BUNDESGESETZBLATT

FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH

Jahrgang 2008

Ausgegeben am 30. Juni 2008

Teil I

87. Kundmachung:

Wiederverlautbarung des Einführungsgesetzes zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991

87. Kundmachung des Bundeskanzlers, mit der das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 wiederverlautbart wird

Artikel 1

Auf Grund des Art. 49a B-VG wird in der Anlage das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 – EGVG, BGBl. Nr. 50, wiederverlautbart.

Artikel 2

Bei der Wiederverlautbarung werden die Änderungen und Ergänzungen berücksichtigt, die sich aus folgenden Rechtsvorschriften ergeben:

1.

Bundesgesetz, mit dem das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 geändert wird, BGBl. Nr. 143/1992;

2.

Bundesgesetz, mit dem das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 geändert wird, BGBl. Nr. 178/1992;

3.

Bundesgesetz, mit dem begleitende Bestimmungen zum Bundesvergabegesetz erlassen werden, BGBl. Nr. 463/1993;

4.

Bundesgesetz, mit dem das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 geändert wird, BGBl. Nr. 509/1993;

5.

Bundesgesetz betreffend das Fernmeldewesen (Fernmeldegesetz 1993), BGBl. Nr. 908/1993;

6.

Kundmachung des Bundeskanzlers betreffend die Rechtsvorschriften, die gleichzeitig mit dem „Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum“ in Kraft treten, BGBl. Nr. 917/1993;

7.

Bundesgesetz, mit dem Anpassungen an das Arbeitsmarktservicegesetz vorgenommen werden (Arbeitsmarktservice-Begleitgesetz, AMS-BegleitG), BGBl. Nr. 314/1994;

8.

Bundesgesetz über die Beaufsichtigung von Wertpapierdienstleistungen (Wertpapieraufsichtsgesetz – WAG) und über die Änderung des Bankwesengesetzes, des Börsegesetzes 1989, des Einführungsgesetzes zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991, der Konkursordnung, der Ausgleichsordnung, des Versicherungsaufsichtsgesetzes und des Investmentfondsgesetzes, BGBl. Nr. 753/1996;

9.

Bundesgesetz, mit dem das Postgesetz und das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 geändert werden, BGBl. Nr. 765/1996;

10.

Bundesgesetz, mit dem die Gewerbeordnung 1994, das Arbeitsverfassungsgesetz, das Bankwesengesetz, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 und das Arbeitsinspektionsgesetz 1993 geändert werden, BGBl. I Nr. 63/1997;

11.

Bundesgesetz über die Saatgutanerkennung, die Saatgutzulassung und das Inverkehrbringen von Saatgut sowie die Sortenzulassung (Saatgutgesetz 1997 – SaatG 1997); Bundesgesetz, mit dem das Sortenschutzgesetz geändert wird; Bundesgesetz, mit dem das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 – EGVG geändert wird und Bundesgesetz, mit dem das Düngemittelgesetz geändert wird, BGBl. I Nr. 72/1997;

12.

Bundesgesetz, mit dem das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 geändert wird, BGBl. I Nr. 28/1998;

13.

Bundesgesetz betreffend Übernahmeangebote (Übernahmegesetz – ÜbG) sowie über Änderungen des Börsegesetzes und des Einführungsgesetzes zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991, BGBl. I Nr. 127/1998;

14.

Bundesgesetz zur Bereinigung der vor 1946 kundgemachten einfachen Bundesgesetze und Verordnungen (Erstes Bundesrechtsbereinigungsgesetz – 1. BRBG), BGBl. I Nr. 191/1999;

15.

Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über die Punzierung und Kontrolle von Edelmetallgegenständen (Punzierungsgesetz 2000) erlassen und das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 geändert wird, BGBl. I Nr. 24/2001;

16.

Bundesgesetz über die Errichtung und Organisation der Finanzmarktaufsichtsbehörde und über die Änderung des Bankwesengesetzes, des Wertpapieraufsichtsgesetzes, des Investmentfondsgesetzes, des Beteiligungsfondsgesetzes, des Sparkassengesetzes, des Bausparkassengesetzes, des Hypothekenbankengesetzes, des Pfandbriefgesetzes, des EGVG, des Börsegesetzes 1989, des Versicherungsaufsichtsgesetzes, des Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgesetzes 1994, des Pensionskassengesetzes, des Kapitalmarktgesetzes, des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes, des GmbH-Gesetzes und des Nationalbankgesetzes 1984 (Finanzmarktaufsichtsgesetz – FMAG), BGBl. I Nr. 97/2001;

17.

Bundesgesetz, mit dem das Zustellgesetz, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991, das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991, das Verwaltungsstrafgesetz 1991 und das Verwaltungsvollstreckungsgesetz 1991 geändert werden sowie das Verwaltungsentlastungsgesetz aufgehoben wird (Verwaltungsverfahrensnovelle 2001), BGBl. I Nr. 137/2001;

18.

Bundesgesetz, mit dem ein Bundesgesetz über den unabhängigen Finanzsenat beschlossen und die BAO, das Zollrechts-Durchführungsgesetz, das Ausschreibungsgesetz 1989, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991, das Finanzstrafgesetz und das Abgabenverwaltungsorganisationsgesetz geändert werden (Abgaben-Rechtsmittel-Reformgesetz – AbgRmRefG), BGBl. I Nr. 97/2002;

19.

Bundesgesetz, mit dem das Sicherheitspolizeigesetz, das Grenzkontrollgesetz, das Bundesgesetz über die Führung der Bundesgendarmerie im Bereich der Länder und die Verfügung über die Wachkörper der Bundespolizei und der Bundesgendarmerie und das Beamten-Dienstrechtsgesetz geändert werden (SPG-Novelle 2005), BGBl. I Nr. 151/2004;

20.

Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz geändert wird, ein Asylgesetz 2005, ein Fremdenpolizeigesetz 2005 und ein Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz erlassen, das Bundesbetreuungsgesetz, das Personenstandsgesetz, das Bundesgesetz über den unabhängigen Bundesasylsenat, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991, das Sicherheitspolizeigesetz, das Gebührengesetz 1957, das Familienlastenausgleichsgesetz 1967, das Kinderbetreuungsgeldgesetz und das Tilgungsgesetz 1972 geändert werden sowie das Fremdengesetz 1997 aufgehoben wird (Fremdenrechtspaket 2005), BGBl. I Nr. 100/2005;

21.

Bundesgesetz, mit dem das Bundes-Verfassungsgesetz, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 und das Zivildienstgesetz 1986 geändert werden (ZDG-Novelle 2005), BGBl. I Nr. 106/2005;

22.

Bundesgesetz, mit dem ein Asylgerichtshofgesetz erlassen wird und das Asylgesetz 2005, das Verwaltungsgerichtshofgesetz 1985, das Verfassungsgerichtshofgesetz 1953, das Bundesministeriengesetz 1986, das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991, das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991, das Fremdenpolizeigesetz 2005, das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz, das Grundversorgungsgesetz-Bund 2005, das Staatsbürgerschaftsgesetz 1985, das Sicherheitspolizeigesetz und das Waffengesetz 1996 geändert werden (Asylgerichtshof-Einrichtungsgesetz), BGBl. I Nr. 4/2008;

23.

Bundesgesetz, mit dem das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991, das Allgemeine Verwaltungsverfahrensgesetz 1991, das Verwaltungsstrafgesetz 1991 und das Zustellgesetz geändert werden (Verwaltungsverfahrens- und Zustellrechtsänderungsgesetz 2007), BGBl. I Nr. 5/2008.

Artikel 3

Der gegenstandslos gewordene Art. XII wird als nicht mehr geltend festgestellt.

Artikel 4

Im wiederverlautbarten Text werden folgende terminologische Änderungen vorgenommen:

1.

Die Regeln der neuen Rechtschreibung werden angewendet.

2.

In Art. I Abs. 2 Z 13 wird das Wort „Berufungssenats“ durch das Wort „Berufungssenates“ ersetzt.

3.

In Art. I Abs. 2 Z 37 wird das Wort „Bundesvergabeamts“ durch das Wort „Bundesvergabeamtes“ ersetzt.

4.

In Art. I Abs. 4 wird die Wendung „finden die Verwaltungsverfahrensgesetze keine Anwendung“ durch die Wendung „sind die Verwaltungsverfahrensgesetze nicht anzuwenden“ ersetzt.

5.

In Art. I Abs. 5 wird die Wendung „finden die Verwaltungsverfahrensgesetze [...] keine Anwendung“ durch die Wendung „sind die Verwaltungsverfahrensgesetze [...] nicht anzuwenden“ ersetzt.

6.

In Art. III Abs. 1 Z 3 wird nach dem Wort „sind“ ein Beistrich eingefügt.

Artikel 5

Im wiederverlautbarten Text werden die bisherigen Artikel- und sonstigen Gliederungsbezeichnungen wie folgt geändert und Bezugnahmen darauf innerhalb des Textes entsprechend richtig gestellt („Paragraphenspiegel“):

 

alt

neu

Art. I

Entfällt

Art. II

Art. I

 

Abs. 1

   

Abs. 1

 
 

Abs. 2 lit. A

   

Abs. 2 lit. A

 
   

Z 1

   

Z 1

   

Z 2

   

Z 2

   

Z 3

   

Z 3

   

Z 4

   

Z 4

   

Z 5

   

Z 5

   

Z 6

   

Z 6

   

Z 7

   

Z 7

   

Z 8

   

Z 8

   

Z 9

   

Z 9

   

Z 10

   

Z 10

   

Z 11

   

Z 11

   

Z 12

   

Entfällt

   

Z 13

   

Z 12

   

Z 14

   

Z 13

   

Z 15

   

Z 14

   

Z 16

   

Z 15

   

Z 17

   

Z 16

   

Z 18

   

Z 17

   

Z 19

   

Entfällt

   

Z 20

   

Entfällt

   

Z 21

   

Z 18

   

Z 22

   

Z 19

   

Z 23

   

Z 20

   

Z 24

   

Z 21

   

Z 25

   

Entfällt

   

Z 26

   

Entfällt

   

Z 27

   

Z 22

   

Z 28

   

Entfällt

   

Z 28a

   

Z 23

   

Z 28b

   

Z 24

 

Abs. 2 lit. B

   

Abs. 2 lit. B

 
   

Z 29

   

Z 25

   

Z 30

   

Z 26

   

Z 31

   

Z 27

   

Z 32

   

Z 28

 

Abs. 2 lit. C

   

Abs. 2 lit. C

 
   

Z 33

   

Z 29

   

Z 34

   

Z 30

   

Z 35

   

Z 31

   

Z 36

   

Z 32

   

Z 37

   

Z 33

   

Z 38

   

Entfällt

   

Z 39

   

Z 34

   

Z 39a

   

Z 35

   

Z 40

   

Z 36

   

Z 40a

   

Z 37

 

Abs. 2 lit. D

   

Abs. 2 lit. D

 
   

Z 41

   

Z 38

   

Z 42

   

Z 39

   

Z 43

   

Z 40

   

Z 43a

   

Entfällt

 

Abs. 2 lit. E

   

Abs. 2 lit. E

 
   

Z 44

   

Z 41

   

Z 45

   

Z 42

 

Abs. 2 lit. F

   

Abs. 2 lit. F

 
 

Abs. 3

   

Entfällt

 
 

Abs. 4

   

Abs. 3

 
 

Abs. 5

   

Abs. 4

 
 

Abs. 6

   

Abs. 5

 
   

Z 1

   

Z 1

   

Z 2

   

Z 2

   

Z 3

   

Z 3

   

Z 4

   

Z 4

   

Z 5 bis 7

   

Entfallen

Art. III

   

Entfällt

   

Art. IV

   

Entfällt

   

Art. V

   

Entfällt

   

Art. VI

   

Art. II

   
 

Abs. 1

   

Abs. 1

 
 

Abs. 2

   

Abs. 2

 
 

Abs. 3

   

Abs. 3

 
 

Abs. 4

   

Entfällt

 

Art. VII

   

Entfällt

   

Art. IX

   

Art. III

   

Art. X

   

Entfällt

   

Art. XI

   

Entfällt

   

Art. XII

   

Entfällt

   

Art. XIII

   

Art. IV

   

 

Artikel 6

(1) Die wiederverlautbarte Fassung der folgenden Bestimmungen ergibt sich aus den nachstehend angeführten Gesetzesänderungen:

 

Art. I Abs. 2 Z 4

BGBl. I Nr. 137/2001, Art. 2 Z 1

Art. I Abs. 2 Z 5

BGBl. I Nr. 137/2001, Art. 2 Z 2

Art. I Abs. 2 Z 6

BGBl. I Nr. 100/2005, Art. 9 Z 1

Art. I Abs. 2 Z 8

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 2

Art. I Abs. 2 Z 10

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 3

Art. I Abs. 2 Z 12

BGBl. I Nr. 97/2002, Art. V Z 1, und BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 5

Art. I Abs. 2 Z 13

BGBl. Nr. 509/1993, Z 1

Art. I Abs. 2 Z 15

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 6

Art. I Abs. 2 Z 20

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 8

Art. I Abs. 2 Z 21

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 9

Art. I Abs. 2 Z 23

BGBl. I Nr. 97/2001, Art. X Z 1

Art. I Abs. 2 Z 24

BGBl. I Nr. 127/1998, Art. III

Art. I Abs. 2 Z 27

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 11

Art. I Abs. 2 Z 29

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 12

Art. I Abs. 2 Z 30

BGBl. I Nr. 100/2005, Art. 9 Z 2

Art. I Abs. 2 Z 32

BGBl. I Nr. 106/2005, Art. 2 Z 1

Art. I Abs. 2 Z 33

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 13

Art. I Abs. 2 Z 34

BGBl. I Nr. 106/2005, Art. 2 Z 2

Art. I Abs. 2 Z 35

BGBl. I Nr. 106/2005, Art. 2 Z 3

Art. I Abs. 2 Z 36

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 15

Art. I Abs. 2 Z 37

BGBl. Nr. 463/1993, Art. I Z 1

Art. I Abs. 2 Z 38

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 16

Art. I Abs. 2 Z 42

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 17

Art. I Abs. 3

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 19

Art. I Abs. 5 Z 2

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 20

Art. I Abs. 5 Z 4

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 21

Art. II Abs. 2

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 24

Art. III Abs. 1 Einleitung

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1

Art. III Abs. 1 Z 1

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 27

Art. III Abs. 1 Z 2

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1

Art. III Abs. 1 Z 3

BGBl. I Nr. 63/1997, Art. IV Z 1

Art. III Abs. 1 Z 4

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1

Art. III Abs. 1 Schlussteil

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1, BGBl. I Nr. 63/1997, Art. IV Z 2, BGBl. I Nr. 137/2001, Art. 2 Z 8, BGBl. I Nr. 100/2005, Art. 9 Z 5, und BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 28

Art. III Abs. 2

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1, und BGBl. I Nr. 151/2004, Art. 5 Abs. 1

Art. III Abs. 3 und 4

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1

Art. III Abs. 5

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1, und BGBl. I Nr. 100/2005, Art. 9 Z 5

Art. III Abs. 6

BGBl. Nr. 143/1992, Z 1

Art. IV

BGBl. Nr. 463/1993, Art. I Z 3

 

(2) Folgende Bestimmungen entfallen infolge Aufhebung durch die nachstehend angeführten Gesetzesänderungen:

 

Art. I

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 1

Art. II Abs. 2 Z 12

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 4

Art. II Abs. 2 Z 19

BGBl. I Nr. 72/1997, Art. III Z 1

Art. II Abs. 2 Z 20

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 7

Art. II Abs. 2 Z 25

BGBl. I Nr. 24/2001, Art. II Z 1

Art. II Abs. 2 Z 26

BGBl. I Nr. 28/1998, Z 1

Art. II Abs. 2 Z 28

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 10

Art. II Abs. 2 Z 38

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 14

Art. II Abs. 2 Z 43a

BGBl. I Nr. 4/2008, Art. 6 Z 1

Art. II Abs. 3

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 18

Art. II Abs. 6 Z 5 bis 7

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 21

Art. III

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 22

Art. IV

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 23

Art. V

BGBl. I Nr. 100/2005, Art. 9 Z 4

Art. VI Abs. 4

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 25

Art. VII

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 26

Art. X

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 29

Art. XI

BGBl. I Nr. 5/2008, Art. 1 Z 30

 

(3) Die Fassung der übrigen wiederverlautbarten Bestimmungen entspricht noch der Anlage zur Kundmachung BGBl. Nr. 50/1991.

Artikel 7

Das Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 1991 wird mit dem Titel „Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 2008 – EGVG“ wiederverlautbart.

Gusenbauer

Anlage

Einführungsgesetz zu den Verwaltungsverfahrensgesetzen 2008 – EGVG

Artikel I

(1) Die Verwaltungsverfahrensgesetze regeln das Verfahren der nachstehend bezeichneten Verwaltungsorgane, soweit sie behördliche Aufgaben besorgen und im Folgenden nicht anderes bestimmt ist.

(2) Von den Verwaltungsverfahrensgesetzen sind anzuwenden:

A. das AVG und das VStG – unbeschadet der lit. F – auf das behördliche Verfahren

1.

der Behörden der allgemeinen staatlichen Verwaltung in den Ländern;

2.

der unabhängigen Verwaltungssenate in den Ländern;

3.

der Organe der Städte mit eigenem Statut;

4.

der Organe der Bundesanstalt „Statistik Österreich“;

5.

des Österreichischen Staatsarchives;

6.

der Bundespolizeidirektionen;

7.

der Sicherheitsdirektionen;

8.

der Landes- und Bezirksschulräte;

9.

des Bundesdenkmalamtes;

10.

des Bundeseinigungsamtes und der Schlichtungsstellen (§§ 141 und 144 ArbVG);

11.

der Entgeltberechnungsausschüsse und der Berufungskommission für Heimarbeit;

12.

der Zollämter, der Finanzämter und des unabhängigen Finanzsenates;

13.

des Berufungssenates nach § 64 Abs. 2 Börsegesetz 1989, BGBl. Nr. 555;

14.

der Einigungs- und der Obereinigungskommissionen;

15.

der Lehrlingsstellen und der land- und forstwirtschaftlichen Lehrlings- und Fachausbildungsstellen;

16.

der Grundverkehrsbehörden;

17.

der in einzelnen Ländern bestehenden Höfekommissionen und Forsttagsatzungskommissionen;

18.

der Beschussämter;

19.

der kollegial eingerichteten besonderen Bauoberbehörden;

20.

des Postbüros;

21.

der Fernmeldebüros und des Büros für Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen;

22.

der Militärkommanden;

23.

der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA);

24.

der Übernahmekommission;

B. das AVG in vollem Umfang, das VStG mit Ausnahme der §§ 37, 39, 50 und 56 auf das behördliche Verfahren

25.

der Organe der Gemeindeverbände;

26.

der Organe der Gemeinden, soweit sie nicht unter Z 3 fallen;

27.

der Organe der Körperschaften, Fonds und Anstalten des öffentlichen Rechts, soweit sie nicht unter eine andere Bestimmung dieses Absatzes fallen und soweit es sich nicht um gesetzlich anerkannte Kirchen oder Religionsgesellschaften, Universitäten oder Pädagogische Hochschulen, gesetzliche berufliche Vertretungen oder Träger der Sozialversicherung handelt;

28.

der Vollzugsbehörden erster Instanz und der Vollzugsoberbehörden nach dem Strafvollzugsgesetz;

C. das AVG auf das behördliche Verfahren

29.

der Organe der Universitäten und der Pädagogischen Hochschulen;

30.

des Bundesasylamtes (§ 58 des Asylgesetzes 2005, BGBl. I Nr. 100);

31.

des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen, der Eichämter und der Vermessungsämter;

32.

des Heerespersonalamtes;

33.

der Meisterprüfungsstellen bei den Landeskammern der gewerblichen Wirtschaft;

34.

des Zivildienstbeschwerderates;

35.

der Zivildienstserviceagentur;

36.

der Datenschutzkommission;

37.

des Bundesvergabeamtes;

D. das AVG, dessen § 64 jedoch nur, wenn nicht anderes ausdrücklich bestimmt ist, auf das behördliche Verfahren

38.

der Landesgeschäftsstellen und der regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice, des Bundesamtes für Sozial- und Behindertenwesen und der Bundesberufungskommission für Sozialentschädigungs- und Behindertenangelegenheiten;

39.

der Arbeitsinspektorate und des Verkehrs-Arbeitsinspektorates;

40.

der Land- und Forstwirtschaftsinspektionen;

E. das VStG auf das Verwaltungsstrafverfahren

41.

der Agrarbehörden;

42.

der Landesgeschäftsstellen und der regionalen Geschäftsstellen des Arbeitsmarktservice und des Bundesamtes für Sozial- und Behindertenwesen;

F. das VVG auf das behördliche Verfahren der unter den Z 1, 3, 6 und 7 genannten Organe in den Angelegenheiten der Verwaltungsvollstreckung.

(3) Das AVG, das VStG und das VVG sind auf das behördliche Verfahren der Bundesminister in allen Fällen anzuwenden, in denen sie als erste Instanz einschreiten, sowie in allen jenen Fällen, in denen sie sachlich in Betracht kommende Oberbehörde oder im Instanzenzug übergeordnete Behörde sind und das unmittelbar untergeordnete Verwaltungsorgan nach einem der Verwaltungsverfahrensgesetze vorzugehen hatte.

(4) In den Angelegenheiten der Abgaben (mit Ausnahme der in § 78 AVG vorgesehenen Verwaltungsabgaben) des Bundes, der Länder und der Gemeinden, in den Angelegenheiten der Beiträge, die an sonstige Körperschaften des öffentlichen Rechts, an Anstalten oder Fonds des öffentlichen Rechts zu entrichten sind, soweit sie durch die Bundesfinanzverwaltung eingehoben werden, sowie in den Angelegenheiten des Familienlastenausgleiches, soweit es sich nicht um die Verfolgung und Ahndung von Verwaltungsübertretungen handelt, sind die Verwaltungsverfahrensgesetze nicht anzuwenden, es sei denn, dass ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist. Die Landesgesetzgebung kann anordnen, dass für die Einhebung der landesgesetzlich geregelten Beiträge an öffentlich-rechtliche Körperschaften, Anstalten oder Fonds, soweit nicht Abgabenbehörden des Bundes einzuschreiten haben, an Stelle der Verwaltungsverfahrensgesetze die allgemein für Landesabgaben geltenden Verfahrensvorschriften anzuwenden sind.

(5) Ferner sind die Verwaltungsverfahrensgesetze – soweit nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist – nicht anzuwenden:

1.

für die Behandlung der Angelegenheiten des Dienstverhältnisses der Angestellten des Bundes, der Länder, der Gemeindeverbände, der Gemeinden, der sonstigen Körperschaften, Anstalten und Fonds des öffentlichen Rechts zu ihrem Dienstgeber, soweit nicht das Dienstrechtsverfahrensgesetz 1984, BGBl. Nr. 29, anderes bestimmt;

2.

in den Angelegenheiten der Durchführung der Wahl des Bundespräsidenten, von Wahlen zu den allgemeinen Vertretungskörpern und zum Europäischen Parlament, der Wahl des Bürgermeisters durch die zur Wahl des Gemeinderates Berechtigten und von Wahlen der Organe der gesetzlichen beruflichen Vertretungen, in den Angelegenheiten der Durchführung von Volksbegehren, Volksabstimmungen und Volksbefragungen auf Grund der Bundesverfassung oder einer Landesverfassung sowie in den Angelegenheiten der unmittelbaren Mitwirkung der zum Gemeinderat Wahlberechtigten an der Besorgung der Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches der Gemeinde, jedoch mit Ausnahme der in allen diesen Angelegenheiten durchzuführenden Strafverfahren;

3.

bei der Verfolgung und Bestrafung der Verletzung von Standespflichten durch Organe, die ausschließlich oder doch zum Teil aus Angehörigen des in Betracht kommenden Berufsstandes gebildet sind (Disziplinarverfahren);

4.

auf die Durchführung von Prüfungen, die der Beurteilung der Kenntnisse von Personen auf bestimmten Sachgebieten dienen, soweit es sich nicht um die Zulassung zur Prüfung handelt.

Artikel II

(1) Wo im AVG oder im VStG von Behörden gesprochen wird, sind darunter die Verwaltungsorgane zu verstehen, für deren behördliches Verfahren diese Bundesgesetze gemäß Art. I gelten.

(2) Verwaltungsvorschriften im Sinne der Verwaltungsverfahrensgesetze sind alle die verschiedenen Gebiete der Verwaltung regelnden, von den im Abs. 1 bezeichneten Behörden zu vollziehenden Gesetze – dieses Bundesgesetz inbegriffen –, Verordnungen, Staatsverträge und unmittelbar geltenden Vorschriften des Gemeinschaftsrechts.

(3) Verwaltungsübertretungen im Sinne des VStG sind die von den im Abs. 1 bezeichneten Behörden zu ahndenden Übertretungen.

Artikel III

(1) Wer

1.

in Angelegenheiten, in denen er nicht zur berufsmäßigen Parteienvertretung befugt ist, gewerbsmäßig für den Gebrauch vor inländischen oder ausländischen Gerichten oder Verwaltungsbehörden schriftliche Anbringen oder Urkunden verfasst, einschlägige Auskünfte erteilt, vor inländischen Gerichten oder Verwaltungsbehörden Parteien vertritt oder sich zu einer dieser Tätigkeiten in schriftlichen oder mündlichen Kundgebungen anbietet (Winkelschreiberei) oder

2.

sich außer in den Fällen einer mit gerichtlicher Strafe bedrohten Handlung die Beförderung durch eine dem öffentlichen Verkehr dienende Einrichtung verschafft, ohne das nach den Tarifbestimmungen und Beförderungsbedingungen dieser Einrichtungen festgesetzte Entgelt ordnungsgemäß zu entrichten, oder

3.

Personen allein auf Grund ihrer Rasse, ihrer Hautfarbe, ihrer nationalen oder ethnischen Herkunft, ihres religiösen Bekenntnisses oder einer Behinderung ungerechtfertigt benachteiligt oder sie hindert, Orte zu betreten oder Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, die für den allgemeinen öffentlichen Gebrauch bestimmt sind, oder

4.

nationalsozialistisches Gedankengut im Sinne des Verbotsgesetzes, StGBl. Nr. 13/1945, in der Fassung des Bundesverfassungsgesetzes BGBl. Nr. 25/1947, verbreitet,

begeht, hinsichtlich der Tat nach Z 4 dann, wenn sie nicht gerichtlich strafbar ist, eine Verwaltungsübertretung und ist von der Bezirksverwaltungsbehörde, im örtlichen Wirkungsbereich einer Bundespolizeidirektion in den Fällen der Z 2 und 4 von dieser, mit Geldstrafe bis zu 218 Euro, im Fall der Z 3 mit einer Geldstrafe bis zu 1 090 Euro und im Fall der Z 4 mit einer Geldstrafe bis zu 2 180 Euro und mit dem Verfall der Gegenstände, mit denen die strafbare Handlung begangen wurde, zu bestrafen. Im Fall der Z 4 ist der Versuch strafbar.

(2) Die Organe der Bundespolizei haben bei der Vollziehung des Abs. 1 als Hilfsorgane der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzuschreiten.

(3) Abs. 1 Z 1 ist nicht anzuwenden, soweit besondere Vorschriften gegen die unbefugte Parteienvertretung bestehen.

(4) Die Tat nach Abs. 1 Z 2 wird straflos, wenn der Täter bei der Betretung, wenngleich auf Aufforderung, den Fahrpreis und einen in den Tarifbestimmungen oder Beförderungsbedingungen etwa vorgesehenen Zuschlag unverzüglich zahlt. Dies gilt auch, wenn der Täter den Fahrpreis und einen in den Tarifbestimmungen oder Beförderungsbedingungen etwa vorgesehenen Zuschlag innerhalb von drei Tagen zahlt, sofern er sich bei der Zahlungsaufforderung im Beförderungsmittel durch eine mit einem Lichtbild ausgestattete öffentliche Urkunde ausweist.

(5) Wird die Anzeige wegen einer Tat nach Abs. 1 Z 4 vom öffentlichen Ankläger zurückgelegt oder ein gerichtliches Verfahren wegen einer solchen Tat rechtskräftig ohne Schuldspruch des Angezeigten beendet, so ist dies der Bezirksverwaltungsbehörde, im örtlichen Wirkungsbereich einer Bundespolizeidirektion dieser, mitzuteilen. Die Mitteilung obliegt bei Zurücklegung der Anzeige dem öffentlichen Ankläger, in allen anderen Fällen dem Gericht.

(6) Die Zeit von der Erstattung der Anzeige wegen einer Tat nach Abs. 1 Z 4 bis zum Einlangen der in Abs. 5 genannten Mitteilung bei der zuständigen Verwaltungsbehörde ist in die Verjährungsfrist (§ 31 Abs. 2 VStG) nicht einzurechnen.

Artikel IV

Mit der Vollziehung dieses Bundesgesetzes ist die Bundesregierung betraut.