Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Ärztinnen-/Ärzte-Ausbildungsordnung 2006, Fassung vom 31.10.2014

  • Langtitel
    Verordnung der Bundesministerin für Gesundheit und Frauen über die Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin/zum Arzt für Allgemeinmedizin und zur Fachärztin/zum Facharzt (Ärztinnen-/Ärzte-Ausbildungsordnung 2006 – ÄAO 2006)
    StF: BGBl. II Nr. 286/2006 [CELEX-Nr.: 31993L0016, 32005L0036]
    Präambel/Promulgationsklausel

    Auf Grund der §§ 9 Abs. 7 und 24 des Ärztegesetzes 1998, BGBl. I Nr. 169, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. I Nr. 122/2006, wird verordnet:

    Inhaltsverzeichnis

    1. Abschnitt

    Regelungsgegenstand und Begriffsbestimmungen

    § 1

    Regelungsgegenstand und Umsetzung von Gemeinschaftsrecht

    § 2

    Sprachliche Gleichbehandlung

    § 3

    Begriffsbestimmungen

    § 4

    Verweise

    2. Abschnitt

    Erfordernisse für die Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin/zum Arzt für Allgemeinmedizin (allgemeinärztliche Ausbildung)

    § 5

    Definition des Aufgabengebiets

    § 6

    Ziel der Ausbildung

    § 7

    Umfang der Ausbildung

    § 8

    Ausbildungsfächer und Ausbildungsdauer

    § 9

    Sonstige Ausbildungserfordernisse

    § 9a

    Erfordernisse für die Ausbildung in einem Additivfach (Additivfachausbildung) und Definition des Aufgabengebietes

    3. Abschnitt

    Erfordernisse für die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt (fachärztliche Ausbildung)

    § 10

    Sonderfächer und Definition der Aufgabengebiete

    § 11

    Ziel der Ausbildung

    § 12

    Umfang der Ausbildung

    § 13

    Ausbildungsfächer und Ausbildungsdauer

    § 14

    Sonstige Ausbildungserfordernisse

    4. Abschnitt

    Erfordernisse für die Ausbildung in einem Additivfach (Additivfachausbildung)

    § 15

    Additivfächer und Definition der Aufgabengebiete

    § 16

    Ziel der Ausbildung

    § 17

    Umfang der Ausbildung

    § 18

    Sonstige Ausbildungserfordernisse

    § 19

    Anrechnungen

    § 20

    Führung von Zusatzbezeichnungen

    5. Abschnitt

    Erfolgsnachweis über die praktische Ausbildung

    § 21

    Rasterzeugnisse als Bestandteile des Erfolgsnachweises

    § 22

    Information der Turnusärztin/des Turnusarztes

    § 23

    Evaluierungsgespräch

    § 24

    Ausstellung und Bestätigung durch den Ausbildungsverantwortlichen

    § 25

    Gegenzeichnung und Anmerkungsmöglichkeit

    6. Abschnitt

    Schlussbestimmungen

    § 26

    Führung ärztlicher Berufsbezeichnungen

    § 27

    Fachärztlicher Berufsberechtigungsumfang

    7. Abschnitt

    Übergangsbestimmungen

    § 28

    Abschluss begonnener Ausbildungen

    § 29

    Fachärztlicher Berufsberechtigungsumfang

    § 30

    Berufsberechtigung für in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehene Sonderfächer

    § 31

    Berechtigung zur Führung von Zusatzbezeichnungen für in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehene Additivfächer

    § 32

    Berechtigung zur Führung von Zusatzbezeichnungen für in dieser Verordnung neu vorgesehene Additivfächer

    § 33

    Fachärztliche Berufsberechtigung bei Umwandlung von Additivfächern in Sonderfächer

    § 34

    Erworbene Berechtigungen und Verpflichtungen hinsichtlich der Ausübung des ärztlichen Berufes und der Führung von Berufsbezeichnungen

    § 35

    Übergangsbestimmungen für Ausbildungsstätten

    § 36

    Befristete Einführung des Additivfaches Neuropädiatrie

    8. Abschnitt

    In-Kraft-Tretens-Bestimmung

    § 37

    In-Kraft-Treten

    Anlagen

    Anlage°1

    Sonderfach Anästhesiologie und Intensivmedizin

    Anlage°2

    Sonderfach Anatomie

    Anlage°3

    Sonderfach Arbeitsmedizin

    Anlage°4

    Sonderfach Augenheilkunde und Optometrie

    Anlage°5

    Sonderfach Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin

    Anlage°6

    Sonderfach Chirurgie und Additivfächer Gefäßchirurgie, Intensivmedizin, Sporttraumatologie, Viszeralchirurgie

    Anlage°7

    Sonderfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Additivfach Zytodiagnostik

    Anlage°8

    Sonderfach Gerichtsmedizin

    Anlage°9

    Sonderfach Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten und Additivfach Phoniatrie

    Anlage 10

    Sonderfach Haut- und Geschlechtskrankheiten und Additivfach Angiologie

    Anlage 11

    Sonderfach Herzchirurgie und Additivfächer Gefäßchirurgie, Intensivmedizin

    Anlage 12

    Sonderfach Histologie und Embryologie

    Anlage 13

    Sonderfach Hygiene und Mikrobiologie und Additivfach Infektiologie und Tropenmedizin

    Anlage 14

    Sonderfach Immunologie

    Anlage°15

    Sonderfach Innere Medizin und Additivfächer Angiologie, Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, Gastroenterologie und Hepatologie, Geriatrie, Hämatologie und Internistische Onkologie, Infektiologie und Tropenmedizin, Intensivmedizin, Internistische Sportheilkunde, Kardiologie, Klinische Pharmakologie, Nephrologie, Rheumatologie

    Anlage°16

    Sonderfach Kinder- und Jugendchirurgie und Additivfach Pädiatrische Intensivmedizin

    Anlage°17

    Sonderfach Kinder- und Jugendheilkunde und Additivfächer Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin, Neuropädiatrie, Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie, Pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Pädiatrische Kardiologie, Pädiatrische Pulmologie

    Anlage°18

    Sonderfach Kinder- und Jugendpsychiatrie und Additivfach Neuropädiatrie

    Anlage°19

    Sonderfach Lungenkrankheiten und Additivfächer Intensivmedizin und Zyto-diagnostik

    Anlage°20

    Sonderfach Medizinische Biophysik

    Anlage°21

    Sonderfach Medizinische Genetik

    Anlage°22

    Sonderfach Medizinische und Chemische Labordiagnostik und Additivfach Zytodiagnostik

    Anlage°23

    Sonderfach Medizinische Leistungsphysiologie

    Anlage°24

    Sonderfach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

    Anlage°25

    Sonderfach Neurobiologie

    Anlage°26

    Sonderfach Neurochirurgie und Additivfach Intensivmedizin

    Anlage°27

    Sonderfach Neurologie und Additivfächer Geriatrie, Intensivmedizin, Neuropädiatrie

    Anlage°28

    Sonderfach Neuropathologie

    Anlage°29

    Sonderfach Nuklearmedizin

    Anlage°30

    Sonderfach Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und Additivfächer Rheumatologie, Sportorthopädie

    Anlage°31

    Sonderfach Pathologie und Additivfach Zytodiagnostik

    Anlage°32

    Sonderfach Pathophysiologie

    Anlage°33

    Sonderfach Pharmakologie und Toxikologie

    Anlage°34

    Sonderfach Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation und Additivfächer Geriatrie, Physikalische Sportheilkunde, Rheumatologie

    Anlage°35

    Sonderfach Physiologie

    Anlage°36

    Sonderfach Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie und Additivfach Intensivmedizin

    Anlage°37

    Sonderfach Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin und Additivfach Geriatrie

    Anlage°38

    Sonderfach Radiologie

    Anlage°39

    Sonderfach Sozialmedizin

    Anlage°40

    Sonderfach Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin und Additivfach Infektiologie

    Anlage°41

    Sonderfach Strahlentherapie-Radioonkologie

    Anlage°42

    Sonderfach Thoraxchirurgie und Additivfächer Gefäßchirurgie, Intensivmedizin

    Anlage°43

    Sonderfach Unfallchirurgie und Additivfächer Intensivmedizin, Sporttraumatologie

    Anlage°44

    Sonderfach Urologie

    Anlage°45

    Sonderfach Virologie

    Anlage 46

    Allgemeinmedizin Additivfach Geriatrie

     

  • Text

    1. Abschnitt

    Regelungsgegenstand und Begriffsbestimmungen

    Regelungsgegenstand und Umsetzung von Gemeinschaftsrecht

    § 1. (1) Diese Verordnung regelt

    1.

    die für die Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin/zum Arzt für Allgemeinmedizin und die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt vorzusehenden Ausbildungserfordernisse einschließlich Definition des Aufgabengebiets sowie Ziel und Umfang der Ausbildung, mit Ausnahme der Arztprüfung (Prüfung zur Ärztin für Allgemeinmedizin/zum Arzt für Allgemeinmedizin und Facharztprüfung),

    2.

    die für die Additivfachausbildung vorzusehenden Ausbildungserfordernisse einschließlich Definition des Aufgabengebiets sowie Ziel und Umfang der Ausbildung,

    3.

    den Erfolgsnachweis für die praktische allgemeinärztliche und fachärztliche Ausbildung sowie für die Additivfachausbildung, mit Ausnahme der Ausgestaltung und Form der Rasterzeugnisse und Prüfungszertifikate,

    4.

    die Festlegung jener Ausbildungsabschnitte in der allgemeinärztlichen Ausbildung, die als Vollzeitausbildung zu absolvieren sind, sowie

    5.

    die Übergangsbestimmungen im Zusammenhang mit Berufsberechtigungen und Berufsbezeichnungen sowie mit der Anerkennung von Ausbildungsstätten.

    (2) Durch diese Verordnung werden

    1.

    die Richtlinie 93/16/EWG zur Erleichterung der Freizügigkeit für Ärzte und zur gegenseitigen Anerkennung ihrer Diplome, Prüfungszeugnisse und sonstigen Befähigungsnachweise, ABl. Nr. L 165 vom 7.07.1993 S. 1, zuletzt geändert durch die Akte über die Bedingungen des Beitritts der Tschechischen Republik, der Republik Estland, der Republik Zypern, der Republik Lettland, der Republik Litauen, der Republik Ungarn, der Republik Malta, der Republik Polen, der Republik Slowenien und der Slowakischen Republik und die Anpassungen der die Europäische Union begründenden Verträge, ABl. Nr. L 236 vom 23.09.2003 S. 33, BGBl. III Nr. 20/2004, sowie

    2.

    die Richtlinie 2005/36/EG über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, ABl. Nr. L 255 vom 30.09.2005 S. 22,

    in österreichisches Recht umgesetzt.

  • Sprachliche Gleichbehandlung

    § 2. Personenbezogene Bezeichnungen werden in dieser Verordnung in weiblicher und männlicher oder in geschlechtsneutraler Form verwendet. Sofern personenbezogene Bezeichnungen in Ausnahmefällen zum Zwecke der Erhaltung der gebotenen Lesbarkeit in geschlechtsspezifischer Form verwendet werden, beziehen sich diese auf Frauen und Männer in gleicher Weise. Bei der Anwendung der personenbezogenen Bezeichnung auf bestimmte Personen ist die jeweils geschlechtsspezifische Form zu verwenden.

  • Begriffsbestimmungen

    § 3. Im Geltungsbereich dieser Verordnung sind folgende Begriffsbestimmungen maßgebend:

    1.

    „Ausbildung in einem Additivfach“ bezeichnet die ergänzende spezielle Ausbildung auf dem Teilgebiet der Allgemeinmedizin oder dem Teilgebiet eines Sonderfaches in der Dauer von zumindest drei Jahren im Sinne einer Schwerpunktausbildung zum Erwerb umfassend vertiefter Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten für eine besonders vertiefte allgemeinmedizinische oder fachärztliche Berufsausübung. Die Absolvierung der Additivfachausbildung führt zu keiner Erweiterung der fachärztlichen Berufsausübung auf andere Sonderfächer.

    2.

    „Ausbildungsfächer“ sind in der allgemeinärztlichen und fachärztlichen Ausbildung sowie in der Additivfachausbildung jene Fächer, in denen die Ausbildung zu absolvieren ist.

    3.

    „Erfahrungen“ bezeichnen jene empirischen Wahrnehmungen ärztlicher Tätigkeiten in aktiver oder passiver Rolle im Zuge der Betreuung von Patientinnen/Patienten, die in der Folge im Rahmen der eigenen ärztlichen Tätigkeit verwertet werden sollen.

    4.

    „Fertigkeiten“ bezeichnen jene ärztlichen Tätigkeiten, die die Ärztin/der Arzt unmittelbar am oder mittelbar für Menschen ausführt, insbesondere die praktische Anwendung bestimmter Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie sonstige manuelle technische Handlungen.

    5.

    „Hauptfach“ ist in der fachärztlichen Ausbildung jenes Sonderfach, in dem die fachärztliche Berufsberechtigung erworben wird.

    6.

    „Kenntnisse“ bezeichnen das theoretische Wissen als Grundlage für die praktische Ausführung ärztlicher Tätigkeiten einschließlich des Wissens über

    a)

    Untersuchungs- und Behandlungsmethoden anderer ärztlicher oder sonstiger gesundheitsberuflicher Tätigkeitsbereiche sowie

    b)

    die Interpretation von Befunden und Berichten von Ärztinnen/Ärzten anderer medizinischer Fachrichtungen sowie von Angehörigen sonstiger Gesundheitsberufe im Hinblick auf die eigene ärztliche Tätigkeit.

    7.

    „Pflichtnebenfächer“ (Gegenfächer) sind in der fachärztlichen Ausbildung jene Sonderfächer oder bestimmte Teile derselben, die neben dem Hauptfach verpflichtend zu absolvieren sind.

    8.

    „Turnusärzte“ sind jene Ärzte, die in der Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin/zum Arzt für Allgemeinmedizin, zur Fachärztin/zum Facharzt oder in einer Additivfachausbildung stehen.

    9.

    „Wahlnebenfächer“ sind in der fachärztlichen Ausbildung jene Sonderfächer oder bestimmte Teile derselben, die neben dem Hauptfach und den Pflichtnebenfächern wahlweise zu absolvieren sind:

    a)

    Gebundene Wahlnebenfächer sind jene Wahlnebenfächer, die aus einem Katalog bestimmter Sonderfächer zu wählen sind.

    b)

    Freie Wahlnebenfächer sind jene Wahlnebenfächer, die aus dem Katalog sämtlicher Sonderfächer zu wählen sind. Wahlnebenfächer können daher auch das Hauptfach oder Pflichtnebenfächer sein.

  • Verweise

    § 4. Soweit in den §§ 28 bis 31, 34 und 35 auf die Verordnung des Bundesministers für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz über die Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin und zum Facharzt (Ärzte-Ausbildungsordnung), BGBl. Nr. 152/1994, verwiesen wird, beziehen sich diese Verweise sowohl auf die Ärzte-Ausbildungsordnung in der Stammfassung des BGBl. Nr. 152/1994, als auch in der Fassung des BGBl. II Nr. 228/1998.

  • 2. Abschnitt

    Erfordernisse für die Ausbildung zur Ärztin für Allgemeinmedizin/zum Arzt für Allgemeinmedizin (allgemeinärztliche Ausbildung)

    Definition des Aufgabengebiets

    § 5. (1) Das Aufgabengebiet der Ärztin für Allgemeinmedizin/des Arztes für Allgemeinmedizin umfasst die medizinische Betreuung des gesamten menschlichen Lebensbereiches, insbesondere die diesbezügliche Gesundheitsförderung, Krankheitserkennung und Krankenbehandlung aller Personen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Art der Gesundheitsstörung.

    (2) Die wesentlichen Aufgaben der Ärztin für Allgemeinmedizin/des Arztes für Allgemeinmedizin liegen in der

    1.

    Gesundheitsförderung, -vorsorge und -nachsorge,

    2.

    patientinnen- und patientenorientierten Früherkennung von Krankheiten,

    3.

    Diagnostik und Behandlung jeder Art von Erkrankungen,

    4.

    Behandlung lebensbedrohlicher Zustände,

    5.

    allgemeinmedizinischen Betreuung behinderter, chronisch kranker und alter Menschen,

    6.

    Diagnostik und Behandlung von milieubedingten Schäden,

    7.

    Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen,

    8.

    Integration der medizinischen, sozialen und psychischen Hilfen für die Patientinnen/Patienten sowie

    9.

    Zusammenarbeit mit Fachärztinnen/Fachärzten, Angehörigen anderer Gesundheitsberufe und mit Einrichtungen des Gesundheitswesens, insbesondere Krankenanstalten.

  • Ziel der Ausbildung

    § 6. Ziel der allgemeinärztlichen Ausbildung ist die Befähigung zur selbständigen Ausübung der Allgemeinmedizin gemäß § 5 durch den geregelten Erwerb und Nachweis von für die gewissenhafte Betreuung von Patientinnen/Patienten notwendigen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten, insbesondere in

    1.

    Diagnostik und Krankenbehandlung unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Besonderheiten,

    2.

    medizinischer Basisversorgung,

    3.

    Gesundheitsförderung,

    4.

    Vorsorge- und Nachsorgemedizin,

    5.

    Information und Kommunikation mit Patientinnen/Patienten über Vorbereitung, Indikation, Durchführung und Risken von Untersuchungen und Behandlungen,

    6.

    Koordination medizinischer Maßnahmen,

    7.

    Sozialmedizin,

    8.

    Geriatrie,

    9.

    Schmerztherapie,

    10.

    allgemeinmedizinischer Betreuung behinderter Menschen sowie

    11.

    palliativmedizinischer Versorgung.

  • Umfang der Ausbildung

    § 7. (1) Wer die im Ärztegesetz 1998 angeführten Erfordernisse für eine unselbständige Ausübung des ärztlichen Berufes als Turnusärztin/Turnusarzt erfüllt und die selbständige Ausübung des ärztlichen Berufes als Ärztin für Allgemeinmedizin/Arzt für Allgemeinmedizin beabsichtigt, hat

    1.

    eine Ausbildung in der Gesamtdauer von zumindest drei Jahren in den Ausbildungsfächern gemäß § 8 im Rahmen von sich auf den allgemeinärztlichen Turnus beziehenden Arbeitsverhältnissen sowie

    2.

    eine Prüfung zur Ärztin für Allgemeinmedizin/zum Arzt für Allgemeinmedizin

    zu absolvieren.

    (2) Die in den Ausbildungsfächern zu erwerbenden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten ergeben sich aus der gemäß § 24 Abs. 2 des Ärztegesetzes 1998 von der Österreichischen Ärztekammer zu erlassenden Verordnung.

    (3) In der Ausbildung ist der Erwerb psychosomatisch-psychosozialer Kompetenz vorzusehen, der auch Supervision mit der Möglichkeit zur Selbstreflexion mit einzuschließen hat.

    (4) Die Ausbildung hat begleitende theoretische Unterweisungen zu enthalten und Kenntnisse in den für die Ausübung des ärztlichen Berufes einschlägigen Rechtsvorschriften, in der Dokumentation und in der Qualitätssicherung zu vermitteln.

    (5) Die Turnusärztinnen/Turnusärzte sind zur persönlichen Mitarbeit heranzuziehen und haben entsprechend ihrem Ausbildungsstand Mitverantwortung zu übernehmen.

  • Ausbildungsfächer und Ausbildungsdauer

    § 8. (1) Die Ausbildung hat jedenfalls folgende Ausbildungsfächer zu beinhalten:

    1.

    Allgemeinmedizin in der Dauer von zumindest sechs Monaten;

    2.

    Chirurgie in der Dauer von zumindest vier Monaten oder Chirurgie und Unfallchirurgie in der Dauer von jeweils zumindest zwei Monaten;

    3.

    Frauenheilkunde und Geburtshilfe in der Dauer von zumindest vier Monaten, wobei davon zumindest zwei Monate in einer Organisationseinheit für Geburtshilfe zu absolvieren sind;

    4.

    Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten in der Dauer von zumindest zwei Monaten;

    5.

    Haut- und Geschlechtskrankheiten in der Dauer von zumindest zwei Monaten;

    6.

    Innere Medizin in der Dauer von zumindest einem Jahr, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in einem der folgenden Ausbildungsfächer in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist: Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Lungenkrankheiten, Nuklearmedizin, Radiologie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Strahlentherapie-Radioonkologie oder Urologie;

    7.

    Kinder- und Jugendheilkunde in der Dauer von zumindest vier Monaten;

    8.

    Neurologie in der Dauer von zumindest zwei Monaten oder Psychiatrie in der Dauer von zumindest zwei Monaten.

    (2) Ausbildungsabschnitte, die gemäß den Abs. 3 bis 6 in einzelnen Ausbildungsfächern

    1.

    im Rahmen von Einrichtungen, die der medizinischen Erstversorgung dienen,

    2.

    in Lehrpraxen oder Lehrgruppenpraxen oder

    3.

    in für die fachärztliche Ausbildung anerkannten Lehrambulatorien, die nicht der medizinischen Erstversorgung dienen,

    absolviert werden, sind auf die allgemeinärztliche Ausbildung in der Gesamtdauer von insgesamt höchstens einem Jahr anzurechnen. Für die Berechnung dieser anrechenbaren Ausbildungszeiten sind die in den Abs. 3 bis 6 angeordneten verlängerten Ausbildungszeiten in den einzelnen Ausbildungsfächern sowie die tatsächlich in den gemäß Z 1 bis 3 genannten Einrichtungen absolvierten Zeiten maßgeblich, wobei die tatsächlich absolvierten Zeiten für die Anrechnung nur soweit zu berücksichtigen sind, als sie die verlängerten Ausbildungszeiten gemäß den Abs. 3 bis 6 nicht übersteigen.

    (3) Die Ausbildung im Ausbildungsfach Allgemeinmedizin in der Dauer von sechs Monaten ist in Einrichtungen, die der medizinischen Erstversorgung dienen, insbesondere in anerkannten Lehrpraxen freiberuflich tätiger Ärzte für Allgemeinmedizin, in für die allgemeinärztliche Ausbildung anerkannten Lehrgruppenpraxen oder Lehrambulatorien, in geeigneten Ambulanzen von als Ausbildungsstätten für die Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin anerkannten Krankenanstalten oder in vergleichbaren Einrichtungen zu absolvieren.

    (4) Die Ausbildung in den Ausbildungsfächern

    1.

    Chirurgie,

    2.

    Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten,

    3.

    Haut- und Geschlechtskrankheiten,

    4.

    Innere Medizin einschließlich der anrechenbaren Ausbildungsfächer gemäß § 6 Abs. 1 Z 6 mit Ausnahme des Ausbildungsfaches Arbeitsmedizin,

    5.

    Kinder- und Jugendheilkunde sowie

    6.

    Neurologie oder Psychiatrie

    kann auch in einer fachärztlichen Lehrpraxis, in einer Lehrgruppenpraxis oder in einem Lehrambulatorium absolviert werden, wobei sich die Ausbildungszeit gemäß Abs. 1 um jeweils die Hälfte verlängert.

    (5) Die Ausbildung im Ausbildungsfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe kann auch

    1.

    in der Dauer von zumindest zwei Monaten in einer Organisationseinheit für Geburtshilfe in einer als Ausbildungsstätte anerkannten Krankenanstalt und

    2.

    zusätzlich in der Dauer von zumindest drei Monaten in einer fachärztlichen Lehrpraxis, in einer Lehrgruppenpraxis oder in einem Lehrambulatorium

    absolviert werden.

    (6) Die Ausbildung in den Ausbildungsfächern

    1.

    Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten,

    2.

    Haut- und Geschlechtskrankheiten,

    3.

    Kinder- und Jugendheilkunde sowie

    4.

    Neurologie oder Psychiatrie,

    die in als Ausbildungsstätten anerkannten Krankenanstalten, die über keine entsprechenden Krankenabteilungen verfügen, absolviert wird, hat durch Fachärztinnen/Fachärzte als Konsiliarärztinnen/Konsiliarärzte oder in Lehrpraxen oder Lehrgruppenpraxen unter Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses zum Träger der Krankenanstalt zu erfolgen. Bei Wahl der Ausbildung in Lehrpraxen oder Lehrgruppenpraxen werden die Ausbildungszeiten gemäß Abs. 1 um jeweils die Hälfte verlängert.

  • Sonstige Ausbildungserfordernisse

    § 9. Zeiten

    1.

    eines Urlaubs,

    2.

    einer Erkrankung und

    3.

    eines mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbotes während der Ausbildung sind auf die allgemeinärztliche Ausbildung nur soweit anzurechnen, als sie insgesamt nicht mehr als höchstens den sechsten Teil der Ausbildungszeiten in den Ausbildungsfächern betragen.

  • Erfordernisse für die Ausbildung in einem Additivfach (Additivfachausbildung) und Definition des Aufgabengebietes

    § 9a. (1) Eine Additivfachausbildung ist für Ärztinnen/Ärzte für Allgemeinmedizin auf dem Teilgebiet Geriatrie möglich. Die für Fachärztinnen/Fachärzte geltenden Bestimmungen der §§ 16 bis 20 Abs. 1 sind für Ärztinnen/Ärzte für Allgemeinmedizin gleichermaßen anzuwenden.

    (2) Die Definition des Aufgabengebietes ergibt sich aus Anlage 46.

  • 3. Abschnitt

    Erfordernisse für die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt (fachärztliche Ausbildung)

    Sonderfächer und Definition der Aufgabengebiete

    § 10. (1) Die Ausbildung zur Fachärztin/zum Facharzt eines Sonderfaches ist auf folgenden Gebieten der Medizin möglich:

    1.

    Anästhesiologie und Intensivmedizin,

    2.

    Anatomie,

    3.

    Arbeitsmedizin,

    4.

    Augenheilkunde und Optometrie,

    5.

    Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin,

    6.

    Chirurgie,

    7.

    Frauenheilkunde und Geburtshilfe,

    8.

    Gerichtsmedizin,

    9.

    Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten,

    10.

    Haut- und Geschlechtskrankheiten,

    11.

    Herzchirurgie,

    12.

    Histologie und Embryologie,

    13.

    Hygiene und Mikrobiologie,

    14.

    Immunologie,

    15.

    Innere Medizin,

    16.

    Kinder- und Jugendchirurgie,

    17.

    Kinder- und Jugendheilkunde,

    18.

    Kinder- und Jugendpsychiatrie,

    19.

    Lungenkrankheiten,

    20.

    Medizinische Biophysik,

    21.

    Medizinische Genetik,

    22.

    Medizinische und Chemische Labordiagnostik,

    23.

    Medizinische Leistungsphysiologie,

    24.

    Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie,

    25.

    Neurobiologie,

    26.

    Neurochirurgie,

    27.

    Neurologie,

    28.

    Neuropathologie,

    29.

    Nuklearmedizin,

    30.

    Orthopädie und Orthopädische Chirurgie,

    31.

    Pathologie,

    32.

    Pathophysiologie,

    33.

    Pharmakologie und Toxikologie,

    34.

    Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation,

    35.

    Physiologie,

    36.

    Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie,

    37.

    Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin,

    38.

    Radiologie,

    39.

    Sozialmedizin,

    40.

    Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin,

    41.

    Strahlentherapie-Radioonkologie,

    42.

    Thoraxchirurgie,

    43.

    Unfallchirurgie,

    44.

    Urologie,

    45.

    Virologie.

    (2) Die Definitionen des Aufgabengebiets der einzelnen Sonderfächer ergeben sich aus den Anlagen 1 bis 45.

  • Ziel der Ausbildung

    § 11. Ziel der fachärztlichen Ausbildung ist, soweit dies für das jeweilige Sonderfach in Betracht kommt, die Befähigung zur selbständigen Ausübung der Medizin im Bereich eines Sonderfaches gemäß § 10 durch den geregelten Erwerb und Nachweis von für die gewissenhafte fachärztliche Betreuung von Patientinnen/Patienten notwendigen fachspezifischen Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten, insbesondere auf dem Gebiet der

    1.

    fachspezifischen Diagnostik und Krankenbehandlung unter Berücksichtigung von geschlechtsspezifischen Besonderheiten,

    2.

    Vorsorge- und Nachsorgemedizin,

    3.

    Psychosomatik,

    4.

    umwelt- und arbeitsbedingten Erkrankungen,

    5.

    Information und Kommunikation mit Patientinnen/Patienten über Vorbereitung, Indikation, Durchführung und Risken von Untersuchungen und Behandlungen,

    6.

    fachspezifischen Geriatrie,

    7.

    fachspezifischen Schmerztherapie,

    8.

    fachspezifischen medizinischen Betreuung behinderter Menschen sowie

    9.

    Palliativmedizin.

  • Umfang der Ausbildung

    § 12. (1) Wer die im Ärztegesetz 1998 angeführten Erfordernisse für eine unselbständige Ausübung des ärztlichen Berufes als Turnusärztin/Turnusarzt erfüllt und die selbständige Ausübung des ärztlichen Berufes auf einem Gebiet der Medizin als Fachärztin/Facharzt eines Sonderfaches beabsichtigt, hat

    1.

    eine Ausbildung in den in den Anlagen 1 bis 45 entsprechend festgelegten Ausbildungsfächern in der Gesamtdauer von zumindest sechs Jahren – im Sonderfach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie allerdings in der Gesamtdauer von zumindest vier Jahren – im Rahmen von sich auf den fachärztlichen Turnus beziehenden Arbeitsverhältnissen sowie

    2.

    eine Facharztprüfung

    zu absolvieren.

    (2) Die in den Ausbildungsfächern zu erwerbenden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten ergeben sich aus der gemäß § 24 Abs. 2 des Ärztegesetzes 1998 von der Österreichischen Ärztekammer zu erlassenden Verordnung.

    (3) In der Ausbildung ist der Erwerb psychosomatisch-psychosozialer Kompetenz vorzusehen, der auch Supervision mit der Möglichkeit zur Selbstreflexion mit einzuschließen hat.

    (4) Die Ausbildung hat begleitende theoretische Unterweisungen zu enthalten und Kenntnisse in den für die Ausübung des ärztlichen Berufes einschlägigen Rechtsvorschriften, in der Dokumentation und in der Qualitätssicherung zu vermitteln.

    (5) Die Turnusärztinnen/Turnusärzte sind zur persönlichen Mitarbeit heranzuziehen und haben entsprechend ihrem Ausbildungsstand Mitverantwortung zu übernehmen.

  • Ausbildungsfächer und Ausbildungsdauer

    § 13. Die fachärztliche Ausbildung für jedes Sonderfach erfolgt in den in der betreffenden Anlage festgelegten Ausbildungsfächern in der dort festgelegten Ausbildungsdauer und beinhaltet

    1.

    das gewählte Sonderfach als Hauptfach sowie

    2.

    weitere Sonderfächer als Nebenfächer (Pflichtnebenfächer und allfällige Wahlnebenfächer), wobei auch ein bestimmtes Teilgebiet eines Sonderfaches Ausbildungsfach sein kann.

  • Sonstige Ausbildungserfordernisse

    § 14. (1) Ausbildungsabschnitte, die in für die fachärztliche Ausbildung entsprechend anerkannten

    1.

    Lehrpraxen,

    2.

    Lehrgruppenpraxen oder

    3.

    Lehrambulatorien

    absolviert werden, sind auf die fachärztliche Ausbildung in der Gesamtdauer von insgesamt höchstens einem Jahr anzurechnen.

    (2) Ausbildungsabschnitte, die gemäß Abs. 1 in Lehrpraxen, Lehrgruppenpraxen oder Lehrambulatorien absolviert werden, haben die Ausbildung in Krankenanstalten durch das Kennenlernen vor allem von außerklinischen, unselektierten Krankheitsfällen im Rahmen der ärztlichen Primärversorgung praxis- und patientenorientiert zu ergänzen.

    (3) Zeiten

    1.

    eines Urlaubs,

    2.

    einer Erkrankung und

    3.

    eines mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbotes während der Ausbildung sind auf die fachärztliche Ausbildung nur soweit anzurechnen, als sie insgesamt nicht mehr als höchstens den sechsten Teil der in den Anlagen bestimmten jeweiligen Ausbildungszeiten in den Ausbildungsfächern betragen.

    (4) Den im Sonderfach Anästhesiologie und Intensivmedizin in Ausbildung stehenden Turnusärztinnen/Turnusärzten ist unter Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses zur Krankenanstalt Gelegenheit zum Besuch eines theoretischen Kurses in Form einer universitären Lehrveranstaltung, die auch geblockt veranstaltet werden kann, an einer Ausbildungsstätte für Anästhesiologie und Intensivmedizin zu geben.

    (5) Bis zum 30. Juni 2016 ist für die Ausbildung im Sonderfach Kinder- und Jugendpsychiatrie im Rahmen der Anerkennung einer Ausbildungsstätte bei der Festsetzung von mehr als einer Ausbildungsstelle der Ausbildungsverantwortliche auf die Zahl der zu beschäftigenden weiteren Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie anzurechnen.

    (6) Eine Ausbildung im Sonderfach Kinder- und Jugendpsychiatrie, die bis 30. Juni 2016 begonnen worden ist, darf unter Anwendung von Abs. 5 auch über diesen Zeitpunkt hinaus fortgesetzt und abgeschlossen werden.

  • 4. Abschnitt

    Erfordernisse für die Ausbildung in einem Additivfach

    (Additivfachausbildung)

    Additivfächer und Definition der Aufgabengebiete

    § 15. (1) Eine Additivfachausbildung ist auf folgenden Teilgebieten der nachstehenden Sonderfächer möglich:

    1.

    Angiologie im Rahmen der Sonderfächer Haut- und Geschlechtskrankheiten sowie Innere Medizin,

    2.

    Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen im Rahmen des Sonderfaches Innere Medizin,

    3.

    Gastroenterologie und Hepatologie im Rahmen des Sonderfaches Innere Medizin,

    4.

    Gefäßchirurgie im Rahmen der Sonderfächer Chirurgie, Herzchirurgie sowie Thoraxchirurgie,

    4a.

    Geriatrie im Rahmen der Sonderfächer Innere Medizin, Neurologie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation sowie Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin,

    5.

    Hämatologie und Internistische Onkologie im Rahmen des Sonderfaches Innere Medizin,

    6.

    Infektiologie im Rahmen des Sonderfaches Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin,

    7.

    Infektiologie und Tropenmedizin im Rahmen der Sonderfächer Hygiene und Mikrobiologie sowie Innere Medizin,

    8.

    Intensivmedizin im Rahmen der Sonderfächer Chirurgie, Herzchirurgie, Innere Medizin, Lungenkrankheiten, Neurochirurgie, Neurologie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Thoraxchirurgie sowie Unfallchirurgie,

    9.

    Internistische Sportheilkunde im Rahmen des Sonderfaches Innere Medizin,

    10.

    Kardiologie im Rahmen des Sonderfaches Innere Medizin,

    11.

    Klinische Pharmakologie im Rahmen des Sonderfaches Innere Medizin,

    12.

    Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin im Rahmen des Sonderfaches Kinder- und Jugendheilkunde,

    13.

    Nephrologie im Rahmen des Sonderfaches Innere Medizin,

    14.

    Neuropädiatrie im Rahmen der Sonderfächer Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Neurologie,

    15.

    Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie im Rahmen des Sonderfaches Kinder- und Jugendheilkunde,

    16.

    Pädiatrische Hämatologie und Onkologie im Rahmen des Sonderfaches Kinder- und Jugendheilkunde,

    17.

    Pädiatrische Intensivmedizin im Rahmen des Sonderfaches Kinder- und Jugendchirurgie,

    18.

    Pädiatrische Kardiologie im Rahmen des Sonderfaches Kinder- und Jugendheilkunde,

    19.

    Pädiatrische Pulmonologie im Rahmen des Sonderfaches Kinder- und Jugendheilkunde,

    20.

    Phoniatrie im Rahmen des Sonderfaches Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten,

    21.

    Physikalische Sportheilkunde im Rahmen des Sonderfaches Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation,

    22.

    Rheumatologie im Rahmen der Sonderfächer Innere Medizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation,

    23.

    Sportorthopädie im Rahmen des Sonderfaches Orthopädie und Orthopädische Chirurgie,

    24.

    Sporttraumatologie im Rahmen der Sonderfächer Chirurgie sowie Unfallchirurgie,

    25.

    Viszeralchirurgie im Rahmen des Sonderfaches Chirurgie,

    26.

    Zytodiagnostik im Rahmen der Sonderfächer Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Lungenkrankheiten, Medizinische und Chemische Labordiagnostik sowie Pathologie.

    (2) Die Definitionen des Aufgabengebiets der einzelnen Additivfächer ergeben sich aus den Anlagen 1 bis 45.

  • Ziel der Ausbildung

    § 16. Ziel der Additivfachausbildung ist der geregelte schwerpunktbezogene Erwerb von umfassend vertieften Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten für eine besonders vertiefte fachärztliche Berufsausübung auf einem bestimmten Teilgebiet eines Sonderfaches.

  • Umfang der Ausbildung

    § 17. (1) Wer die im Ärztegesetz 1998 angeführten Erfordernisse für eine unselbständige Ausübung des ärztlichen Berufes als Turnusärztin/Turnusarzt erfüllt und die selbständige Ausübung des ärztlichen Berufes auf einem Gebiet der Medizin als Fachärztin/Facharzt eines Sonderfaches einschließlich der Berechtigung zur Führung eines auf ein Additivfach hinweisenden Zusatzes (Zusatzbezeichnung) beabsichtigt, hat zusätzlich zur fachärztlichen Ausbildung eine Additivfachausbildung in den in den Anlagen 1 bis 45 entsprechend festgelegten Ausbildungsfächern in der Gesamtdauer von zumindest drei Jahren im Rahmen von sich auf die Additivfachausbildung beziehenden Arbeitsverhältnissen zu absolvieren.

    (2) Die in den Ausbildungsfächern zu erwerbenden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten ergeben sich aus der gemäß § 24 Abs. 2 des Ärztegesetzes 1998 von der Österreichischen Ärztekammer zu erlassenden Verordnung.

    (3) Die Ausbildung hat begleitende theoretische Unterweisungen zu enthalten und Kenntnisse in den für die Ausübung des ärztlichen Berufes einschlägigen Rechtsvorschriften, in der Dokumentation und in der Qualitätssicherung zu vermitteln.

    (4) Die Turnusärztinnen/Turnusärzte sind zur persönlichen Mitarbeit heranzuziehen und haben entsprechend ihrem Ausbildungsstand Mitverantwortung zu übernehmen.

  • Sonstige Ausbildungserfordernisse

    § 18. Zeiten

    1.

    eines Urlaubs,

    2.

    einer Erkrankung und

    3.

    eines mutterschutzrechtlichen Beschäftigungsverbotes während der Additivfachausbildung sind nur soweit anzurechnen, als sie insgesamt nicht mehr als höchstens den sechsten Teil der in den jeweiligen Anlagen bestimmten jeweiligen Ausbildungszeiten betragen.

  • Anrechnungen

    § 19. Sofern in der fachärztlichen Ausbildung Zeiten im bezeichnungsrelevanten Gebiet des Additivfaches absolviert und hiebei die im entsprechenden Ausmaß für das Additivfach erforderlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Erfahrungen vermittelt wurden, sind diese auf die Additivfachausbildung in einem Höchstausmaß von einem Jahr anzurechnen, sofern in den Anlagen nicht anderes bestimmt ist. Allfällige Anrechnungsmöglichkeiten hinsichtlich der restlichen Additivfachausbildungszeit bleiben davon unberührt.

  • Führung von Zusatzbezeichnungen

    § 20. (1) Fachärztinnen/Fachärzte, die eine Additivfachausbildung absolviert haben, dürfen der Berufsbezeichnung „Fachärztin für ...“/„Facharzt für ...“ das jeweilige Additivfach in Klammer als Zusatzbezeichnung anfügen.

    (2) Personen, die eine Ausbildung im Additivfach Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin im Umfang von zwei Jahren Pädiatrische Intensivmedizin und einem Jahr Neonatologie absolviert haben, haben anstelle der Zusatzbezeichnung „Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin“ die Zusatzbezeichnung „Pädiatrische Intensivmedizin und Neonatologie“ zu führen.

  • 5. Abschnitt

    Erfolgsnachweis über die praktische Ausbildung

    Rasterzeugnisse als Bestandteile des Erfolgsnachweises

    § 21. (1) Der Erfolgsnachweis über die praktische allgemeinärztliche und fachärztliche Ausbildung sowie über die Additivfachausbildung besteht aus einem oder mehreren Rasterzeugnissen.

    (2) Die Rasterzeugnisse haben

    1.

    den Inhalt (die vermittelten Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in den jeweiligen Segmenten der Ausbildungsfächer) sowie

    2.

    die Dauer der jeweiligen Ausbildungsfächer

    anzugeben sowie die Feststellung zu enthalten, ob die Ausbildung mit Erfolg oder ohne Erfolg zurückgelegt worden ist.

    (3) Die Feststellung gemäß Abs. 2 hat die Beurteilung des fachlichen Wissens und der praktischen Fähigkeiten der Turnusärztin/des Turnusarztes im Hinblick auf die angestrebte allgemeinärztliche oder fachärztliche Tätigkeit zu beinhalten. Weiters sind in den Rasterzeugnissen Urlaubs-, Erkrankungs- und sonstige Verhinderungs- sowie Unterbrechungszeiten anzugeben.

  • Information der Turnusärztin/des Turnusarztes

    § 22. Die Rasterzeugnisformulare sind der Turnusärztin/dem Turnusarzt von der/dem Ausbildungsverantwortlichen am Beginn der Ausbildung in geeigneter Form zur Kenntnis zu bringen.

  • Evaluierungsgespräch

    § 23. Der Ausstellung der Rasterzeugnisse hat ein Evaluierungsgespräch über den jeweiligen Ausbildungsabschnitt zwischen der/dem Ausbildungsverantwortlichen und der Turnusärztin/dem Turnusarzt voranzugehen, das von der/dem Ausbildungsverantwortlichen zu dokumentieren ist.

  • Ausstellung und Bestätigung durch den Ausbildungsverantwortlichen

    § 24. (1) Die/der Ausbildungsverantwortliche hat nach Zurücklegung der jeweiligen Mindestausbildungszeiten in den Ausbildungsfächern – sofern die Dauer eines Ausbildungsfaches jedoch mehr als ein Jahr beträgt, auch am Ende jedes Ausbildungsjahres – unverzüglich die entsprechenden Rasterzeugnisse auszustellen und der Turnusärztin/dem Turnusarzt Gelegenheit zu geben, den Empfang der Rasterzeugnisse schriftlich zu bestätigen.

    (2) Die Vermittlung von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in den jeweiligen in den Rasterzeugnissen aufgelisteten Ausbildungsinhalten ist durch die Ausbildungsverantwortliche/den Ausbildungsverantwortlichen jeweils durch Unterschrift und Datum am Rasterzeugnis zu bestätigen.

    (3) Durch die Unterschrift der Ausbildungsverantwortlichen/des Ausbildungsverantwortlichen wird bestätigt, dass der Turnusärztin/dem Turnusarzt die Ausbildungsinhalte im jeweils erforderlichen Umfang tatsächlich vermittelt wurden und die/der Ausbildungsverantwortliche laufend die erworbenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten überprüft hat.

    (4) Sollten einzelne Bereiche des Rasterzeugnisses nicht positiv beurteilt werden, so ist dies im Rasterzeugnis schriftlich hinreichend zu begründen. Ebenso ist hinsichtlich der nicht positiv beurteilten Bereiche des Rasterzeugnisses festzustellen, in welchem Zeitraum voraussichtlich eine positive Absolvierung dieser Teilbereiche zu erwarten ist. Der Turnusärztin/dem Turnusarzt ist von den Ausbildungsverantwortlichen die Möglichkeit zu geben, die gemäß den Rasterzeugnissen erforderlichen Tätigkeiten im notwendigen Ausmaß auch tatsächlich in angemessener Zeit durchzuführen.

    (5) Nach Ausstellung eines negativen Zeugnisses gemäß Abs. 4 ist auf Verlangen der Turnusärztin/des Turnusarztes nach positiver Absolvierung der vormals negativ beurteilten Tätigkeiten ein weiteres entsprechendes Zwischenzeugnis auszustellen.

  • Gegenzeichnung und Anmerkungen

    § 25. (1) Rasterzeugnisse über Ausbildungsabschnitte in Krankenanstalten sind von der ärztlichen Leiterin/vom ärztlichen Leiter der Krankenanstalt gegenzuzeichnen und mit dem Dienstsiegel oder Dienststempel der Krankenanstalt zu versehen. Rasterzeugnisse über Ausbildungsabschnitte in Lehrpraxen und in Lehrgruppenpraxen sind von den jeweiligen Ausbildungsverantwortlichen zu fertigen und mit einer entsprechenden Stampiglie zu versehen.

    (2) Der Turnusärztin/dem Turnusarzt ist Gelegenheit zu geben, auf den Rasterzeugnissen allfällige Äußerungen schriftlich anzumerken.

  • 6. Abschnitt

    Schlussbestimmungen

    Führung ärztlicher Berufsbezeichnungen

    § 26. Die von Fachärztinnen/Fachärzten zu führenden Berufsbezeichnungen richten sich nach den in dieser Verordnung genannten Sonderfachbezeichnungen und die von Ärztinnen/Ärzten für Allgemeinmedizin und von Fachärztinnen/Fachärzten zu führenden Additivfachbezeichnungen richten sich nach den auf Additivfachausbildungen hinweisenden Zusatzbezeichnungen, sofern in den Übergangsbestimmungen nicht anderes bestimmt wird.

  • Fachärztlicher Berufsberechtigungsumfang

    § 27. Der Berufsberechtigungsumfang von Fachärztinnen/Fachärzten ergibt sich aus der in dieser Verordnung festgelegten Definition des Aufgabengebiets des betreffenden Sonderfaches einschließlich der zugehörigen Additivfächer, sofern in den Übergangsbestimmungen nicht anderes bestimmt wird.

  • 7. Abschnitt

    Übergangsbestimmungen

    Abschluss begonnener Ausbildungen

    § 28. (1) Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung eine allgemeinärztliche Ausbildung, eine fachärztliche Ausbildung oder eine Additivfachausbildung begonnen haben, dürfen ihre Ausbildung

    1.

    nach den Bestimmungen der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, oder

    2.

    nach den Bestimmungen dieser Verordnung

    abschließen.

    (2) Auf Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung

    1.

    eine allgemeinärztliche Ausbildung,

    2.

    eine fachärztliche Ausbildung für ein in dieser Verordnung vorgesehenes Sonderfach, oder

    3.

    eine Ausbildung in einem in dieser Verordnung vorgesehenen Additivfach

    begonnen haben und ihre Ausbildung gemäß Abs. 1 Z 2 abschließen, sind die Bestimmungen dieser Verordnung, insbesondere die §§ 26 und 27 anzuwenden.

    (3) Werden Bestimmungen der Ärztinnen-/Ärzte-Ausbildungsordnung 2006 - ÄAO 2006 geändert, so dürfen Personen, die eine Ausbildung vor einer Änderung begonnen haben, ihre Ausbildung gemäß den vor Inkrafttreten der jeweiligen Änderung geltenden Bestimmungen oder gemäß den geänderten Bestimmungen abschließen.

  • Fachärztlicher Berufsberechtigungsumfang

    § 29. (1) § 27 gilt auch für Fachärztinnen/Fachärzte, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung ihre fachärztliche Berufsberechtigung erworben oder eine entsprechende Ausbildung begonnen haben und diese in der Folge gemäß § 28 Abs. 1 Z 1 abschließen, sofern

    1.

    es dadurch zu keiner Einschränkung des Umfangs ihrer fachärztlichen Berufsberechtigung kommt und

    2.

    kein Hinweis vorliegt, dass sie nicht über die für die Ausübung des fachärztlichen Berufes im durch diese Verordnung festgelegten Umfang erforderlichen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten verfügen. Ein solcher Hinweis ergibt sich bei Vorliegen von § 34 Abs. 3 Z 1 und 2.

    (2) Bei Nichtvorliegen einer Voraussetzung gemäß Abs. 1 Z 1 und 2 sind für die Bestimmung des fachärztlichen Berufsberechtigungsumfangs die in der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, festgelegte entsprechende Definition des Aufgabengebiets des Sonderfaches sowie die entsprechenden für das Hauptfach eines Sonderfaches und die zugehörigen Additivfächer festgelegten erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten maßgeblich.

  • Berufsberechtigung für in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehene Sonderfächer

    § 30. (1) Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung in einem in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehenen Sonderfach eine Ausbildung begonnen haben und diese nach dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung gemäß § 28 Abs. 1 Z 1 abschließen, können in der Folge die Berechtigung zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes als Fachärztin/Facharzt für dieses absolvierte Sonderfach erlangen. Die Bestimmungen der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, sind anzuwenden.

    (2) Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung den ärztlichen Beruf in einem in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehenen Sonderfach ausgeübt haben, bleiben zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes in diesem Sonderfach berechtigt. Die Bestimmungen der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, sind anzuwenden.

  • Berechtigung zur Führung von Zusatzbezeichnungen für in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehene Additivfächer

    § 31. Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung

    1.

    eine Ausbildung in einem Additivfach begonnen haben, das in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehen ist, und ihre Ausbildung nach dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung gemäß § 28 Abs. 1 Z 1 abschließen, oder

    2.

    zur Führung einer Zusatzbezeichnung für ein in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehenes Additivfach berechtigt waren,

    sind im Rahmen ihrer Berufsbezeichnung zur Führung einer auf dieses Additivfach hinweisenden Zusatzbezeichnung (weiter) berechtigt. Die Bestimmungen der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, sind anzuwenden.

  • Berechtigung zur Führung von Zusatzbezeichnungen für in dieser Verordnung neu vorgesehene Additivfächer

    § 32. (1) Personen, die bis zum Ablauf des 31. Dezember 2007 nachweislich eine zumindest dreijährige Tätigkeit in einem in dieser Verordnung neu vorgesehenen bezeichnungsrelevanten Teilgebiet des betreffenden Sonderfaches zurückgelegt haben, sind nach Eintragung in die Ärzteliste zur Führung der auf das betreffende Additivfach hinweisenden Zusatzbezeichnung berechtigt, sofern hinsichtlich bestimmter Additivfächer in Abs. 2 nicht anderes bestimmt wird.

    (2) Personen, die bis zum Ablauf des 31. Dezember 2012 nachweislich eine zumindest dreijährige Tätigkeit gemäß der Definition des Aufgabengebietes im Teilgebiet Geriatrie, wie in den jeweiligen Anlagen zu dieser Verordnung angeführt, zurückgelegt und ein Diplom „Geriatrie“ der Österreichischen Ärztekammer oder nachweislich gleichwertige Fortbildungsinhalte erworben haben, sind nach Eintragung in die Ärzteliste zur Führung der auf das betreffende Additivfach hinweisenden Zusatzbezeichnung berechtigt.

  • Fachärztliche Berufsberechtigung bei Umwandlung von Additivfächern in Sonderfächer

    § 33. Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung

    1.

    eine Ausbildung in einem Additivfach begonnen haben, das in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehen ist und ihre Ausbildung nach dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung gemäß § 28 Abs. 1 Z 1 abschließen, oder

    2.

    zur Führung einer Zusatzbezeichnung für ein in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehenes Additivfach berechtigt waren,

    sind im Falle der Umwandlung des betreffenden Additivfaches in ein Sonderfach durch diese Verordnung berechtigt, anstelle der Zusatzbezeichnung (§ 31) die Berufsbezeichnung „Fachärztin für ...“

    „Facharzt für ...“ zu führen, wobei dann die Eintragung in die Ärzteliste zur selbständigen Ausübung des ärztlichen Berufes als Fachärztin/Facharzt des betreffenden Sonderfaches, unabhängig von bereits bestehenden sonstigen fachärztlichen Berufsberechtigungen, nach den Bestimmungen dieser Verordnung berechtigt.

  • Erworbene Berechtigungen und Verpflichtungen hinsichtlich der Ausübung des ärztlichen Berufes und der Führung von Berufsbezeichnungen

    § 34. (1) Gemäß den §§ 34 Abs. 1 bis 4, 35 Abs. 5 und 6, 37 Abs. 1 und 2 sowie 38 der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, erworbene Berechtigungen und Verpflichtungen zur Ausübung des ärztlichen Berufes unter bestimmten Berufsbezeichnungen einschließlich Zusatzbezeichnungen bleiben aufrecht.

    (2) Sofern nicht Abs. 1 anzuwenden ist, bleiben erworbene Berechtigungen oder Verpflichtungen hinsichtlich der Führung bestimmter Berufs- und Zusatzbezeichnungen nach den Bestimmungen der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, aufrecht; bei Veränderung der zugehörigen Sonderfach- oder Additivfachbezeichnung durch diese Verordnung allerdings mit der Maßgabe, dass die nach dieser Verordnung vorgesehene Sonderfach- oder Additivfachbezeichnung an die Stelle der nach der bisherigen Rechtslage rechtmäßig geführten Sonderfach- oder Additivfachbezeichnung tritt.

    (3) Abs. 2 gilt hinsichtlich der Führung der nach dieser Verordnung vorgesehenen Sonderfachbezeichnung „Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin“ nicht für Personen, die

    1.

    die Berechtigung zur Führung der Sonderfachbezeichnung „Psychiatrie“ im Rahmen ihrer Berufsbezeichnung nach den Bestimmungen der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, und

    2.

    kein Diplom „Psychotherapeutische Medizin“ der Österreichischen Ärztekammer

    erworben haben. Diese Fachärztinnen/Fachärzte haben im Rahmen ihrer Berufsbezeichnung die Sonderfachbezeichnung „Psychiatrie“ weiter zu führen.

    (4) Gemäß den §§ 32 Abs. 3 und 4 sowie 40 der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, erworbene Berechtigungen und Verpflichtungen bleiben aufrecht.

    (5) Gemäß § 36 Abs. 1 und 2 der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, erworbene Berechtigungen und Verpflichtungen bleiben aufrecht; hinsichtlich der Führung der Berufsbezeichnung allerdings mit der Maßgabe, dass bei Veränderung der zugehörigen Sonderfachbezeichnung durch diese Verordnung die nach dieser Verordnung vorgesehene Sonderfachbezeichnung an die Stelle der alten Sonderfachbezeichnung tritt.

    (6) Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung eine Berechtigung zur Führung der Zusatzbezeichnung „(Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie)“ erworben oder ihre ergänzende spezielle Ausbildung auf dem Teilgebiet Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie beendet haben, haben bei der berufsmäßigen Ausübung dieses Teilgebietes der Medizin die Berufsbezeichnung „Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie“ oder „Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie“ zu führen.

  • Übergangsbestimmungen für Ausbildungsstätten

    § 35. (1) Einrichtungen gemäß § 39 der Ärzte-Ausbildungsordnung, BGBl. Nr. 152/1994, gelten hinsichtlich jener Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung in einer solchen Einrichtung eine entsprechende Ausbildung begonnen haben, bis zum Abschluss ihrer Ausbildung als anerkannte Ausbildungsstätten.

    (2) Bis zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieser Verordnung anerkannte Ausbildungsstätten für Sonder- oder Additivfächer, die in dieser Verordnung nicht mehr vorgesehen sind, gelten hinsichtlich jener Personen, die vor dem In-Kraft-Treten dieser Verordnung in einer solchen Einrichtung eine entsprechende Ausbildung begonnen haben, bis zum Abschluss ihrer Ausbildung als anerkannte Ausbildungsstätten.

    (3) Zum Zeitpunkt des In-Kraft-Tretens dieser Verordnung bestehende Anerkennungen von Ausbildungsstätten bleiben insofern unberührt, als sich durch diese Verordnung nicht maßgebliche Umstände für die Anerkennung als Ausbildungsstätte geändert haben. Die alleinige Veränderung der zugehörigen Sonderfach- oder Additivfachbezeichnung durch diese Verordnung ist kein solcher maßgeblicher Umstand.

  • Befristete Einführung des Additivfaches Neuropädiatrie

    § 36. Eine Ausbildung im Additivfach Neuropädiatrie darf nach Ablauf des 31. Dezember 2010 nur bis zum Ablauf des 31. Dezember 2013 und nur im Rahmen des Sonderfaches Kinder- und Jugendheilkunde begonnen werden.

  • 8. Abschnitt

    In-Kraft-Tretens-Bestimmung

    In-Kraft-Treten

    § 37. (1) Diese Verordnung tritt mit 1. Februar 2007 in Kraft.

    (2) Das Inhaltsverzeichnis, § 3 Z 1, § 9, § 9a samt Überschrift, § 15 Abs. 1 Z 4a, § 19, § 26 samt Überschrift, § 28 Abs. 3, § 32 samt Überschrift, § 36 samt Überschrift und die Anlagen 15, 27, 34, 37 und 46 in der Fassung der 2. Novelle der ÄAO 2006, BGBl. II Nr. 259/2011, treten mit 1. Juli 2011 in Kraft.

  • Anlage 1

     

    Sonderfach Anästhesiologie und Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Anästhesiologie und Intensivmedizin umfasst die allgemeine und regionale Anästhesie einschließlich deren Vor- und Nachbehandlung, die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen während operativer Eingriffe, die Notfall- und Schmerzmedizin sowie die Intensivmedizin als koordiniertes Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen) einschließlich der Stabilisierung nach großen chirurgischen Eingriffen, erforderlichenfalls unter Beiziehung der für die Behandlung des Grundleidens fachlich verantwortlichen Ärztinnen/Ärzte. Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, auch des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

     

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Fünf Jahre einschließlich eines theoretischen Kurses in Form einer universitären Lehrveranstaltung an einer Ausbildungsstätte für Anästhesiologie und Intensivmedizin, die auch geblockt veranstaltet werden kann

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    2.2.

    Sechs Monate Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in der Dauer von höchstens drei Monaten Herzchirurgie, Thoraxchirurgie oder Unfallchirurgie anzurechnen ist

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 2

     

    Sonderfach Anatomie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Anatomie umfasst die Erforschung und Anwendung grundlegender wissenschaftlicher Methoden zur Untersuchung morphologisch-medizinischer Fragestellungen sowie die Mitarbeit an interdisziplinären medizinischen Forschungsaufgaben.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebunde Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Radiologie, Psychiatrie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 3

    Sonderfach Arbeitsmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Arbeitsmedizin umfasst die Beschäftigung mit den Wechselbeziehungen zwischen Arbeit, Beruf und Gesundheit mit dem Ziel der Erhaltung und Förderung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter, wobei sich das Aufgabengebiet der Arbeitsmedizin insbesondere auf die Erkennung gesundheits- und leistungsrelevanter Faktoren im betrieblichen Geschehen, die Bewertung der Auswirkungen dieser Faktoren auf den Menschen und den betrieblichen Ablauf, die Entwicklung und Umsetzung von Präventionsmaßnahmen, die Abklärung von Gesundheitsstörungen hinsichtlich ihrer möglichen arbeitsbedingten Ursachen sowie auf die Mitwirkung bei medizinischen Maßnahmen bei durch Arbeitsunfälle und durch das Arbeitsgeschehen verursachten Erkrankungen einschließlich der Durchführung berufsfördernder Rehabilitation erstreckt.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre einschließlich eines zwölfwöchigen theoretischen und praktischen arbeitsmedizinischen Kurses an einer Akademie für Arbeitsmedizin, der auch geblockt veranstaltet werden kann

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Innere Medizin, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Lungenkrankheiten in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Vier Monate Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Unfallchirurgie oder Orthopädie und Orthopädische Chirurgie in der Dauer von zwei Monaten anzurechnen ist

    2.3.

    Vier Monate Frauenheilkunde und Geburtshilfe, wobei davon zumindest zwei Monate in einer Organisationseinheit für Geburtshilfe zu absolvieren sind

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Vier Monate in einem oder zwei der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest zwei Monaten zu absolvieren ist:

    Augenheilkunde und Optometrie, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Hygiene und Mikrobiologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Medizinische Leistungsphysiologie, Neurologie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Psychiatrie, Sozialmedizin, Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 4

    Sonderfach Augenheilkunde und Optometrie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Augenheilkunde und Optometrie umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation anatomischer und funktionell krankhafter Veränderungen des Auges und seiner Adnexe sowie Kenntnisse der physikalisch optischen Grundlagen und Untersuchungsmethoden der Optometrie und deren Anwendung für die Verordnung von Heilbehelfen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Fünf Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Drei Monate in einem der folgenden Sonderfächer:

    Chirurgie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie oder Unfallchirurgie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl

  • Anlage 5

    Sonderfach Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin umfasst die Aufbringung, Herstellung und Lagerung von Fremd- und Eigenblut, Blutkomponenten und Gewebe einschließlich der Stammzellen und anderer Bestandteile für die Zelltherapie, die dazu notwendigen Tests, deren sachgemäße Anwendung sowie die Durchführung der präparativen und therapeutischen Hämapheresen. Die vom Sonderfach Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin umfassten Laboruntersuchungen und klinischen Tätigkeiten beinhalten immunhämatologische, serologische, hämostaseologische, immunologische, zelluläre, mikrobiologische, chemische und molekularbiologische Verfahren sowie die Bestimmung der Blutgruppe einschließlich der Verträglichkeitstests, der Blutfaktoren und Gewebsmerkmale sowie daraus resultierende Interpretationen für die Behandlung und fachspezifische Begutachtung. Das Sonderfach Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin umfasst schließlich die Beratung von Patientinnen/Patienten und Spenderinnen/Spendern sowie die Unterstützung der in der Vorsorge und Krankenbehandlung tätigen Ärztinnen/Ärzte, wobei sich dieses Tätigkeitsspektrum auf die Probennahme, Spende, Apherese und die Beratung hinsichtlich Therapie-, Krankheitsverlaufs- und Immunitätskontrollen erstreckt.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Ein Jahr Innere Medizin, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Kinder- und Jugendheilkunde in der Dauer von höchstens sechs Monaten anzurechnen ist

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei das gewählte Fach jeweils in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Neurochirurgie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 6

    Sonderfach Chirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Chirurgie umfasst die akute und geplante Behandlung von Patientinnen/Patienten jeden Alters mit angeborenen oder erworbenen operativ zu therapierenden Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen, die chirurgische Diagnostik mittels aller nichtinstrumenteller und instrumenteller Verfahren, insbesondere der Endoskopie mit starren und flexiblen Geräten und der fachspezifischen sonographischen Methoden, die gesamte gastrointestinale und anorektale Funktionsdiagnostik, die operative Behandlung aller Organbereiche, die fachspezifische Onkologie, die fachspezifische Intensivmedizin, therapeutisch endoskopische Methoden, den gesamten prä-, peri- und postoperativen Bereich sowie die fachspezifische Nachsorge, Rehabilitation und Präventivmedizin.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Herzchirurgie oder Thoraxchirurgie in der Dauer von höchstens einem Jahr anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Immunologie oder Medizinische und Chemische Labordiagnostik in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Unfallchirurgie

    2.3.

    Drei Monate Anästhesiologie und Intensivmedizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    3.1.1.

    Sechs Monate in einem oder zwei der folgenden Sonderfächer, wobei jedes Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

                  Anatomie, Gerichtsmedizin, Pathologie

    3.2.2.

    Drei Monate in einem der folgenden Sonderfächer:

    Kinder- und Jugendchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Unfallchirurgie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Gefäßchirurgie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Gefäßchirurgie umfasst die theoretische und klinische Forschung, die Prävention, die invasive und nicht-invasive Diagnostik, die konservative, operative und interoperativ-interventionelle Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Missbildungen der Arterien und Venen mit Ausnahme jener des Herzens einschließlich sonstiger operativer Maßnahmen an diesen Gefäßen sowie die entsprechende Nachbehandlung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Gefäßchirurgie

    II.

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen). Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

    III.

    Additivfach Sporttraumatologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Sporttraumatologie umfasst die konservative und operative Diagnostik und Behandlung von Sportschäden sowie die Prävention und Rehabilitation auf dem Gebiet der Sportmedizin.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Sporttraumatologie

    IV.

    Additivfach Viszeralchirurgie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Viszeralchirurgie umfasst die Prävention, Diagnostik, operative Behandlung und Nachbehandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen innerer Organe unter besonderer Berücksichtigung der gastroenterologischen, endokrinen und onkologischen Chirurgie der Organe und Weichteile sowie der Transplantationschirurgie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Viszeralchirurgie

  • Anlage 7

    Sonderfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Frauenheilkunde und Geburtshilfe umfasst die Prävention, Diagnostik, konservative und operative Behandlung von Funktionsstörungen der Organe des weiblichen Beckens und Beckenbodens, der weiblichen Brust sowie von krankhaften Zuständen und Komplikationen in der Schwangerschaft, die Vorbereitung, Leitung und Nachbehandlung normaler und pathologischer Geburten einschließlich der Vornahme geburtshilflicher Operationen, die Prävention unerwünschter Schwangerschaften, die Infertilitätsbehandlung sowie Maßnahmen im Rahmen der medizinisch unterstützten Fortpflanzung bei Frauen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Urologie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Innere Medizin

    2.3.

    Drei Monate Kinder- und Jugendheilkunde in einer Organisationseinheit für Geburtshilfe

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Keine

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl

    2. Abschnitt

    Additivfach Zytodiagnostik

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Zytodiagnostik umfasst die Prävention und Diagnostik von Krankheiten und deren Ursachen sowie die Überwachung des Krankheitsverlaufs und die Bewertung therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen durch die Beurteilung von morphologischem Untersuchungsmaterial, das nicht in Form von Gewebsschnitten, sondern in Form von Einzelzellen oder Zellverbänden vorliegt und mittels unterschiedlicher Techniken aus allen Organen gewonnen werden kann (Kontakt-, Exfoliativ-, Effusions- und Punktionszytologie).

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Zytodiagnostik

    2.

    Ein Jahr Pathologie

  • Anlage 8

    Sonderfach Gerichtsmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Gerichtsmedizin umfasst die angewandte Medizin, Toxikologie, Serologie und Spurenkunde im Dienste der Gerichtsbarkeit, der öffentlichen Sicherheit und des Gesundheitswesens, insbesondere die Untersuchung, Beurteilung, Rekonstruktion und Aufklärung im Zusammenhang mit natürlichen und gewaltsamen Todesfällen, Körperverletzungen, Gesundheitsschädigungen und Verletzungsfolgen bei Lebenden, Vergiftungen, der Wirkung von Alkohol und Suchtgiften, Leichen und Leichenteilen zur Identitätsfeststellung, Sexualdelikten, Kindesmisshandlungen, strittigen Abstammungsverhältnissen, medizinischen Behandlungsfehlern, Spuren und Spurenbildern sowie die medizinischfachliche Bearbeitung von medizinisch-juristischen Fragen, insbesondere die Tätigkeit als Sachverständige/-r vor Gerichten und Verwaltungsbehörden.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 9

    Sonderfach Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten umfasst die Prävention, Diagnostik, konservative und operative Behandlung sowie die Rehabilitation hinsichtlich aller organischen, funktionellen und ästhetischen Erkrankungen und Störungen des Fachbereichs, zu dem das äußere, mittlere und innere Ohr und der innere Gehörgang, die innere und äußere Nase und die Nasennebenhöhlen, die Mundhöhle mit ihren Strukturen, der Pharynx einschließlich der Tonsillen, der Larynx, die Halsabschnitte von Trachea und Ösophagus, das Lymphabflussgebiet des Kopfes und Halses, die Speicheldrüsen, die Schilddrüse, der Nervus facialis sowie die übrigen Hirnnerven im Bereich des Kopfes und Halses, das Stützgerüst und die Weichteile des Gesichtsschädels sowie die Sinnesfunktionen Gehör, Gleichgewicht, Geruch und Geschmack gehören Das Sonderfach Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten beinhaltet auch die Audiologie, die Phoniatrie, die Pädaudiologie sowie die Endoskopie und endoskopische Therapie des Fachbereichs.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Gefäßchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie oder Unfallchirurgie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Drei Monate Innere Medizin

    2.3.

    Drei Monate Kinder- und Jugendheilkunde

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Keine

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

    2. Abschnitt

    Additivfach Phoniatrie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Phoniatrie umfasst die Diagnostik und Behandlung von Stimm-, Sprech-, Sprach- und Schluckstörungen sowie von kindlichen Hörstörungen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Phoniatrie

  • Anlage 10

    Sonderfach Haut- und Geschlechtskrankheiten

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Haut- und Geschlechtskrankheiten umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation aller Zustände und Erkrankungen der Haut und der tiefer liegenden Organe, soweit diese mit der Haut physiologisch und pathophysiologisch verbunden sind, der hautnahen Schleimhäute und der Hautanhangsgebilde, weiters die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von Hautmanifestationen von systemischen Krankheiten und systemischen Manifestationen von Hautkrankheiten, die fachspezifische Onkologie und die Allergologie, die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation der chronischen Veneninsuffizienz, die periphere Angiopathie, die Venerologie sowie die Prävention, Diagnostik und Behandlung von sexuell übertragbaren Krankheiten und anderen Krankheiten des Genitoanaltraktes.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Innere Medizin, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Lungenkrankheiten, Neurologie oder Psychiatrie in der Dauer von jeweils höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Neun Monate Chirurgie, wobei hierauf eine Ausbildung in Gefäßchirurgie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie oder Unfallchirurgie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Keine

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl

    2. Abschnitt

    Additivfach Angiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Angiologie umfasst die Prävention, Diagnostik und konservative Behandlung der Erkrankungen der Blutgefäße (Arterien, Venen und Lymphgefäße) unter besonderer Berücksichtigung von Risikofaktoren, kausalen Faktoren und Folgen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Angiologie

  • Anlage 11

    Sonderfach Herzchirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Herzchirurgie umfasst die Diagnostik, Indikationsstellung, Behandlung und Nachsorge von operativ zu therapierenden Erkrankungen des Herzens und der großen intrathorakalen Gefäße.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Chirurgie oder Thoraxchirurgie in der Dauer von einem Jahr anrechenbar ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Anästhesiologie und Intensivmedizin

    2.2.

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr Chirurgie, Gefäßchirurgie oder Thoraxchirurgie, wobei jedes Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Gefäßchirurgie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Gefäßchirurgie umfasst die theoretische und klinische Forschung, die Prävention, die invasive und nicht-invasive Diagnostik, die konservative, operative und interoperativ-interventionelle Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Missbildungen der Arterien und Venen einschließlich sonstiger operativer Maßnahmen an diesen Gefäßen sowie die entsprechende Nachbehandlung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Gefäßchirurgie

    II.

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen). Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

  • Anlage 12

    Sonderfach Histologie und Embryologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Histologie und Embryologie umfasst die gesamte Mikromorphologie des Menschen und die Entwicklung des menschlichen Keimlings.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Anatomie in der Dauer von einem Jahr anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 13

    Sonderfach Hygiene und Mikrobiologie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Hygiene und Mikrobiologie umfasst die Diagnostik und Beurteilung belebter und unbelebter, den menschlichen Körper beeinträchtigender Noxen und der dadurch bedingten Erkrankungen, Maßnahmen zu deren Vermeidung und Bekämpfung sowie die Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen für Regeln und Normen für die Gesunderhaltung der Bevölkerung. Tätigkeitsschwerpunkte des Aufgabengebiets sind Umwelthygiene, Wasser- und Lebensmittelhygiene, Sozialhygiene, Hygiene in medizinischen und verwandten Einrichtungen, insbesondere Krankenhaushygiene, Infektionsdiagnostik und Klinische Mikrobiologie, sowie Immunprophylaxe im Zusammenhang mit Reise- und Tropenhygiene einschließlich Epidemiologie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Radiologie, Psychiatrie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem Sonderfach oder zwei Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

    2. Abschnitt

    Additivfach Infektiologie und Tropenmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Infektiologie und Tropenmedizin umfasst die Prävention, Diagnostik und Behandlung von durch Mikroorganismen verursachten heimischen und tropischen Infektionskrankheiten.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre und neun Monate Infektiologie und Tropenmedizin

    2.

    Drei Monate Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin oder Virologie

    3.

    Erfolgreichen Teilnahme an von der Österreichischen Ärztekammer approbierten Veranstaltungen oder Kursen für:

    3.1.

    Tropenmedizin in der Dauer von zumindest 160 Stunden

    3.2.

    Krankenhaushygiene in der Dauer von zumindest 80 Stunden

  • Anlage 14

    Sonderfach Immunologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Immunologie umfasst die Erforschung der natürlichen Abwehrsysteme des Menschen, die Anwendung serologischer, zellulärer, chemischer und molekularbiologischer Untersuchungsverfahren zur Analyse des Immunsystems, die Interpretation der diesbezüglich erhobenen Befunde, die immunologische Beratung der in der Krankenbehandlung tätigen Ärztinnen/Ärzte, die Durchführung immunologischer Analyseverfahren sowie die Herstellung und Prüfung immunologischer Präparate.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    3.1.1.

    Sechs Monate in einem oder zwei der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Chirurgie, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde

    3.1.2.

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Hygiene und Mikrobiologie, Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Neuropathologie, Pathologie, Pathophysiologie und Pharmakologie, Toxikologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 15

    Sonderfach Innere Medizin

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Innere Medizin umfasst die Prävention, Diagnostik, nicht-chirurgische Behandlung und Rehabilitation der Erkrankungen der Atmungsorgane, des Herzens, der Blutgefäße und des Kreislaufs, der Verdauungsorgane, der Nieren und ableitenden Harnwege, des Blutes und der blutbildenden Organe, des Stoffwechsels und der inneren Sekretion, der internen allergischen und onkologischen Erkrankungen, der internen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, der Infektionskrankheiten sowie der Vergiftungen einschließlich der fachspezifischen Intensivmedizin.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Fünf Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Keine

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Angiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Angiologie umfasst die Prävention, Diagnostik und konservative Behandlung der Erkrankungen der Blutgefäße (Arterien, Venen und Lymphgefäße) unter besonderer Berücksichtigung von Risikofaktoren, kausalen Faktoren und Folgen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Angiologie

    II.

    Additivfach Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen umfasst die Diagnostik und nichtchirurgische Behandlung von gut- und bösartigen Erkrankungen der endokrinen Organe einschließlich der männlichen Gonaden und endokrinen Formen der Hypertonie sowie des Kalzium-, Lipid- und Kohlenhydratstoffwechsels unter besonderer Berücksichtigung von metabolischen Syndromen, Diabetes mellitus sowie des Knochen- und Lipidstoffwechsels.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen

    III.

    Additivfach Gastroenterologie und Hepatologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Gastroenterologie und Hepatologie umfasst die Diagnostik und Behandlung aller Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts, der Leber und des Pankreas einschließlich der diagnostischen und therapeutischen gastrointestinalen Endoskopie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Gastroenterologie und Hepatologie

    IV.

    Additivfach Hämatologie und Internistische Onkologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Hämatologie und Internistische Onkologie umfasst die Prävention, Früherkennung, Molekularpathologie, Diagnostik und nicht-chirurgische Behandlung einschließlich der Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation, immunologischer und gentherapeutischer Verfahren von malignen und nichtmalignen Erkrankungen des Blutes und der blutbildenden Organe, der Blutgerinnung sowie von soliden Tumoren sämtlicher Gewebe, die diagnostische Nachsorge und Rehabilitation sowie die Palliativbetreuung von Patientinnen/Patienten mit malignen Erkrankungen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Hämatologie und Internistische Onkologie

    V.

    Additivfach Infektiologie und Tropenmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Infektiologie und Tropenmedizin umfasst die Prävention, Diagnostik und Behandlung von durch Mikroorganismen verursachten heimischen und tropischen Infektionskrankheiten.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre und drei Monate Infektiologie und Tropenmedizin

    2.

    Sechs Monate Hygiene und Mikrobiologie

    3.

    Drei Monate, Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin oder Virologie

    4.

    Erfolgreiche Teilnahme an von der Österreichischen Ärztekammer approbierten Veranstaltungen oder Kursen für:

    4.1.

    Tropenmedizin im Ausmaß von zumindest 160 Stunden

    4.2.

    Krankenhaushygiene in der Dauer von zumindest 80 Stunden

    VI.

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen) einschließlich der Stabilisierung nach großen chirurgischen Eingriffen. Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

    VII.

    Additivfach Internistische Sportheilkunde

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Internistische Sportheilkunde umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen im Zusammenhang mit der Ausübung von Sport oder mit sportmedizinischem Hintergrund unter besonderer Berücksichtigung der Doping-Problematik.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Internistische Sportheilkunde

    VIII.

    Additivfach Kardiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Kardiologie umfasst die Prävention, die klinische, elektrokardiographische, sonographische, hämodynamische und invasive Diagnostik, die konservative und interventionelle Behandlung sowie die Rehabilitation von Erkrankungen des Herzens und seiner Gefäße unter besonderer Berücksichtigung von Risikofaktoren, kausalen Faktoren und Folgen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Kardiologie

    IX.

    Additivfach Klinische Pharmakologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Klinische Pharmakologie umfasst die Erprobung und Überwachung der Arzneimittelanwendung am gesunden und kranken Menschen, die Prüfung der Pharmakokinetik und Pharmakodynamik unter Berücksichtigung von Lebensalter, pathophysiologischen Besonderheiten, Applikationsformen und Wechselwirkungen bei der Anwendung verschiedener Pharmaka, die Erkennung von Nebenwirkungen und Intoxikationen durch Medikamente sowie die fachspezifische Begutachtung und Beratung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Ein Jahr und sechs Monate klinische Pharmakologie

    2.

    Ein Jahr und sechs Monate Pharmakologie

    X.

    Additivfach Nephrologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Nephrologie umfasst die Pathogenese, Pathologie, Klinik, Ätiologie, Epidemiologie, Diagnostik und konservative Behandlung renaler Erkrankungen einschließlich der Hämo- und Peritonealdialyse.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Nephrologie

    XI.

    Additivfach Rheumatologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Rheumatologie umfasst die Pathogenese, die Pathologie, das klinische Erscheinungsbild, die Ätiologie, die Epidemiologie, die Diagnostik sowie die konservative Behandlung rheumatischer Erkrankungen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre und drei Monate Rheumatologie

    2.

    Drei Monate Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

    3.

    Drei Monate Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation

    4.

    Drei Monate Radiologie

    XII.

    Additivfach Geriatrie

    A. Definition des Aufgabengebietes

    Das Additivfach Geriatrie umfasst die kurative, palliative, präventive und rehabilitative Betreuung von Patientinnen/Patienten auf dem Gebiet der Inneren Medizin, die insbesondere ein höheres biologisches Alter, meist mehrere eingeschränkte Organfunktionen und/oder Erkrankungen, funktionelle Defizite und somit eine erhöhte Vulnerabilität aufweisen, unter besonderer Berücksichtigung der somatischen, psychischen und soziokulturellen Aspekte sowie des multidimensionalen geriatrischen Assessments inklusive Nahtstellenmanagement.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Geriatrie unter besonderer Berücksichtigung der Akutgeriatrie und Remobilisation, wobei eine Ausbildung in der Dauer von höchstens sechs Monaten im Sonderfach Innere Medizin anrechenbar ist, sofern eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachgewiesen ist

    2.

    Drei oder vier Monate Psychiatrie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    3.

    Drei oder vier Monate Neurologie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    4.

    Drei oder vier Monate Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation einschließlich der Remobilisation und Nachsorge, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    5.

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist, mit Ausnahme des Sonderfaches Innere Medizin, sofern in den Ausbildungsfächern 2., 3. und 4. nicht jeweils vier Monate absolviert worden sind

  • Anlage 16

    Sonderfach Kinder- und Jugendchirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Kinder- und Jugendchirurgie umfasst die Prävention, Diagnostik, operative und nicht-operative Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von angeborenen Missbildungen, chirurgischen Erkrankungen, Funktionsstörungen, Organtumoren, Verletzungen und Unfallfolgen im Neugeborenen-, Säuglings-, Kindes- und Jugendalters einschließlich der fachspezifischen Intensivmedizin und pränatalen Chirurgie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Drei Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Zwei Jahre Chirurgie

    2.2.

    Sechs Monate Urologie

    2.3.

    Drei Monate Kinder- und Jugendheilkunde

    2.4.

    Drei Monate Unfallchirurgie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    Additivfach Pädiatrische Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Pädiatrische Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen). Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Pädiatrische Intensivmedizin

  • Anlage 17

    Sonderfach Kinder- und Jugendheilkunde

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Kinder- und Jugendheilkunde umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation sämtlicher im Kindes- und Jugendalter auftretender Erkrankungen und Störungen des Wohlbefindens, wobei sich die Kinder- und Jugendheilkunde auf ein vertieftes Verständnis von Wachstum und Entwicklung eines heranreifenden Organismus stützt und erforderlichenfalls bei spezifischen Krankheitsbildern eine Weiterversorgung im Erwachsenenalter bis zur möglichen adäquaten Behandlungsübernahme durch Ärztinnen/Ärzte anderer Fachrichtungen einschließt.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Dauer von höchstens sechs Monaten anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Fünf Monate Innere Medizin

    2.2.

    Drei Monate Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    2.3.

    Drei Monate Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

    2.4.

    Zwei Monate Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten

    2.5.

    Zwei Monate Haut- und Geschlechtskrankheiten

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Drei Monate Chirurgie oder Kinder- und Jugendchirurgie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem Sonderfach oder zwei Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Kinder und Jugendliche mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen) einschließlich der Stabilisierung nach großen chirurgischen Eingriffen. Das Aufgabengebiet der Neonatologie umfasst die Behandlung von Frühgeborenen und Neugeborenen insbesondere mit schweren Adaptationsstörungen. Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Neonatologie und ein Jahr Pädiatrische Intensivmedizin oder

    2.

    Zwei Jahre Pädiatrische Intensivmedizin und ein Jahr Neonatologie

    II.

    Additivfach Neuropädiatrie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Neuropädiatrie (Neurologie des Kindes- und Jugendalters) umfasst die Prävention, Abklärung, Diagnostik, konservative Behandlung, und Rehabilitation von Erkrankungen und Störungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems sowie der Muskulatur des Kindes und Jugendlichen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Neuropädiatrie

    III.

    Additivfach Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie umfasst die Diagnostik, Behandlung und Langzeitbetreuung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit angeborenen und erworbenen Störungen endokriner Regelkreise, insbesondere im Bereich der primären, sekundären und tertiären Störungen der Schilddrüsen-, Nebennieren- und Gonadenfunktion, der Störungen des Wachstums, des Knochenstoffwechsels, der somatosexuellen Entwicklung, der verschiedenen Formen des Diabetes mellitus sowie der kombinierten Hormonausfälle.

     

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie

     

    IV.

    Additivfach Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Pädiatrische Hämatologie und Onkologie umfasst die Prävention, Früherkennung, Molekularpathologie, Diagnostik, Behandlung, diagnostische Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen des Blutes, der blutbildenden Organe sowie von neoplastischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter unter Einschluss aller Methoden der Stammzellgewinnung, -aufbereitung und -transplantation sowie das Management allfälliger Therapiekomplikationen und krankheits- oder therapiebedingter Spätfolgen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Pädiatrische Hämatologie und Onkologie

    V.

    Additivfach Pädiatrische Kardiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Pädiatrische Kardiologie umfasst die koordinierte Behandlung und Langzeitbetreuung von Feten, Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen mit angeborenen oder erworbenen Herzfehlern sowie von jungen Erwachsenen mit komplexen angeborenen Vitien. Das Aufgabengebiet beinhaltet auch die prä- und postoperative invasive und nicht-invasive Diagnostik, die prä- und postoperative intensivmedizinische Betreuung einschließlich Monitoring, Organunterstützung sowie interventioneller Herzkathetereingriffe.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Pädiatrische Kardiologie

    VI.

    Additivfach Pädiatrische Pulmonologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Pädiatrische Pulmonologie umfasst das spezialisierte Behandlungsmanagement für Säuglinge, Kinder und Jugendliche mit komplexen und chronischen respiratorischen Erkrankungen durch den Einsatz der gesamten pneumologischen Methodik im Bereich der Diagnostik und Therapie einschließlich einer auf pädiatrische Bedürfnisse zugeschnittenen Lungenfunktionsdiagnostik, Bronchoskopie, Atemphysiotherapie, Langzeit-Heimbeatmung und eines pädiatriespezifischen Luftwegsmanagements, weiters das Langzeitbehandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit Mukoviszidose sowie die Behandlung allergologischer Erkrankungen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Pädiatrische Pulmonologie

    2.

    Ein Jahr Pädiatrische Pulmonologie mit allergologischem Schwerpunkt

  • Anlage 18

    Sonderfach Kinder- und Jugendpsychiatrie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Kinder- und Jugendpsychiatrie umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von im Kindes- und Jugendalter auftretenden psychischen und psychosomatischen Krankheiten und Störungen sowie psychischen und sozialen Verhaltensauffälligkeiten einschließlich der psychiatrischen Behandlung von neurologischen Erkrankungen und entwicklungsbedingten psychischen Erkrankungen sowie die fachspezifische Begutachtung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Zehn Monate Kinder- und Jugendheilkunde

    2.2.

    Acht Monate Psychiatrie

    2.3.

    Sechs Monate Neurologie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    Additivfach Neuropädiatrie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Neuropädiatrie (Neurologie des Kindes- und Jugendalters) umfasst die Prävention, Abklärung, Diagnostik, konservative Behandlung, und Rehabilitation von Erkrankungen und Störungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems sowie der Muskulatur des Kindes und Jugendlichen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Neuropädiatrie

    2.

    Ein Jahr Kinder- und Jugendheilkunde

  • Anlage 19

    Sonderfach Lungenkrankheiten

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Lungenkrankheiten umfasst die Prävention, die Diagnostik, die Behandlung einschließlich Palliation sowie die Rehabilitation aller Erkrankungen der Lunge; insbesondere die Ätiologie, Symptomatologie, Epidemiologie, Diagnostik und Differenzialdiagnostik aller bronchopulmonalen und thorakalen Erkrankungen, sämtliche Untersuchungsmethoden zur fachspezifischen Diagnostik und Differenzialdiagnostik, therapeutische Verfahren zur Prävention, Behandlung und Rehabilitation von bronchopulmonalen und thorakalen Erkrankungen, Indikationsstellungen für Operationen sowie die fachspezifische Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen, speziell mit Fachärzten für Strahlentherapie-Radioonkologie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr und drei Monate Innere Medizin (einschließlich sechs Monate Kardiologie und sechs Monate Intensivmedizin), wobei hierauf eine Ausbildung in Neurologie, Psychiatrie oder Lungenkrankheiten in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Radiologie

    2.3.

    Drei Monate Kinder- und Jugendheilkunde

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen) einschließlich der Stabilisierung nach großen chirurgischen Eingriffen. Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

    II.

    Additivfach Zytodiagnostik

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Zytodiagnostik umfasst die Prävention und Diagnostik von Krankheiten und deren Ursachen sowie die Überwachung des Krankheitsverlaufs und die Bewertung therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen durch die Beurteilung von morphologischem Untersuchungsmaterial, das nicht in Form von Gewebsschnitten, sondern in Form von Einzelzellen oder Zellverbänden vorliegt und mittels unterschiedlicher Techniken aus allen Organen gewonnen werden kann (Kontakt-, Exfoliativ-, Effusions- und Punktionszytologie).

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Zytodiagnostik

    2.

    Ein Jahr Pathologie

  • Anlage 20

    Sonderfach Medizinische Biophysik

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Medizinische Biophysik umfasst die Erforschung von physikalischen Einflüssen auf den menschlichen Körper, von physikalischen Vorgängen im Körper und Wechselwirkungen zwischen physikalischen Vorgängen und dem Körper, soweit sie für diagnostische, bildgebende oder therapeutische Zwecke eingesetzt werden oder ihnen gesundheitsschädigende Bedeutung zukommt, weiters die entsprechenden praktisch-methodischen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten, den Einsatz mathematischer und computerunterstützter Verfahren, insbesondere in der Grundlagenforschung und angewandten Forschung, sowie die fachspezifische Begutachtung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendchirurgie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Radiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem Sonderfach oder zwei Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 21

    Sonderfach Medizinische Genetik

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Medizinische Genetik umfasst die Diagnostik genetisch bedingter Erkrankungen, die Ermittlung des Erkrankungsrisikos, die genetische Beratung der Patientinnen/Patienten und deren Familien sowie die fachspezifische Grundlagenforschung und angewandte Forschung, insbesondere durch die Anwendung zytogenetischer, biochemischer und molekulargenetischer Verfahren sowie die Anwendung der Kenntnisse des Ablaufs und der Gesetzmäßigkeiten biologischer Funktionen beim Menschen, der Ätiologie und Pathogenese erblicher und erblich mitbedingter Erkrankungen, der allgemeinen Humangenetik, der Zytogenetik, der Molekulargenetik, der Dysmorphologie, der klinischen Genetik einschließlich der Syndromologie, der Populationsgenetik und der genetischen Epidemiologie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurologie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 22

    Sonderfach Medizinische und Chemische Labordiagnostik

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Medizinische und Chemische Labordiagnostik umfasst die Anwendung morphologischer, biologischer, chemischer, molekularer, physikalischer und spezieller immunologischer Untersuchungsverfahren auf Körpersäfte, die Beurteilung ihrer morphologischen Bestandteile sowie von ab- und ausgeschiedenem Untersuchungsmaterial zur Erkennung physiologischer Eigenschaften, krankhafter Zustände und Verlaufskontrolle einschließlich der dazu erforderlichen Funktionsprüfungen und diagnostischen Eingriffen samt fachspezifischen Begutachtungen, weiters die Beratung der Patientinnen/Patienten und Unterstützung der in der Vorsorge und in der Krankenbehandlung tätigen Ärztinnen/Ärzte, wobei sich dieses Tätigkeitsspektrum vor allem auf Probennahmen, Gerinnungsuntersuchungen, Antikoagulantieneinstellungen, Medikamentenüberwachung, Funktionstests, Therapie-, Krankheitsverlaufs-Kontrollen und Immunitätskontrollen erstreckt.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Neun Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    3.1.1.

    Drei Monate in einem der folgenden Sonderfächer:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Neurochirurgie, Neurologie

    3.1.2.

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Gerichtsmedizin, Hygiene und Mikrobiologie, Immunologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Medizinische Genetik, Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Nuklearmedizin, Pathologie, Pharmakologie und Toxikologie, Physiologie, Psychiatrie, Sozialmedizin, Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin, Virologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    Additivfach Zytodiagnostik

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Zytodiagnostik umfasst die Prävention und Diagnostik von Krankheiten und deren Ursachen sowie die Überwachung des Krankheitsverlaufs und die Bewertung therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen durch die Beurteilung von morphologischem Untersuchungsmaterial, das nicht in Form von Gewebsschnitten, sondern in Form von Einzelzellen oder Zellverbänden vorliegt und mittels unterschiedlicher Techniken aus allen Organen gewonnen werden kann (Kontakt-, Exfoliativ-, Effusions- und Punktionszytologie).

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Zytodiagnostik

    2.

    Ein Jahr Pathologie

  • Anlage 23

    Sonderfach Medizinische Leistungsphysiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Medizinische Leistungsphysiologie umfasst Kenntnisse über den Einfluss von körperlicher Aktivität und Bewegungsmangel unter Berücksichtigung der verschiedensten Umweltbedingungen auf die Leistungsfähigkeit und Leistungsvoraussetzung des Menschen jeder Altersstufe, alle dazu notwendigen diagnostischen Prüfverfahren, die geeignet sind, die Leistungsfähigkeit qualitativ und quantitativ festzustellen und deren Ergebnisse im Rahmen von Beratung anwenden zu können, sowie die Anwendung dieser Kenntnisse in der Grundlagenforschung und angewandten Forschung, in der Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation sowie im Behinderten-, Gesundheits-, Leistungs- und Hochleistungssport unter besonderer Berücksichtigung der Doping-Problematik.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Innere Medizin, wobei hierauf eine Ausbildung in Kardiologie in der Dauer von höchstens drei Monaten anrechenbar ist

    2.2.

    Drei Monate Neurologie

    2.3.

    Drei Monate Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

    2.4.

    Drei Monate Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Keine

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl

  • Anlage 24

    Sonderfach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung, Rekonstruktion und Rehabilitation von angeborenen und erworbenen Formveränderungen, Funktionsstörungen, Erkrankungen und Verletzungen der Hart- und Weichgewebe der Mund-, Kiefer- und Gesichtsregionen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Drei Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Chirurgie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem der folgenden Sonderfächer:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Kinder- und Jugendchirurgie, Neurochirurgie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Unfallchirurgie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 25

    Sonderfach Neurobiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Neurobiologie umfasst die Kenntnisse der morphologischen, biophysikalischen und biochemischen Grundlagen von der Struktur, der Funktion und den Erkrankungen des Nervensystems, die wichtigsten Methoden zur Erforschung dieser Grundlagen sowie die Beeinflussung der Struktur, der Funktion und von Erkrankungen durch am Nervensystem wirksame Substanzen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    3.1.1.

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.1.2.

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anatomie, Histologie und Embryologie, Hygiene und Mikrobiologie, Immunologie, Medizinische Genetik, Neurochirurgie, Neurologie, Neuropathologie, Pathologie, Pathophysiologie, Pharmakologie und Toxikologie, Physiologie, Virologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 26

    Sonderfach Neurochirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Neurochirurgie umfasst die Diagnostik, operative Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen des zentralen Nervensystems und seiner Hüllen, insbesondere des Hirnschädels, der Schädelbasis und der Wirbelsäule, des peripheren und vegetativen Nervensystems sowie die entsprechenden Voruntersuchungen und konservativen Behandlungsverfahren.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Fünf Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Gefäßchirurgie, Orthopädie und Orthopädischer Chirurgie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, oder Unfallchirurgie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Neurologie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Neuropathologie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen). Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

  • Anlage 27

    Sonderfach Neurologie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Neurologie umfasst die Prävention, die Diagnostik, die kausale, symptomatische und palliative Behandlung sowie die Rehabilitation von primären und sekundären Erkrankungen und Funktionsstörungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems sowie der Muskulatur.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Innere Medizin, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Anästhesiologie und Intensivmedizin, Kardiologie, Lungenkrankheiten oder Intensivmedizin als Additivfach zu den Sonderfächern Innere Medizin, Lungenkrankheiten oder Neurologie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Psychiatrie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem oder zwei der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Kinder- und Jugendpsychiatrie, Neurobiologie, Neurochirurgie, Neuropathologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Radiologie, Psychiatrie, Unfallchirurgie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen) einschließlich der Stabilisierung nach großen neurochirurgischen Eingriffen. Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

    II.

    Additivfach Neuropädiatrie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Neuropädiatrie (Neurologie des Kindes- und Jugendalters) umfasst die Prävention, Abklärung, Diagnostik, konservative Behandlung, und Rehabilitation von Erkrankungen und Störungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems sowie der Muskulatur des Kindes und Jugendlichen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Neuropädiatrie

    2.

    Ein Jahr Kinder- und Jugendheilkunde

    III.

    Additivfach Geriatrie

    A. Definition des Aufgabengebietes

    Das Additivfach Geriatrie umfasst die kurative, palliative, präventive und rehabilitative Betreuung von Patientinnen/Patienten auf dem Gebiet der Neurologie, die insbesondere ein höheres biologisches Alter, meist mehrere eingeschränkte Organfunktionen und/oder Erkrankungen, funktionelle Defizite und somit eine erhöhte Vulnerabilität aufweisen, unter besonderer Berücksichtigung der somatischen, psychischen und soziokulturellen Aspekte sowie des multidimensionalen geriatrischen Assessments inklusive Nahtstellenmanagement.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Geriatrie unter besonderer Berücksichtigung der Akutgeriatrie und Remobilisation, wobei eine Ausbildung in der Dauer von höchstens sechs Monaten im Sonderfach Neurologie mit geriatrischem Schwerpunkt anrechenbar ist, sofern eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachgewiesen ist

    2.

    Drei oder vier Monate Psychiatrie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    3.

    Drei oder vier Monate Innere Medizin, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    4.

    Drei oder vier Monate Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation einschließlich der Remobilisation und Nachsorge, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    5.

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist, mit Ausnahme des Sonderfaches Neurologie, sofern in den Ausbildungsfächern 2., 3. und 4. nicht jeweils vier Monate absolviert worden sind

  • Anlage 28

    Sonderfach Neuropathologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Neuropathologie umfasst die Diagnostik von Krankheiten des Nervensystems und der Skelettmuskulatur unter besonderer Berücksichtigung deren Ursachen, die Überwachung des Krankheitsverlaufs und die Bewertung therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen durch morphologische und molekulare Untersuchungen von Gewebsmaterial, Zellmaterial und Körpersäften (wie etwa Resektionen, Biopsien, Punktate, Abstriche) sowie die Vornahme von Obduktionen des Nervensystems.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Pathologie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr und sechs Monate in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Neurobiologie, Neurochirurgie, Neurologie, Pathologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 29

    Sonderfach Nuklearmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Nuklearmedizin umfasst die Anwendung offener radioaktiver Stoffe für die Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen aller Organsysteme sowie die Prävention, Diagnostik und konservative Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen und der Osteoporose, weiters die Erhebung klinischer Befunde, die Anwendung unterstützender apparativer Verfahren (wie etwa EKG, kleine Spirometrie, Sonographie), die Durchführung von erforderlichen Interventionen (wie etwa Ergometrie, pharmakologische Belastung, Punktion, Kontrastoptimierung, Katheterisierung), die In-vitro-Diagnostik mit Radionukliden und die dazu notwendigen ergänzenden Methoden, die Therapie mit offenen Radionukliden, die Strahlenbiologie, die Dosimetrie, den Strahlenschutz, insbesondere hinsichtlich offener radioaktiver Stoffe, den Betrieb der erforderlichen Geräte (wie etwa Sonden, Gammakamera, PET) einschließlich Tiefenkorrektur, die Bildüberlagerung sowie die Diagnostik und Behandlung von akzidenteller Radionuklidinkorporation sowie die Notfallversorgung nach Strahlenunfällen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Ein Jahr Innere Medizin, wobei hierauf eine Ausbildung in Lungenkrankheiten in der Dauer von höchstens drei Monaten anrechenbar ist

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Neurologie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 30

    Sonderfach Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Orthopädie und Orthopädische Chirurgie umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung, und Rehabilitation von angeborenen und erworbenen Formveränderungen, Funktionsstörungen, Erkrankungen sowie Verletzungen der Stütz- und Bewegungsorgane.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation in der Dauer von höchstens sechs Monaten anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Gefäßchirurgie, Neurochirurgie oder Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Unfallchirurgie

    2.3.

    Drei Monate Kinder- und Jugendheilkunde

    2.4.

    Drei Monate Neurologie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Rheumatologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Rheumatologie umfasst die Pathogenese, die Pathologie, das klinische Erscheinungsbild, die Ätiologie, die Epidemiologie, die Diagnostik sowie die konservative und operative Behandlung rheumatischer Erkrankungen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre und drei Monate Rheumatologie

    2.

    Drei Monate Innere Medizin

    3.

    Drei Monate Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation

    4.

    Drei Monate Radiologie

    II.

    Additivfach Sportorthopädie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Sportorthopädie umfasst die präventive Erfassung von Pathologien am Bewegungsapparat und deren Behandlung, die konservative Behandlung von Sportschäden am Bewegungsapparat einschließlich der Adaption von Sportgeräten an die individuelle Anatomie sowie die operative Behandlung von chronischen Sportschäden am Bewegungsapparat.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Sportorthopädie

  • Anlage 31

    Sonderfach Pathologie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Pathologie umfasst die Prävention und Diagnostik von Krankheiten unter besonderer Berücksichtigung deren Ursachen, die Überwachung des Krankheitsverlaufs, die Bewertung therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen durch die Beurteilung von morphologischem Untersuchungsmaterial (wie etwa Biopsien, Punktate, Abstriche) sowie durch die Vornahme von Obduktionen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Neurobiologie, Neurochirurgie, Neurologie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

    2. Abschnitt

    Additivfach Zytodiagnostik

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Zytodiagnostik umfasst die Prävention und Diagnostik von Krankheiten und deren Ursachen sowie die Überwachung des Krankheitsverlaufs und die Bewertung therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen durch die Beurteilung von morphologischem Untersuchungsmaterial, das nicht in Form von Gewebsschnitten, sondern in Form von Einzelzellen oder Zellverbänden vorliegt und mittels unterschiedlicher Techniken aus allen Organen gewonnen werden kann (Kontakt-, Exfoliativ-, Effusions- und Punktionszytologie).

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Zytodiagnostik

  • Anlage 32

     

    Sonderfach Pathophysiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Pathophysiologie umfasst das Erkennen der funktionellen Ursachen von Erkrankungen auf Grund von vorwiegend im Experiment gewonnenen funktionell-pathologischen Erkenntnissen und somit die Grundlagen für das Verständnis der Diagnose, des Verlaufes von Krankheiten sowie der Wirkmechanismen therapeutischer Maßnahmen.

     

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes Sonderfach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Medizin, Psychiatrie, Radiologie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern, wobei jedes Wahlnebenfach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 33

     

    Sonderfach Pharmakologie und Toxikologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Pharmakologie und Toxikologie umfasst die Erforschung von Arzneimittel- und Schadstoffwirkungen im Tierexperiment, am Menschen und in der Umwelt, die Untersuchung von Resorption, Verteilung, chemischen Veränderungen und Elimination von Wirkstoffen, die Mitarbeit bei der Entwicklung und Anwendung neuer Pharmaka sowie bei der Bewertung ihres therapeutischen Nutzens, die Mitarbeit bei der Auffindung und Bewertung von Schadstoffrisiken, die Beratung von Ärztinnen/Ärzten in der Arzneitherapie und bei Vergiftungsfällen sowie die fachspezifische Begutachtung.

     

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem Sonderfach oder zwei Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 34

    Sonderfach Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation umfasst die Prävention, Diagnostik und Behandlung von Krankheiten und Funktionsstörungen aller Organsysteme, insbesondere mit physikalischen Mitteln, sowie die Wiederherstellung oder Besserung der Körperstrukturen, der Körperfunktionen, der Aktivität und der Partizipation unter Berücksichtigung der Kontextfaktoren. Das Aufgabengebiet der Physikalischen Medizin beinhaltet insbesondere die Mechano-, Elektro-, Thermo- und Photodiagnostik, die Mechano- und Bewegungstherapie, die Ergo-, Elektro-, Thermo-, Photo- und Hydrotherapie, die Inhalation sowie die Balneo- und Klimatherapie. Das Aufgabengebiet der Allgemeinen Rehabilitation beinhaltet die Feststellung des Rehabilitationsbedarfs, die rehabilitative Diagnostik, das Rehabilitationsmanagement, die Interventionsplanung sowie die Evaluation rehabilitativer Maßnahmen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf eine Ausbildung in Chirurgie, Innere Medizin, Neurochirurgie, Neurologie, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie oder Unfallchirurgie in der Dauer von höchstens sechs Monaten anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Innere Medizin

    2.2.

    Sechs Monate Neurologie

    2.3.

    Drei Monate Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

    2.4.

    Drei Monate Unfallchirurgie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Physikalische Sportheilkunde

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Physikalische Sportheilkunde umfasst die Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation bei sportmedizinischen Erkrankungen und Verletzungen aufgrund der Ausübung von Sport.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Physikalische Sportheilkunde

    II.

    Additivfach Rheumatologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Rheumatologie umfasst die Pathogenese, die Pathologie, das klinische Erscheinungsbild, die Ätiologie, die Epidemiologie, die Diagnostik sowie die konservative Behandlung rheumatischer Erkrankungen.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre und drei Monate

    2.

    Drei Monate Innere Medizin

    3.

    Drei Monate Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

    4.

    Drei Monate Radiologie

    III.

    Additivfach Geriatrie

    A. Definition des Aufgabengebietes

    Das Additivfach Geriatrie umfasst die kurative, palliative, präventive und rehabilitative Betreuung von Patientinnen/Patienten auf dem Gebiet der Physikalischen Medizin und Allgemeinen Rehabilitation, die insbesondere ein höheres biologisches Alter, meist mehrere eingeschränkte Organfunktionen und/oder Erkrankungen, funktionelle Defizite und somit eine erhöhte Vulnerabilität aufweisen, unter besonderer Berücksichtigung der somatischen, psychischen und soziokulturellen Aspekte sowie des multidimensionalen geriatrischen Assessments inklusive Nahtstellenmanagement.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Geriatrie unter besonderer Berücksichtigung der Akutgeriatrie und Remobilisation, wobei eine Ausbildung in der Dauer von höchstens sechs Monaten im Sonderfach Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation anrechenbar ist, sofern eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachgewiesen ist

    2.

    Drei oder vier Monate Psychiatrie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    3.

    Drei oder vier Monate Neurologie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    4.

    Drei oder vier Monate Innere Medizin, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    5.

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist, mit Ausnahme des Sonderfaches Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, sofern in den Ausbildungsfächern 2., 3. und 4. nicht jeweils vier Monate absolviert worden sind

  • Anlage 35

    Sonderfach Physiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Physiologie umfasst die Kenntnis über die Lebensfunktionen, die entsprechenden praktisch-methodischen Erfahrungen und Fertigkeiten sowie deren Anwendung in der Grundlagenforschung und angewandten Forschung, insbesondere im Bereich der klinischen Physiologie und Arbeitsphysiologie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Sechs Monate in einem Sonderfach oder zwei Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 36

    Sonderfach Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie umfasst die Prävention, die Diagnostik, die operative und nicht-operative Behandlung, die Nachsorge und die fachspezifische Rehabilitation von Gewebe- und Funktionsdefekten am ganzen Körper, insbesondere bei Missbildungen, nach Unfällen, Tumoroperationen und Brandverletzungen, bei Tumoren insbesondere im Zusammenhang mit der Primärrekonstruktion, bei angeborenen oder erworbenen Formanomalien und Formveränderungen am ganzen Körper sowie bei ästhetischen Problemstellungen mittels verschiedener Methoden des Gewebetransfers und der Gewebetransplantation sowie alloplastischer Methoden zur funktionellen und ästhetischen Wiederherstellung oder Verbesserung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Chirurgie

    2.2.

    Sechs Monate Unfallchirurgie, wobei hierauf eine Ausbildung in Orthopädie und Orthopädische Chirurgie in der Dauer von höchsten drei Monaten anzurechnen ist

    2.3.

    Drei Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Drei Monate Anatomie oder drei Monate Pathologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen). Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

  • Anlage 37

    Sonderfach Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin umfasst die Prävention, die Diagnostik, die nicht-operative Behandlung einschließlich Psychotherapeutischer Medizin, die Rehabilitation sowie die fachspezifische Begutachtung von psychischen und psychosomatischen Krankheiten oder Störungen sowie psychischen und sozialen Verhaltensauffälligkeiten.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Fünf Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Kinder- und Jugendpsychiatrie in der Dauer von acht Monaten anrechenbar ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    2.2.

    Sechs Monate Neurologie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    Additivfach Geriatrie

    A. Definition des Aufgabengebietes

    Das Additivfach Geriatrie umfasst die kurative, palliative, präventive und rehabilitative Betreuung von Patientinnen/Patienten auf dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapeutischen Medizin, die insbesondere ein höheres biologisches Alter, meist mehrere eingeschränkte Organfunktionen und/oder Erkrankungen, funktionelle Defizite und somit eine erhöhte Vulnerabilität aufweisen, unter besonderer Berücksichtigung der somatischen, psychischen und soziokulturellen Aspekte sowie des multidimensionalen geriatrischen Assessments inklusive Nahtstellenmanagement.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Geriatrie unter besonderer Berücksichtigung der Akutgeriatrie und Remobilisation, wobei eine Ausbildung in der Dauer von höchstens sechs Monaten im Sonderfach Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin anrechenbar ist, sofern eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachgewiesen ist

    2.

    Drei oder vier Monate Innere Medizin, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    3.

    Drei oder vier Monate Neurologie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    4.

    Drei oder vier Monate Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation einschließlich der Remobilisation und Nachsorge, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    5.

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist, mit Ausnahme des Sonderfaches Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, sofern in den Ausbildungsfächern 2., 3. und 4. nicht jeweils vier Monate absolviert worden sind

  • Anlage 38

    Sonderfach Radiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Radiologie umfasst die Diagnostik von Erkrankungen durch die Anwendung von ionisierenden Strahlen mit Ausnahme offener Radionuklide, von Ultraschallwellen und Magnetresonanz, die mit Hilfe entsprechender bildgebender Verfahren (optical imaging) durchführbaren diagnostischen und therapeutischen Eingriffe sowie den fachspezifischen Strahlenschutz.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Fünf Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Nuklearmedizin oder Strahlentherapie-Radioonkologie in der Dauer von höchstens einem Jahr oder Nuklearmedizin und Strahlentherapie-Radioonkologie jeweils in der Dauer von sechs Monaten anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    2.2.

    drei Monate Chirurgie

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Drei Monate in einem der folgenden Sonderfächer:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Hygiene und Mikrobiologie, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Mund-, Kiefer und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 39

    Sonderfach Sozialmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Sozialmedizin umfasst die Umsetzung von Maßnahmen zur sozialen, physischen und psychischen Gesunderhaltung und Krankheitsbekämpfung mit dem Schwerpunkt Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von Gesundheitsbeeinträchtigungen, Erkrankungen und Verhaltensweisen, die gesellschaftlich bedingt sein können.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Anästhesiologie und Intensivmedizin, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde und Optometrie, Blutgruppenserologie und Transfusionsmedizin, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Innere Medizin, Kinder- und Jugendchirurgie, Kinder- und Jugendheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Lungenkrankheiten, Medizinische Leistungsphysiologie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, Psychiatrie, Radiologie, Strahlentherapie-Radioonkologie, Unfallchirurgie, Urologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    1.

    Sechs Monate in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 40

    Sonderfach Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin umfasst die Diagnostik, Beurteilung und Behandlung von heimischen sowie von insbesondere in tropischen und subtropischen Ländern vorkommenden Infektionskrankheiten, die Epidemiologie von Infektionskrankheiten sowie die Kenntnis und Durchführung von prophylaktischen Maßnahmen gegen Infektionskrankheiten, insbesondere die Impfprävention und Chemoprophylaxe.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf ein theoretischer Kurs in Form einer universitären Lehrveranstaltung, die auch geblockt veranstaltet werden kann, in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Hygiene und Mikrobiologie

    2.2.

    Ein Jahr Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    Additivfach Infektiologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Infektiologie umfasst die Prävention, Diagnostik und Behandlung von durch Mikroorganismen verursachten heimischen und tropischen Infektionskrankheiten.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre und drei Monate Infektiologie

    2.

    Sechs Monate Hygiene und Mikrobiologie

    3.

    Drei Monate Medizinische und Chemische Labordiagnostik oder Virologie

    4.

    Erfolgreiche Teilnahme an von der Österreichischen Ärztekammer approbierten Veranstaltungen oder Kursen für:

    4.1.

    Tropenmedizin im Ausmaß von zumindest 160 Stunden

    4.2.

    Krankenhaushygiene in der Dauer von zumindest 80 Stunden

  • Anlage 41

    Sonderfach Strahlentherapie-Radioonkologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Strahlentherapie-Radioonkologie umfasst die Indikationsstellung, Behandlung und Nachsorge aller Erkrankungen, bei denen eine Strahlentherapie wirksam ist, einschließlich aller damit im Zusammenhang stehender Verfahren und Therapiemaßnahmen, aller Formen der Biomodulation, die zur Veränderung der Strahlensensibilität beitragen, die Strahlenbiologie sowie den fachspezifischen Strahlenschutz.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Fünf Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Radiologie in der Dauer von höchstens einem Jahr anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    Keine

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Keine

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Ein Jahr in einem Sonderfach oder mehreren Sonderfächern nach Wahl, wobei jedes gewählte Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist

  • Anlage 42

    Sonderfach Thoraxchirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Thoraxchirurgie umfasst die Diagnostik, Indikationsstellung, chirurgische Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen der thorakalen Organe sowie der Thoraxwand, insbesondere der Pleura, der Lungen, der Luftröhre und der Bronchien, des Mediastinums, des Zwerchfells und der Speiseröhre, mit Ausnahme des Herzens und der großen intrathorakalen Gefäße.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Chirurgie oder Herzchirurgie in der Dauer von einem Jahr anzurechnen ist

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Sechs Monate Anästhesiologie oder Intensivmedizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    3.1.1.

    Ein Jahr in einem oder mehreren der folgenden Sonderfächer, wobei jedes Fach in der Dauer von zumindest drei Monaten zu absolvieren ist:

    Chirurgie, Gefäßchirurgie, Herzchirurgie

    3.1.2.

    Sechs Monate Innere Medizin oder Lungenkrankheiten

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Gefäßchirurgie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Gefäßchirurgie umfasst die theoretische und klinische Forschung, die Prävention, die invasive und nicht invasive Diagnostik, die konservative, operative und interoperativ-interventionelle Behandlung von Erkrankungen, Verletzungen und Missbildungen der Arterien und Venen einschließlich sonstiger operativer Maßnahmen an diesen Gefäßen sowie die entsprechende Nachbehandlung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Gefäßchirurgie

    II.

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen). Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie, speziell des Grundleidens, einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

  • Anlage 43

    Sonderfach Unfallchirurgie

    1. Abschnitt

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Unfallchirurgie umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung, Nachbehandlung, Rehabilitation und fachspezifische Begutachtung von akuten und chronischen rezidivierenden Verletzungen, Verletzungsfolgen und den daraus resultierenden Erkrankungen und Schäden einschließlich Korrektureingriffe zur Beseitigung von Folgezuständen in jedem Lebensalter.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Drei Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr und drei Monate Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Gefäßchirurgie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Neurochirurgie

    2.3.

    Sechs Monate Orthopädie und Orthopädische Chirurgie

    2.4.

    Drei Monate Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie

    2.5.

    Drei Monate Anästhesiologie und Intensivmedizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    3.1.

    Gebundene Wahlnebenfächer:

    Drei Monate Anatomie, Gerichtsmedizin oder Pathologie

    3.2.

    Freie Wahlnebenfächer:

    Keine

    2. Abschnitt

    I.

    Additivfach Intensivmedizin

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Intensivmedizin umfasst das fachspezifische koordinierte Behandlungsmanagement für Patientinnen/Patienten mit lebensbedrohlichen Zuständen und Erkrankungen (Organversagen). Das ununterbrochene 24-stündige intensivmedizinische Behandlungsmanagement beinhaltet insbesondere die Überwachung der Vitalfunktionen (Monitoring) sowie die Durchführung von Diagnostik und Therapie einschließlich der Organunterstützung.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Intensivmedizin

    II.

    Additivfach Sporttraumatologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Additivfach Sporttraumatologie umfasst die Diagnostik, konservative und operative Behandlung von Verletzungen aufgrund der Ausübung von Sport sowie die fachspezifische Rehabilitation.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    Drei Jahre Sporttraumatologie

  • Anlage 44

    Sonderfach Urologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Urologie umfasst die Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation aller urologischen Erkrankungen, der Fehlbildungen und Verletzungen des männlichen und weiblichen Urogenitalsystems aller Altersgruppen, der Erkrankungen der Nebenniere sowie der sexuellen Funktionsstörungen, insbesondere durch die Anwendung aller fachspezifischen nichtinstrumentellen und instrumentellen Verfahren sowie aller fachspezifischen sonographischen Methoden, weiters die Andrologie, die gesamte urodynamische Funktionsdiagnostik sowie die fachspezifische Onkologie.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr und drei Monate Chirurgie, wobei hierauf eine absolvierte Ausbildung in Kinder- und Jugendchirurgie, Neurochirurgie, Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie oder Unfallchirurgie in der Dauer von höchstens drei Monaten anzurechnen ist

    2.2.

    Sechs Monate Innere Medizin

    2.3.

    Drei Monate Frauenheilkunde und Geburtshilfe

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 45

    Sonderfach Virologie

    A. Definition des Aufgabengebiets

    Das Sonderfach Virologie umfasst die Diagnostik aller Virusinfektionen des Menschen durch fachspezifische labordiagnostische Methoden, die Interpretation der damit erhobenen Befunde, die virologische Beratung der in der Krankenbehandlung tätigen Ärztinnen/Ärzte sowie die Erarbeitung von Maßnahmen zur Bekämpfung und Vermeidung virusbedingter Krankheiten.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Hauptfach:

    Vier Jahre

    2.

    Pflichtnebenfächer:

    2.1.

    Ein Jahr Hygiene und Mikrobiologie

    2.2.

    Ein Jahr Innere Medizin

    3.

    Wahlnebenfächer:

    Keine

  • Anlage 46

    Allgemeinmedizin

    Additivfach Geriatrie

    A. Definition des Aufgabengebietes

    Das Additivfach Geriatrie umfasst die präventive, kurative, rehabilitative und palliative Betreuung von Patientinnen/Patienten im Gebiet der Allgemeinmedizin, die insbesondere ein höheres biologisches Alter, meist mehrere eingeschränkte Organfunktionen und/oder Erkrankungen, funktionelle Defizite und somit eine erhöhte Vulnerabilität aufweisen, unter besonderer Berücksichtigung der somatischen, psychischen und soziokulturellen Aspekte sowie des multidimensionalen geriatrischen Assessments inklusive Nahtstellenmanagement.

    B. Mindestdauer der Ausbildung und Ausbildungsfächer

    1.

    Zwei Jahre Geriatrie unter besonderer Berücksichtigung der Akutgeriatrie und Remobilisation, wobei eine Ausbildung in der Dauer von höchstens sechs Monaten im Ausbildungsfach Allgemeinmedizin anrechenbar ist, sofern eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachgewiesen ist

    2.

    Drei Monate Psychiatrie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    3.

    Drei Monate Neurologie, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    4.

    Drei Monate Physikalische Medizin und Allgemeine Rehabilitation einschließlich der Remobilisation und Nachsorge, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist

    5.

    Drei Monate in einem Sonderfach nach Wahl, wobei eine einschlägige Tätigkeit mit geriatrischen Patientinnen/Patienten nachzuweisen ist.