Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Staatsgrenze Österreich - Jugoslawien (Ergänzungen), Fassung vom 20.10.2017

§ 0

Beachte für folgende Bestimmung

Für die mit einer BGBl. Nr. ausgewiesenen Staaten wurde eine Kopie des Vertrages (einschließlich etwaiger Änderungen) erstellt bzw. die Nichtanwendung angezeigt. Republik Slowenien, BGBl. Nr. 714/1993
Republik Kroatien, BGBl. Nr. 474/1996 (keine Weiteranwendung)
Bundesrepublik Jugoslawien
Bosnien und Herzegowina
Ehem. Jugosl. Republik Mazedonien

Langtitel

VERTRAG zwischen der Republik Österreich und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über Änderungen und Ergänzungen des Vertrages zwischen der Republik Österreich und der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über die gemeinsame Staatsgrenze vom 8. April 1965 *1)
StF: BGBl. Nr. 585/1976 (NR: GP XIV RV 70 AB 86 S. 16. BR: AB 1461 S. 348.)

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages, dessen Artikel 1 bis 3, 5, 6 und 8 verfassungsändernd sind, samt Anlagen A und B sowie den weiteren Anlagen 1 bis 17 wird genehmigt.

2.

Gemäß Artikel 49 Absatz 2 des Bundes-Verfassungsgesetzes hat der Bundeskanzler unter Mitwirkung der nachfolgend genannten Behörden die Anlagen 1 bis 17 zum gegenständlichen Staatsvertrag dadurch kundzumachen, daß sie für die Dauer der Geltung des Vertrages zur öffentlichen Einsicht während der Amtsstunden aufgelegt werden, und zwar:

a)

alle genannten Anlagen beim Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen und überdies

b)

die Anlagen 1 bis 13 beim Amt der Steiermärkischen Landesregierung und beim Vermessungsamt Leibnitz,

c)

die Anlagen 14 bis 17 beim Amt der Kärntner Landesregierung und beim Vermessungsamt Völkermarkt.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 24. August 1976 ausgetauscht; der Vertrag tritt gemäß seinem Artikel 24 Absatz 2 am 1. November 1976 in Kraft.

Präambel/Promulgationsklausel

Die Republik Österreich und die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien, von dem Wunsche geleitet, ihren Vertrag über die gemeinsame Staatsgrenze vom 8. April 1965 in bestimmten Punkten abzuändern und zu ergänzen, haben folgendes vereinbart:

 

--------------------------------------------------------------------

*1) Kundgemacht in BGBl. Nr. 229/1966

Art. 1

Beachte für folgende Bestimmung

Verfassungsbestimmung

Text

ABSCHNITT I

Änderung des Verlaufes der Staatsgrenze im Bereich

der regulierten Kutschenitza (Teil des Grenzabschnittes II und Grenzabschnitt III)

Artikel 1

 

Der Verlauf der Staatsgrenze wird im Grenzabschnitt II vom Grenzpunkt Nr. 50200 zwischen den Grenzzeichen Nr. II/502 Ö und Nr. II/502 SFRJ bis zum Ende dieses Grenzabschnittes durch

die Grenzbeschreibung (Anlage 1),

die Koordinatenverzeichnisse (Anlagen 2 und 3) und den Grenzplan im Maßstab 1 : 1000 (Anlage 4 - drei Blätter)

bestimmt.

Art. 2

Beachte für folgende Bestimmung

Verfassungsbestimmung

Text

Artikel 2

 

Der Verlauf der Staatsgrenze wird im gesamten Grenzabschnitt III durch

die Grenzbeschreibung (Anlage 5),

die Koordinatenverzeichnisse (Anlagen 6 und 7) und den Grenzplan im Maßstab 1 : 1000 (Anlage 8 - sechzehn Blätter)

bestimmt.

Art. 3

Beachte für folgende Bestimmung

Verfassungsbestimmung

Text

Artikel 3

 

Spätere Veränderungen des Verlaufes der Kutschenitza haben auf den in den Artikeln 1 und 2 dieses Vertrages festgelegten Verlauf der Staatsgrenze keinen Einfluß.

Art. 4

Text

Artikel 4

 

Die Teile des Staatsgebietes des einen Vertragsstaates, die auf Grund der Artikel 1 und 2 dieses Vertrages dem Staatsgebiet des anderen Vertragsstaates zufallen, haben auf der Seite jedes Vertragsstaates ein Flächenausmaß von insgesamt 53.799 m2. Diese Teile sind im Situationsplan im Maßstab 1 : 1000 (fünfzehn Blätter) dargestellt und hinsichtlich ihres Flächenausmaßes im zugehörigen Flächenverzeichnis ausgewiesen (Anlage 9).

Art. 5

Beachte für folgende Bestimmung

Verfassungsbestimmung

Text

ABSCHNITT II

Änderung des Verlaufes der Staatsgrenze im Bereich des

regulierten Ägydibaches (Teil des Grenzabschnittes VIII)

Artikel 5

 

Der Verlauf der Staatsgrenze wird im Grenzabschnitt VIII vom Grenzzeichen Nr. VIII/65 bis zum Grenzzeichen Nr. VIII/74 durch

die Grenzbeschreibung (Anlage 10),

das Koordinatenverzeichnis (Anlage 11) und

den Grenzplan im Maßstab 1 : 250 (Anlage 12 - fünf Blätter) bestimmt.

Art. 6

Beachte für folgende Bestimmung

Verfassungsbestimmung

Text

Artikel 6

 

Spätere Veränderungen des Verlaufes des Ägydibaches haben auf den im Artikel 5 dieses Vertrages festgelegten Verlauf der Staatsgrenze keinen Einfluß.

Art. 7

Text

Artikel 7

 

Die Teile des Staatsgebietes des einen Vertragsstaates, die auf Grund des Artikel 5 dieses Vertrages dem Staatsgebiet des anderen Vertragsstaates zufallen, haben auf der Seite jedes Vertragsstaates ein Flächenausmaß von insgesamt 313,1 m2. Diese Teile sind im Situationsplan im Maßstab 1 : 250 (vier Blätter) dargestellt und hinsichtlich ihres Ausmaßes im zugehörigen Flächenverzeichnis ausgewiesen (Anlage 13).

Art. 8

Beachte für folgende Bestimmung

Verfassungsbestimmung

Text

ABSCHNITT III

Änderung des Verlaufes der Staatsgrenze beim

Straßen-Grenzübergang Grablach-Holmec (Teile der

Grenzabschnitte XVIII und XIX)

Artikel 8

 

Der Verlauf der Staatsgrenze wird im Grenzabschnitt XVIII vom Grenzzeichen Nr. XVIII/152 bis zum Ende dieses Grenzabschnittes und im Grenzabschnitt XIX vom Beginn dieses Grenzabschnittes bis zum Grenzzeichen Nr. XIX/3 durch

die Grenzbeschreibung (Anlage 14),

das Koordinatenverzeichnis (Anlage 15) und

den Grenzplan im Maßstab 1 : 250 (Anlage 16 - drei Blätter) bestimmt.

Art. 9

Text

Artikel 9

 

Der Teil des Staatsgebietes des einen Vertragsstaates, der auf Grund des Artikels 8 dieses Vertrages dem Staatsgebiet des anderen Vertragsstaates zufällt, hat auf der Seite jedes Vertragsstaates ein Flächenausmaß von 1653,3 m2. Diese Teile sind im Situationsplan im Maßstab 1 : 250 dargestellt (Anlage 17 - zwei Blätter).

Art. 10

Text

ABSCHNITT IV

Änderungen und Ergänzungen einzelner Bestimmungen des Vertrages

zwischen der Republik Österreich und der Sozialistischen

Föderativen Republik Jugoslawien über die gemeinsame

Staatsgrenze vom 8. April 1965

Artikel 10

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 11

Text

Artikel 11

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 12

Text

Artikel 12

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 13

Text

Artikel 13

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 14

Text

Artikel 14

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 15

Text

Artikel 15

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 16

Text

Artikel 16

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 17

Text

Artikel 17

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 18

Text

Artikel 18

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 19

Text

Artikel 19

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 20

Text

Artikel 20

 

(Anm.: Änderung des Vertrages BGBl. Nr. 229/1966)

Art. 21

Text

ABSCHNITT V

Übergangs- und Schlußbestimmungen

Artikel 21

 

(1) Die Anlagen A und B des Grenzvertrages werden durch die Anlagen A und B dieses Vertrages (Anm.: Die Anlagen sind nicht darstellbar.) ersetzt.

(2) Die vor dem Inkrafttreten dieses Vertrages ausgestellten Grenzübertrittsausweise berechtigen den Inhaber bis zum Ablauf der eingetragenen Gültigkeitsdauer zum Grenzübertritt.

Art. 22

Text

Artikel 22

 

(1) Die Teile des Staatsgebietes der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien, die auf Grund der Artikel 1, 2, 5 und 8 dieses Vertrages dem Staatsgebiet der Republik Österreich zufallen, gehen mit dem Inkrafttreten dieses Vertrages in das Eigentum der Republik Österreich (Bund) über.

(2) Die Teile des Staatsgebietes der Republik Österreich, die auf Grund der Artikel 1, 2, 5 und 8 dieses Vertrages dem Staatsgebiet der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien zufallen, gehen mit dem Inkrafttreten dieses Vertrages in das gesellschaftliche Eigentum der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien über.

(3) Mit dem Eigentumsübergang nach den Absätzen 1 und 2 erlöschen alle öffentlichen und privaten Rechte an den übergehenden Gebietsteilen.

(4) Falls durch den Eigentumsübergang nach Absatz 1 und 2 dritte Personen in ihren Rechten an den ausgetauschten Gebietsteilen verletzt werden, wird der Vertragsstaat, auf dessen Hoheitsgebiet die Gebietsteile vor dem Eigentumsübergang gelegen sind, den dritten Personen eine angemessene Entschädigung gewähren; gegen den Vertragsstaat, in dessen Eigentum die Gebietsteile übergehen, können dritte Personen keine Ansprüche geltend machen.

Art. 23

Text

Artikel 23

 

Die in den Abschnitten I, II, III und V angeführten Anlagen bilden Bestandteile dieses Vertrages.

Art. 24

Text

Artikel 24

 

(1) Dieser Vertrag ist entsprechend den Verfassungen der Vertragsstaaten zu ratifizieren, die Ratifikationsurkunden werden in Belgrad ausgetauscht werden.

(2) Der Vertrag tritt am ersten Tage des dritten auf den Austausch der Ratifikationsurkunden folgenden Kalendermonats in Kraft. Die Bestimmungen der Abschnitte I, II und III sowie die Bestimmungen der Artikel 22 und 23 sind unkündbar. Die übrigen Vertragsbestimmungen gelten bis zum 31. Dezember 1986 und bleiben für jeweils weitere fünf Jahre in Geltung, sofern sie nicht vor Ablauf der Gültigkeitsdauer von einem der Vertragsstaaten gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt ein Jahr.

Der Vertrag ist in deutscher und serbokroatischer Sprache, die Anlage A und die Anlage B jedoch in deutscher und slowenischer Sprache, in je zweifacher Urschrift verfaßt, wobei jeder Text authentisch ist.

ZU URKUND dessen haben die Bevollmächtigten der Vertragsstaaten diesen Vertrag unterzeichnet und mit Siegeln versehen.

GESCHEHEN zu Wien, am 29. Oktober 1975.

Anl. 1

Text

                                                      Anlage A

                                                      --------

 

(Anm.: Die Anlage ist nicht darstellbar.)

Anl. 2

Text

                                                      Anlage B

                                                      --------

 

(Anm.: Die Anlage ist nicht darstellbar.)