Kurztitel

IT-Kaufmann-Ausbildungsordnung

Kundmachungsorgan

BGBl. II Nr. 334/1999 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 147/2006

§/Artikel/Anlage

§ 5

Inkrafttretensdatum

18.09.1999

Außerkrafttretensdatum

31.03.2006

Beachte

Lehrlinge, die am 31. März 2006 im Lehrberuf Informations- und

Telekommunikations-Systeme - Kaufmann (IT-Kaufmann) ausgebildet

werden, können bis zwei Jahre nach Ablauf der vereinbarten Lehrzeit

zur Lehrabschlussprüfung auf Grund der in der Ausbildungsordnung

enthaltenen Prüfungsvorschriften antreten (vgl. Art. 5 Z 2, BGBl. II

Nr. 147/2006).

Text

Praktische Prüfung

 

Geschäftsfall

 

§ 5. (1) Die Prüfung hat schriftlich und mündlich zu erfolgen.

 

(2) Der schriftliche Teil hat nach Angabe der Prüfungskommission einen Geschäftsfall zu umfassen, der sich auf folgende Bereiche erstreckt:

1.

Analysieren von Geschäftsprozessen beim Kunden im Hinblick auf die Anforderungen an Systeme der Informations- und Telekommunikationstechnik anhand eines einfachen Beispiels,

2.

Ausarbeiten einer kundenspezifischen Systemlösung,

3.

Legen eines Angebots.

 

(3) Die Prüfungskommission hat unter Bedachtnahme auf den Zweck der Lehrabschlußprüfung und die Anforderungen der Berufspraxis jedem Prüfling eine schriftliche Arbeit zu stellen, die in der Regel in 90 Minuten ausgearbeitet werden kann. Die schriftliche Arbeit kann auch in rechnergestützter Form durchgeführt werden, wobei jedoch alle wesentlichen Arbeitsschritte für die Prüfungskommission nachvollziehbar sein müssen.

 

(4) Der schriftliche Teil ist nach 120 Minuten zu beenden.

 

(5) Der mündliche Teil ist vor der gesamten Prüfungskommission abzulegen und hat sich ausgehend von der schriftlichen Arbeit auf die praktische Auswertung von verschiedenen mit dieser Arbeit zusammenhängenden Fragen zu erstrecken. Die Themenstellung hat dem Zweck der Lehrabschlußprüfung und den Anforderungen der Berufspraxis zu entsprechen. Die Prüfung ist in Form eines möglichst lebendigen Gesprächs mit Gesprächsvorgabe durch Schilderung von Situationen oder Problemen zu führen.

 

(6) Der mündliche Teil soll für jeden Prüfling zumindest 15 Minuten dauern. Er ist nach 20 Minuten zu beenden. Eine Verlängerung um höchstens zehn Minuten hat im Einzelfall zu erfolgen, wenn der Prüfungskommission ansonsten eine zweifelsfreie Bewertung der Leistung des Prüflings nicht möglich ist.