Speiseöl verunreinigt, was die Ursache des Verkehrsunfalles war. (T10)
    • 2 Ob 52/07x
      Entscheidungstext OGH 12.04.2007 2 Ob 52/07x
      nur T2
    • 2 Ob 174/06m
      Entscheidungstext OGH 26.04.2007 2 Ob 174/06m
      Auch; Beis wie T1; Beis wie T8
    • 2 Ob 197/07w
      Entscheidungstext OGH 18.10.2007 2 Ob 197/07w
      Vgl; nur T2
    • 2 Ob 283/06s
      Entscheidungstext OGH 27.09.2007 2 Ob 283/06s
      nur T2; Beis wie T5; Veröff: SZ 2007/148
    • 2 Ob 21/07p
      Entscheidungstext OGH 17.12.2007 2 Ob 21/07p
      nur T2; Beis wie T5 nur: Dem Schädiger ist der Beweis oblegen, dass er sich trotz objektiver Übertretung einer Schutznorm vorschriftsmäßig verhalten hat. (T11); Veröff: SZ 2007/199
    • 2 Ob 146/07w
      Entscheidungstext OGH 14.02.2008 2 Ob 146/07w
      Vgl; Beis wie T1
    • 2 Ob 18/08y
      Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 18/08y
      Auch; nur: Wird ein Schadenersatzanspruch auf die Verletzung eines Schutzgesetzes gestützt, dann hat der Geschädigte den Schadenseintritt und die Verletzung des Schutzgesetzes als solche zu beweisen. (T12); nur: Für Letzteres reicht der Nachweis aus, dass die Schutznorm objektiv übertreten wurde. (T13); Veröff: SZ 2008/138
    • 2 Ob 154/08y
      Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 154/08y
      Vgl auch; Beis wie T5 nur: Dem Schädiger ist dann aber der Beweis oblegen, dass der Schaden auch im Falle vorschriftsmäßigen Verhaltens eingetreten wäre (rechtmäßiges Alternativverhalten). (T14)
    • 2 Ob 123/08i
      Entscheidungstext OGH 27.11.2008 2 Ob 123/08i
      nur T2
    • 5 Ob 276/08m
      Entscheidungstext OGH 13.01.2009 5 Ob 276/08m
      Auch; Beisatz: Es fehlt ein Vorbringen des Klägers im erstinstanzlichen Verfahren, das die Geltung der angeblich verletzten Schutznorm annehmen ließe. (T15)
    • 2 Ob 23/09k
      Entscheidungstext OGH 03.09.2009 2 Ob 23/09k
      nur T12; nur T13
    • 2 Ob 119/09b
      Entscheidungstext OGH 26.11.2009 2 Ob 119/09b
      Auch; nur T12; nur T13; Beis wie T11
    • 2 Ob 205/09z
      Entscheidungstext OGH 28.01.2010 2 Ob 205/09z
      Auch; Auch Beis wie T5; Beis wie T14
    • 2 Ob 109/10h
      Entscheidungstext OGH 17.02.2011 2 Ob 109/10h
      Auch; Beis wie T1; Beis wie T5; Beis wie T8; Beis wie T14
    • 2 Ob 63/11w
      Entscheidungstext OGH 14.07.2011 2 Ob 63/11w
      Vgl; Beis wie T1; Auch Beis wie T14; Beisatz: Hier: Beweis, dass sich der Unfall bei Tragen der Brille ebenso ereignet hätte (rechtmäßiges Alternativverhalten). (T16)
    • 2 Ob 152/11h
      Entscheidungstext OGH 20.10.2011 2 Ob 152/11h
      Beis wie T8; Beis wie T5 nur: Dem Schädiger ist der Beweis oblegen, dass ihn an der Übertretung dieses Schutzgesetzes kein Verschulden traf. (T17); Beisatz: Stützt der Geschädigte seinen Schadenersatzanspruch auf eine Vorrangverletzung, so hat er den von der Schutznorm erfassten Tatbestand, also das Bestehen einer Vorrangsituation nachzuweisen. (T18); Beisatz: Die Beweislast für die Nichtwahrnehmbarkeit des anderen Fahrzeugs obliegt dem an sich Wartepflichtigen. Insoweit verbleibende Unklarheiten gehen zu seinen Lasten. (T19)
    • 2 Ob 37/12y
      Entscheidungstext OGH 24.04.2012 2 Ob 37/12y
      nur T2; Vgl Beis wie T4
    • 2 Ob 177/11k
      Entscheidungstext OGH 15.05.2012 2 Ob 177/11k
      Auch; Beis wie T18; Beisatz: Hier: Frage der Vorrangsituation im Zusammenhang mit zwei Einfahrten in einen Kreisverkehr. (T20)
    • 4 Ob 46/12m
      Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 46/12m
      nur: Ob die Schutzgesetzverletzung auch rechtswidrig ist, ergibt sich aus dem Vorliegen eines objektiven Sorgfaltsverstoßes. (T21); nur T12; nur T13
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Vgl; Beis wie T17
    • 9 ObA 135/12m
      Entscheidungstext OGH 19.03.2013 9 ObA 135/12m
      Auch; nur T12
    • 2 Ob 211/12m
      Entscheidungstext OGH 19.09.2013 2 Ob 211/12m
      Auch; nur T12; nur T13; Beisatz: Hier: Beweis der Arbeitgebereigenschaft der beklagten Partei bei behaupteter Verletzung der in § 8 ASchG normierten Koordinierungspflichten des Arbeitgebers. (T22)
    • 2 Ob 212/13k
      Entscheidungstext OGH 09.07.2014 2 Ob 212/13k
      Auch; Beis wie T14
    European Case Law Identifier (ECLI)
    ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112234
    Im RIS seit
    31.07.1999
    Zuletzt aktualisiert am
    16.09.2014
    Dokumentnummer
    JJR_19990701_OGH0002_0020OB00181_97Z0000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128510
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    StVO §97 Abs2
    StVO §97 Abs4
    Rechtssatz

    Bei den Anordnungen eines vereidigten Organs der Straßenaufsicht gemäß § 97 Abs 4 StVO handelt es sich um Maßnahmen außerhalb der Verkehrsregelung, die nur nach Maßgabe der Verkehrserfordernisse und jedem Straßenbenützer einzeln zu erteilen sind.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128511
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    StVO §97 Abs4
    Rechtssatz

    Eine Anordnung (Weisung) gemäß § 97 Abs 4 StVO kann etwa dahin lauten, dass an einer bestimmten Stelle zu halten oder einem Schwerfahrzeug Platz zu machen ist, wobei die Anordnung mit Hilfe allgemein verständlicher Zeichen gegeben werden muss.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_002
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128512
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    ABGB §1311 IIb
    StVO §97 Abs4
    Rechtssatz

    Bei der Bestimmung des § 97 Abs 4 StVO handelt es sich um eine Schutznorm iSd § 1311 ABGB, die ganz allgemein die Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs bezweckt. Ihr Schutzzweck erfasst jedenfalls die Verhütung jener Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer, deren Hintanhaltung die Anordnung des Organs der Straßenaufsicht dienen soll.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Beisatz: Hier: Schutznormverstoß durch Fahrtfortsetzung trotz eines vom Straßenaufsichtsorgan aus dem Begleitfahrzeug entgegengestreckten „Anhaltestabs“, mit dem die Anordnung anzuhalten erteilt wurde. (T1)
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_003
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128513
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    ABGB §1311 IIb
    StVO §50 Z16
    Rechtssatz

    Auch bei § 50 Z 16 StVO handelt es sich um ein Schutzgesetz iSd § 1311 ABGB, dessen Schutzzweck auf die Verhinderung von Schäden, die aus der angekündigten Gefahr resultieren könnten, gerichtet ist.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_004
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128514
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    KFG §101 Abs1 lite
    StVO §61
    Rechtssatz

    Die mit der 22. KFG‑Novelle, BGBl I 2003/60, in § 101 Abs 1 KFG neu eingefügte lit e, in welcher die Verwahrung und Sicherung der Ladung auf Kraftfahrzeugen geregelt ist, gilt als lex specialis zu § 61 StVO.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Bem: Vgl 2 Ob 99/06g. (T1)
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_005
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128515
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    KFG §101 Abs1 lite
    Rechtssatz

    Eine „spurhaltende Vollbremsung“ (ohne anschließende Schleuderbewegungen) ist jedenfalls zum „normalen Fahrbetrieb“ iSd § 101 Abs 1 lit e KFG zu zählen. Daraus folgt, dass die Beladung den bei einer solchen Bremsung auftretenden Kräften standhalten muss.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_006
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128516
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    EKHG §9 D
    Rechtssatz

    Eine „spurhaltende Vollbremsung“ ist dem „normalen Betrieb“ eines Kraftfahrzeugs zuzurechnen.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
      Bem: So schon 2 Ob 45 /88. (T1)
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_007
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128517
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    KFG §101 Abs1 lite
    StVO §61
    Rechtssatz

    Der Gefährdungsschutz in § 101 Abs 1 lit e KFG bzw in § 61 StVO ist umfassend zu verstehen. Mag er daher in erster Linie den Schutz anderer Verkehrsteilnehmer bezwecken, so sind dennoch auch die eigenen absoluten Rechtsgüter des Geschädigten von ihm umfasst.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_008
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 2Ob19/12a
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0128518
    Geschäftszahl
    2Ob19/12a
    Entscheidungsdatum
    20.11.2012
    Norm
    ABGB §1304 BIIb
    KFG §101 Abs1 lite
    KFG §102 Abs1
    StVO §50 Z16
    StVO §97 Abs4
    Rechtssatz

    Schadensteilung im Verhältnis von 1 : 1 zwischen dem Lenker eines einem Sondertransport entgegenkommenden Kastenwagens, dem eine zur Verletzung mehrerer Schutznormen führende grobe Unaufmerksamkeit zur Last fällt, durch die er eine äußerst gefährliche Verkehrssituation geschaffen hat, sowie dem Lenker des Sondertransports, dem die verspätete Reaktion auf die unklare Verkehrslage als Mitverschulden vorzuwerfen ist, vor allem aber die Verletzung der Schutznorm über die sichere Verwahrung der Ladung.

    Entscheidungstexte
    • 2 Ob 19/12a
      Entscheidungstext OGH 20.11.2012 2 Ob 19/12a
    Im RIS seit
    21.03.2013
    Zuletzt aktualisiert am
    21.03.2013
    Dokumentnummer
    JJR_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_009
Verweis auf diesen Entscheidungstext: RIS - Justiz - Entscheidungstext 2Ob19/12a
Gericht
OGH
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Fundstelle
ZVR 2013/42 S 76 (Danzl, tabellarische Übersicht) - ZVR 2013,76 (Danzl, tabellarische Übersicht)
Geschäftszahl
2Ob19/12a
Entscheidungsdatum
20.11.2012
Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten Dr. Baumann als Vorsitzenden und durch die Hofräte Dr. Veith, Dr. E. Solé, Dr. Schwarzenbacher und Dr. Nowotny als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei F***** GmbH & Co KG, *****, vertreten durch Dr. Peter Lindinger und Dr. Andreas Pramer, Rechtsanwälte in Linz, gegen die beklagten Parteien 1. G***** S*****, und 2. W***** AG *****, beide vertreten durch Dr. Reinhart Kolarz und Mag. Rudolf Augustin, Rechtsanwälte in Stockerau, wegen 65.595,19 EUR sA, über die Revision der klagenden Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Wien als Berufungsgericht vom 4. November 2011, GZ 16 R 202/11k-35, womit infolge Berufung der klagenden Partei das Urteil des Landesgerichts Eisenstadt vom 30. Juni 2011, GZ 18 Cg 26/10s-31, bestätigt wurde, in nichtöffentlicher Sitzung zu Recht erkannt:

Spruch

 

Der Revision wird teilweise Folge gegeben.

Die Urteile der Vorinstanzen werden dahin abgeändert, dass die Entscheidung unter Einschluss der bereits rechtskräftigen Teile wie folgt zu lauten hat:

Die beklagten Parteien sind zur ungeteilten Hand schuldig, der klagenden Partei 23.809,60 EUR samt 4 % Zinsen seit 19. 11. 2009 binnen 14 Tagen zu bezahlen.

Das auf die Zahlung weiterer 41.785,59 EUR samt 4 % Zinsen seit 19. 11. 2009 gerichtete Mehrbegehren wird abgewiesen.

Die klagende Partei ist schuldig, den beklagten Parteien die mit 3.838,09 EUR (darin 538,88 EUR USt) bestimmten Verfahrenskosten aller drei Instanzen abzüglich anteiliger Barauslagen von 1.740,69 EUR, somit insgesamt 2.097,40 EUR binnen 14 Tagen zu ersetzen.

Text

Entscheidungsgründe:

D***** L***** fuhr am 21. 8. 2009 mit einem auf die klagende Partei zugelassenen Sattelkraftfahrzeug auf der Landesstraße 307 von Halbturn kommend Richtung Andau. Die 6 m breite Fahrbahn war durch eine in der Fahrbahnmitte angebrachte Leitlinie in zwei Fahrstreifen getrennt und beschrieb in Fahrtrichtung des Klagsfahrzeugs eine langgezogene Linkskurve. Die allgemein zulässige Höchstgeschwindigkeit betrug in diesem Bereich 70 km/h.

Der 2,5 m breite Sattelzug war mit einer 50 t schweren Brückenwaage beladen, die infolge ihrer Breite von 3,5 m die seitlichen Begrenzungen des Fahrzeugs um je 0,5 m überragte. Der Schwertransport war mit Bescheid des niederösterreichischen Landeshauptmanns vom 13. 8. 2009 im Einvernehmen mit dem burgenländischen Landeshauptmann ua unter folgenden Auflagen bewilligt worden: Die Transportabsicherung musste durch ein vereidigtes Organ der Straßenaufsicht gemäß § 97 Abs 2 StVO mit entsprechendem Begleitfahrzeug erfolgen. Die höchste zulässige Geschwindigkeit betrug auf Autobahnen, Autostraßen und Schnellstraßen 70 km/h, auf Freilandstraßen 50 km/h und im Ortsgebiet 30 km/h.

G***** F*****, wurde zum Organ der Straßenaufsicht bestellt. Er lenkte das dem Sattelzug voranfahrende Begleitfahrzeug, auf dem sich eine Tafel mit dem Schriftzug „Sondertransport“ befand. Die Signaleinrichtungen, nämlich das gelbe Warnlicht im Frontbereich, das Warnschild „Andere Gefahren“ und nach links zeigende Pfeile, waren in Betrieb. Zwischen den Lenkern des Begleitfahrzeugs und des Klagsfahrzeugs bestand Funkkontakt. Der Lenker des Begleitfahrzeugs hielt eine Fahrlinie ein, bei der es die Leitlinie um rund 20 cm überragte.

Der Lenker des Klagsfahrzeugs folgte dem Begleitfahrzeug in einem Abstand von ca 120 m. Nach dem Ortsgebiet von Halbturn beschleunigte er auf eine Geschwindigkeit von etwa 40 km/h. Der seitliche Abstand zum rechten Fahrbahnrand betrug 20 cm, jener zur Leitlinie 30 cm, sodass die Brückenwaage um rund 20 cm in die Gegenfahrbahn ragte.

Unterdessen näherten sich aus der Gegenrichtung zunächst ein Pkw und in einem Abstand von 50 m dahinter das vom Erstbeklagten gelenkte und bei der zweitbeklagten Partei haftpflichtversicherte Beklagtenfahrzeug, ein 1,98 m breiter Kastenwagen. Die Geschwindigkeit des Beklagtenfahrzeugs betrug rund 70 km/h. Der Lenker des Begleitfahrzeugs streckte zunächst dem herannahenden Pkw-Lenker einen „Anhaltestab“ aus dem Fenster entgegen, um ihm zu bedeuten, dass er anhalten solle. Der Pkw-Lenker reduzierte daraufhin seine Geschwindigkeit, fuhr an den (aus seiner Sicht) rechten Fahrbanhnrand und lenkte sein Fahrzeug schließlich in eine dort einmündende Zufahrt zu einem Betriebsgelände. Auch dem Erstbeklagten hielt der Lenker des Begleitfahrzeugs den „Anhaltestab“ entgegen, was dieser jedoch nicht bemerkte. Der Erstbeklagte erschrak über die Fahrlinie des Begleitfahrzeugs, obwohl dieses für ihn schon lange vorher sichtbar gewesen war, und glaubte, er werde von der Fahrbahn abgedrängt. Er verriss das Beklagtenfahrzeug unmittelbar vor dem Begleitfahrzeug nach rechts, sodass es auf das Bankett gelangte, lenkte dann aber wieder auf die Fahrbahn zurück. Dort setzte er die Fahrt mit einem seitlichen Abstand von 20 bis 30 cm zur Leitlinie fort, wobei er auf den zu diesem Zeitpunkt noch vor ihm befindlichen Pkw aufschloss und seine Geschwindigeit auf 30 bis 40 km/h verminderte. In einer Entfernung von 100 m nahm er erstmals auch das Klagsfahrzeug wahr, ohne aber auf dieses zu reagieren. Erst unmittelbar vor dem Passieren des Klagsfahrzeugs lenkte er das Beklagtenfahrzeug an den rechten Fahrbahnrand, wo er es schließlich zum Stillstand brachte.

Der Lenker des Klagsfahrzeugs hatte das Beklagtenfahrzeug erstmals wahrgenommen, als es sich in einer Entfernung von 120 m zu ihm befand. Zu diesem Zeitpunkt hielt das Beklagtenfahrzeug bereits die beschriebene Fahrlinie (20 bis 30 cm Seitenabstand zur Leitlinie) ein. Als das diese Fahrlinie noch immer beibehaltende Beklagtenfahrzeug ca 40 m entfernt war, leitete der Lenker des Klagsfahrzeugs eine Vollbremsung ein, weil ihm eine Vorbeifahrt nicht möglich erschien. Die beiden Fahrzeuge begegneten einander ohne Kollision. Ob eine solche stattgefunden hätte, wenn der Erstbeklagte nicht unmittelbar vor dem Passieren des Klagsfahrzeugs nach rechts ausgewichen wäre, kann nicht festgestellt werden. Jedenfalls wäre eine solche Kollision nur „hauchdünn“ unterblieben.

Infolge der Vollbremsung des Klagsfahrzeugs geriet die Brückenwaage ins Rutschen, wodurch sowohl diese als auch das Zugfahrzeug und der Anhänger beschädigt wurden. Bei einer „normalen“ Betriebsbremsung mit einer Verzögerung von 3 m/sec² wäre die Ladung nicht verrutscht. Hätte der Lenker des Klagsfahrzeugs bei erster Sicht auf das Beklagtenfahrzeug (120 m Entfernung), spätestens jedoch bei einer Entfernung von 70 m eine normale Betriebsbremsung durchgeführt, hätte er das Klagsfahrzeug an derselben Stelle zum Stillstand bringen können, wie er dies tatsächlich mittels Vollbremsung erreichte.

Die Brückenwaage war mit zwei Auflagen und einem „Verzurrungspunkt“ gesichert. Auf allen reibungsrelevanten Flächen waren Antirutschmatten mit einem üblichen Reibwert aufgelegt. Die Ladungssicherung hielt der Notbremsung nicht stand, weil sie nicht den „vorliegenden Richtlinien und Normen“ entsprach. Die Anzahl der Verzurrungen war nicht ausreichend. Wäre die Brückenwaage ordnungsgemäß gesichert gewesen, wäre die Ladung bis zu einer Bremsverzögerung von 7,9 m/sec² nicht verrutscht. Im vorliegenden Fall wurde eine Bremsverzögerung von 6 bis 6,5 m/sec² erreicht.

Aufgrund der Schäden war eine Weiterfahrt des Klagsfahrzeugs nicht möglich. Die Brückenwaage musste mit zwei Mobilkränen auf einen Tieflader geladen werden. Das beschädigte Klagsfahrzeug wurde mit einem weiteren Tieflader in die betriebseigene Werkstätte der klagenden Partei gebracht. Die Bergungskosten betrugen 8.362,50 EUR. Der Aufwand an Reparaturkosten belief sich für das Zugfahrzeug auf 30.509,73 EUR, für den Anhänger auf 8.496,96 EUR. Die Reparatur nahm inklusive Transport 21 Arbeitstage in Anspruch. Während dieser Zeit war das Klagsfahrzeug nicht einsetzbar. Die anfallenden Aufträge wurden jedoch mit einem anderen Lkw durchgeführt, der von einer anderen Niederlassung der klagenden Partei angemietet worden war (jede Niederlassung der klagenden Partei hat eine eigene „Kostenstelle“). Die Kosten für die Aufnahme des Unfalls betrugen 36 EUR. Der klagenden Partei entstanden weiters pauschale Unkosten von 250 EUR.

Die klagende Partei begehrte mit der am 7. 4. 2010 beim Erstgericht eingebrachten Klage von den beklagten Parteien 65.595,19 EUR sA an Schadenersatz. Das Klagebegehren umfasste neben den Bergungs- und Reparaturkosten, den Kosten der Unfallaufnahme und den pauschalen Unkosten einen Verdienstentgang von 17.940 EUR. Die klagende Partei brachte vor, der Erstbeklagte habe das Haltezeichen des Transportbegleiters ignoriert und versucht, den vor ihm fahrenden Pkw zu überholen. Er habe dieses Manöver zwar wieder abgebrochen, den Lenker des Klagsfahrzeugs durch sein Fahrverhalten aber dennoch zu einer Notbremsung gezwungen und den dadurch eingetretenen Schaden schuldhaft verursacht. Während der Reparaturzeit von 26 Tagen seien die Fahrzeuge der klagenden Partei nicht einsetzbar gewesen, wobei eine tägliche Einsatzzeit von 10 Stunden realistisch gewesen sei. Bei einem erzielbaren Verdienst von 115 EUR pro Stunde abzüglich einer Ersparnis von 40 % ergebe sich der geltend gemachte Verdienstentgang.

Die beklagten Parteien bestritten ein schuldhaftes Fehlverhalten des Erstbeklagten. Die klagende Partei habe den Schaden selbst zu verantworten. Das Ladegut sei nicht ordnungsgemäß gesichert gewesen, der Lenker des Klagsfahrzeugs habe auf das vor ihm befindliche Verkehrsgeschehen verspätet und ohne Notwendigkeit mit einer Notbremsung reagiert. Gegen die Höhe des Anspruchs wandten die beklagten Parteien ua die Verletzung der Schadensminderungspflicht ein.

Das Erstgericht gab dem Klagebegehren im Umfang von 11.904,80 EUR sA statt und wies das Mehrbegehren von 53.690,39 EUR sA ab.

Es stützte sich auf den eingangs zusammengefasst wiedergegebenen Sachverhalt und erörterte rechtlich, der Erstbeklagte habe die Hinweise auf den Schwertransport missachtet und die Anweisungen des Transportbegleiters nicht befolgt. Sein Verhalten sei für die Notbremsung des Lenkers des Klagsfahrzeugs (mit-)ursächlich gewesen. Da er die gehörige Sorgfalt außer Acht gelassen habe, sei ihm „zumindest“ Fahrlässigkeit vorzuwerfen. Den Lenker des Klagsfahrzeugs treffe jedoch ein erhebliches Mitverschulden, weil die Ladung entgegen § 101 Abs 1 lit e KFG nicht ordnungsgemäß gesichert gewesen sei. Außerdem habe er verspätet auf die bereits länger erkennbare Gefahr reagiert. Schon die nicht ausreichende Sicherung der Ladung begründe ein Mitverschulden im Ausmaß von 50 %, die beiderseitigen Fahrfehler wären gleich zu gewichten. Insgesamt sei der klagenden Partei daher ein Mitverschulden von 75 % zuzurechnen. Die aus den Bergungs- und Reparaturkosten sowie den pauschalen Unkosten zusammengesetzte Schadenssumme betrage 47.619,19 EUR, hievon stünden der klagenden Partei 25 %, dies seien 11.904,80 EUR zu. Nicht zu berücksichtigen seien die Kosten der Unfallaufnahme und der geltend gemachte Verdienstentgang. Ein solcher sei nicht eingetreten, weil die Aufträge mit einem angemieteten Lkw durchgeführt worden seien. Den Ersatz von Mietkosten habe die klagende Partei aber nicht begehrt.

Dieses Urteil erwuchs in seinem stattgebenden Teil und im Umfang der Abweisung eines Teilbegehrens von 34.540,59 EUR sA in Rechtskraft.

Das von der klagenden Partei im Übrigen, dh hinsichtlich der Abweisung weiterer 19.149,80 EUR sA angerufene Berufungsgericht bestätigte die erstinstanzliche Entscheidung und sprach aus, dass die ordentliche Revision zulässig sei.

Es führte aus, die mangelhafte Sicherung der Ladung begründe einen „eigenen“ Sorgfaltsverstoß, der unabhängig von der nicht notwendigen Notbremsung und der Reaktionsverspätung des Lenkers des Klagsfahrzeugs zu sehen sei. Gemäß § 101 Abs 1 lit e KFG sei die Ladung so zu sichern, dass sie den im „normalen Fahrbetrieb“ auftretenden Kräften standhalte. Der „normale Fahrbetrieb“ umfasse auch eine Vollbremsung. Die Ladungssicherung müsse nur nicht derart dimensioniert werden, dass auch massive Krafteinwirkungen aufgenommen werden, wie sie etwa bei Kollisionen vorkommen könnten. Nach den Feststellungen müsse aber eine Bremsverzögerung bis zu 7,9 m/sec² ohne Verrutschen der Ladung möglich sein. Aus dem Gesetz sei nicht abzuleiten, dass bei einem Schwertransport andere (weniger strenge) Maßstäbe angelegt werden müssten. Da das Verrutschen der schweren Brückenwaage ein hohes Gefährdungspotential in sich berge, sei die nicht ausreichende Sicherung der Ladung als grobes Fehlverhalten zu werten. Für den Lenker des Klagsfahrzeugs sei überdies erkennbar gewesen, dass der Erstbeklagte ungeachtet der Zeichen des Transportbegleiters seine Fahrlinie beibehalten habe. Er hätte diese unklare Verkehrslage im bedenklichen Sinn auslegen und sofort seine Geschwindigkeit verringern müssen. Die vom Erstgericht vorgenommene Verschuldensteilung sei unter diesen Gesichtspunkten nicht zu beanstanden.

Soweit sich die klagende Partei gegen den Nichtzuspruch des behaupteten Verdienstentgangs wende, sei ihr zu entgegen, dass ihr nach den Feststellungen ein solcher nicht entstanden sei. Sonstige Aufwendungen für einen Mietwagen habe die klagende Partei nicht geltend gemacht.

Die ordentliche Revision sei zulässig, weil es an einer Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs zu einem Sorgfaltsverstoß nach § 101 Abs 1 lit e KFG fehle.

Gegen dieses Berufungsurteil richtet sich die Revision der klagenden Partei wegen unrichtiger rechtlicher Beurteilung mit dem Antrag, die angefochtene Entscheidung im Sinne der Stattgebung des Klagebegehrens im Umfang von insgesamt 31.054,60 EUR sA abzuändern.

Die beklagten Parteien beantragen in ihrer Revisionsbeantwortung der Revision nicht Folge zu geben.

Rechtliche Beurteilung

Die Revision ist aus dem vom Berufungsgericht genannten Grund zulässig. Sie ist auch teilweise berechtigt.

Die klagende Partei strebt eine gleichteilige Verschuldensteilung an. Sie macht geltend, das Berufungsgericht habe Verschuldensquoten schlichtweg addiert. Es sei jedoch eine Gesamtbetrachtung vorzunehmen, bei der auch das schwere Verschulden des Erstbeklagten, der die Warnhinweise und die Anordnung eines Organs der Straßenaufsicht missachtet habe, zu berücksichtigen sei. Auch der geltend gemachte Verdienstentgang hätte bei der Schadensberechnung für die festgestellte Ausfallzeit von 21 Tagen im Betrag von 14.490 EUR in Ansatz gebracht werden müssen. Der Umstand, dass bei einer anderen Niederlassung der klagenden Partei ein Ersatzfahrzeug angemietet wurde, ändere nichts an der Tatsache, dass der klagenden Partei während der Reparaturdauer ein Fahrzeug weniger zur Verfügung gestanden sei. Es hätten daher Feststellungen über die fiktiven Einsatzzeiten des beschädigten Fahrzeugs und den dabei erzielbaren Verdienst getroffen werden müssen.

Hierzu wurde erwogen:

I. Zum Grund des Anspruchs:

1. Zum Fehlverhalten des Erstbeklagten:

1.1 Vorauszuschicken ist, dass die Fahrt des Klagsfahrzeugs im Rahmen der behördlich erteilten Transportbewilligung erfolgte und die im Bescheid vorgesehenen Auflagen eingehalten worden sind (vgl § 101 Abs 5 und § 104 Abs 9 KFG). Zu diesen Auflagen gehörte die Transportbegleitung (§ 96 Abs 6 StVO) durch ein vereidigtes Organ der Straßenaufsicht iSd § 97 Abs 2 StVO. Dieses Organ war gemäß § 97 Abs 4 StVO unter den gegebenen Umständen befugt, einzelnen Straßenbenützern für den Einzelfall Anordnungen für die Benützung der Straße zu erteilen, und zwar auch solche, die von den sonstigen diesbezüglichen Bestimmungen abweichen (zu dieser Anordnungsbefugnis vgl bereits 2 Ob 112/09y). Es handelt sich um Maßnahmen außerhalb der Verkehrsregelung, die nur nach Maßgabe der Verkehrserfordernisse und jedem Straßenbenützer einzeln zu erteilen sind (Pürstl, StVO13 § 97 Anm 10). Eine solche Anordnung (Weisung) kann etwa dahin lauten, dass an einer bestimmten Stelle zu halten oder einem Schwerfahrzeug Platz zu machen ist, wobei die Anordnung mit Hilfe allgemein verständlicher Zeichen gegeben werden muss (Dittrich/Stolzlechner, StVO³ § 97 Rz 22).

Bei dieser Bestimmung handelt es sich um eine Schutznorm iSd § 1311 ABGB, die ganz allgemein die Sicherheit, Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs bezweckt. Ihr Schutzzweck erfasst jedenfalls die Verhütung jener Gefahren für andere Verkehrsteilnehmer, deren Hintanhaltung die Anordnung des Organs der Straßenaufsicht dienen soll.

Obwohl das Begleitfahrzeug für den Erstbeklagten schon von Weitem erkennbar war, erschrak er letztlich über dessen (unveränderte) Fahrlinie so sehr, dass er sein Fahrzeug nach rechts verriss. Dabei übersah er den ihm vom Straßenaufsichtsorgan aus dem Begleitfahrzeug entgegengestreckten „Anhaltestab“, mit dem ihm die Anordnung anzuhalten erteilt worden war. Indem der Erstbeklagte seine Fahrt fortsetzte, verstieß er objektiv gegen die Schutznorm des § 97 Abs 4 StVO. Den ihnen obliegenden Beweis, dass dieses Zeichen für den Erstbeklagten bei gehöriger Aufmerksamkeit nicht erkennbar oder dass die Bedeutung des Zeichens unverständlich gewesen wäre und es ihm daher am Verschulden mangle (vgl RIS-Justiz RS0112234), haben die beklagten Parteien nicht erbracht.

1.2 Der Erstbeklagte hat aber nicht nur das Anhaltezeichen, sondern auch alle sonstigen Warnhinweise des Transportbegleiters ignoriert, etwa das am Begleitfahrzeug angebrachte Gefahrenzeichen nach § 50 Z 16 StVO („Andere Gefahren“). Gefahrenzeichen kündigen an, dass sich in der jeweiligen Fahrtrichtung Gefahrenstellen befinden. Sie verpflichten den Kraftfahrer zu einer erhöhten Reaktionsbereitschaft; im Übrigen hat sich sein Verhalten nach den Besonderheiten der angekündigten Gefahr zu richten (2 Ob 112/11a mwN; RIS-Justiz RS0074786, RS0075436).

Das Gefahrenzeichen nach § 50 Z 16 StVO verpflichtet grundsätzlich zur Anpassung an die angekündigte Gefahr, hier also an den „Sondertransport“. Auch bei dieser Norm handelt es sich um ein Schutzgesetz iSd § 1311 ABGB, dessen Schutzzweck auf die Verhinderung von Schäden, die aus der angekündigten Gefahr resultieren könnten, gerichtet ist (vgl 2 Ob 137/89 mwN). Ungeachtet des von ihm übersehenen „Anhaltestabs“ wäre der Erstbeklagte verpflichtet gewesen, sein Fahrverhalten auf die Begegnung mit dem Klagsfahrzeug (dessen Überbreite - wie sich aus den im Akt liegenden Lichtbildern ergibt - ebenfalls bescheidgemäß gekennzeichnet war) auszurichten. Im Zusammenhalt mit den weiteren Warnsignalen am Begleitfahrzeug, insbesondere den an den Fahrbahnrand weisenden Pfeilen, wäre er zumindest dazu verhalten gewesen, so weit als möglich rechts zu fahren. Statt dessen hielt er nach dem Passieren des Begleitfahrzeugs einen Seitenabstand zur Fahrbahnmitte von lediglich 20 bis 30 cm ein, während sein Abstand zum rechten Fahrbahnrand immerhin 70 bis 80 cm betrug. Er befand sich damit auf „Kollisionskurs“ mit dem Klagsfahrzeug und wich diesem erst im letzten Moment aus. Auch dieses Fahrverhalten begründet den Schuldvorwurf gegen den Erstbeklagten, der nur mit einem groben Aufmerksamkeitsmangel erklärbar ist.

2. Zum Fehlverhalten des Lenkers des Klagsfahrzeugs:

2.1 Wie schon das Berufungsgericht richtig betonte, konnte dem Lenker des Klagsfahrzeugs nicht verborgen geblieben sein, dass der entgegenkommende Erstbeklagte sowohl den „Anhaltestab“ als auch die Warnhinweise des Transportbegleiters nicht in der gebotenen Weise beachtete. Insbesondere die nach dem Passieren des Begleitfahrzeugs eingehaltene Fahrlinie des Beklagtenfahrzeugs nahe der Fahrbahnmitte führte zu einer unklaren Verkehrslage, die der Lenker des Klagsfahrzeugs in bedenklichem Sinn auszulegen gehabt hätte und der er durch eine sofortige Verminderung seiner eigenen Fahrgeschwindigkeit Rechnung tragen hätte müssen (vgl RIS-Justiz RS0073128, RS0073513, RS0074601).

Der in der Revision vertretenen Ansicht der klagenden Partei, die Situation habe sich für ihren Lenker angesichts des dem 120 m entfernten Erstbeklagten noch zur Verfügung stehenden Anhaltewegs als „völlig unauffällig“ dargestellt, ist nicht beizupflichten. Der Vertrauensgrundsatz kommt demjenigen nicht zugute, der das unrichtige oder zumindest bedenkliche Verhalten des anderen Verkehrsteilnehmers rechtzeitig erkennen hätte können (2 Ob 278/06f mwN; RIS-Justiz RS0073429).

Hätte der Lenker des Klagsfahrzeugs auf die bedenkliche Verkehrslage zeitgerecht durch eine „normale“ Betriebsbremsung reagiert, wäre die schadensstiftende Notbremsung nicht notwendig gewesen. Zutreffend haben daher die Vorinstanzen die verspätete Reaktion auf das herannahende Beklagtenfahrzeug als für den Schaden mitursächliches Element, des der klagenden Partei zuzurechnenden Mitverschuldens ihres Lenkers qualifiziert.

2.2 Gemäß § 102 Abs 1 erster Halbsatz KFG darf der Kraftfahrzeuglenker ein Kraftfahrzeug erst in Betrieb nehmen, wenn er sich, soweit dies zumutbar ist, davon überzeugt hat, dass das von ihm zu lenkende Kraftfahrzeug und ein mit diesem zu ziehender Anhänger sowie deren Beladung den hierfür in Betracht kommenden Vorschriften entsprechen. Vorschriften über die Beladung von Kraftfahrzeugen und Anhängern finden sich insbesondere in § 101 KFG sowie in § 59 KDV.

2.2.1 Die mit der 22. KFG-Novelle, BGBl I 2003/60, in § 101 Abs 1 KFG neu eingefügte lit e, in welcher nunmehr die Verwahrung und Sicherung der Ladung auf Kraftfahrzeugen geregelt ist, gilt als lex specialis zu § 61 StVO (2 Ob 99/06g; Pürstl aaO § 61 Anm 1; Grundtner/Pürstl, KFG8 § 101 Anm 1; auch Winkelbauer/Erenli, Ladungssicherung, ZVR 2009, 67). Zufolge Satz 1 dieser Bestimmung ist die Ladung auf dem Fahrzeug so zu verwahren oder durch geeignete Mittel zu sichern, dass sie den im normalen Fahrbetrieb auftretenden Kräften standhält und der sichere Betrieb des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt und niemand gefährdet wird. Es folgen nähere Regelungen; genaue technische Angaben, wie eine ordnungsgemäße Ladungssicherung zu erfolgen hat, enthält aber auch diese Bestimmung nicht (Winkelbauer/Erenli aaO 68).

Die Gesetzesmaterialien (ErläutRV 23 BlgNR XXII. GP) geben keine Auskunft darüber, was unter einem „normalen Fahrbetrieb“ zu verstehen ist. Das Berufungsgericht vertrat die Ansicht, dass dieser auch eine Voll- bzw Notbremsung umfasst. Diese Rechtsansicht korrespondiert zunächst mit jener, die - im Zusammenhang mit der Abgrenzung von gewöhnlicher und außergewöhnlicher Betriebsgefahr - eine „spurhaltende Vollbremsung“ dem „normalen Betrieb“ eines Kraftfahrzeugs zurechnet (2 Ob 45/88; vgl Schauer in Schwimann, ABGB³ VII § 9 EKHG Rz 49; Fucik/Hartl/Schlosser, Verkehrsunfall² VI Rz 222). In der zu § 61 StVO ergangenen Entscheidung 2 Ob 147/82 (ZVR 1983/236) wurde zudem bereits festgehalten, dass bei der Befestigung des Ladeguts mit der Möglichkeit eines „jähen Abbremsens“ aufgrund des verkehrswidrigen Verhaltens eines Dritten gerechnet werden muss. Auch nach der Rechtsprechung in Deutschland gilt die Beladung nur als verkehrssicher, wenn sie auch der durch einen Dritten ausgelösten Notbremsung standhält, was seit der ÄnderungsVO vom 22. 12. 2005 nunmehr auch im Gesetzestext des § 22 Abs 1 dStVO ausdrücklich klargestellt ist (Zieres in Geigel, Der Haftpflichtprozess26 Kap. 27 Rn 566).

Vor diesem Hintergrund schließt sich der erkennende Senat der Auffassung des Berufungsgerichts insoweit an, als jedenfalls eine - hier vorliegende - „spurhaltende Vollbremsung“ (ohne anschließende Schleuderbewegungen) zum „normalen Fahrbetrieb“ iSd § 101 Abs 1 lit e KFG zu zählen ist. Daraus folgt, dass die Beladung den bei einer solchen Bremsung auftretenden Kräften standhalten muss.

2.2.2 Die Bestimmungen über die verkehrssichere Verwahrung der Ladung sind Schutznormen iSd § 1311 ABGB, deren (primärer) Schutzzweck auf die Vermeidung einer Schädigung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer gerichtet ist (2 Ob 99/06g; vgl RIS-Justiz RS0027579, RS0027767; auch RS0027402 [§ 102 f KFG]).

Nach den Feststellungen ist davon auszugehen, dass die Verwahrung der Ladung auf dem Klagsfahrzeug nicht den Erfordernissen des § 101 Abs 1 lit e KFG entsprach. Ehe der klagenden Partei die Verletzung des Schutzgesetzes als Mitverschulden angelastet werden kann, ist danach zu fragen, ob die übertretene Norm ein Schadensereignis wie das eingetretene verhindern wollte, ob also ein „Mitverschuldenszusammenhang“ besteht (Reischauer in Rummel, ABGB³ II/2a § 1304 Rz 3). Dies ist zu bejahen, soll doch die Ladung so verwahrt und gesichert sein, dass „niemand“ gefährdet wird (so auch die Formulierung in § 61 StVO). Dieser Gefährdungsschutz ist umfassend zu verstehen (vgl Dittrich/Stolzlechner aaO § 61 Rz 4). Mag er daher in erster Linie den Schutz anderer Verkehrsteilnehmer bezwecken, so sind dennoch auch die eigenen absoluten Rechtsgüter des Geschädigten von ihm umfasst (zur - insoweit abweichenden - Rechtslage in Deutschland vgl Zieres aaO Rn 561). Das bedeutet, dass der klagenden Partei die Verletzung der Schutznorm durch ihren Lenker als Mitverschulden zuzurechnen ist.

2.2.3 Die klagende Partei ist der Auffassung, dass die bei einem behördlich genehmigten Sondertransport vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen gerade das Erfordernis einer Notbremsung vermeiden sollten. Aus diesem Grund sei die Wahrscheinlichkeit einer Vollbremsung ungleich geringer als bei einem anderen Kraftfahrzeug. Eine Notbremsung sei unter diesen Umständen nur „bedingt“ dem „normalen Fahrbetrieb“ zuzurechnen; das allein aufgrund des Verrutschens der Ladung angenommene Mitverschulden von 50 % sei deshalb überhöht.

Diese Argumente zielen im Ergebnis gegen die zweitinstanzliche Beurteilung des Beladungsfehlers als „grobes Fehlverhalten“ im Sinne einer groben Fahrlässigkeit. Ein solch schweres Verschulden ist nach ständiger Rechtsprechung anzunehmen, wenn eine außergewöhnliche und auffallende Vernachlässigung einer Sorgfaltspflicht (Pflicht zur Unfallverhütung) vorliegt und der Eintritt des Schadens als wahrscheinlich und nicht bloß als möglich voraussehbar ist (2 Ob 110/12h; RIS-Justiz RS0030644). Entgegen der Auffassung der klagenden Partei kommt es dabei im vorliegenden Fall nicht auf die Wahrscheinlichkeit einer Vollbremsung an, sondern vielmehr darauf, ob bei einer Vollbremsung der Eintritt des Schadens als wahrscheinlich vorauszusetzen war.

Die Feststellungen des Erstgerichts reichen für die Annahme grober Fahrlässigkeit nicht aus. Rückschlüsse dahin, dass die Vernachlässigung der Sorgfalt bei der Beladung eine außergewöhnliche und der Schadenseintritt voraussehbar gewesen wäre, können daraus nicht gezogen werden. Der Vorwurf grober Fahrlässigkeit scheitert somit an entsprechendem Tatsachensubstrat.

3. Zur Verschuldensabwägung:

Bei der Aufteilung des Verschuldens entscheiden vor allem der Grad der Fahrlässigkeit des einzelnen Verkehrsteilnehmers, die Größe und Wahrscheinlichkeit der durch das schuldhafte Verhalten bewirkten Gefahr und die Wichtigkeit der verletzten Vorschriften für die Sicherheit des Verkehrs im Allgemeinen und im konkreten Fall (2 Ob 155/05s; 2 Ob 63/11w; RIS-Justiz RS0027389, RS0026861).

Bei Gegenüberstellung des beiderseitigen Fehlverhaltens fällt dem Erstbeklagten eine zur Verletzung mehrerer Schutznormen führende grobe Unaufmerksamkeit zur Last, durch die er eine äußerst gefährliche Verkehrssituation geschaffen hat. Dem Lenker des Klagsfahrzeugs ist hingegen die verspätete Reaktion auf die unklare Verkehrslage als Mitverschulden vorzuwerfen, vor allem aber die Verletzung der Schutznorm über die sichere Verwahrung der Ladung. Bedenkt man, dass der Erstbeklagte ein (den Unfall einleitendes) gravierendes Fehlverhalten zu verantworten hat, während sich für ein grobes Verschulden seines Kontrahenten kein Anhaltspunkt fand, erscheint der ihm von den Vorinstanzen zugemessene Verschuldensanteil von einem Viertel doch deutlich zu gering. Nach Auffassung des Senats wiegt das Verschulden des Erstbeklagten nicht weniger schwer als jenes des Lenkers des Klagsfahrzeugs. Dem ist durch die in der Revision angestrebte Schadensteilung im Verhältnis von 1 : 1 Rechnung zu tragen.

II. Zum geltend gemachten Verdienstentgang:

1. Der Schaden, den ein Transportunternehmer in seinem Geschäftsbetrieb durch die zeitweise Nichtverwendung eines Kraftfahrzeugs wegen Beschädigung erleidet, ist „wirklicher“ (positiver) Schaden und nicht entgangener Gewinn (8 Ob 177/78 = ZVR 1980/15; 2 Ob 188/01p; RIS-Justiz RS0030624). Wird allerdings durch die Beschädigung eines Fahrzeugs der aus einem Unternehmen gezogene Nutzen vermindert, so gilt dies nur dann als Verdienstentgang, wenn auch ein wirtschaftlich vertretbarer Einsatz der übrigen Betriebsmittel im Unternehmen des Geschädigten diese Verminderung des Nutzens herbeigeführt hätte (2 Ob 188/01p mwN; RIS-Justiz RS0026838).

2. Im vorliegenden Fall kommt es daher darauf an, ob und inwieweit ein Gewinnausfall der klagenden Partei durch den Einsatz anderer Fahrzeuge in ihrem Betrieb ausgeglichen werden konnte. Nach den Feststellungen wurden die während der Reparaturzeit des beschädigten Klagsfahrzeugs anfallenden Aufträge mit einem Ersatzfahrzeug durchgeführt. Wie die klagende Partei in ihrer Revision selbst betont, entsprach sie mit der Anmietung des Ersatzfahrzeugs von einer anderen Niederlassung ihrer Schadensminderungspflicht. Wurden aber alle Aufträge mit dem Ersatzfahrzeug „durchgeführt“, ist ein Verdienstentgang nicht eingetreten (vgl ZVR 1980/15; 8 Ob 24/81 = ZVR 1982/137).

Daran ändert nichts, dass im Geschäftsbetrieb „insgesamt ein Fahrzeug weniger verfügbar“ war. Dass während der Reparaturzeit auch das Ersatzfahrzeug (mit anderen Aufträgen) ausgelastet gewesen wäre und auch keine sonstigen betriebsinternen Transportkapazitäten vorhanden waren, hat die klagende Partei weder in erster Instanz behauptet, noch geht dies aus ihren Rechtsmittelausführungen hervor. Den Ersatz von Miet- oder Vorsorgekosten hat sie nicht begehrt.

III. Ergebnis und Kosten:

Aus den dargelegten Gründen sind die Entscheidungen der Vorinstanzen in teilweiser Stattgebung der Revision dahin abzuändern, dass der klagenden Partei 50 % ihres mit insgesamt 47.619,19 EUR ermittelten Schadens, das sind 23.809,60 EUR, zuzuerkennen sind. Ein Verdienstentgang ist davon nicht umfasst.

Die Entscheidung über die Kosten aller drei Instanzen gründet sich auf § 43 Abs 1 iVm § 50 ZPO. Die klagende Partei hat in erster Instanz mit 36 % im Rechtsmittelverfahren mit 62 % ihres Begehrens obsiegt. Die sich daraus ergebenden Ersatzansprüche wurden saldiert.

Schlagworte
Gruppe: Verkehrsrecht,Verkehrsopfergesetz
Textnummer
E102601
Im RIS seit
07.01.2013
Zuletzt aktualisiert am
06.08.2013
Dokumentnummer
JJT_20121120_OGH0002_0020OB00019_12A0000_000