BUNDESGESETZBLATT

FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2015

Ausgegeben am 13. August 2015

Teil I

111. Kundmachung:

Aufhebung von Bestimmungen des Tabakmonopolgesetzes 1996 durch den Verfassungsgerichtshof

111. Kundmachung des Bundeskanzlers über die Aufhebung von Bestimmungen des Tabakmonopolgesetzes 1996 durch den Verfassungsgerichtshof

Gemäß Art. 140 Abs. 5 und 6 B-VG und gemäß § 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953, BGBl. Nr. 85/1953, wird kundgemacht:

Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 3. Juli 2015, G 118/2015-25, G 131/2015-23, G 204/2015-19, dem Bundeskanzler zugestellt am 5. August 2015, zu Recht erkannt:

„I.

Folgende Bestimmungen des Bundesgesetzes, mit dem das Tabakmonopol neu geregelt wird (Tabakmonopolgesetz 1996 – TabMG 1996), BGBl. Nr. 830/1995, idF des 2. Abgabenänderungsgesetzes 2014, BGBl. I Nr. 105, werden als verfassungswidrig aufgehoben:

in § 1 Abs. 1 die Wortfolge: „und die in Abs. 2a angeführten verwandten Erzeugnisse“;

§ 1 Abs. 2a;

§ 1 Abs. 2b;

§ 1 Abs. 2c;

in § 5 Abs. 2 Satz 1 die Wortfolge: „und verwandten Erzeugnissen“;

in § 5 Abs. 2 Satz 2 die Wortfolge: „und verwandten Erzeugnissen“;

der letzte Satz in § 5 Abs. 2: „Die entgeltliche Abgabe von verwandten Erzeugnissen an Verbraucher im Monopolgebiet ist ausschließlich Tabaktrafikanten vorbehalten.“;

§ 5 Abs. 6;

in § 42 die Wortfolge: „Abs. 2 letzter Satz oder“;

in § 47g Abs. 1 die Wortfolge: „§ 1 Abs. 2a bis 2c, § 5 Abs. 2 und 6 und § 42, jeweils“.

II.

Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.“

Faymann