BUNDESGESETZBLATT

FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2011

Ausgegeben am 21. November 2011

Teil I

108. Kundmachung:

Aufhebung des Wortes „ungeprüft“ in § 54 Abs. 1a dritter Satz der Zivilprozessordnung durch den Verfassungsgerichtshof

108. Kundmachung des Bundeskanzlers über die Aufhebung des Wortes „ungeprüft“ in § 54 Abs. 1a dritter Satz der Zivilprozessordnung, RGBl. Nr. 113/1895 idF BGBl. I Nr. 111/2010 durch den Verfassungsgerichtshof

Gemäß Art. 140 Abs. 5, 6 und 7 B-VG und gemäß § 64 Abs. 2 des Verfassungsgerichtshofgesetzes 1953, BGBl. Nr. 85, wird kundgemacht:

Der Verfassungsgerichtshof hat mit Erkenntnis vom 5. Oktober 2011, G 84/11-6, G 87/11-9, G 101/11-3, G 102/11-3, dem Bundeskanzler zugestellt am 11. November 2011, zu Recht erkannt:

„I.

In § 54 Abs. 1a dritter Satz Zivilprozessordnung, RGBl. Nr. 113/1895 idF BGBl. I Nr. 111/2010, wird das Wort “ungeprüft“ als verfassungswidrig aufgehoben.

II.

Das aufgehobene Wort ist nicht mehr anzuwenden.

III.

Frühere gesetzliche Bestimmungen treten nicht wieder in Kraft.“

Faymann