Kurztitel

Protokoll über explosive Kampfmittelrückstände (Protokoll V)

Kundmachungsorgan

BGBl. III Nr. 40/2008 zuletzt geändert durch BGBl. III Nr. 94/2014

Typ

Vertrag - Multilateral

§/Artikel/Anlage

§ 0

Inkrafttretensdatum

01.04.2008

Index

19/11 Kriegsrecht, Kriegsfolgen

Langtitel

(Übersetzung)

Protokoll über explosive Kampfmittelrückstände (Protokoll V)

StF: BGBl. III Nr. 40/2008 (NR: GP XXIII RV 97 AB 173 S. 27. BR: AB 7738 S. 747.)

Änderung

BGBl. III Nr. 31/2009 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 41/2010 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 156/2011 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 194/2013 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 94/2014 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 186/2014 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 207/2014 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 244/2014 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 65/2016 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 92/2016 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 102/2016 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 186/2016 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 142/2017 (K – Geltungsbereich)

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Afghanistan III 142/2017 *Albanien III 40/2008 *Argentinien III 194/2013 *Australien III 40/2008 *Bahrain III 65/2016 *Bangladesch III 94/2014 *Belarus III 31/2009 *Belgien III 41/2010 *Bosnien-Herzegowina III 31/2009 *Brasilien III 156/2011 *Bulgarien III 40/2008 *Burkina Faso III 186/2016 *Burundi III 194/2013 *Chile III 41/2010 *China III 156/2011 *Costa Rica III 41/2010 *Côte d`Ivoire III 102/2016 *Dänemark III 40/2008 *Deutschland III 40/2008 *Dominikanische R III 156/2011 *Ecuador III 31/2009 *El Salvador III 40/2008 *Estland III 40/2008 *Finnland III 40/2008 *Frankreich III 40/2008 *Gabun III 156/2011 *Georgien III 31/2009 *Grenada III 244/2014 *Griechenland III 207/2014 *Guatemala III 40/2008 *Guinea-Bissau III 31/2009 *Heiliger Stuhl III 40/2008 *Honduras III 156/2011 *Indien III 40/2008 *Irak III 186/2014 *Irland III 40/2008 *Island III 31/2009 *Italien III 41/2010 *Jamaika III 31/2009 *Kamerun III 156/2011 *Kanada III 41/2010 *Katar III 41/2010 *Korea/R III 40/2008 *Kroatien III 40/2008 *Kuba III 194/2013 *Kuwait III 194/2013 *Laos III 194/2013 *Lesotho III 92/2016 *Lettland III 41/2010 *Liberia III 40/2008 *Liechtenstein III 40/2008 *Litauen III 40/2008 *Luxemburg III 40/2008 *Madagaskar III 31/2009 *Mali III 41/2010 *Malta III 40/2008 *Mazedonien III 40/2008 *Moldau III 31/2009 *Montenegro III 102/2016 *Neuseeland III 40/2008 *Nicaragua III 40/2008 *Niederlande III 40/2008, III 94/2014 *Norwegen III 40/2008 *Pakistan III 31/2009 *Panama III 156/2011 *Paraguay III 31/2009 *Peru III 41/2010 *Polen III 156/2011 *Portugal III 40/2008 *Rumänien III 40/2008 *Russische F III 31/2009 *Sambia III 94/2014 *Saudi-Arabien III 41/2010 *Schweden III 40/2008 *Schweiz III 40/2008 *Senegal III 31/2009 *Sierra Leone III 40/2008 *Slowakei III 40/2008 *Slowenien III 40/2008 *Spanien III 40/2008 *St. Vincent/Grenadinen III 156/2011 *Südafrika III 194/2013 *Tadschikistan III 40/2008 *Tschechische R III 40/2008 *Tunesien III 40/2008 *Turkmenistan III 194/2013 *Ukraine III 40/2008 *Ungarn III 40/2008, III 31/2009 *Uruguay III 40/2008 *USA III 31/2009 *Vereinigte Arabische Emirate III 31/2009 *Zypern III 41/2010

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

1.

Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird genehmigt.

2.

Die arabische, chinesische, französische, russische und spanische Sprachfassung 1 dieses Staatsvertrages sind gemäß Art. 49 Abs. 2 B-VG dadurch kundzumachen, dass sie zur öffentlichen Einsichtnahme im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten aufliegen.

______________________________________________________

1 Die Sprachfassungen werden auch in den Anlagen veröffentlicht.

Ratifikationstext

Die Notifikation gemäß Art. 4 Abs. 4 des Übereinkommens über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen, die übermäßige Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken können, wurde am 1. Oktober 2007 abgegeben; nach Mitteilung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen tritt das Protokoll über explosive Kampfmittelrückstände (Protokoll V) gemäß Art. 5 Abs. 4 des Übereinkommens für Österreich mit 1. April 2008 in Kraft.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten ihre Notifikationsurkunden zum Protokoll hinterlegt:

 

Albanien

Australien

Bulgarien

Dänemark

Deutschland

El Salvador

Estland

Finnland

Frankreich

Guatemala

Heiliger Stuhl

Indien

Irland

Republik Korea

Kroatien

Liberia

Liechtenstein

Litauen

Luxemburg

Malta

Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

Neuseeland (einschließlich Tokelau)

Nicaragua

Niederlande (für das Königreich in Europa)

Norwegen

Portugal

Rumänien

Schweden

Schweiz

Sierra Leone

Slowakei

Slowenien

Spanien

Tadschikistan

Tschechische Republik

Tunesien

Ukraine

Ungarn

Uruguay

 

Vorbehalte und Erklärungen

Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Protokoll – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil III des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVI.2.d]:

Argentinien

China

Anlässlich der Hinterlegung der Notifikationsurkunde hat die Volksrepublik China für die Sonderverwaltungsregion Hongkong und die Sonderverwaltungsregion Macao folgende Erklärung abgegeben:

Nach Art. 153 des Grundgesetzes der Sonderverwaltungsregion Hongkong der Volksrepublik China sowie Art. 138 des Grundgesetzes der Sonderverwaltungsregion Macao beschließt die Regierung der Volksrepublik China, dass das Protokoll auch auf die Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macao der Volksrepublik China Anwendung findet.

Heilige Stuhl

Anlässlich der Hinterlegung seiner Notifikationsurkunde hat der Heilige Stuhl nachstehende Erklärung abgegeben:

Mit dem Beitritt zum Protokoll über explosive Kampfmittelrückstände (ERW) zum Übereinkommen über das Verbot oder die Beschränkung des Einsatzes bestimmter konventioneller Waffen, die übermäßige Leiden verursachen oder unterschiedslos wirken können (CCW), angenommen am 28. November 2003, beim Treffen der Vertragsparteien des Übereinkommens über bestimmte konventionelle Waffen beabsichtigt der Heilige Stuhl, wie er es bereits bei seinem Beitritt am 16. Juni 1997 zum Übereinkommen und den vier ersten Protokollen getan hat, „unter Wahrung seiner eigenständigen Natur und den besonderen Voraussetzungen des Vatikanstaates die Internationale Gemeinschaft zu ermutigen, den eingeschlagenen Weg zur Verringerung menschlichen Leids verursacht durch bewaffnete Konflikte fortzuführen“. Mit der Annahme des Fünften Protokolls wird das Übereinkommen über bestimmte konventionelle Waffen (CCW) als „fortschrittliches lebendiges Instrument“ des internationalen humanitären Rechts bestätigt, das die Probleme, die aus den modernen bewaffneten Konflikten entstehen, ansprechen und die Verbesserung des Schutzes von Zivilisten und Kombattanten in solchen Situationen bewirken soll. Obwohl eine prägnantere Antwort auf die Probleme im Zusammenhang mit explosiven Kampfmittelrückständen in dem Protokoll wünschenswert gewesen wäre, stellt die Annahme dieses Instruments ein wichtiges multilaterales Werkzeug für die Waffenkontrolle zu humanitären Zwecken dar, mit der Fähigkeit, Staaten zur Verantwortung hinsichtlich explosiver Kampfmittelrückstände sowie durch sie verursachte Schäden aufzurufen.

Im Rahmen seiner eigenen Verpflichtung, die Entwicklung und Umsetzung von humanitärem Recht im Namen aller Staaten und unter allen Umständen zu fördern, ist der Heilige Stuhl davon überzeugt, dass das Fünfte Protokoll eine konkrete Unterstützung für die Lebens- und Friedenskultur bedeutet, gestützt auf die Würde des Menschen und den Vorrang der Rechtsstaatlichkeit, in Form einer verantwortungsvollen und übereinstimmenden Zusammenarbeit aller Mitglieder der Staatengemeinschaft.

Niederlande

Ferner haben die Niederlande am 28. April 2014 den Geltungsbereich des Protokolls auf den karibischen Teil der Niederlande (die Inseln Bonaire, Sint Eustatius und Saba) ausgedehnt.

Vereinigten Staaten

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Notifikationsurkunde haben die Vereinigten Staaten nachstehende Erklärung abgegeben:

Die Vereinigten Staaten von Amerika gehen davon aus, dass nichts in Protokoll V zukünftige Vereinbarungen im Zusammenhang mit der Beilegung von bewaffneten Konflikten oder damit verbundene Unterstützung ausschließen würde, um gemäß Art. 3 Verpflichtungen in einer Weise festzulegen, die Geist und Zweck des Protokolls V berücksichtigt.

Präambel/Promulgationsklausel

Die Hohen Vertragsparteien –

in der Erkenntnis, dass explosive Kampfmittelrückstände nach Konflikten schwerwiegende humanitäre Probleme verursachen,

eingedenk der Notwendigkeit, ein Protokoll über Abhilfemaßnahmen allgemeiner Art nach Konflikten zu schließen, um die Gefahren und Wirkungen explosiver Kampfmittelrückstände auf ein Mindestmaß zu beschränken,

sowie in dem Bestreben, durch die in einem Technischen Anhang niedergelegten freiwilligen bewährten Verfahren zur Verbesserung der Verlässlichkeit von Munition allgemeine Vorbeugungsmaßnahmen zu treffen und somit das Vorkommen explosiver Kampfmittelrückstände auf ein Mindestmaß zu beschränken –

sind wie folgt übereingekommen:

Anmerkung

Vorbehalte, Erklärungen, etc. der Vertragsparteien wurden mit Stichtag 9.5.2014 eingearbeitet.

Schlagworte

e-rk3

Zuletzt aktualisiert am

21.09.2017

Gesetzesnummer

20005777

Dokumentnummer

NOR30006416