Landesrecht konsolidiert Salzburg: Gesamte Rechtsvorschrift für Plainberg-Landschaftsschutzverordnung 1981, Fassung vom 19.11.2018

§ 0

Langtitel

Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 2. September 1981, mit der Teile der Stadt Salzburg und der Gemeinde Bergheim zu einem Landschaftsschutzgebiet erklärt werden (Plainberg-Landschaftsschutzverordnung 1981)
StF: LGBl Nr 72/1981

Präambel/Promulgationsklausel

Auf Grund des § 16 des Salzburger Naturschutzgesetzes 1999, LGBl Nr 73, in der geltenden Fassung wird verordnet:

§ 1

Text

§ 1

 

(1) Das in der Stadt Salzburg und in der Gemeinde Bergheim, politische Bezirke Salzburg-Stadt und Salzburg-Umgebung, liegende Gebiet des Plainberges und seiner Umgebung wird in dem im Abs. 2 genannten Umfang zu einem Landschaftsschutzgebiet erklärt. Es erstreckt sich vom Plainbach im Norden bis zur Autobahn im Süden und von der KLeingartenanlage in Kasern im Osten bis zur Ortschaft Bergheim im Westen wobei die geschlossene Ortschaft von Plainberg-Radeck ausgenommen ist.

(2) Die genauen Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in Lageplänen im Maßstab 1:5000 festgelegt. Diese Lagepläne bilden einen wesentlichen Bestandteil dieser Verordnung; sie liegen in einer Planmappe beim Amt der Salzburger Landesregierung, beim Magistrat der Stadt Salzburg, bei der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung und bei der Gemeinde Bergheim während der für den Parteienverkehr bestimmten Amtsstunden (§ 13 Abs 5 AVG) zur allgemeinen Einsicht

auf.

§ 1a

Text

§ 1a

 

Diese Verordnung dient der Erhaltung:

1.

der besonderen landschaftlichen Schönheit des im § 1 festgelegten Gebietes (Flyschhügel mit Resten naturnaher Waldbestände, bereichsweise landwirtschaftlich genutzten Grünflächen sowie dem barocken Ensemble der Wallfahrtskirche Maria Plain);

2.

des hohen Erlebnis- (besonders schöner Aussichtspunkt) und Erholungswertes der im Einzugsbereich der Stadt Salzburg gelegenen naturnahen Kulturlandschaft mit Resten einer charakteristischen Naturlandschaft.

§ 2

Text

§ 2

 

(1) In dem gemäß § 1 festgelegten Landschaftsschutzgebiet findet die Allgemeine Landschaftsschutzverordnung soweit im folgenden nicht anderes bestimmt ist, Anwendung.

(2) Ausgenommen von den Bestimmungen dieser Verordnung sind Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Erhaltung der Autobahn-Anschlußstelle Salzburg-Nord.

(3) Kahlhiebe, die über ein Flächenausmaß von 0,2 ha hinausgehen, sind nur dann ohne naturschutzbehördliche Bewilligung zulässig, wenn sie, was ihre Lage und Ausführung betrifft, möglichst landschaftsschonend vorgenommen werden.

§ 3

Text

§ 3

 

Die Kennzeichnung des Landschaftsschutzgebietes erfolgt durch Tafeln, die auf grünem Farbgrund die Aufschrift "Landschaftsschutzgebiet Plainberg" und das Salzburger Landeswappen tragen. Weitere, dem Schutzzweck entsprechende Hinweise sind zulässig.

§ 4

Text

§ 4

(1) Diese Verordnung tritt mit dem Beginn des ihrer Kundmachung folgenden Monats in Kraft.

(2) Gleichzeitig treten die Plainberg-Landschaftsschutzverordnung 1980, LGBl. Nr. 107, sowie die Autobahn-Landschaftsschutzverordnung, LGBl. Nr. 71/1958, soweit deren Schutzgebiet durch das der vorliegenden Verordnung erfaßt wird, außer Kraft.

(3) Die §§ 1, 1a und 2 Abs. 1 in der Fassung der Verordnung LGBl Nr 83/2003 treten mit 1. September 2003 in Kraft. Die Lagepläne gemäß § 1 Abs. 2 werden durch die einen wesentlichen Bestandteil dieser Verordnung bildenden Lagepläne ersetzt.

(4) Die mit der Verordnung LGBl Nr 34/2017 vorgenommene Grenzänderung tritt mit 1. Juni 2017 in Kraft. Die Lagepläne gemäß § 1 Abs 2 werden durch die einen wesentlichen Bestandteil dieser Verordnung bildenden Lagepläne ersetzt.