Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Phosphatgehalt - Abbaubarkeit bestimmter Waschmittelinhaltsstoffe, Fassung vom 28.11.2014

Verweis auf die gesamte Rechtsvorschrift: RIS - Bundesrecht konsolidiert - Gesamte Rechtsvorschrift für Phosphatgehalt - Abbaubarkeit bestimmter Waschmittelinhaltsstoffe
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  • Langtitel
    Verordnung des Bundesministers für Umwelt, Jugend und Familie vom 22. April 1987 über die Abbaubarkeit bestimmter Waschmittelinhaltsstoffe und über die Bestimmung des Phosphatgehaltes
    StF: BGBl. Nr. 239/1987
    Änderung
    Präambel/Promulgationsklausel

    Auf Grund des § 3 sowie des § 4 Abs. 4 des Waschmittelgesetzes, BGBl. Nr. 300/1984, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Gesundheit und öffentlicher Dienst, dem Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten sowie dem Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft verordnet:

     

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    (Anm.: Aus technischen Gründen wurden einige Formeln adaptiert;

    bezüglich des Originaltextes wird auf die gedruckte Form des BGBl verwiesen!)

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  • Beachte für folgende Bestimmung
    Zum Inkrafttretedatum: vgl. § 5 Abs. 2, BGBl. Nr. 239/1987
    idF BGBl. Nr. 639/1989
    Text

    Primärabbaubarkeit grenzflächenaktiver Stoffe

     

    § 1. (1) Die Primärabbaubarkeit nichtionischer und anionischer grenzflächenaktiver Stoffe in Waschmitteln auf biologischem Weg muß durchschnittlich 90 vH betragen. Diese Anforderung gilt als eingehalten, wenn eine einmalige Prüfung unter Anwendung der gemäß Abs. 2 vorgeschriebenen Prüfmethoden mindestens den Wert 80 vH ergibt.

    (2) Die Bestimmung der Primärabbaubarkeit ist nach den Prüfmethoden gemäß den Anlagen 1 und 2 durchzuführen.

  • Bestimmung des Phosphatgehaltes

     

    § 2. (1) Die Bestimmung des Phosphatgehaltes ist nach dem Verfahren gemäß Anlage 3 oder nach einem dem Stand der Technik entsprechenden anderen Verfahren, das gleichwertige Ergebnisse erbringt, durchzuführen.

    (2) Ergeben sich aus Anlaß der Überprüfung eines Waschmittels auf dessen Phosphatgehalt Bedenken gegen die Richtigkeit der Ergebnisse eines Verfahrens gemäß Abs. 1 oder kann der Phosphatgehalt durch ein derartiges Verfahren nicht eindeutig bestimmt werden, so ist als für die Bestimmung des Phosphatgehaltes maßgebliche Schiedsmethode das Verfahren gemäß der ÖNORM ISO 4313, ausgegeben vom Österreichischen Normungsinstitut am 1. April 1986 (gravimetrische Bestimmung als Chinolin-Molybdatophosphat), verbindlich anzuwenden.

  • Schüttdichte

     

    § 3. Die Bestimmung der Schüttdichte an pulverförmigen oder granulierten Waschmitteln ist nach dem Verfahren gemäß der ÖNORM ISO 697, ausgegeben vom Österreichischen Normungsinstitut am 1. November 1986, oder nach einem anderen Verfahren, das gleichwertige Ergebnisse erbringt, vorzunehmen.

  • Probenteilung

     

    § 4. Die Probenteilung ist gemäß der ÖNORM ISO 607, ausgegeben vom Österreichischen Normungsinstitut am 1. April 1986, oder nach einem anderen Verfahren vorzunehmen, bei dem gewährleistet ist, daß die anteilsmäßige Zusammensetzung der einzelnen Waschmittelbestandteile keine das Analysenergebnis beeinflussende Änderung erfährt.

  • Inkrafttreten

     

    § 5. (1) Diese Verordnung tritt, sofern Abs. 2 nicht anderes bestimmt, mit 1. Juli 1987 in Kraft.

    (2) Der § 1 tritt hinsichtlich derjenigen nichtionogenen grenzflächenaktiven Stoffe, die

    1.

    als schwachschäumende Additionsprodukte von Alkenoxiden mit Substanzen wie Alkoholen, Alkylphenolen, Glykolen, Polyolen, Fettsäuren, Amiden oder Aminen in Reinigungsmitteln für die gewerbliche maschinelle Geschirrspülung verwendet werden,

    2.

    als alkaliresistente endständig blockierte Alkyl- und Alkylarylpolyglykolether oder für die unter Z 1 genannten Arten von Substanzen in Reinigungsmitteln für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie und für die metallverarbeitende Industrie verwendet werden,

    mit 1. Jänner 1992 in Kraft.

  •                                                              Anlage 1

                                                                 ________

    <                                                       zu § 1 Abs. 2

           BESTIMMUNG DER BIOLOGISCHEN ABBAUBARKEIT NICHTIONISCHER

                       GRENZFLÄCHENAKTIVER SUBSTANZEN

                     Referenzmethode (Bestätigungstest)

                                  KAPITEL 1

     

    1.1.      Begriffsbestimmung

              Nichtionische grenzflächenaktive Substanzen (Tenside) im

              Sinne dieser Richtlinie sind Verbindungen, die nach

              Durchgang durch einen Kationen- und Anionenaustauscher nach

              der in Kapitel 3 beschriebenen Analysenvorschrift als

              bismutaktive Substanz (BiAS) bestimmt werden.

    1.2.      Erforderliche Ausrüstung

              Die Messung erfolgt unter Verwendung einer

              Belebtschlammanlage, die in Abbildung 1 schematisch und in

              Abbildung 2 ausführlicher dargestellt ist.

              Die Ausrüstung besteht aus einem Vorratsgefäß A für

              synthetisches Abwasser, einer Dosierpumpe B, einem

              Belüftungsgefäß C, einem Absetzgefäß D, einer

              Druckluftpumpe (Mammutpumpe) E für den

              Belebtschlammrücklauf und einem Sammelgefäß F für das

              ablaufende behandelte Abwasser.

              Die Gefäße A und F müssen aus Glas oder geeignetem

              Kunststoff bestehen und mindestens 24 Liter fassen. Die

              Pumpe B muß einen gleichmäßigen Zufluß des synthetischen

              Abwassers zum Belüftungsgefäß gewährleisten; im normalen

              Betrieb muß dieses Gefäß 3 Liter Abwasser fassen können. Im

              Gefäß C ist in der Spitze des konisch geformten Gefäßbodens

              eine Glasfilterfritte G zur Belüftung aufgehängt. Die durch

              die Fritte eingeblasene Luft muß mit einem Mengenmeßgerät H

              gemessen werden.

    1.3.      Synthetisches Abwasser

              Zur Durchführung des Tests ist ein synthetisches Abwasser

              zu verwenden. Hierzu werden pro Liter Trinkwasser gelöst:

                  160 mg Pepton,

                  110 mg Fleischextrakt,

                   30 mg Harnstoff CO(NH2)2,

                    7 mg Natriumchlorid NaCl,

                    4 mg Calciumchlorid CaCl2•2H2O,

                    2 mg Magnesiumsulfat MgSO47H2O,

                   28 mg Dikaliumhydrogenphosphat K2HPO4

              und  10 +- 1 mg BiAS.

              Die BiAS wird aus dem zu prüfenden Produkt mittels der in

              Kapitel 2 angegebenen Methode extrahiert. Das synthetische

              Abwasser wird täglich frisch hergestellt.

    1.4.      Herstellung der Proben

    1.4.1.    Reine grenzflächenaktive Substanzen können ohne

              Vorbehandlung getestet werden. Zur Herstellung des

              synthetischen Abwassers (1.3) muß der Gehalt an BiAS

              bestimmt werden.

    1.4.2.    Bei konfektionierten Wasch- und Reinigungsmitteln wird der

              Gehalt an BiAS, MBAS und Seife ermittelt. Es wird eine

              alkoholische Extraktion und dann eine Abtrennung der BiAS

              durchgeführt (siehe Kapitel 2). Der Gehalt des Extrakts an

              BiAS muß zur Herstellung des synthetischen Abwassers

              bekannt sein.

    1.5.      Betrieb der Prüfeinrichtung

              Zu Beginn des Tests werden das Belüftungsgefäß C sowie das

              Absetzgefäß D mit synthetischem Abwasser gefüllt. Das

              Absetzgefäß D wird in der Höhe so fixiert, daß das

              Belüftungsgefäß C 3 l aufnimmt. Die Impfung erfolgt mit

              3 ml eines Kläranlagenablaufs guter Qualität, der frisch

              dem Ablauf einer biologischen Kläranlage für vorwiegend

              häusliches Abwasser entnommen wird. Die Ablaufprobe muß von

              der Entnahme bis zur Verwendung aerob gehalten werden. Dann

              sind die Luftzufuhr G, die Druckluftpumpe E und die

              Dosierpumpe B einzuschalten. Der Zulauf des synthetischen

              Abwassers in das Belüftungsgefäß C muß 1 Liter je Stunde

              betragen, was einer durchschnittlichen Aufenthaltszeit von

              3 Stunden entspricht.

              Die Luftzufuhr ist so einzustellen, daß der Inhalt des

              Belüftungsgefäßes C ständig in Suspension verbleibt und ein

              Mindestgehalt an gelöstem Sauerstoff von 2 mg/l

              aufrechterhalten wird. Schaumbildung ist durch geeignete

              Mittel zu verhindern. Jedoch dürfen keine Entschäumer

              verwendet werden, die eine hemmende Wirkung auf den

              Belebtschlamm ausüben oder BiAS enthalten. Die Pumpe E muß

              so eingestellt sein, daß stets ein gleichmäßiger Rücklauf

              von Belebtschlamm aus dem Absetzgefäß D zum

              Belüftungsgefäß C erfolgt. Der im oberen Teil des

              Belüftungsgefäßes C, am Boden des Absetzgefäßes D oder in

              der Rücklaufleitung sich ansammelnde Schlamm muß mindestens

              einmal täglich durch Bürsten oder durch andere geeignete

              Mittel in den Umlauf zurückgebracht werden. Wenn der

              Schlamm sich nicht absetzt, kann sein Absetz- und

              Eindickverhalten durch gegebenenfalls wiederholte Zugabe

              von je 2 ml einer 5%igen Eisen(III)chloridlösung verbessert

              werden.

              Das aus dem Absetzgefäß D abfließende Wasser wird in dem

              Sammelgefäß F während 24 Stunden aufgefangen; nach Ablauf

              dieser Zeit wird nach gründlichem Durchmischen die Probe

              entnommen. Anschließend ist das Sammelgefäß F sorgfältig zu

              reinigen.

    1.6.      Überwachung der Meßanordnung

              Der Gehalt des synthetischen Abwassers an BiAS (in mg/l)

              wird unmittelbar vor dem Gebrauch bestimmt.

              Der Gehalt an BiAS (in mg/l) des im Sammelgefäß F während

              24 Stunden aufgefangenen Ablaufs wird analytisch nach

              derselben Methode unmittelbar nach der Probenahme bestimmt;

              ist dies nicht möglich, muß die Probe konserviert werden

              (vorzugsweise durch Einfrieren). Die Konzentration ist auf

              0,1 mg/l BiAS genau zu bestimmen.

              Zur Überwachung des einwandfreien Betriebs der Meßanordnung

              wird zweimal wöchentlich der chemische Sauerstoffbedarf

              (CSB) oder der gelöste organische Kohlenstoff (DOC) des

              glasfasergefilterten Abwassers im Sammelgefäß F und des

              gefilterten synthetischen Abwassers im Vorratsgefäß A

              gemessen.

              Nach Erreichen eines pro Tag nahezu gleichbleibenden

              biologischen Abbaus der BiAS, d. h. nach Ende der

              Einarbeitungszeit gemäß Abbildung 3, sollte die

              Verringerung des CSB oder DOC weitgehend stetig verlaufen.

              Die Belebtschlammtrockensubstanz in g/l im Belüftungsgefäß

              ist zweimal wöchentlich zu ermitteln. Ist sie größer als

              2,5 g/l, so ist der Überschuß an Belebtschlamm zu

              entfernen.

              Der Abbaubarkeitstest ist bei annähernd gleichbleibender

              Raumtemperatur im Bereich zwischen 292 K und 297 K (19 bis

              24°C) durchzuführen.

    1.7.      Berechnung der biologischen Abbaubarkeit

              Der biologische Abbau der BiAS in Prozenten ist täglich aus

              dem Gehalt an BiAS in mg/l des synthetischen Abwassers und

              des im Sammelgefäß F gesammelten Ablaufs zu errechnen.

              Die errechneten Abbauwerte werden entsprechend Abbildung 3

              graphisch dargestellt.

              Für die Errechnung der biologischen Abbauwerte der BiAS ist

              das arithmetische Mittel aus den Abbauwerten in Prozenten

              zu bilden, die nach dem Ende der Einarbeitungszeit an 21

              aufeinanderfolgenden Tagen bei gleichbleibendem Abbau in

              störungsfreiem Betrieb ermittelt wurden. In keinem Fall

              soll die Einarbeitungszeit länger als 6 Wochen dauern.

              Die täglichen biologischen Abbauwerte werden bis auf 0,1%

              genau berechnet; das Endergebnis ist jedoch auf ganze

              Zahlen auf- bzw. abzurunden.

              In manchen Fällen kann die Häufigkeit der Bestimmungen

              beschränkt werden, jedoch sind zur Ermittlung des

              Mittelwerts die Ergebnisse von wenigstens

              14 Tagesprobenahmen zugrunde zu legen, die auf den auf die

              Einarbeitungszeit folgenden Zeitraum von 21 Tagen zu

              verteilen sind.

                                  KAPITEL 2

                     VORBEHANDLUNG DES ANALYSENMATERIALS

    2.1.      Vorbemerkungen

    2.1.1.    Behandlung der Proben

              In bezug auf die Behandlung von nichtionischen

              grenzflächenaktiven Stoffen und von Wasch- und

              Reinigungsmitteln zur Bestimmung der biologischen

              Abbaubarkeit durch den Bestätigungstest ist wie folgt zu

              verfahren:

              -----------------------------------------------------------

                     Produkte       !            Behandlung

              -----------------------------------------------------------

                                    !

              Nichtionische Tenside ! Keine

                                    !

              Wasch- und            ! Alkoholische Extraktionen mit

              Reinigungsmittel      ! anschließender Isolierung der

                                    ! nichtionischen Tenside durch

                                    ! Ionenaustauscher

                                    !

              -----------------------------------------------------------

              Zweck der Extraktion ist die Entfernung unlöslicher und

              anorganischer Bestandteile des kommerziellen Produkts, die

              den Test der biologischen Abbaubarkeit stören könnten.

    2.1.2.    Ionenaustauscherverfahren

              Zur korrekten Durchführung des Tests der biologischen

              Abbaubarkeit ist die Isolierung und Abtrennung der

              nichtionischen Tenside von Seife, anionischen und

              kationischen Tensiden erforderlich.

              Dieses Ergebnis wird durch ein Ionenaustauscherverfahren

              mittels eines makroporösen Austauscherharzes und geeigneter

              Elutionsmittel für fraktionelle Elution erzielt. Auf diese

              Weise werden Seife, anionische und nichtionische Tenside in

              einem einzigen Arbeitsgang isoliert.

    2.1.3.    Analytische Kontrolle

              Die Konzentration an anionischen und nichtionischen

              Tensiden in dem Wasch- und Reinigungsmittel wird nach

              Homogenisieren nach den MBAS- und BiAS-Analysenverfahren

              bestimmt. Der Seifengehalt wird mittels einer geeigneten

              Analysenmethode bestimmt.

              Diese Analyse des Produkts ist zur Berechnung der Mengen

              erforderlich, die zur Herstellung der Fraktionen für den

              Test der biologischen Abbaubarkeit erforderlich sind.

              Eine quantitative Extraktion ist nicht erforderlich; doch

              sollten mindestens 80% der nichtionischen Tenside

              extrahiert werden. In der Regel werden 90% und mehr

              erhalten.

    2.2.      Prinzip

              Aus der homogenen Probe (Pulver, Pasten und vorher

              getrocknete Flüssigkeiten) wird ein Ethanolextrakt

              gewonnen, der die Tenside, die Seife und andere

              alkohollösliche Bestandteile der Wasch- und

              Reinigungsmittel-Probe enthält.

              Der Ethanolextrakt wird zur Trockne verdampft, in

              Isopropanol-Wasser-Gemisch gelöst und diese Lösung durch

              eine auf 323 K (50°C) erhitzte Austauscherkombination

              aus stark saurem Kationenaustauscher und makroporösem

              Anionenaustauscher gegeben. Diese Temperatur ist

              erforderlich, um die Fällung von Fettsäuren in sauren

              Medien zu vermeiden.

              Nach Eindampfen des Ablaufs erhält man die nichtionischen

              Tenside. Kationische Tenside, die den Abbaubarkeitstest und

              das Analysenverfahren stören könnten, werden durch den über

              dem Anionenaustauscher eingesetzten Kationenaustauscher

              eliminiert.

    2.3.      Chemikalien und Geräte

    2.3.1.    Entsalztes Wasser

    2.3.2.    Ethanol, 95 Vol.-% C2H5OH

              (zulässig als Vergällungsmittel: Methylethylketon oder

              Methanol)

    2.3.3.    Isopropanol-Wasser-Gemisch (50/50 v/v):

              50 Volumenteile Isopropanol (CH3CHOH-CH3) auf

              50 Volumenteile Wasser (2.3.1)

    2.3.4.    Ammoniumhydrogencarbonatlösung (60/40 v/v):

              0,3 Mol NH4HCO3 in 1 000 ml Isopropanol-Wasser-Gemisch aus

              60 Volumenteilen Isopropanol und 40 Volumenteilen Wasser

              (2.3.1)

    2.3.5.    Kationenaustauscher (KAT), stark sauer, alkoholfest (50-100

              mesh)

    2.3.6.    Anionenaustauscher (AAT), makroporös, Merck Lewatit MP 7080

              (70-150 mesh) oder gleichwertig

    2.3.7.    Salzsäure 10 Gew.-% HCl

    2.3.8.    Rundkolben mit konischem Schliff und Rückflußkühler, Inhalt

              2 000 ml

    2.3.9.    Nutsche (heizbar) für Papierfilter, Durchmesser 90 mm

    2.3.10.   Saugflasche, 2 000 ml

    2.3.11.   Austauschersäule mit Heizmantel und Hahn:

              Durchmesser des Innenrohres 60 mm, Höhe 450 mm

              (Abbildung 4)

    2.3.12.   Wasserbad

    2.3.13.   Vakuumtrockenschrank

    2.3.14.   Thermostat

    2.3.15.   Rotationsverdampfer

    2.4.      Herstellung des Extrakts und Abtrennung der nichtionischen

              Tenside

    2.4.1.    Herstellung des Extrakts

              Für den Abbaubarkeitstest sind etwa 25 g BiAS als

              grenzflächenaktive Substanz erforderlich.

              Bei der Herstellung der Extrakte für die Abbaubarkeitstests

              soll die einzusetzende Produktmenge auf höchstens 2 000 g

              beschränkt bleiben. Es kann daher nötig werden, die

              Aufarbeitung zweimal oder öfter durchzuführen, um die für

              den Abbaubarkeitstest genügende Menge zu erhalten.

              Erfahrungsgemäß ist die chargenweise Gewinnung der Extrakte

              arbeitstechnisch vorteilhafter als das Arbeiten in größerem

              Maßstab.

    2.4.2.    Abtrennung der alkohollöslichen Bestandteile

              Nach Eintragen von 250 g des zu untersuchenden Wasch- und

              Reinigungsmittels in 1 250 ml Ethanol wird das Gemisch

              1 Stunde unter Rühren und Rückfluß zum Sieden erhitzt. Die

              heiße alkoholische Lösung wird über eine auf 323 K (50 Grad

              C) aufgeheizte Nutsche mit einem grobporigen Filter gegeben

              und rasch abgesaugt. Anschließend spült man Kolben und

              Nutsche mit rund 200 ml heißem Ethanol nach. Filtrat und

              Spülalkohol werden in einer leeren Saugflasche aufgefangen.

              Bei pastösen und flüssigen Produkten wägt man soviel ein,

              daß nicht mehr als 25 g anionisches Tensid und 35 g Seife

              vorliegen. Diese Einwaage wird zur Trockne gebracht. Der

              Rückstand wird in 500 ml Ethanol gelöst; dann wird wie

              vorstehend beschrieben verfahren.

              Hat ein pulverförmiges Wasch- und Reinigungsmittel eine

              deutlich geringere Schüttwichte (<300 g/l), so empfiehlt es

              sich, die Ethanolmenge bis zu einem Mischungsverhältnis von

              20 : 1 zu erhöhen.

              Das ethanolische Filtrat wird - vorzugsweise mittels eines

              Rotationsverdampfers - zur Trockne eingedampft. Wird eine

              größere Extraktmenge benötigt, so wird das Verfahren

              wiederholt. Der Rückstand wird in 5 000 ml

              Isopropanol-Wasser-Gemisch gelöst.

    2.4.3.    Vorbereitung der Ionenaustauschersäulen

              Kationenaustauschersäule

              600 ml KAT (2.3.5) werden in ein 3 000-ml-Becherglas

              gegeben und darin mit 2 000 ml Salzsäure (2.3.7)

              übergossen. Man läßt mindestens 2 Stunden unter

              gelegentlichem Umrühren stehen, sodann dekantiert man die

              Säure und spült den KAT mit entsalztem Wasser in die Säule

              (2.3.11) ein, in die man zuvor einen Glaswollebausch

              eingelegt hat. Die Säule wird mit entsalztem Wasser bei

              einer Durchlaufgeschwindigkeit von 10 bis 30 ml/min bis zur

              Chloridfreiheit gewaschen. Anschließend verdrängt man das

              Wasser mit 2 000 ml Isopropanol-Wasser-Gemisch (2.3.3)

              ebenfalls bei einer Durchlaufgeschwindigkeit von 10 bis

              30 ml/min. Damit ist die KAT-Säule betriebsbereit.

              Anionenaustauschersäule

              600 ml AAT (2.3.6) werden in ein Becherglas gegeben und

              darin mit 2 000 ml entsalztem Wasser vollständig

              übergossen. Dann läßt man den Austauscher mindestens

              2 Stunden lang quellen. Anschließend spült man den AAT mit

              entsalztem Wasser in die Säule, in die zuvor ebenfalls ein

              Glaswollebausch eingebracht wurde.

              Die Säule wird mit 0,3 M Ammoniumhydrogencarbonatlösung

              (2.3.4) bis zur Chloridfreiheit gewaschen; hierzu werden

              etwa 5 000 ml Lösung benötigt. Anschließend wird mit

              2 000 ml entsalztem Wasser nachgewaschen, sodann wird das

              Wasser mit 2 000 ml Isopropanol-Wasser-Gemisch (2.3.3) mit

              einer Durchflußgeschwindigkeit von 10 bis 30 ml/min

              verdrängt. Die AAT-Säule befindet sich nun in der OH-Form

              und ist betriebsbereit.

    2.4.4.    Verfahren des Ionenaustauschs

              Man verbindet beide Austauschersäulen derart miteinander,

              daß sich die KAT-Säule vor der AAT-Säule befindet. Unter

              Verwendung eines Thermostaten werden die Austauschersäulen

              auf 323 K (50°C) aufgeheizt. Dann werden 5 000 ml der

              nach 2.4.2 erhaltenen Lösung auf 333 K (60°C) erwärmt

              und die heiße Lösung mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von

              20 ml/min durch die Säulenkombination gegeben. Anschließend

              wäscht man mit 1 000 ml des heißen

              Isopropanol-Wasser-Gemisches (2.3.3) die Säulen nach.

              Zur Gewinnung der nichtionischen Tenside werden Durchlauf

              und Waschalkohol vereint und - vorzugsweise im

              Rotationsverdampfer - zur Trockne eingedampft. Der

              Rückstand enthält die BiAS. Entsalztes Wasser zugeben, bis

              ein bestimmtes Volumen erreicht ist, und den BiAS-Gehalt in

              der Aliquote nach 3.3 bestimmen. Diese Lösung wird als

              Stammlösung der nichtionischen grenzflächenaktiven

              Substanzen für den Test der biologischen Abbaubarkeit

              verwendet. Sie muß bei Temperaturen unter 278 K (5°C)

              aufbewahrt werden.

    2.4.5.    Regenerierung der verwendeten Austauscher

              Der Kationenaustauscher wird nach Gebrauch verworfen.

              Der Anionenaustauscher wird mittels Durchgabe von etwa

              5 000 bis 6 000 ml Ammoniumhydrogencarbonatlösung (2.3.4)

              durch die Säule bei einer Durchflußgeschwindigkeit von etwa

              10 ml/min regeneriert, bis das Eluat von anionischen

              Tensiden frei ist (Methylenblau-Test). Anschließend werden

              noch 2 000 ml Isopropanol-Wasser-Gemisch (2.3.3) durch den

              Anionenaustauscher gegeben. Danach ist der

              Anionenaustauscher wieder einsatzbereit.

                                  KAPITEL 3

    BESTIMMUNG NICHTIONISCHER GRENZFLÄCHENAKTIVER SUBSTANZEN BEIM TEST

                        DER BIOLOGISCHEN ABBAUBARKEIT

    3.1.      Prinzip

              Grenzflächenaktive Substanzen werden konzentriert und durch

              Ausblasen abgetrennt. In der eingesetzten Probemenge sollte

              der Gehalt an nichtionischen Tensiden im Bereich zwischen

              250 bis 800 µg liegen.

              Das abgetrennte Tensid wird in Ethylacetat gelöst.

              Nach Phasentrennung und Eindampfen des Lösungsmittels

              werden die nichtionischen Tenside in wäßriger Lösung mit

              modifiziertem Dragendorffschen Reagens (KBil4 + BaCl2 +

              Essigsäure) gefällt.

              Der Niederschlag wird abfiltriert, mit Essigsäure gewaschen

              und in Ammoniumtartratlösung gelöst. Das in Lösung

              befindliche Bismut wird bei pH 4-5 mit

              Pyrrolidindithiocarbamatlösung unter Verwendung einer

              blanken Platinindikatorelektrode und einer Kalomel- oder

              Silber/Silberchlorid-Referenzelektrode potentiometrisch

              titriert.

              Die Methode ist auf nichtionische Tenside mit 6-30

              Alkylenoxidgruppen anwendbar.

              Das Titrationsergebnis wird mit dem empirischen Eichfaktor

              54 zur Umrechnung auf die Bezugssubstanz Nonylphenol mit

              10 Molen Ethylenoxid (NP 10) multipliziert.

    3.2.      Chemikalien und Geräte

              Alle wäßrigen Lösungen sind mit entsalztem Wasser

              herzustellen.

    3.2.1.    Reines Ethylacetat, frisch destilliert

    3.2.2.    Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) p.a.

    3.2.3.    Verdünnte Salzsäure (HCl) (20 ml konzentrierte Salzsäure

              p.a., mit Wasser auf 1 000 ml auffüllen)

    3.2.4.    Methanol p.a., frisch destilliert, in Glasflaschen

              aufzubewahren

    3.2.5.    Bromkresolpurpur, 0,1 g in 100 ml Methanol

    3.2.6.    Fällungsreagenz: Das Fällungsreagenz ist eine Mischung von

              2 Volumenteilen der Lösung A und 1 Volumenteil der

              Lösung B. Die Mischung ist in einer braunen Flasche

              aufzubewahren und bis zu einer Woche haltbar.

    3.2.6.1.  Lösung A

              1,7 g Bismut(III)nitrat p.a. (BiO • NO3 • H2O) werden in

              20 ml Essigsäure gelöst und mit Wasser auf 100 ml

              aufgefüllt. Dann werden 65 g Kaliumiodid p.a. in 200 ml

              Wasser gelöst. Diese beiden Lösungen werden in einem

              1 000-ml-Meßkolben gemischt, 200 ml Essigsäure (3.2.7)

              hinzugefügt und mit Wasser bis zur Marke aufgefüllt.

    3.2.6.2.  Lösung B

              290 g Bariumchlorid (BaCl2 • 2H2O) p.a. werden in 1 000 ml

              Wasser gelöst.

    3.2.7.    Essigsäure, 99-100%ig (Essigsäure geringerer Konzentration

              ist ungeeignet)

    3.2.8.    Ammoniumtartratlösung: 12,4 g Weinsäure p.a. und 12,4 ml

              Ammoniaklösung p.a. (d = 0,91 g/ml) werden gemischt und mit

              Wasser auf 1 000 ml aufgefüllt (oder eine gleiche Menge von

              Ammoniumtartrat p.a. verwenden).

    3.2.9.    Ammoniaklösung: 40 ml Ammoniaklösung p.a. (d = 0,91 g/ml)

              werden mit 1 000 ml Wasser verdünnt.

    3.2.10.   Standardacetatpufferlösung: 40 g Natriumhydroxid p.a.

              werden in ein Becherglas gegeben, mit etwa 500 ml Wasser

              gelöst und abgekühlt. Dann werden 120 ml Essigsäure (3.2.7)

              zugefügt. Nach gründlichem Mischen und Abkühlen wird die

              Lösung in einen 1 000-ml-Meßkolben umgefüllt und mit Wasser

              bis zur Marke aufgefüllt.

    3.2.11.   Pyrrolidindithiocarbamatlösung (nachstehend

              „Carbatlösung“ genannt): Man löst 103 mg

              Pyrrolidindithiocarbonsäure-Natriumsalz (C5H8NNaS2 • 2H2O)

              in etwa 500 ml Wasser gibt 10 ml n-Amylalkohol p.a. und

              0,5 g Natriumhydrogencarbonat p.a. (NaHCO3) hinzu und füllt

              mit Wasser auf 1 000 ml auf.

    3.2.12.   Kupfersulfatlösung (für die Eichung der Lösung 3.2.11).

              Stammlösung

              1,249 g Kupfersulfat p.a. (CuSO4x5H2O) werden mit 50 ml 1 N

              Schwefelsäure gemischt und zu 1 000 ml mit Wasser

              aufgefüllt.

              Eichlösung

              50 ml der Stammlösung und 10 ml 1 N H2SO4 werden gemischt

              und mit Wasser zu 1 000 ml aufgefüllt.

    3.2.13.   Natriumchlorid p.a.

    3.2.14.   Tensid-Ausblasegerät (siehe Abbildung 5)

              Die Durchmesser von Glasfilterfritte und Zylinder müssen

              gleich groß sein.

    3.2.15.   Trenntrichter, 250 ml

    3.2.16.   Magnetrührwerk mit Magnetstab 25-30 mm

    3.2.17.   Goochtiegel, Durchmesser des perforierten Bodens 25 mm, Typ

              G 4

    3.2.18.   Rundfilter aus Glasfaserpapier, Durchmesser 27 mm,

              Faserdurchmesser 0,5-1,5 µm.

    3.2.19.   Zwei Saugflaschen mit Vorstoß und Gummimanschette, Inhalt

              je 250 und 500 ml.

    3.2.20.   Registrierendes Potentiometer mit einer blanken

              Platinindikatorelektrode und einer Kalomel- oder

              Silber/Silberchlorid-Referenzelektrode, Meßbereich 250 mV,

              mit automatischer Bürette von 20-25 ml Inhalt oder

              alternativ eine entsprechende manuelle Einrichtung.

    3.3.      Verfahren

    3.3.1.    Anreicherung und Isolierung der grenzflächenaktiven

              Substanzen

              Die wäßrige Probe wird durch ein grobporiges Filter

              filtriert. Die ersten 100 ml des Filtrats werden verworfen.

              In das zuvor mit Ethylacetat durchgespülte Ausblasegerät

              wird eine abgemessene Probemenge gegeben, die zu 250 bis

              800 µg nichtionische Tenside enthalten soll.

              Zur Verbesserung des Trenneffekts werden 100 g

              Natriumchlorid und 5 g Natriumhydrogencarbonat

              hinzugegeben.

              Überschreitet das Probevolumen 500 ml, so werden diese

              Salze in fester Form in das Ausblasegerät gegeben und unter

              Durchleiten von Stickstoff oder Luft gelöst.

              Kommt ein geringeres Probevolumen zur Anwendung, werden

              diese Salze in etwa 400 ml Wasser gelöst und dann

              zugegeben.

              In jedem Fall wird mit Wasser bis zum oberen Ablaßhahn

              aufgefüllt.

              Über die wäßrige Phase werden vorsichtig 100 ml Ethylacetat

              aufgegeben. Die Waschflasche in der Gasstromzuleitung

              (Stickstoff oder Luft) wird zu etwa zwei Drittel mit

              Ethylacetat gefüllt.

              Man leitet einen Gasstrom von 30 bis 60 l je Stunde durch

              die Apparatur; der Einbau eines Strömungsmessers ist zu

              empfehlen. Der Gasdurchsatz wird anfangs schrittweise

              erhöht. Die Gasmenge muß so bemessen sein, daß die Phasen

              erkennbar getrennt bleiben und eine Vermischung der Phasen

              und ein Inlösunggehen des Ethylacetats möglichst vermieden

              wird. Nach fünf Minuten wird der Gasstrom abgestellt.

              Ist das Volumen der organischen Phase durch Lösen in Wasser

              um mehr als 20% vermindert worden, so ist der Arbeitsgang

              unter Verringerung des Gasdurchsatzes zu wiederholen.

              Die organische Phase wird in einen Scheidetrichter

              abgelassen. Die im Scheidetrichter etwa abgesetzte wäßrige

              Phase - es sollen nur wenige ml sein - wird in das

              Ausblasegerät zurückgegeben. Die Ethylacetat-Phase wird

              durch ein trockenes, grobporiges Filter in ein

              250-ml-Becherglas filtriert.

              Man gibt erneut 100 ml Ethylacetat in das Ausblasegerät und

              leitet weitere fünf Minuten lang Stickstoff oder Luft

              hindurch. Die organische Phase wird in den bereits bei der

              ersten Abtrennung benutzten Scheidetrichter abgelassen. Die

              wäßrige Phase wird verworfen und die organische Phase über

              das gleiche Filter gegeben. Scheidetrichter und Filter

              werden mit 20 ml Ethylacetat nachgespült. Der

              Ethylacetat-Extrakt wird auf dem Wasserbad unter dem Abzug

              zur Trockne eingedampft. Zur Beschleunigung der Verdunstung

              wird auf die Oberfläche der Lösung ein leichter Luftstrom

              gerichtet.

    3.3.2.    Fällen und Filtrieren

              Der nach 3.3.1 erhaltene Trockenrückstand wird in 5 ml

              Methanol gelöst, dann werden 40 ml Wasser und 0,5 ml

              verdünnte Salzsäure (3.2.3) hinzugegeben und die Lösung mit

              einem Magnetrührer durchgerührt.

              In diese Lösung gibt man aus einem Meßzylinder 30 ml

              Fällungsreagenz (3.2.6) hinzu. Der Niederschlag bildet sich

              bei fortgesetztem Rühren. Nach 10 Minuten bricht man das

              Rühren ab und läßt mindestens 5 Minuten stehen.

              Danach filtriert man durch einen Gooch-Tiegel, dessen Boden

              mit einem Glasfaser-Filterpapier belegt ist. Das Filter

              wird zuvor mit etwa 2 ml Essigsäure angefeuchtet und

              angesaugt. Becherglas, Magnetstab und Tiegel werden

              gründlich mit Essigsäure nachgewaschen, wozu etwa 40 bis

              50 ml notwendig sind. Es ist nicht erforderlich, den am

              Becherglas fest anhaftenden Niederschlag quantitativ auf

              das Filter zu bringen, da die Lösung des Niederschlags vor

              der Filtration wieder in das Fällungs-Becherglas gegeben

              und der verbleibende Niederschlag dann gelöst wird.

    3.3.3.    Lösen des Niederschlags

              Der Niederschlag wird durch Zugabe von heißer

              Ammoniumtartratlösung (353 K, etwa 80°C) (3.2.8) in

              drei Portionen von je 10 ml gelöst. Jede Portion wird

              einige Minuten im Filter stehengelassen, bevor sie durch

              das Filter in die Flasche abgesaugt wird.

              Der Inhalt der Saugflasche wird in das Fällungs-Becherglas

              gegeben. Dann läßt man weitere 20 ml Ammoniumtartratlösung

              die Wandungen des Fällungsglases hinablaufen, um alle Reste

              des Niederschlags zu lösen.

              Filtertiegel, Vorstoß und Saugflasche werden gründlich mit

              150 bis 200 ml Wasser gewaschen und dieses Wasser in das

              Fällungs-Becherglas gegeben.

    3.3.4.    Titration

              Man rührt die Lösung mit dem Magnetrührwerk (3.2.16), setzt

              einige Tropfen Bromkresolpurpurlösung (3.2.5) zu und stellt

              mit der verdünnten Ammoniaklösung (3.2.9) auf Farbumschlag

              nach violett ein (die Lösung ist durch Essigsäurereste, die

              vom Nachwaschen herrühren, schwach sauer).

              Dann gibt man 10 ml Standardacetatpufferlösung (3.2.10)

              hinzu, führt die Elektroden in die Lösung ein und titriert

              mit eingetauchter Bürettenspitze potentiometrisch mit der

              Carbatlösung (3.2.11). Die Titrationsgeschwindigkeit soll

              2 ml/min nicht überschreiten.

              Als Endpunkt gilt der Schnittpunkt der Tangenten, die man

              an die beiden Äste der Potentialkurve legt. Eine

              gelegentlich zu beobachtende Verflachung des

              Potentialsprungs läßt sich durch Reinigen der

              Platin-Elektrode (durch Schleifen mit

              Schmirgelpapier) beheben.

    3.3.5.    Blindversuch

              Parallel zu den eigentlichen Bestimmungen läuft ein

              Blindversuch mit, bei dem 5 ml Methanol und 40 ml Wasser

              eingesetzt und nach 3.3.2 weiterverarbeitet werden. Der

              Verbrauch im Blindversuch sollte unter 1 ml Meßlösung

              liegen, andernfalls bestehen Zweifel über die Reinheit der

              Reagenzien (3.2.3 - 3.2.7 - 3.2.8 - 3.2.9 - 3.2.10),

              insbesondere durch ihren Gehalt an Schwermetallen; in

              diesem Fall sind die Reagenzien neu anzusetzen und die

              Bestimmungen zu wiederholen. Das Ergebnis des Blindversuchs

              ist bei der Berechnung zu berücksichtigen.

    3.3.6.    Kontrolle des Faktors der Carbatlösung

              Der Faktor der Carbatlösung wird bei Verwendung täglich

              bestimmt. Hierzu werden 10 ml der Kupfersulfat-Eichlösung

              (3.2.12) mit Carbatlösung nach Zugabe von 100 ml Wasser und

              10 ml Standardacetatpuffer (3.2.10) titriert. Beträgt die

              verbrauchte Menge „a“ ml, so errechnet sich der Faktor

              „f“ wie folgt:

                                       f = 10/a;

              mit diesem Faktor sind die Titrationsergebnisse zu

              multiplizieren.

    3.4.      Berechnung der Ergebnisse

              Jedes nichtionische Tensid hat einen von seiner

              Zusammensetzung, insbesondere von der Länge seiner

              Alkenoxidkette abhängigen Eichfaktor. Die Konzentrationen

              an nichtionischen Tensiden werden im Verhältnis zu einer

              Referenzsubstanz ausgedrückt: diese ist ein Nonylphenol mit

              10 Ethylenoxid-Einheiten (NP 10). Der Umrechnungsfaktor

              hierfür ist gleich 0,054.

              Die Menge des in der Probe vorhandenen Tensids läßt sich

              mit Hilfe dieses Faktors wie folgt berechnen:

              (b-c) • f • 0,054 = mg nichtionische Tenside als NP 10;

              hierbei ist: b = der Verbrauch an Carbatlösung der Probe in

                               ml,

                           c = der Verbrauch an Carbatlösung des

                               Blindversuchs in ml,

                           f = der Faktor der Carbatlösung.

    3.5.      Angabe der Ergebnisse

              Die Ergebnisse sind in mg/l als NP 10 auf 0,1 genau

              anzugeben.

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                     Abbildungen 1 bis 5 nicht darstellbar!

               Es wird auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen.

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  •                                                              Anlage 2

                                                                 ________

                                                            zu § 1 Abs. 2

     

            BESTIMMUNG DER BIOLOGISCHEN ABBAUBARKEIT ANIONISCHER

                       GRENZFLÄCHENAKTIVER SUBSTANZEN

                     Referenzmethode (Bestätigungstest)

                                  KAPITEL 1

    1.1.      Begriffsbestimmung

              Anionische grenzflächenaktive Substanzen (Tenside) im Sinne

              dieser Richtlinie sind Verbindungen, die nach Durchgang

              durch einen Kationen- und Anionenaustauscher durch

              fraktionierte Elution getrennt und nach der in Kapitel 3

              beschriebenen Analysenvorschrift als methylenblauaktive

              Substanz (MBAS) bestimmt werden.

    1.2.      Erforderliche Ausrüstung

              Die Messung erfolgt unter Verwendung einer

              Belebtschlammanlage, die in Abbildung 1 schematisch und in

              Abbildung 2 ausführlicher dargestellt ist.

              Die Ausrüstung besteht aus einem Vorratsgefäß A für

              synthetisches Abwasser, einer Dosierpumpe B, einem

              Belüftungsgefäß C, einem Absetzgefäß D, einer

              Druckluftpumpe (Mammutpumpe) E für den

              Belebtschlammrücklauf und einem Sammelgefäß F für das

              ablaufende behandelte Abwasser.

              Die Gefäße A und F müssen aus Glas oder geeignetem

              Kunststoff bestehen und mindestens 24 Liter fassen. Die

              Pumpe B muß einen gleichmäßigen Zufluß des synthetischen

              Abwassers zum Belüftungsgefäß gewährleisten; im normalen

              Betrieb muß dieses Gefäß 3 Liter Abwasser fassen können. Im

              Gefäß C ist in der Spitze des konisch geformten Gefäßbodens

              eine Glasfilterfritte G zur Belüftung aufgehängt. Die durch

              die Fritte eingeblasene Luft muß mit einem Mengenmeßgerät H

              gemessen werden.

    1.3.      Synthetisches Abwasser

              Zur Durchführung des Tests ist synthetisches Abwasser zu

              verwenden.

              Hierzu werden pro Liter Trinkwasser gelöst:

                  160 mg Pepton,

                  110 mg Fleischextrakt,

                   30 mg Harnstoff CO(NH2)2,

                    7 mg Natriumchlorid NaCl,

                    4 mg Calciumchlorid CaCl2x2H2O,

                    2 mg Magnesiumsulfat MgSO4x7H2O,

                   28 mg Dikaliumhydrogenphosphat K2HPO4

              und  20 +- 2 mg MBAS.

              Die MBAS wird aus dem zu prüfenden Produkt mittels der in

              Kapitel 2 angegebenen Methode extrahiert. Das synthetische

              Abwasser wird täglich frisch hergestellt.

    1.4.      Herstellung der Proben

    1.4.1.    Reine grenzflächenaktive Substanzen können ohne

              Vorbehandlung getestet werden. Zur Herstellung des

              synthetischen Abwassers (1.3) muß der Gehalt an MBAS

              bestimmt werden.

    1.4.2.    Bei konfektionierten Wasch- und Reinigungsmitteln wird der

              Gehalt an MBAS und Seife ermittelt. Es wird eine

              alkoholische Extraktion und dann eine Abtrennung der MBAS

              durchgeführt (siehe Kapitel 2). Der Gehalt des Extrakts an

              MBAS muß zur Herstellung des synthetischen Abwassers

              bekannt sein.

    1.5.      Betrieb der Prüfeinrichtung

              Zu Beginn des Tests werden das Belüftungsgefäß C sowie das

              Absetzgefäß D mit synthetischem Abwasser gefüllt. Das

              Absetzgefäß D wird in der Höhe so fixiert, daß das

              Belüftungsgefäß C 3 l aufnimmt. Die Impfung erfolgt mit

              3 ml eines Kläranlagenablaufs guter Qualität, der frisch

              dem Ablauf einer biologischen Kläranlage für vorwiegend

              häusliches Abwasser entnommen wird. Die Ablaufprobe muß von

              der Entnahme bis zur Verwendung aerob gehalten werden. Dann

              sind die Luftzufuhr G, die Druckluftpumpe E und die

              Dosierpumpe B einzuschalten. Der Zulauf des synthetischen

              Abwassers in das Belüftungsgefäß C muß 1 Liter je Stunde

              betragen, was einer durchschnittlichen Aufenthaltszeit von

              3 Stunden entspricht.

              Die Luftzufuhr ist so einzustellen, daß der Inhalt des

              Belüftungsgefäßes C ständig in Suspension verbleibt und ein

              Mindestgehalt an gelöstem Sauerstoff von 2 mg/l

              aufrechterhalten wird. Schaumbildung ist durch geeignete

              Mittel zu verhindern. Jedoch dürfen keine Entschäumer

              verwendet werden, die eine hemmende Wirkung auf den

              Belebtschlamm ausüben oder MBAS enthalten. Die Pumpe E muß

              so eingestellt sein, daß stets ein gleichmäßiger Rücklauf

              von Belebtschlamm aus dem Absetzgefäß D zum

              Belüftungsgefäß C erfolgt. Der im oberen Teil des

              Belüftungsgefäßes C, am Boden des Absetzgefäßes D oder in

              der Rücklaufleitung sich ansammelnde Schlamm muß mindestens

              einmal täglich durch Bürsten oder durch andere geeignete

              Mittel in den Umlauf zurückgebracht werden. Wenn der

              Schlamm sich nicht absetzt, kann sein Absetz- und

              Eindickverhalten durch gegebenenfalls wiederholte Zugabe

              von je 2 ml einer 5%igen Eisen(III)chloridlösung verbessert

              werden.

              Das aus dem Absetzgefäß D abfließende Wasser wird in dem

              Sammelgefäß F während 24 Stunden aufgefangen; nach Ablauf

              dieser Zeit wird nach gründlichem Durchmischen die Probe

              entnommen. Anschließend ist das Sammelgefäß F sorgfältig zu

              reinigen.

    1.6.      Überwachung der Meßanordnung

              Der Gehalt des synthetischen Abwassers an MBAS (in mg/l)

              wird unmittelbar vor dem Gebrauch bestimmt.

              Der Gehalt an MBAS (in mg/l) des im Sammelgefäß F während

              24 Stunden aufgefangenen Ablaufs wird analytisch nach

              derselben Methode unmittelbar nach der Probenahme bestimmt;

              ist dies nicht möglich, muß die Probe konserviert werden

              (vorzugsweise durch Einfrieren). Die Konzentration ist auf

              0,1 mg/l MBAS genau zu bestimmen.

              Zur Überwachung des einwandfreien Betriebs der Meßanordnung

              wird zweimal wöchentlich der chemische Sauerstoffbedarf

              (CSB) oder der gelöste organische Kohlenstoff (DOC) des

              glasfasergefilterten Abwassers im Sammelgefäß F und des

              gefilterten synthetischen Abwassers im Vorratsgefäß A

              gemessen.

              Nach Erreichen eines pro Tag nahezu gleichbleibenden

              biologischen Abbaus der MBAS, d. h. nach Ende der

              Einarbeitungszeit gemäß Abbildung 3, sollte die

              Verringerung des CSB oder DOC weitgehend stetig verlaufen.

              Die Belebtschlammtrockensubstanz in g/l im Belüftungsgefäß

              ist zweimal wöchentlich zu ermitteln. Ist sie größer als

              2,5 g/l, so ist der Überschuß an Belebtschlamm zu

              entfernen.

              Der Abbaubarkeitstest ist bei annähernd gleichbleibender

              Raumtemperatur im Bereich zwischen 292 K und 297 K (19 bis

              24 Grad C) durchzuführen.

    1.7.      Berechnung der biologischen Abbaubarkeit

              Der biologische Abbau der MBAS in Prozenten ist täglich aus

              dem Gehalt an MBAS in mg/l des synthetischen Abwassers und

              des im Sammelgefäß F gesammelten Ablaufs zu errechnen. Die

              errechneten Abbauwerte werden entsprechend Abbildung 3

              graphisch dargestellt.

              Für die Errechnung der biologischen Abbauwerte der MBAS ist

              das arithmetische Mittel aus den Abbauwerten in Prozenten

              zu bilden, die nach dem Ende der Einarbeitungszeit an 21

              aufeinanderfolgenden Tagen bei gleichbleibendem Abbau in

              störungsfreiem Betrieb ermittelt wurden. In keinem Fall

              soll die Einarbeitungszeit länger als 6 Wochen dauern.

              Die täglichen biologischen Abbauwerte werden bis auf 0,1%

              genau berechnet; das Endergebnis ist jedoch auf ganze

              Zahlen auf- bzw. abzurunden.

              In manchen Fällen kann die Häufigkeit der Bestimmungen

              beschränkt werden, jedoch sind zur Ermittlung des

              Mittelwerts die Ergebnisse von wenigstens

              14 Tagesprobenahmen zugrunde zu legen, die auf den auf die

              Einarbeitungszeit folgenden Zeitraum von 21 Tagen zu

              verteilen sind.

                                  KAPITEL 2

                     VORBEHANDLUNG DES ANALYSENMATERIALS

    2.1.      Vorbemerkungen

    2.1.1.    Behandlung der Proben

              In bezug auf die Behandlung von anionischen

              grenzflächenaktiven Stoffen und von Wasch- und

              Reinigungsmitteln zur Bestimmung der biologischen

              Abbaubarkeit durch den Bestätigungstest ist wie folgt zu

              verfahren:

              -----------------------------------------------------------

                     Produkte      !             Behandlung

              -----------------------------------------------------------

                                   !

              Anionische Tenside   !  Keine

                                   !

              Wasch- und           !  Alkoholische Extraktionen mit

              Reinigungsmittel     !  anschließender Trennung durch

                                   !  Ionenaustausch und fraktionierter

                                   !  Elution aus dem

                                   !  Anionenaustauscher

                                   !

              -----------------------------------------------------------

              Zweck der Extraktion ist die Entfernung unlöslicher und

              anorganischer Bestandteile des kommerziellen Produkts, die

              den Test der biologischen Abbaubarkeit stören könnten.

    2.1.2.    Ionenaustauscherverfahren

              Zur korrekten Durchführung des Tests der biologischen

              Abbaubarkeit ist die Isolierung und Abtrennung der

              anionischen Tenside von Seife, nichtionischen und

              kationischen Tensiden erforderlich.

              Dieses Ergebnis wird durch ein Ionenaustauscherverfahren

              mittels eines makroporösen Anionenaustauscherharzes und

              geeigneter Elutionsmittel für fraktionierte Elution

              erzielt. Auf diese Weise werden Seife, anionische und

              nichtionische Tenside in einem einzigen Arbeitsgang

              isoliert.

    2.1.3.    Analytische Kontrolle

              Der Gehalt an anionischen Tensiden in dem Wasch- und

              Reinigungsmittel wird nach Homogenisieren nach dem

              MBAS-Analysenverfahren bestimmt. Der Seifengehalt wird

              mittels einer geeigneten Analysenmethode bestimmt. Diese

              Analyse des Produkts ist zur Berechnung der Mengen

              erforderlich, die zur Herstellung der Fraktionen für den

              Test der biologischen Abbaubarkeit erforderlich sind.

              Eine quantitative Extraktion ist nicht erforderlich; doch

              sollten mindestens 80% der anionischen Tenside extrahiert

              werden. In der Regel werden 90% und mehr erhalten.

    2.2.      Prinzip

              Aus der homogenen Probe (Pulver, Pasten und vorher

              getrocknete Flüssigkeiten) wird ein Ethanolextrakt

              gewonnen, der die Tenside, die Seife und andere

              alkohollösliche Bestandteile der Wasch- und

              Reinigungsmittel-Probe enthält.

              Der Ethanolextrakt wird zur Trockne verdampft, in

              Isopropanol-Wasser-Gemisch gelöst und diese Lösung durch

              eine auf 323 K (50 Grad C) erhitzte Austauscherkombination

              aus stark saurem Kationenaustauscher und makroporösem

              Anionenaustauscher gegeben. Diese Temperatur ist

              erforderlich, um die Fällung von Fettsäuren in sauren

              Medien zu vermeiden.

              Die nichtionischen Tenside verbleiben im Filtrat.

              Die Seifen-Fettsäuren werden durch Elution mit CO2-haltigem

              Ethanol abgetrennt. Die anionischen Tenside werden sodann

              durch Elution mit einer wäßrigen

              Ammoniumhydrogencarbonat-Isopropanollösung als

              Ammoniumsalze erhalten. Diese Ammoniumsalze werden für den

              Abbaubarkeitstest verwendet.

              Kationische Tenside, die den Abbaubarkeitstest und das

              Analysenverfahren stören könnten, werden durch den über dem

              Anionenaustauscher eingesetzten Kationenaustauscher

              eliminiert.

    2.3.      Chemikalien und Geräte

    2.3.1.    Entsalztes Wasser

    2.3.2.    Ethanol, 95 Vol.-% C2H5OH

              (zulässig als Vergällungsmittel: Methylethylketon oder

              Methanol)

    2.3.3.    Isopropanol-Wasser-Gemisch (50/50 v/v):

              50 Volumenteile Isopropanol (CH3CHOH-CH3) auf

              50 Volumenteile Wasser (2.3.1)

    2.3.4.    CO2-Lösung in Ethanol (rund 0,1% CO2); man verwende ein

              Überführungsrohr mit eingebauter Fritte und lasse das

              CO2 10 min lang durch das Ethanol (2.3.2) strömen. Nur

              frisch angesetzte Lösungen verwenden.

    2.3.5.    Ammoniumhydrogencarbonatlösung (60/40 v/v):

              0,3 Mol NH4HCO3 in 1 000 ml Isopropanol-Wasser-Gemisch aus

              60 Volumenteilen Isopropanol und 40 Volumenteilen Wasser

              (2.3.1)

    2.3.6.    Kationenaustauscher (KAT), stark sauer, alkoholfest,

              (50-100 mesh)

    2.3.7.    Anionenaustauscher (AAT), makroporös, Merck Lewatit MP 7080

              (70-150 mesh) oder gleichwertig

    2.3.8.    Salzsäure, 10 Gew.-% HCl

    2.3.9.    Rundkolben mit konischem Schliff und Rückflußkühler, Inhalt

              2 000 ml

    2.3.10.   Nutsche (heizbar) für Papierfilter, Durchmesser 90 mm

    2.3.11.   Saugflasche, 2 000 ml

    2.3.12.   Austauschersäule mit Heizmantel und Hahn:

              Durchmesser des Innenrohres 60 mm, Höhe 450 mm

              (Abbildung 4)

    2.3.13.   Wasserbad

    2.3.14.   Vakuumtrockenschrank

    2.3.15.   Thermostat

    2.3.16.   Rotationsverdampfer

    2.4.      Herstellung des Extrakts und Abtrennung der anionischen

              Tenside

    2.4.1.    Herstellung des Extrakts

              Für den Abbaubarkeitstest sind etwa 50 g MBAS als

              grenzflächenaktive Substanz erforderlich.

              Normalerweise werden nicht mehr als 1 000 g Produkt zur

              Extraktion eingesetzt, doch kann die Extraktion größerer

              Probemengen notwendig sein.

              Aus praktischen Gründen liegt die Höchstgrenze bei der

              Herstellung der Extrakte für den Abbaubarkeitstest in den

              meisten Fällen bei 5 000 g.

              Erfahrungsgemäß ist die chargenweise Gewinnung der Extrakte

              arbeitstechnisch vorteilhafter als eine einmalige

              Extraktion einer größeren Menge. Die vorgeschriebenen

              Austauschermengen entsprechen einer Arbeitskapazität von

              600 bis 700 mMol Tensiden und Seife.

    2.4.2.    Abtrennung der alkohollöslichen Bestandteile

              Nach Eintragen von 250 g des zu untersuchenden Wasch- und

              Reinigungsmittels in 1 250 ml Ethanol wird das Gemisch

              1 Stunde unter Rühren und Rückfluß zum Sieden erhitzt. Die

              heiße alkoholische Lösung wird über eine auf 323 K (50 Grad

              C) aufgeheizte Nutsche mit einem grobporigen Filter gegeben

              und rasch abgesaugt. Anschließend spült man Kolben und

              Nutsche mit rund 200 ml heißem Ethanol nach. Filtrat und

              Spülalkohol werden in einer leeren Saugflasche aufgefangen.

              Bei pastösen und flüssigen Produkten wägt man soviel ein,

              daß nicht mehr als 55 g anionisches Tensid und 35 g Seife

              vorliegen. Diese Einwaage wird zur Trockne eingedampft. Der

              Rückstand wird in 2 000 ml Ethanol gelöst; dann wird wie

              vorstehend beschrieben verfahren.

              Hat ein pulverförmiges Wasch- und Reinigungsmittel eine

              deutlich geringere Schüttwichte (<300 g/l), so empfiehlt es

              sich, die Ethanolmenge bis zu einem Mischungsverhältnis von

              20 : 1 zu erhöhen.

              Das ethanolische Filtrat wird - vorzugsweise mittels eines

              Rotationsverdampfers - zur Trockne eingedampft. Wird eine

              größere Extraktmenge benötigt, so wird das Verfahren

              wiederholt. Der Rückstand wird in 5 000 ml

              Isopropanol-Wasser-Gemisch gelöst.

    2.4.3.    Vorbereitung der Ionenaustauschersäulen

              Kationenaustauschersäule

              600 ml KAT (2.3.6) werden in ein 3 000-ml-Becherglas

              gegeben und darin mit 2 000 ml Salzsäure (2.3.8)

              übergossen. Man läßt mindestens 2 Stunden unter

              gelegentlichem Umrühren stehen, sodann dekantiert man die

              Säure und spült den KAT mit entsalztem Wasser in die Säule

              (2.3.12) ein, in die man zuvor einen Glaswollebausch

              eingelegt hat. Die Säule wird mit entsalztem Wasser bei

              einer Durchlaufgeschwindigkeit von 10-30 ml/min bis zur

              Chloridfreiheit gewaschen. Anschließend verdrängt man das

              Wasser mit 2 000 ml Isopropanol-Wasser-Gemisch (2.3.3),

              ebenfalls bei einer Durchlaufgeschwindigkeit von

              10-30 ml/min. Damit ist die KAT-Säule betriebsbereit.

              Anionenaustauschersäule

              600 ml AAT (2.3.7) werden in ein 3 000-ml-Becherglas

              gegeben und darin mit 2 000 ml entsalztem Wasser

              vollständig übergossen. Dann läßt man den Austauscher

              mindestens 2 Stunden lang quellen. Anschließend spült man

              den AAT mit entsalztem Wasser in die Säule, in die zuvor

              ebenfalls ein Glaswollebausch eingebracht wurde.

              Die Säule wird mit 0,3 M Ammoniumhydrogencarbonatlösung

              (2.3.5) bis zur Chloridfreiheit gewaschen. Hierzu werden

              etwa 5 000 ml Lösung benötigt. Anschließend wird mit

              2 000 ml entsalztem Wasser nachgewaschen, dann wird das

              Wasser mit 2 000 ml Isopropanol-Wasser-Gemisch (2.3.3) mit

              einer Durchflußgeschwindigkeit von 10-30 ml/min verdrängt.

              Die AAT-Säule befindet sich nun in der OH-Form und ist

              betriebsbereit.

    2.4.4.    Verfahren des Ionenaustauschs

              Man verbindet beide Austauschersäulen derart miteinander,

              daß sich die KAT-Säule vor der AAT-Säule befindet. Unter

              Verwendung eines Thermostaten werden die Austauschersäulen

              auf 323 K (50 Grad C) aufgeheizt. Dann werden 5 000 ml der

              nach 2.4.2 erhaltenen Lösung auf 333 K (60 Grad C) erwärmt

              und die heiße Lösung mit einer Durchlaufgeschwindigkeit von

              20 ml/min durch die Säulenkombination gegeben. Anschließend

              wäscht man mit 1 000 ml des heißen

              Isopropanol-Wasser-Gemisches (2.3.3) die Säulen nach.

              Zur Gewinnung der anionischen Tenside (MBAS) wird die

              Kationensäule abgetrennt. Mit 5 000 ml Ethanol/CO2-Lösung

              (323 K, 50 Grad C) (2.3.4) Seifenfettsäuren aus der

              KAT-Säule eluieren. Eluat verwerfen.

              Anschließend wird die MBAS mit 5 000 ml

              Ammoniumhydrogencarbonatlösung (2.3.5) aus der AAT-Säule

              herauseluiert und das Eluat im Dampfbad oder

              Rotationsverdampfer getrocknet. Der Rückstand enthält die

              MBAS (als Ammoniumsalz) und möglicherweise nichttensidische

              anionische Stoffe, die den Test der biologischen

              Abbaubarkeit nicht beeinträchtigen. Bis zu einem bestimmten

              Volumen entsalztes Wasser zum Rückstand hinzufügen und den

              MBAS-Gehalt nach Kapitel 3 in einem Aliquot bestimmen. Die

              Lösung wird als Stammlösung des anionischen Tensids für den

              Test der biologischen Abbaubarkeit verwendet. Sie ist bei

              einer Temperatur unter 278 K (5 Grad C) aufzubewahren.

    2.4.5.    Regenerierung der verwendeten Austauscher

              Der Kationenaustauscher wird nach Gebrauch verworfen.

              Der Anionenaustauscher wird durch weitere Zugabe von

              Ammoniumhydrogencarbonatlösung (2.3.5) durch die Säule bei

              einer Durchflußgeschwindigkeit von etwa 10 ml/min

              regeneriert, bis das Eluat von anionischen Tensiden frei

              ist (Methylenblau-Test). Anschließend werden noch 2 000 ml

              Isopropanol-Wasser-Gemisch (2.3.3) durch den

              Anionenaustauscher gegeben. Danach ist der

              Anionenaustauscher wieder einsatzbereit.

                                  KAPITEL 3

    BESTIMMUNG ANIONISCHER GRENZFLÄCHENAKTIVER SUBSTANZEN BEIM TEST DER

                          BIOLOGISCHEN ABBAUBARKEIT

    3.1.      Prinzip

              Das Verfahren beruht auf der Tatsache, daß der kationische

              Farbstoff Methylenblau mit anionischen Tensiden blaue Salze

              bildet, die mit Chloroform extrahiert werden können. Zur

              Vermeidung von Störungen erfolgt die Extraktion zuerst aus

              alkalischer Lösung; sodann wird der Extrakt mit saurer

              Methylenblaulösung geschüttelt. Die Extinktion der

              abgetrennten organischen Phase wird photometrisch im

              Absorptionsmaximum bei einer Wellenlänge von 650 nm

              gemessen.

    3.2.      Chemikalien und Geräte

    3.2.1.    Pufferlösung pH 10:

              24 g Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) p.a. und 27 g

              wasserfreies Natriumcarbonat (Na2CO3) p.a. in entsalztem

              Wasser lösen und auf 1 000 ml verdünnen.

    3.2.2.    Neutrale Mehtylenblaulösung:

              0,35 g Methylenblau p.a. in entsalztem Wasser lösen und auf

              1 000 ml verdünnen. Lösung mindestens 24 Stunden vor

              Gebrauch zubereiten. Die Extinktion der Chloroformphase der

              Blindprobe darf gegenüber reinem Chloroform bei 650 nm

              0,015 je cm Schichtdicke nicht überschreiten.

    3.2.3.    Saure Mehtylenblaulösung:

              0,35 g Methylenblaulösung p.a. in 500 ml entsalztem Wasser

              auflösen und mit 6,5 ml H2SO4 (d=1,84 g/ml) mischen. Mit

              entsalztem Wasser auf 1 000 ml verdünnen. Diese Lösung

              mindestens 24 Stunden vor Gebrauch zubereiten. Die

              Extinktion der Chloroformphase der Blindprobe darf

              gegenüber reinem Chloroform bei 650 nm 0,015 je cm

              Schichtdicke nicht übersteigen.

    3.2.4.    Chloroform (Trichlormethan) CHCl3 p.a. (frisch destilliert)

    3.2.5.    Dodecylbenzolsulfonsäuremethylester

    3.2.6.    Kaliumhydroxidlösung in Ethanol (KOH 0,1 M)

    3.2.7.    Ethanol (C2H5OH) p.a.

    3.2.8.    0,5 M Schwefelsäure (H2SO4)

    3.2.9.    Phenolphthaleinlösung:

              1 g Phenolphthalein in 50 ml Ethanol und 50 ml entsalztem

              Wasser unter Umrühren lösen. Jedweden Niederschlag

              abfiltrieren.

    3.2.10.   Salzsäure in Methanol (250 ml konzentrierte Salzsäure p.a.

              und 750 ml Methanol)

    3.2.11.   Scheidetrichter, 250 ml

    3.2.12.   Meßkolben, 50 ml

    3.2.13.   Meßkolben, 500 ml

    3.2.14.   Meßkolben, 1 000 ml

    3.2.15.   Rundkolben mit Schliff und Rückflußkühler, 250 ml;

              „Siedeperlen''

    3.2.16.   pH-Meter

    3.2.17.   Photometer für Messungen bei 650 nm mit 1- bis

              5-cm-Küvetten

    3.2.18.   Grobporiges Filterpapier

    3.3.      Verfahren

              Die Analyseproben dürfen nicht durch eine Schaumschicht

              entnommen werden.

              Nach eingehender Reinigung mit Wasser sind die

              Analysegeräte vor Verwendung mit Methanol-Salzsäure

              (3.2.10) und anschließend mit entsalztem Wasser gut zu

              spülen.

              Proben des zu prüfenden Zu- und Abflusses der

              Belebtschlammanlage bei der Probeentnahme sofort

              filtrieren. Die ersten 100 ml des Filtrats werden

              verworfen.

              Eine abgemessene Probemenge, gegebenenfalls nach

              Neutralisierung, in einen 250-ml-Scheidetrichter (3.2.11)

              geben. Die Probemenge sollte 20 bis 150 mikrog MBAS

              enthalten. Bei niedrigerem MBAS-Gehalt können bis zu 100 ml

              Probe benutzt werden. Werden weniger als 100 ml verwendet,

              so ist mit entsalztem Wasser auf 100 ml zu verdünnen. 10 ml

              Pufferlösung (3.2.1), 5 ml neutrale Methylenblaulösung

              (3.2.2) und 15 ml Chloroform (3.2.4) zur Probe hinzufügen.

              Gemisch eine Minute gleichmäßig und nicht zu stark

              schütteln. Nach Phasentrennung Chloroformschicht in einen

              zweiten Trenntrichter mit 110 ml entsalztem Wasser und 5 ml

              saurer Methylenblaulösung (3.2.3) geben. Gemisch eine

              Minute schütteln. Chloroformschicht durch einen vorher mit

              Alkohol gewaschenen und mit Chloroform benetzten

              Wattefilter in einen Meßkolben geben (3.2.12).

              Alkalische und saure Lösungen dreimal extrahieren, wobei

              bei der zweiten und dritten Extraktion je 10 ml Chloroform

              zu verwenden sind. Kombinierte Chloroformextrakte durch

              denselben Wattefilter filtrieren und bis zur Marke des

              50-ml-Kolbens (3.2.12) mit dem zum Nachwaschen der Watte

              benutzten Chloroform verdünnen. Extinktion der

              Chloroformlösung gegenüber Chloroform bei 650 nm in 1- bis

              5-cm-Küvetten messen. Das ganze Verfahren mit einem

              Blindversuch durchführen.

    3.4.      Eichkurve

              Aus der Standardsubstanz

              Dodecylbenzolsulfonsäuremethylester (Tetrapropylen-Typ, MG

              340) nach Verseifung in Kaliumhydroxid eine Eichlösung

              herstellen. Die MBAS wird als Natriumdodecylbenzolsulfonat

              (MG 348) berechnet.

              400 bis 450 mg Dodecylbenzolsulfonsäuremethylester (3.2.5)

              auf 0,1 mg genau in einen Rundkolben einwiegen und 50 ml

              Ethanol-Kaliumhydroxidlösung (3.2.6) und einige Siedeperlen

              hinzugeben. Rückflußkühler anbringen und eine Stunde lang

              kochen. Nach Abkühlung Kühler und Schliff mit 30 ml Ethanol

              waschen und die hierzu verwendete Flüssigkeit zum

              Kolbeninhalt hinzugeben. Lösung mit Schwefelsäure gegenüber

              Phenolphthalein bis zur Farblosigkeit titrieren. Diese

              Lösung in einen 1 000-ml-Meßkolben (3.2.14) übergießen, bis

              zur Marke mit entsalztem Wasser nachfüllen und mischen.

              Ein Teil dieser Tensid-Stammlösung ist sodann weiter zu

              verdünnen. 25 ml entnehmen, in einen 500-ml-Meßkolben

              (3.2.13) geben, mit entsalztem Wasser bis zur Marke

              nachfüllen und mischen.

              Diese Standardlösung enthält E x 1,023/20 000 mg/ml MBAS,

              wobei E = Gewicht der Probe in mg bedeutet.

              Zur Festlegung der Eichkurve sind 1, 2, 4, 6, 8 ml

              Standardlösung zu entnehmen und mit entsalztem Wasser auf

              jeweils 100 ml zu verdünnen. Anschließend wie in 3.3

              beschrieben (einschließlich des Blindtests) verfahren.

    3.5.      Berechnung der Ergebnisse

              Der Gehalt an anionischen Tensiden in Form von MBAS in der

              Probe wird aus der Eichkurve (3.4) abgelesen. Der

              MBAS-Gehalt der Probe ergibt sich aus:

                            mg MBAS x 1 000/V = mg/l MBAS,

              wobei V = ml Volumen der benutzten Probe bedeutet.

              Die Ergebnisse sind als Natriumdodecylbenzolsulfonat (MG

              348) anzugeben.

    3.6.      Angabe der Ergebnisse

              Die Ergebnisse sind in mg/l MBAS auf 0,1 genau anzugeben.

    ---------------------------------------------------------------------

                     Abbildungen 1 bis 4 nicht darstellbar!

               Es wird auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen.

    ---------------------------------------------------------------------

  •                                                              Anlage 3

                                                                 ________

                                                            zu § 2 Abs. 1

     

    Verfahren zur Bestimmung des Phosphatgehaltes in Waschmitteln

    (1) Phosphate sind solche Verbindungen, in denen jedes Phosphoratom von vier Sauerstoffatomen umgeben ist.

    (2) Der Phosphatgehalt ist wie folgt zu bestimmen:

    1.

    Gebindeauswahl und Probenahme

    Es sind möglichst 10 volle Gebinde mit einer Gesamtmenge von mindestens 10 Litern bei pulverförmigen und von mindestens 5 Kilogramm bei flüssigen Waschmitteln auszuwählen. Den Gebinden sind 10 Einzelproben zu entnehmen, und zwar bei pulverförmigen Waschmitteln je Gebinde ca. 1 Liter, bei flüssigen Waschmitteln je Gebinde ca. 100 Gramm; soweit erforderlich, sind mehrere kleine Gebinde zu vereinigen.

    2.

    Ermittlung der Anwendungsmenge

    Bei pulverförmigen Waschmitteln zur Verwendung im Haushalt ist die Anwendungsmenge in Gramm durch Bestimmung der mittleren Schüttdichte der 10 Einzelproben in Gramm je Milliliter, durch die Bestimmung des mittleren Dosiervolumens der den Gebinden beigefügten Dosiergefäße in Millilitern und durch Feststellung der Anzahl von Dosiergefäßfüllungen zu ermitteln, die für die Wasserhärtebereiche 1 bis 3 für Trommelwaschmaschinen mit einem Fassungsvermögen von 4 bis 5 Kilogramm für durchschnittlich verschmutzte Wäsche empfohlen wird.

    Bei flüssigen Waschmitteln zur Verwendung im Haushalt ist die Anwendungsmenge entsprechend in Gramm aus der Bestimmung der mittleren Füllmenge der den Gebinden beigefügten Dosierungsgefäße und durch Feststellung der vom Hersteller empfohlenen Anzahl von Dosiergefäßfüllungen zu ermitteln. Die Anwendungsmenge ist in beiden vorgenannten Fällen durch den Hersteller, Importeur oder das Vertriebsunternehmen zu bestimmen.

    Bei Waschmitteln für Wäschereien ist die jeweilige Anwendungsmenge unmittelbar aus den Dosierungsempfehlungen in Gramm je Liter zu ermitteln, wobei ein Verhältnis von 1 Kilogramm Trockenwäsche zu 5 Litern Waschlauge zugrunde zu legen ist.

    3.

    Ermittlung des Phosphatgehaltes der Waschmittel

    Aus den 10 Einzelproben ist eine repräsentative Mischprobe bereits beim Hersteller, Importeur oder Vertriebsunternehmen herzustellen. Von der Mischprobe ist der Phosphatgehalt des Waschmittels in Prozentanteilen an elementarem Phosphor (P) nach Aufschluß der Phosphate photometrisch als Phosphor-Vanadat-Molybdat-Komplex zu bestimmen. Es sind vier Parallelanalysen von der Mischprobe durchzuführen. Ein deutlich von den übrigen drei Werten abweichender Wert bleibt unberücksichtigt. Maßgebend ist der Mittelwert der verbleibenden Einzelwerte. Über die Durchführung der Analyse ist ein Protokoll zu verfassen, das auch die Ergebnisse der Berechnung zu enthalten hat.

    4.

    Berechnung des Phosphatgehaltes in der Waschlauge

    Aus der Anwendungsmenge des Waschmittels in Gramm bzw. in Gramm je Liter und aus dem Phosphatgehalt des Waschmittels in Prozentanteilen an elementarem Phosphor (P) ist für den Vergleich der in der Anlage zu § 4 Abs. 1 des Waschmittelgesetzes, BGBl. Nr. 300/1984, festgelegten Phosphathöchstmengen der Phosphatgehalt in der Waschlauge in Gramm an elementarem Phosphor je Liter (g/l P) zu berechnen; bei Waschmitteln zur Verwendung im Haushalt ist hiebei ein Waschlaugenvolumen von 20 Litern für den jeweiligen Waschvorgang zugrunde zu legen.

    Sind in einem Waschmittel andere Phosphorverbindungen als Phosphate enthalten, so ist deren Anteil in Abzug zu bringen.