Kurztitel

Haager Kindesentführungsübereinkommen

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 512/1988

Typ

Vertrag - Multilateral

§/Artikel/Anlage

§ 0

Inkrafttretensdatum

01.10.1988

Unterzeichnungsdatum

25.10.1980

Index

29/11 Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen

Langtitel

(Übersetzung)

ÜBEREINKOMMEN ÜBER DIE ZIVILRECHTLICHEN ASPEKTE INTERNATIONALER KINDESENTFÜHRUNG

StF: BGBl. Nr. 512/1988 (NR: GP XVII RV 485 AB 611 S. 65. BR: AB 3507 S. 503.)

Sprachen

Englisch, Französisch

Vertragsparteien

*Österreich III 77/2017, III 97/2017 *Albanien III 97/2017 *Andorra III 97/2017 *Argentinien 231/1991 *Armenien III 97/2017 *Australien 512/1988, III 133/2011 *Bahamas III 83/2009 *Belgien III 88/1999 *Bosnien-Herzegowina 57/1994, III 108/1997, III 198/2005 *Brasilien III 52/2002, III 133/2011 *Bulgarien III 198/2005 *Chile III 52/2002 *China III 151/1997, III 165/2000, III 166/2008, III 187/2012 *Dänemark 303/1991, 611/191, III 25/2013, III 99/2016 *Deutschland III 165/2000, III 214/2002, III 23/2007 *Deutschland/BRD 721/1990 *Estland III 198/2005 *Finnland 489/1994 *Frankreich 512/1988, III 218/2005 *Georgien III 52/2002 *Griechenland 430/1993 *Irland 611/1991, 62/1992, III 23/2007 *Island III 52/2002 *Israel 611/1991, 62/1992, III 166/2008 *Italien 203/1995 *Jugoslawien 611/1991 *Jugoslawien/BR III 207/2001, III 114/2002 *Kanada 512/1988, III 162/2001 *Kasachstan III 77/2017 *Korea/R III 77/2017 *Kroatien 587/1993, 57/1994, 950/1994, III 166/2008 *Lettland III 198/2005, III 133/2011 *Litauen III 198/2005, III 23/2007 *Luxemburg 512/1988 *Malta III 52/2002 *Marokko III 97/2017 *Mauritius III 40/2011 *Mazedonien 57/1994, III 66/2006 *Mexiko 950/1994, 76/1995 *Moldau III 52/2002 *Monaco 950/1994, III 218/2005 *Montenegro III 23/2007, III 166/2008 *Neuseeland 950/1994 *Niederlande 436/1990, III 92/2012 *Norwegen 68/1989, 234/1989 *Peru III 77/2017 *Polen 950/1994 *Portugal 512/1988, 742/1995, III 21/1999, III 165/2000, III 133/2011 *Rumänien 950/1994 *Russische F III 97/2017 *San Marino III 84/2009 *Schweden 198/1989 *Schweiz 512/1988 *Serbien III 23/2007, III 166/2008 *Seychellen III 97/2017 *Singapur III 97/2017 *Slowakei III 162/2001 *Slowenien 950/1994, III 25/2013 *Spanien 512/1988, III 66/2006 *Südafrika III 52/2002 950/1994, III 101/1999 *Tschechische R III 92/1998, III 165/2000 *Türkei III 165/2000, III 114/2002, III 133/2011 *Ungarn 626/1990, 950/1994, III 133/2011 *USA 512/1988, III 166/2008 *Venezuela 777/1996 *Vereinigtes Königreich 512/1988, 430/1991, III 151/1997, III 150/1998, III 21/1999, III 66/2006, III 166/2008, III 133/2011 *Zypern III 52/2002

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Formblatt wird genehmigt.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 14. Juli 1988 beim Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten des Königreiches der Niederlande hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 43 Z 1 für Österreich mit 1. Oktober 1988 in Kraft.

Anläßlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde wurde gemäß Art. 6 als zentrale Behörde notifiziert:

„Bundesministerium für Justiz

A-1016 Wien,

Postfach 63”.

Nach Mitteilungen des Ministeriums für Auswärtige Angelegenheiten des Königreiches der Niederlande haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert bzw. genehmigt:

Australien, Frankreich, Kanada, Luxemburg, Portugal, Schweiz, Spanien, Vereinigte Staaten und Vereinigtes Königreich.

Nachstehende Staaten haben anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Genehmigungsurkunden folgende Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:

 

Australien

Erklärungen:

-

Gemäß Art. 40 erklärt Australien, daß sich das Übereinkommen nur auf das in den australischen Staaten und Festlandgebieten geltende Rechtssystem erstreckt.

-

Gemäß Art. 6 bestimmt Australien folgende zentrale Behörden:

Zentrale Behörde des Commonwealth (an diese wären die Anträge zur Weiterleitung an die zuständige zentrale Behörde zu richten):

The Secretary,

Attorney-General`s Department,

National Circuit,

Parton A.C.T. 2600 (Anm.: richtig: Barton)

Zentrale Behörden der Staaten:

Director,

Department of Children`s Services

Queensland

Secretary,

Department of Community Development,

Northern Territory

Director-General,

Department of Community Services,

Victoria

Director-General,

Department of Youth and Community Services,

New South Wales

Director for Community Welfare,

Department for Community Welfare,

Tasmania

Commissioner,

Western Australian Police Department,

Western Australia

Commissioner,

South Australian Police Department,

South Australia

Director of Welfare

Department of Territories,

Australian Capital Territory

 

Frankreich

Vorbehalte:

-

Gemäß den Bestimmungen der Art. 42 und 24 Abs. 2 behält sich Frankreich vor, nur in französischer Sprache abgefaßte oder von einer Übersetzung in die französische Sprache begleitete Anträge entgegenzunehmen und eine Übersetzung in die französische Sprache von Mitteilungen und Schriftstücken zu verlangen, die der zentralen Behörde zugesandt werden.

-

Gemäß den Bestimmungen der Art. 42 und 26 Abs. 3 erklärt Frankreich, daß es die Kosten im Sinn des Art. 26 Abs. 2 nur insoweit übernimmt, als diese Kosten durch das französische System der Verfahrenshilfe gedeckt sind.

Erklärungen:

-

Gemäß Art. 39 erklärt Frankreich, daß sich das Übereinkommen auf das gesamte Hoheitsgebiet der Französischen Republik erstreckt.

-

Gemäß Art. 6 bestimmt Frankreich das „Ministere de la Justice, Bureau de l`Entraide Judiciaire Internationale a la Direction des Affaires Civiles et du Sceau” zur zentralen Behörde.

 

Kanada

-

Gemäß Art. 40 hat Kanada notifiziert, daß sich das Übereinkommen auf die Provinzen Alberta, Britisch-Kolumbien, Manitoba, Neubraunschweig, Neufundland, Neuschottland, Ontario, Prinz-Edward-Insel, Quebec, Saskatchewan, die Nordwestterritorien und das Yukon-Territorium erstreckt.

Vorbehalte:

-

Gemäß den Bestimmungen der Art. 42 und 26 Abs. 3 erklärt Kanada, daß es bei Anträgen hinsichtlich der Provinzen Alberta, Britisch-Kolumbien, Neubraunschweig, Neufundland, Neuschottland, Ontario, Prinz-Edward-Insel, Quebec, Saskatchewan, der Nordwestterritorien und des Yukon-Territoriums die Kosten im Sinn des Art. 26 Abs. 2 nur insoweit übernimmt, als diese Kosten durch das System der Verfahrenshilfe der betreffenden Provinzen bzw. Territorien gedeckt sind. (Dieser Vorbehalt bezieht sich nicht auf die Provinz Manitoba.)

-

Gemäß den Bestimmungen der Art. 42 und 24 Abs. 2 sind Übersetzungen der Anträge, Mitteilungen und sonstigen Schriftstücke in die französische Sprache erforderlich, wenn diese für die Provinz Quebec bestimmt sind und die Originalsprache weder französisch noch englisch ist.

Erklärungen:

-

Gemäß Art. 6 bestimmt Kanada folgende zentrale Behörden:

The Minister of Justice and Attorney General of Canada, Domestic Legal Services,

Department of External Affairs,

Ottawa

(Zentrale Behörde, an die Anträge zur Übermittlung an die zuständige zentrale Behörde gerichtet werden können.)

Provinz Alberta:

The Attorney General of Alberta,

Edmonton

Provinz Britisch-Kolumbien:

The Attorney General of British Columbia,

Vancouver

Provinz Manitoba:

The Attorney General of Manitoba,

Winnipeg

Provinz Neubraunschweig:

The Attorney General of New Brunswick,

Fredericton

Provinz Neufundland:

The Attorney General of Newfoundland,

St. John`s

Provinz Neuschottland:

The Attorney General of Nova Scotia,

Halifax

Provinz Ontario:

The Ministry of the Attorney General of Ontario,

Toronto

Provinz Prinz-Edward-Insel:

The Department of Justice and Attorney General of Prince Edward Island,

Charlottetown

Provinz Quebec:

Le Ministere de la Justice du Quebec,

Sainte-Foy

Provinz Saskatchewan:

The Minister of Justice of Saskatchewan,

Regina

Nordwestterritorien:

The Minister of Justice of the Northwest Territories,

Yellowknife

Yukon-Territorium:

The Minister of Justice of the Yukon Territory,

Whitehorse.

 

Luxemburg

Vorbehalte:

Luxemburg erklärt, daß es nur insoweit gebunden ist, Kosten im Sinn des Art. 26 Abs. 2, das heißt Kosten, die sich aus der Beigebung eines Rechtsanwaltes oder aus einem Gerichtsverfahren ergeben, zu übernehmen, als diese Kosten durch das luxemburgische System der Verfahrenshilfe gedeckt sind.

Erklärung:

Gemäß Art. 6 wird der „Procureur General d`Etat” zur zentralen Behörde bestimmt.

 

Portugal

Erklärung:

Gemäß Art. 6 bestimmt Portugal als zentrale Behörde:

„Direccao-Geral dos Servicos Tutelares de Menores do Ministerio da Justica”

 

Schweiz

Erklärung:

Gemäß Art. 6 bestimmt die Schweiz als zentrale Behörde:

„Bundesamt für Justiz (Office Federal de Justice), Bern”

 

Spanien

Erklärung:

Gemäß Art. 6 bestimmt Spanien als zentrale Behörde:

„La Secretaria General Tecnica del Ministerio de Justicia, San Bernardo 45, 28015 Madrid”

 

Vereinigte Staaten

Vorbehalte:

-

Gemäß den Bestimmungen der Art. 42 und 24 Abs. 2 behalten sich die Vereinigten Staaten vor, daß alle Anträge, Mitteilungen und sonstigen Schriftstücke der zentralen Behörde mit Übersetzungen in die englische Sprache zuzusenden sind.

-

Gemäß Art. 26 Abs. 3 erklären die Vereinigten Staaten, daß sie nur insoweit gebunden sind, die sich aus der Beigebung eines Rechtsanwalts oder aus gerichtlichen oder sonstigen Verfahren zur Rückführung von Kindern aus den Vereinigten Staaten ergebenden Kosten oder Auslagen zu übernehmen, als diese Kosten oder Auslagen durch ein Verfahrenshilfeprogramm gedeckt sind.

Erklärung:

Gemäß Art. 6 bestimmen die Vereinigten Staaten zur zentralen Behörde:

„Office of Citizens Consular Services (CA/OCS/CCS),

Room 4817,

Department of State

Washington, D.C. 20520”

 

Vereinigtes Königreich

Vorbehalte:

-

Gemäß Art. 42 erklärt das Vereinigte Königreich, daß es nur insoweit gebunden ist, die sich aus der Beigebung eines Rechtsanwalts oder aus einem Gerichtsverfahren ergebenden Kosten im Sinn des Art. 26 Abs. 2 zu übernehmen, als diese Kosten durch sein System der Verfahrenshilfe gedeckt sind.

Erklärungen:

-

Gemäß Art. 39 erklärt das Vereinigte Königreich, daß sich das Übereinkommen nur auf das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland erstreckt.

-

Gemäß Art. 6 bestimmt das Vereinigte Königreich folgende zentrale Behörden:

„The Lord Chancellor,

the Lord Chancellor`s Department,

Trevelyan House,

30 Great Peter Street,

London SW1P2BY

(Zentrale Behörde, an die Anträge zur Übermittlung an die zuständige zentrale Behörde gerichtet werden können.)

Für England und Wales:

The Lord Chancellor,

the Lord Chancellor`s Department,

Trevelyan House,

30 Great Peter Street,

London SW1P2BY

Für Nordirland:

The Lord Chancellor,

Northern Ireland Court Service

Windsor House,

9/15 Bedford Street,

Belfast BT 7LT

Für Schottland:

The Secretary of State for Scotland,

the Scottish Courts Administration,

26/27 Royal Terrace

Edinburgh EH7 5AH“

Präambel/Promulgationsklausel

Die Unterzeichnerstaaten dieses Übereinkommens -

in der festen Überzeugung, daß das Wohl des Kindes in allen Angelegenheiten des Sorgerechts von vorrangiger Bedeutung ist;

in dem Wunsch, das Kind vor den Nachteilen eines widerrechtlichen Verbringens oder Zurückhaltens international zu schützen und Verfahren einzuführen, um seine sofortige Rückgabe in den Staat seines gewöhnlichen Aufenthalts sicherzustellen und den Schutz des Rechts auf persönlichen Verkehr mit dem Kind zu gewährleisten -

haben beschlossen, zu diesem Zweck ein Übereinkommen zu schließen, und haben die folgenden Bestimmungen vereinbart:

Anmerkung

1. Siehe Durchführungsgesetz BGBl. Nr. 513/1988.

2. Mexiko und Neuseeland: vgl. BGBl. Nr. 62/1992 und BGBl. Nr. 132/1992; mittlerweile Annahme des Beitritts siehe BGBl. Nr. 950/1994

Schlagworte

e-rk

BGBl. Nr. 512/1988, BGBl. Nr. 68/1989, BGBl. Nr. 198/1989, BGBl. Nr. 234/1989, BGBl. Nr. 436/1990, BGBl. Nr. 626/1990, BGBl. Nr. 721/1990, BGBl. Nr. 303/1991, BGBl. Nr. 430/1991, BGBl. Nr. 611/1991, BGBl. Nr. 62/1992, BGBl. Nr. 430/1993, BGBl. Nr. 587/1993, BGBl. Nr. 57/1994, BGBl. Nr. 489/1994, BGBl. Nr. 950/1994, BGBl. Nr. 76/1995, BGBl. Nr. 203/1995, BGBl. Nr. 742/1995, BGBl. Nr. 777/1996, BGBl. III Nr. 108/1997, BGBl. III Nr. 151/1997, BGBl. III Nr. 92/1998, BGBl. III Nr. 150/1998, BGBl. III Nr. 21/1999, BGBl. III Nr. 88/1999, BGBl. III Nr. 101/1999, BGBl. III Nr. 165/2000, BGBl. III Nr. 162/2001, BGBl. III Nr. 207/2001, BGBl. III Nr. 52/2002, BGBl. III Nr. 114/2002, BGBl. III Nr. 214/2002, BGBl. III Nr. 198/2005, BGBl. III Nr. 218/2005, BGBl. III Nr. 66/2006, BGBl. III Nr. 23/2007, BGBl. III Nr. 166/2008, BGBl. III Nr. 83/2009, BGBl. III Nr. 84/2009, BGBl. III Nr. 40/2011, BGBl. III Nr. 133/2011, BGBl. III Nr. 92/2012, BGBl. III Nr. 187/2012, BGBl. III Nr. 25/2013, BGBl. III Nr. 99/2016, BGBl. III Nr. 97/2017

Zuletzt aktualisiert am

06.07.2017

Gesetzesnummer

10002877

Dokumentnummer

NOR11002900

alte Dokumentnummer

N2198821112S