Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Schutz der Opfer des Krieges, Fassung vom 11.12.2017

§ 0

Langtitel

Kundmachung des Bundeskanzlers betreffend den Geltungsbereich des Zusatzprotokolls zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll I) und des Zusatzprotokolls zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll II)
StF: BGBl. Nr. 340/1996

Art. 1

Text

Nach Mitteilungen des Schweizerischen Bundesrates haben folgende weitere Staaten ihre Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunden zum Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll I) und zum Zusatzprotokoll zu den Genfer Abkommen vom 12. August 1949 über den Schutz der Opfer nicht internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll II) (BGBl. Nr. 527/1982, letzte Kundmachung des Geltungsbereiches BGBl. Nr. 279/1994) hinterlegt:

 

           Staaten:                      Datum der Hinterlegung der

                                             Ratifikations- bzw.

                                              Beitrittsurkunde:

 

           Äthiopien                         8. April 1994

           Dominica                         25. April 1996

           Dominikanische Republik          26. Mai 1994

           Honduras                         16. Februar 1995

           Kap Verde                        16. März 1995

           Kolumbien (nur Protokoll II)     14. August 1995

           Lesotho                          20. Mai 1994

           Föderierte Staaten

             von Mikronesien                19. September 1995

           Mongolei                          6. Dezember 1995

           Panama                           18. September 1995

           Sambia                            4. Mai 1995

           San Marino                        5. April 1994

           Südafrika                        21. November 1995

           Swasiland                         2. November 1995

           Zypern (nur Protokoll II)        18. März 1996

 

  Erklärungen gemäß Art. 90 des Protokolls I haben abgegeben:

 

           Bulgarien                         9. Mai 1994

           Guinea                           20. Dezember 1993

           Kap Verde                        16. März 1995

           Kolumbien                        17. April 1994

           Mongolei                          6. Dezember 1995

           Namibia                          21. Juli 1994

           Portugal                          1. Juli 1994

           Rumänien                         31. Mai 1995

           Slowakei                         13. März 1995

           Tschechische Republik             2. Mai 1995

 

Die Mongolei hat anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde folgenden Vorbehalt erklärt:

In bezug auf Art. 88 Abs. 2 des Zusatzprotokolls über den Schutz der Opfer internationaler bewaffneter Konflikte (Protokoll I), der bestimmt, daß „die Hohen Vertragsparteien auf dem Gebiet der Auslieferung zusammenarbeiten'', wird das mongolische Recht, das Ausschluß und Auslieferung seiner Angehörigen aus der Mongolei verbietet, zu respektieren sein.

Einer weiteren Mitteilung des Schweizerischen Bundesrates zufolge hat Namibia am 17. Juni 1994 - der Rat der Vereinten Nationen für Namibia ist den Protokollen am 18. Oktober 1983 beigetreten *1) - erklärt, daß die Protokolle für Namibia in Übereinstimmung mit Art. 143 der Verfassung von Namibia bindend sind, wonach „alle bestehenden internationalen Verträge, an denen Namibia gebunden ist, weiterhin in Kraft bleiben, außer oder bis die Nationalversammlung hierüber auf Grund von Artikel 63 Abs. 2 lit. d anderes entscheidet''.

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*1) Kundgemacht in BGBl. Nr. 246/1986