Gericht

Verwaltungsgerichtshof

Entscheidungsdatum

01.09.2017

Geschäftszahl

Ra 2017/03/0070

Rechtssatz

Dem VwG kann bezüglich der Überprüfung der gesetzmäßigen Ermessensausübung nach § 23 Abs 2 WaffG 1996 nicht entgegen getreten werden, wenn es im Rahmen der erforderlichen näheren Angaben über die Trainingstätigkeit bei der Ausübung des Schießsportes nähere Aufzeichnungen über das konkrete Schießtraining zur Bescheinigung dafür fordert, dass beim Revisionswerber solche Kenntnisse und Erfahrungen und schießsportliche Fähigkeiten in der jeweils konkreten Disziplin des Schießsportes vorliegen, die die Grundlage für die Rechtfertigung für eine größere Anzahl von Schusswaffen der Kategorie B iSd § 23 Abs 2 WaffG 1996 geben können. Angesichts der den Antragsteller treffenden erhöhten Beweislast zur Glaubhaftmachung des Rechtfertigungsanspruches iSd § 23 Abs 2 zweiter Satz WaffG 1996 sind auch entsprechende Aufzeichnungen über Art und Umfang des Trainings erforderlich (vgl VwGH vom 6. April 2016, Ra 2015/03/0073, VwGH vom 22. Mai 2017, Ra 2016/03/0076).