Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Verweis auf diese Darstellung: RIS - Justiz - Rechtssätze und Entscheidungstext 4Ob2385/96f
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 1Ob515/53
    2Ob613/54
    7Ob...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0019930
    Geschäftszahl
    1Ob515/53; 2Ob613/54; 7Ob26/56; 1Ob365/56; 3Ob411/58; 6Ob367/59; 6Ob199/60; 4Ob7/61; 4Ob106/61; 6Ob280/62; 5Ob211/65; 2Ob82/65; 8Ob214/66; 8Ob47/68; 1Ob2/69 (1Ob22/69); 4Ob92/69 (4Ob93/69); 6Ob286/69; 1Ob215/70; 7Ob105/71; 5Ob106/72; 1Ob145/73; 3Ob78/74 (3Ob79/74); 3Ob200/74; 7Ob580/77; 1Ob578/80; 4Ob525/81; 7Ob574/81; 1Ob537/81; 4Ob625/88; 3Ob556/90; 6Ob541/91; 1Ob516/92; 4Ob2021/96a; 4Ob2385/96f; 2Ob218/97s; 6Ob338/97t; 6Ob2/99h; 1Ob82/05y; 2Ob248/08x
    Entscheidungsdatum
    04.07.1953
    Norm
    ABGB §1041 ff C1
    Rechtssatz

    Wer eine fremde Sache ohne Rechtsgrund benützt, hat dafür Entgelt zu leisten.

    Entscheidungstexte
    • 1 Ob 515/53
      Entscheidungstext OGH 04.07.1953 1 Ob 515/53
      Veröff: JBl 1954,120
    • 2 Ob 613/54
      Entscheidungstext OGH 16.02.1955 2 Ob 613/54
    • 7 Ob 26/56
      Entscheidungstext OGH 11.04.1956 7 Ob 26/56
      Beisatz: Benutzung einer Kuranstalt für Elektrotherapie und Hydrotherapie. (T1)
    • 1 Ob 365/56
      Entscheidungstext OGH 04.07.1956 1 Ob 365/56
    • 3 Ob 411/58
      Entscheidungstext OGH 31.10.1958 3 Ob 411/58
    • 6 Ob 367/59
      Entscheidungstext OGH 09.12.1959 6 Ob 367/59
      Beisatz: Möbel (T2)
    • 6 Ob 199/60
      Entscheidungstext OGH 22.06.1960 6 Ob 199/60
      Beisatz: Dasselbe gilt bei nachträglichem Wegfall des Rechtsgrundes. (T3) Veröff: MietSlg 7834
    • 4 Ob 7/61
      Entscheidungstext OGH 28.02.1961 4 Ob 7/61
    • 4 Ob 106/61
      Entscheidungstext OGH 26.09.1961 4 Ob 106/61
    • 6 Ob 280/62
      Entscheidungstext OGH 24.10.1962 6 Ob 280/62
    • 5 Ob 211/65
      Entscheidungstext OGH 30.09.1965 5 Ob 211/65
      Veröff: MietSlg 17095 = MietSlg 17096
    • 2 Ob 82/65
      Entscheidungstext OGH 22.04.1965 2 Ob 82/65
      Veröff: MietSlg 17094
    • 8 Ob 214/66
      Entscheidungstext OGH 25.10.1966 8 Ob 214/66
      Veröff: MietSlg 18187
    • 8 Ob 47/68
      Entscheidungstext OGH 05.03.1968 8 Ob 47/68
      Veröff: MietSlg 20092
    • 1 Ob 2/69
      Entscheidungstext OGH 23.01.1969 1 Ob 2/69
      Veröff: MietSlg 21104
    • 4 Ob 92/69
      Entscheidungstext OGH 20.01.1970 4 Ob 92/69
      Veröff: MietSlg 22090
    • 6 Ob 286/69
      Entscheidungstext OGH 18.03.1970 6 Ob 286/69
    • 1 Ob 215/70
      Entscheidungstext OGH 24.09.1970 1 Ob 215/70
      Zweiter Rechtsgang zu 1 Ob 2/69; Beisatz: Mit Kontravotum hinsichtlich der Grundlagen der Benützungsentgeltermittlung. (T4) Veröff: MietSlg 22092
    • 7 Ob 105/71
      Entscheidungstext OGH 16.06.1971 7 Ob 105/71
      Veröff: SZ 44/92 = RZ 1971,194 = MietSlg 23095
    • 5 Ob 106/72
      Entscheidungstext OGH 28.06.1972 5 Ob 106/72
      Veröff: MietSlg 24106 = MietSlg 24106 = JBl 1973,257
    • 1 Ob 145/73
      Entscheidungstext OGH 05.09.1973 1 Ob 145/73
    • 3 Ob 78/74
      Entscheidungstext OGH 14.05.1974 3 Ob 78/74
      Veröff: ImmZ 1975,43
    • 3 Ob 200/74
      Entscheidungstext OGH 19.11.1974 3 Ob 200/74
      Veröff: SZ 47/130
    • 7 Ob 580/77
      Entscheidungstext OGH 02.06.1977 7 Ob 580/77
      Vgl; Beisatz: Der Nutzen kann auch in der Ersparung von Auslagen liegen. (T5)
    • 1 Ob 578/80
      Entscheidungstext OGH 16.04.1980 1 Ob 578/80
    • 4 Ob 525/81
      Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 525/81
    • 7 Ob 574/81
      Entscheidungstext OGH 11.06.1981 7 Ob 574/81
      Beisatz: Bei rückwirkender Beseitigung eines Benützungstitels gebührt aber demjenigen, dessen Sache benützt worden ist, ein angemessenes Benützungsentgelt. (T6) Veröff: MietSlg 33128
    • 1 Ob 537/81
      Entscheidungstext OGH 15.07.1981 1 Ob 537/81
      Veröff: ImmZ 1982,117
    • 4 Ob 625/88
      Entscheidungstext OGH 24.01.1989 4 Ob 625/88
    • 3 Ob 556/90
      Entscheidungstext OGH 29.08.1990 3 Ob 556/90
      Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: JBl 1991,250
    • 6 Ob 541/91
      Entscheidungstext OGH 16.05.1991 6 Ob 541/91
      Auch; Veröff: SZ 64/57 = JBl 1992,108
    • 1 Ob 516/92
      Entscheidungstext OGH 15.01.1992 1 Ob 516/92
      Vgl auch; Veröff: JBl 1992,456
    • 4 Ob 2021/96a
      Entscheidungstext OGH 16.04.1996 4 Ob 2021/96a
      Veröff: SZ 69/89
    • 4 Ob 2385/96f
      Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2385/96f
      Ähnlich; Beisatz: Worunter auch Urheberrechte und Arbeitsleistungen verstanden werden können. (T7)
    • 2 Ob 218/97s
      Entscheidungstext OGH 25.09.1997 2 Ob 218/97s
      Auch
    • 6 Ob 338/97t
      Entscheidungstext OGH 24.11.1997 6 Ob 338/97t
    • 6 Ob 2/99h
      Entscheidungstext OGH 15.07.1999 6 Ob 2/99h
      Vgl auch; Beisatz: Die Verwendungsklage steht daher im mehrpersonalen Verhältnis - wie hier - jedenfalls dann nicht zu, wenn die Vermögensverschiebung ihren Rechtsgrund im Gesetz oder in einem Vertrags- oder sonstigen Schuldverhältnis oder zumindest vertragsähnlichem Verhältnis zwischen dem Verkürzten (Verwendungskläger) und dem Mittelsmann findet. (T8)
    • 1 Ob 82/05y
      Entscheidungstext OGH 31.01.2006 1 Ob 82/05y
      Auch; Beisatz: Auch der nach § 372 ABGB besser Berechtigte gilt als „Eigentümer" im Sinn des § 1041 ABGB, dem grundsätzlich für die rechtsgrundlose Verwendung seiner Sache zum Nutzen eines anderen ein Wertersatz gebührt. (T9); Veröff: SZ 2006/13
    • 2 Ob 248/08x
      Entscheidungstext OGH 25.06.2009 2 Ob 248/08x
      Vgl; Beisatz: Hier: Verwendungsanspruch gemäß § 1041 ABGB des Eigentümers eines Bestandobjekts gegen den titellosen Benützer. (T10); Veröff: SZ 2009/86
    Schlagworte
    Verwendungsanspruch
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    10.10.2012
    Dokumentnummer
    JJR_19530704_OGH0002_0010OB00515_5300000_001
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 8Ob79/75
    2Ob129/75
    8Ob2...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0038172
    Geschäftszahl
    8Ob79/75; 2Ob129/75; 8Ob238/76; 8Ob44/77; 8Ob59/77; 8Ob97/77; 1Ob760/77; 8Ob142/78; 1Ob756/78; 5Ob305/78 (5Ob306/78); 2Ob239/78; 8Ob167/80; 2Ob146/81; 5Ob778/82; 3Ob533/86; 7Ob38/88; 2Ob128/89; 8Ob1593/93; 8Ob501/95; 6Ob2397/96k; 4Ob2385/96f; 8Ob87/98x; 7Ob147/00v; 7Ob301/01t; 7Ob3/03x; 7Ob192/04t; 7Ob247/06h; 1Ob60/09v; 7Ob21/09b; 5Ob96/09t; 4Ob139/10k; 7Ob136/10s; 4Ob193/10a; 6Ob67/12i; 2Ob148/12x; 9Ob59/12k; 10Ob36/13m; 2Ob234/13w
    Entscheidungsdatum
    14.05.1975
    Norm
    ABGB §1295 Ia8
    ABGB §1323 A
    EGUStG 1972 ArtXII Z2
    EGUStG 1972 ArtXII Z3
    UStG 1972 §12 Abs1
    UStG 1994 §22
    Rechtssatz

    Das Gericht hat bei seiner Entscheidung über den Anspruch auf Ersatz einer Sache oder Leistung die USt, die aus dem Titel des Schadenersatzes der Bereicherung, der Verwendung oder des Prozesskostenersatzes begehrt wird, nicht gesondert zu behandeln und auch nicht die abgabenrechtliche Vorfrage zu entscheiden, ob der Ersatzberechtigte die USt im Wege des Vorsteuerabzugs vergütet erhalten könnte.

    Entscheidungstexte
    • 8 Ob 79/75
      Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 Ob 79/75
      Veröff: EvBl 1976/22 S 44
    • 2 Ob 129/75
      Entscheidungstext OGH 18.09.1975 2 Ob 129/75
      Auch
    • 8 Ob 238/76
      Entscheidungstext OGH 19.01.1977 8 Ob 238/76
      Beisatz: Die klare Absicht des Gesetzgebers geht dahin, aus dem Prozess über den Ersatz einer Sache oder Leistung die Frage der Berechtigung zum Abzug der Vorsteuer und daraus ableitbare Ansprüche des Ersatzpflichtigen auszuklammern. (T1)
      Veröff: SZ 50/8 = ZVR 1978/18 S 17
    • 8 Ob 44/77
      Entscheidungstext OGH 20.04.1977 8 Ob 44/77
    • 8 Ob 59/77
      Entscheidungstext OGH 27.04.1977 8 Ob 59/77
    • 8 Ob 97/77
      Entscheidungstext OGH 29.06.1977 8 Ob 97/77
      Veröff: EvBl 1978/28 S 99
    • 1 Ob 760/77
      Entscheidungstext OGH 07.06.1978 1 Ob 760/77
      Veröff: SZ 51/78 = EvBl 1979/56 S 159
    • 8 Ob 142/78
      Entscheidungstext OGH 20.09.1978 8 Ob 142/78
      Auch; Beisatz: Zession der gesamten Kraftfahrzeugreparaturkosten (inklusive USt). (T2)
      Veröff: ZVR 1979/75 S 85
    • 1 Ob 756/78
      Entscheidungstext OGH 06.12.1978 1 Ob 756/78
      Veröff: SZ 51/175
    • 5 Ob 305/78
      Entscheidungstext OGH 12.12.1978 5 Ob 305/78
    • 2 Ob 239/78
      Entscheidungstext OGH 27.02.1979 2 Ob 239/78
      Beis wie T1; Beisatz: Durch die Abgabenänderungsgesetze 1977 BGBl 1977/320 und 645 wurde die Rechtslage diesbezüglich nicht geändert. (T3)
    • 8 Ob 167/80
      Entscheidungstext OGH 20.11.1980 8 Ob 167/80
      Auch; Veröff: SZ 53/154 = EvBl 1981/110 S 349
    • 2 Ob 146/81
      Entscheidungstext OGH 16.12.1981 2 Ob 146/81
      Auch
    • 5 Ob 778/82
      Entscheidungstext OGH 13.09.1983 5 Ob 778/82
    • 3 Ob 533/86
      Entscheidungstext OGH 02.07.1986 3 Ob 533/86
      Auch
    • 7 Ob 38/88
      Entscheidungstext OGH 10.11.1988 7 Ob 38/88
      Beis wie T1
    • 2 Ob 128/89
      Entscheidungstext OGH 28.03.1990 2 Ob 128/89
      Auch; Veröff: SZ 63/46 = VersR 1991,721 (Huber)
    • 8 Ob 1593/93
      Entscheidungstext OGH 04.06.1993 8 Ob 1593/93
      Vgl auch; Beis wie T1
    • 8 Ob 501/95
      Entscheidungstext OGH 26.01.1995 8 Ob 501/95
      Auch; Beis wie T1
    • 6 Ob 2397/96k
      Entscheidungstext OGH 17.07.1997 6 Ob 2397/96k
      Beis wie T1
    • 4 Ob 2385/96f
      Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2385/96f
      Beisatz: Die Problematik des Vorsteuerabzuges ist nicht nur im Schadenersatzrecht, sondern generell im "Ersatzrecht" im weiteren Sinn gegeben. (T4)
    • 8 Ob 87/98x
      Entscheidungstext OGH 08.06.1998 8 Ob 87/98x
    • 7 Ob 147/00v
      Entscheidungstext OGH 12.07.2000 7 Ob 147/00v
      Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T1
    • 7 Ob 301/01t
      Entscheidungstext OGH 14.01.2002 7 Ob 301/01t
      Auch; Beisatz: Der Prozess soll durch Steuerfragen nicht erschwert oder verzögert werden. (T5)
      Veröff: SZ 2002/1
    • 7 Ob 3/03x
      Entscheidungstext OGH 29.01.2003 7 Ob 3/03x
      Auch; Beis wie T5
    • 7 Ob 192/04t
      Entscheidungstext OGH 16.02.2005 7 Ob 192/04t
      Vgl auch
    • 7 Ob 247/06h
      Entscheidungstext OGH 11.12.2006 7 Ob 247/06h
      Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beisatz: Da Art XII EGUStG 1972 keine vom UStG 1994 abweichende Regelung zum Inhalt hat, gilt Art XII EGUStG 1972 auch nach Aufhebung des UStG 1972 seit dem Inkrafttreten des UStG 1994 weiter fort. (T6)
      Beisatz: Hier: Ersatz von Investitionen gemäß § 1097 ABGB. (T7)
    • 1 Ob 60/09v
      Entscheidungstext OGH 26.05.2009 1 Ob 60/09v
      Vgl auch; Beisatz: Frage, ob diese Judikatur, die Überlegungen zur Vorsteuerabzugsberechtigung aus dem Schadenersatzprozess ausscheidet, auch bei Geltendmachung nur der Umsatzsteuer anzuwenden ist, wurde offen gelassen. (T8)
    • 7 Ob 21/09b
      Entscheidungstext OGH 01.07.2009 7 Ob 21/09b
      Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Prozesskosten. (T9)
    • 5 Ob 96/09t
      Entscheidungstext OGH 15.09.2009 5 Ob 96/09t
      Auch; Beisatz: Auch bei einem vorsteuerabzugsberechtigten Geschädigten schließt der Ersatzbetrag (zunächst) auch die Umsatzsteuer mit ein. (T10)
    • 4 Ob 139/10k
      Entscheidungstext OGH 05.10.2010 4 Ob 139/10k
      Vgl auch
    • 7 Ob 136/10s
      Entscheidungstext OGH 22.10.2010 7 Ob 136/10s
      Vgl
    • 4 Ob 193/10a
      Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 193/10a
    • 6 Ob 67/12i
      Entscheidungstext OGH 19.04.2012 6 Ob 67/12i
      Beisatz: Hier: Deckungskapital für die Durchführung von Verbesserungsarbeiten. (T11)
    • 2 Ob 148/12x
      Entscheidungstext OGH 24.01.2013 2 Ob 148/12x
    • 9 Ob 59/12k
      Entscheidungstext OGH 31.07.2013 9 Ob 59/12k
      Beis wie T9
    • 10 Ob 36/13m
      Entscheidungstext OGH 12.09.2013 10 Ob 36/13m
      Beis wie T1; Beisatz: Der Ersatzbetrag wird in derartigen Fällen zunächst brutto (also einschließlich der auf die Lieferung oder Leistung entfallenden Umsatzsteuer) zugesprochen. (T12)
    • 2 Ob 234/13w
      Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 234/13w
      Auch; Beis wie T1
    Schlagworte
    Auto
    Im RIS seit
    15.06.1997
    Zuletzt aktualisiert am
    26.02.2014
    Dokumentnummer
    JJR_19750514_OGH0002_0080OB00079_7500000_002
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 6Ob619/81
    1Ob40/83
    4Ob2...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0021642
    Geschäftszahl
    6Ob619/81; 1Ob40/83; 4Ob2385/96f
    Entscheidungsdatum
    25.11.1981
    Norm
    ABGB §1151 IB
    ABGB §1165
    Rechtssatz

    Durch den Werkvertrag verpflichtet sich jemand zur Herstellung eines bestimmten Werkes; der Werkunternehmer haftet für einen bestimmten Erfolg. Die damit verbundene Arbeitsleistung wird nicht selbständig, sondern als bloßes Mittel gewertet und geht daher im Werkvertrag auf.

    Entscheidungstexte
    • 6 Ob 619/81
      Entscheidungstext OGH 25.11.1981 6 Ob 619/81
    • 1 Ob 40/83
      Entscheidungstext OGH 14.03.1984 1 Ob 40/83
      nur: Durch den Werkvertrag verpflichtet sich jemand zur Herstellung eines bestimmten Werkes; der Werkunternehmer haftet für einen bestimmten Erfolg. (T1) Veröff: ÖBl 1984,164 = SZ 57/51
    • 4 Ob 2385/96f
      Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2385/96f
      Vgl auch
    Dokumentnummer
    JJR_19811125_OGH0002_0060OB00619_8100000_002
  • Verweis auf diesen Rechtssatz: RIS - Justiz - Rechtssatz für 4Ob36/92
    4Ob53/92
    4Ob34...
    Gericht
    OGH
    Dokumenttyp
    Rechtssatz
    Rechtssatznummer
    RS0076187
    Geschäftszahl
    4Ob36/92; 4Ob53/92; 4Ob34/93; 4Ob106/92; 4Ob16/94; 4Ob1131/94; 4Ob58/95; 4Ob2385/96f; 4Ob182/04z
    Entscheidungsdatum
    07.04.1992
    Norm
    UrhG §3 Abs1
    Rechtssatz

    Daß unter die "Werke der bildenden Künste" im Sinne des § 3 Abs 1 UrhG grundsätzlich auch solche fallen können, deren Ausdrucksmittel die Graphik - und sei es auch "nur" die sogenannte "Gebrauchsgraphik" - ist, wird von Lehre und Rechtsprechung einhellig bejaht.

    Entscheidungstexte
    • 4 Ob 36/92
      Entscheidungstext OGH 07.04.1992 4 Ob 36/92
      Veröff: SZ 65/51 = EvBl 1992/36 S 170 = WBl 1992,340 = GRURInt 1993,565 = ÖBl 1992,81 = MR 1992,199 (Walter)
    • 4 Ob 53/92
      Entscheidungstext OGH 16.06.1992 4 Ob 53/92
      Beisatz: Klagenfurt - "Lindwurm". (T1) Veröff: MR 1992,201
    • 4 Ob 106/92
      Entscheidungstext OGH 23.02.1993 4 Ob 106/92
      Veröff: MR 1993,72
    • 4 Ob 34/93
      Entscheidungstext OGH 18.05.1993 4 Ob 34/93
      Veröff: ecolex 1993,688 = ÖBl 1993,132 = MR 1993,186 (Walter)
    • 4 Ob 16/94
      Entscheidungstext OGH 08.03.1994 4 Ob 16/94
      Beisatz: Pizzaflitzer (T2)
    • 4 Ob 1131/94
      Entscheidungstext OGH 06.12.1994 4 Ob 1131/94
      Vgl auch
    • 4 Ob 58/95
      Entscheidungstext OGH 11.07.1995 4 Ob 58/95
      Vgl auch; Beisatz: Pfeil mit kometenschweifähnlichem Pfeilschaft. (T3)
    • 4 Ob 2385/96f
      Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2385/96f
      Vgl auch
    • 4 Ob 182/04z
      Entscheidungstext OGH 19.10.2004 4 Ob 182/04z
      Beisatz: Hier: Werbekonzept für Online-Warenwirtschaftssystem. (T4)
    Dokumentnummer
    JJR_19920407_OGH0002_0040OB00036_9200000_001
Verweis auf diesen Entscheidungstext: RIS - Justiz - Entscheidungstext 4Ob2385/96f
Gericht
OGH
Dokumenttyp
Entscheidungstext
Geschäftszahl
4Ob2385/96f
Entscheidungsdatum
14.01.1997
Kopf

Der Oberste Gerichtshof hat als Revisionsgericht durch den Senatspräsidenten des Obersten Gerichtshofes Dr.Huber als Vorsitzenden, durch die Hofräte des Obersten Gerichtshofes Dr.Kodek und Dr.Niederreiter sowie durch die Hofrätinnen des Obersten Gerichtshofes Dr.Griß und Dr.Schenk als weitere Richter in der Rechtssache der klagenden Partei Ö*****gesmbH, ***** vertreten durch Dr.Josef Toth, Rechtsanwalt in Wien, wider die beklagte Partei Heribert T*****, vertreten durch Dr.Michel Walter, Rechtsanwalt in Wien, wegen S 234.000 sA, infolge außerordentlicher Revision der beklagten Partei gegen das Urteil des Oberlandesgerichtes Wien als Berufungsgerichtes vom 27.Februar 1996, GZ 13 R 88/95-41, den

 

Beschluß

 

gefaßt:

Spruch

 

Die außerordentliche Revision der beklagten Partei wird gemäß § 508a Abs 2 ZPO mangels der Voraussetzungen des § 502 Abs 1 ZPO zurückgewiesen (§ 510 Abs 3 ZPO).

Text

 

Begründung:

Rechtliche Beurteilung

 

Die Entscheidungen der Vorinstanzen stehen mit Art XIII Z 3 EGUStG und der dazu ergangenen Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes in Einklang.

 

Der Oberste Gerichtshof hat bereits mehrfach ausgesprochen, daß das Gericht bei seiner Entscheidung über den Anspruch auf Ersatz einer Sache oder Leistung die Umsatzsteuer, die aus dem Titel des Schadenersatzes, der Bereicherung, der Verwendung oder des Prozeßkostenersatzes begehrt wird, nicht gesondert zu behandeln und auch nicht die abgabenrechtliche Vorfrage zu entscheiden hat, ob der Ersatzberechtigte die Umsatzsteuer im Wege des Vorsteuerabzugs vergütet erhalten könnte (EvBl 1976/22; SZ 50/8; SZ 53/154; SZ 63/46, zuletzt 8 Ob 1593/93 und 8 Ob 501/95). Wenngleich diese Entscheidungen meist zu schadenersatzrechtlichen Fällen ergingen (in 8 Ob 1593/93 hatte der Oberste Gerichtshof jedoch die Rückzahlung einer verbotenen Ablöse zu beurteilen), ist die Problematik des Vorsteuerabzuges nicht nur im Schadenersatzrecht, sondern generell im "Ersatzrecht" im weiteren Sinn gegeben (Arnold, Zivilrechtliche Überlegungen zum Vorsteuerabzug GesRZ 1990, 22). Dem hat der Gesetzgeber in Art XIII Z 3 EGUStG auch Rechnung getragen. Nach dieser Bestimmung berührt der Umstand, daß jemand, der Anspruch auf Ersatz für eine Sache oder Leistung hat, als Unternehmer zum Abzug von Vorsteuern berechtigt ist, die Bemessung des Ersatzes an sich nicht. Schließt der Ersatzbetrag auch Umsatzsteuer ein, so erwächst jedoch dem Ersatzpflichtigen gegen den Ersatzberechtigten ein Rückersatzanspruch in der Höhe des Umsatzsteuerbetrages, sobald und soweit ihn der Ersatzberechtigte als Vorsteuer abziehen könnte.

 

Diese Bestimmung soll einerseits dem Ersatzverpflichteten gegen den Berechtigten einen Rückersatzanspruch in Höhe des Umsatzsteuerbetrages gewähren und andererseits die Gerichte von der Überprüfung umsatzsteuerrechtlicher Fragen entlasten. So halten die Gesetzesmaterialien ausdrücklich fest (RV 227 BlgNR 13.GP und Bericht des Finanz- und Budgetausschusses 383 BlgNR 13.GP), Art XII Z 3 stelle sicher, daß sich das Gericht zunächst nicht um die Umsatzsteuer, "die aus dem Titel des Schadenersatzes, der Bereicherung, der Verwendung oder des Prozeßkostenersatzes begehrt wird", zu kümmern habe, besonders nicht die abgabenrechtliche Vorfrage zu entscheiden brauche, ob der Ersatzberechtigte die Umsatzsteuer im Wege des Vorsteuerabzuges vergütet erhalten könnte. Gesetzestext und Materialien ist somit eindeutig zu entnehmen, daß diese Bestimmung nicht nur auf Schadenersatzansprüche, sondern vielmehr auch auf alle übrigen Ersatzansprüche (somit auch auf Kondiktionsansprüche) anzuwenden ist.

 

Der von den Vorinstanzen erfolgte Zuspruch des gesamten Ersatzbetrages an die Klägerin (einschließlich der darin enthaltenen Umsatzsteuer) steht mit Art XIII Z 3 EG UStG und der zitierten Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes daher in Einklang. Eine erhebliche Rechtsfrage im Sinn des § 502 Abs 1 ZPO liegt somit nicht vor.

 

Bei der Beurteilung der Frage, ob zwischen der Klägerin und dem Beklagten ein Dienst- oder Werkvertrag abgeschlossen wurde, kommt es zunächst darauf an, ob Gegenstand dieses Vertrages die Verrichtung von Diensten oder aber ein durch Arbeit zu erzielender Erfolg war (SZ 57/51). Während der Dienstvertrag auf die Bereitschaft zur Dienstleistung auf Zeit und die Verfügung des Dienstgebers über die Arbeitskraft des Dienstpflichtigen abstellt, ohne daß von vornherein ein bestimmter Arbeitserfolg geschuldet würde, kommt es beim Werkvertrag auf das Ergebnis der geschuldeten Arbeitsleistung an. Für die Beurteilung als Werkvertrag ist auch entscheidend, daß die Arbeit nach eigenem Plan und mit eigenen Mitteln bei Fehlen einer Einordnung in die Organisation des Vertragspartners geleistet wird (Krecji in Rummel ABGB2 Rz 93 zu § 1151 mwN, Rz 117 zu § 1165). Enthält ein Vertrag sowohl Elemente des Dienst- als auch des Werkvertrages, entscheidet das Überwiegen (Krecjci aaO Rz 98 zu § 1151).

 

Die Entscheidung des Berufungsgerichtes, das den Vertrag aufgrund der besonderen Umstände des Einzelfalles als Werkvertrag beurteilt hat, steht mit diesen Grundsätzen in Einklang, die auf den Werkvertrag zutreffenden Vertragselemente überwiegen deutlich.

 

Das auf unbestimmte Zeit eingegangene Vertragsverhältnis konnte von der klagenden Partei unter Einhaltung einer angemessenen Kündigungsfrist gekündigt werden (Koziol/Welser Grundriß I10 197), wobei besondere Formvorschriften für die Art der Kündigung nicht vereinbart waren. Ob die tatsächlich gewährte Kündigungsfrist angemessen ist, richtet sich nach den Umständen des Einzelfalles. Die Ansicht des Berufungsgerichtes, wonach eine Auflösung per Ende März erfolgen konnte, ist nicht zu beanstanden, zumal die Streitteile von Anfang an davon ausgegangen sind, daß die Zeitschrift "plötzlich" eingestellt und damit das Vertragsverhältnis von heute auf morgen beendet werden könnte, und der Beklagte für den auf die Kündigung folgenden Kalendermonat noch keine Leistung erbracht hatte.

 

Mit Mitteln der Grafik hergestellte Schriftzüge oder Signets können als Werke der bildenden Kunst im Sinn der §§ 1 und 3 UrhG dann Schutz genießen, wenn sie eigentümliche geistige Schöpfungen im Sinn des allgemeinen urheberrechtlichen Werkbegriffes sind. Entscheidend ist dabei allein ihre individuelle Eigenart. Die Leistung muß somit eine auf der Persönlichkeit des Schöpfers beruhende Individualität aufweisen, die sich vom Alltäglichen, Landläufigen, üblicherweise Hervorgebrachten abhebt. Es müssen persönliche Züge des Werkschaffenden - insbesondere durch die visuelle Gestaltung und durch die gedankliche Bearbeitung - zur Geltung kommen (ÖBl 1990, 136 - "Happy Skiing in Oberlech", MR 1992, 199 - "Bundesheerformular"; MR 1992, 201 - "Kalian Lindwurm"; ÖBl 1993, 132 - "Hermes - Symbol"; ÖBl 1996, 56 "Pfeildarstellung"). Die Entscheidung des Berufungsgerichtes steht mit dieser Rechtsprechung in Einklang. Der vom Beklagten entworfene Schriftzug "Palette" verwendet eine auf käuflichen Schriftbögen erhältliche und in Computerprogrammen verwendete Schriftart. Der Beklagte hat die Einzelbuchstaben des verwendeten Titels lediglich näher zusammengerückt. Das Signet "Für Sie gelesen" besteht aus einem stilisiert wiedergegebenen Buch, wie es sich häufig in Verlagskatalogen findet. Auch die grafische Gestaltung beschränkt sich auf die schlichte Darstellung eines Buches und weist keine höhere Individualität auf, als das vom Obersten Gerichtshof bereits beurteilte Hermes-Symbol (ÖBl 1993, 132), in welchem Fall der Oberste Gerichtshof eine individuell eigenartige Leistung verneint hatte.

 

Die Ansicht des Berufungsgerichtes, das urheberrechtlichen Schutz und somit auch das daraus abgeleitete Werknutzungsentgelt verneint hat, ist daher nicht zu beanstanden.

 

Der von der Revisionswerberin aufgeworfenen weiteren Frage, ob der Klägerin über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses mit dem Beklagten hinaus Werknutzungsrechte eingeräumt wurden, und diese durch das vereinbarte Pauschalhonorar abgedeckt waren, kommt somit keine Relevanz mehr zu.

 

Die Rechtsansicht des Berufungsgerichtes, wonach schon nach den festgestellten Sachverhalt ein Verwendungsanspruch des Beklagten ausscheide, ist nicht zu beanstanden. Ein Anspruch nach § 1041 ABGB setzt voraus, daß eine dem Forderungsberechtigten gehörige "Sache" (worunter auch Urheberrechte und Arbeitsleistungen verstanden werden können (vgl Koziol/Welser aaO 416), ohne Rechtsgrund zum Nutzen eines anderen verwendet wurde. Das Erstgericht hatte - vom Berufungsgericht gebilligt - festgestellt, daß die gesamte Tätigkeit des Beklagten (sein Werk) als Grafiker mit dem vereinbarten Honorar abgegolten werden und ihm keine weitergehenden Rechte im Hinblick auf die vorgenommene grafische Gestaltung zustehen sollten. Diese Vereinbarung hindert einen allfälligen Verwendungsanspruch des Beklagten.

Anmerkung
E44837 04A23856
Dokumentnummer
JJT_19970114_OGH0002_0040OB02385_96F0000_000