Bundesrecht konsolidiert

Übereinkommen von Paris § 0

Kurztitel

Übereinkommen von Paris

Kundmachungsorgan

BGBl. III Nr. 197/2016 zuletzt geändert durch BGBl. III Nr. 197/2017

Typ

Vertrag - Multilateral

§/Artikel/Anlage

§ 0

Inkrafttretensdatum

21.11.2017

Außerkrafttretensdatum

Unterzeichnungsdatum

12.12.2015

Index

99/09 Meteorologie

Langtitel

(Übersetzung)
Übereinkommen von Paris
StF: BGBl. III Nr. 197/2016 (NR: GP XXV RV 1193 AB 1198 S. 140. BR: AB 9640 S. 856.)

Änderung

BGBl. III Nr. 3/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 37/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 80/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 131/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 168/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 197/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 48/2018 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 119/2018 (K – Geltungsbereich)

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Afghanistan III 37/2017 *Ägypten III 131/2017 *Albanien III 197/2016 *Algerien III 197/2016 *Andorra III 80/2017 *Antigua/Barbuda III 197/2016 *Argentinien III 197/2016 *Armenien III 80/2017 *Aserbaidschan III 37/2017 *Äthiopien III 80/2017 *Australien III 3/2017 *Bahamas III 197/2016 *Bahrain III 3/2017 *Bangladesch III 197/2016 *Barbados III 197/2016 *Belarus III 197/2016 *Belgien III 80/2017 *Belize III 197/2016 *Benin III 3/2017 *Bhutan III 168/2017 *Bolivien III 197/2016 *Bosnien-Herzegowina III 80/2017 *Botsuana III 3/2017 *Brasilien III 197/2016 *Brunei III 197/2016 *Bulgarien III 3/2017 *Burkina Faso III 3/2017 *Burundi III 48/2018 *Cabo Verde III 168/2017 *Chile III 37/2017 *China III 197/2016 *Costa Rica III 197/2016 *Côte d`Ivoire III 3/2017 *Dänemark III 3/2017 *Deutschland III 197/2016 *Dominica III 197/2016 *Dominikanische R III 168/2017 *Dschibuti III 3/2017 *Ecuador III 168/2017 *El Salvador III 80/2017 *Estland III 3/2017 *EU III 197/2016 *Fidschi III 197/2016 *Finnland III 3/2017 *Frankreich III 197/2016 *Gabun III 3/2017 *Gambia III 3/2017 *Georgien III 80/2017 *Ghana III 197/2016 *Grenada III 197/2016 *Griechenland III 197/2016 *Guatemala III 37/2017 *Guinea III 197/2016 *Guyana III 197/2016 *Haiti III 131/2017 *Honduras III 197/2016 *Indien III 197/2016 *Indonesien III 3/2017 *Irland III 3/2017 *Island III 197/2016 *Israel III 3/2017 *Italien III 3/2017 *Jamaika III 80/2017 *Japan III 3/2017 *Jordanien III 3/2017 *Kambodscha III 37/2017 *Kamerun III 197/2016 *Kanada III 197/2016 *Kasachstan III 3/2017 *Katar III 131/2017 *Kenia III 37/2017 *Kiribati III 197/2016 *Kolumbien III 119/2018 *Komoren III 3/2017 *Kongo III 80/2017 *Kongo/DR III 48/2018 *Korea/DVR III 197/2016 *Korea/R III 3/2017 *Kroatien III 80/2017 *Kuba III 3/2017 *Kuwait III 119/2018 *Laos III 197/2016 *Lesotho III 37/2017 *Lettland III 80/2017 *Liechtenstein III 168/2017 *Litauen III 37/2017 *Luxemburg III 3/2017 *Madagaskar III 197/2016 *Malawi III 131/2017 *Malaysia III 3/2017 *Malediven III 197/2016 *Mali III 197/2016 *Malta III 197/2016 *Marokko III 197/2016 *Marshallinseln III 197/2016 *Mauretanien III 37/2017 *Mauritius III 197/2016 *Mazedonien III 48/2018 *Mexiko III 197/2016 *Mikronesien III 197/2016 *Moldau III 131/2017 *Monaco III 197/2016 *Mongolei III 197/2016 *Montenegro III 48/2018 *Mosambik III 119/2018 *Myanmar III 168/2017 *Namibia III 197/2016 *Nauru III 197/2016 *Nepal III 197/2016 *Neuseeland III 197/2016, III 3/2017, III 197/2017 *Nicaragua III 197/2017 *Niederlande III 131/2017 *Niger III 197/2016 *Nigeria III 80/2017 *Norwegen III 197/2016 *Pakistan III 3/2017 *Palästina III 197/2016 *Palau III 197/2016 *Panama III 197/2016 *Papua-Neuguinea III 197/2016 *Paraguay III 197/2016 *Peru III 197/2016 *Philippinen III 80/2017 *Polen III 197/2016 *Portugal III 197/2016 *Ruanda III 197/2016 *Rumänien III 131/2017 *Salomonen III 197/2016 *Sambia III 3/2017 *Samoa III 197/2016 *São Tomé/Príncipe III 3/2017 *Saudi-Arabien III 3/2017 *Schweden III 197/2016 *Schweiz III 197/2017 *Senegal III 197/2016 *Serbien III 131/2017 *Seychellen III 197/2016 *Sierra Leone III 3/2017 *Simbabwe III 168/2017 *Singapur III 197/2016 *Slowakei III 197/2016 *Slowenien III 3/2017 *Somalia III 197/2016 *Spanien III 37/2017 *Sri Lanka III 197/2016 *St. Kitts/Nevis III 197/2016 *St. Lucia III 197/2016 *St. Vincent/Grenadinen III 197/2016 *Südafrika III 3/2017 *Sudan III 131/2017 *Swasiland III 197/2016 *Syrien III 197/2017 *Tadschikistan III 80/2017 *Tansania III 119/2018 *Thailand III 197/2016 *Timor-Leste III 168/2017 *Togo III 131/2017 *Tonga III 197/2016 *Trinidad/Tobago III 48/2018 *Tschad III 37/2017 *Tschechische R III 197/2017 *Tunesien III 37/2017 *Turkmenistan III 197/2016 *Tuvalu III 197/2016 *Uganda III 197/2016 *Ukraine III 197/2016 *Ungarn III 197/2016 *Uruguay III 197/2016 *USA III 197/2016 *Vanuatu III 197/2016 *Venezuela III 131/2017 *Vereinigte Arabische Emirate III 197/2016 *Vereinigtes Königreich III 3/2017 *Vietnam III 3/2017 *Zentralafrikanische R III 197/2016 *Zypern III 37/2017

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

1. Der Abschluss des gegenständlichen Staatsvertrages wird gemäß Art. 50 Abs. 1 Z 1 B-VG genehmigt.

2. Dieser Staatsvertrag ist im Sinne des Art. 50 Abs. 2 Z 4 B-VG durch Erlassung von Gesetzen zu erfüllen.

Ratifikationstext

Die von dem gemäß Art. 64 Abs. 1 des B-VG die Funktionen des Bundespräsidenten ausübende Präsidium des Nationalrates unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 5. Oktober 2016 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. 21 Abs. 1 mit 4. November 2016 in Kraft.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs wurden folgende weitere Ratifikations-, Annahme- bzw. Beitrittsurkunden zum Übereinkommen hinterlegt:

Albanien, Antigua und Barbuda, Argentinien, Bahamas, Bangladesch, Barbados, Belarus, Belize, Bolivien, Brasilien, Brunei Darussalam, China (einschließlich der Sonderverwaltungsregionen Hongkong und Macau), Cookinseln, Deutschland, Dominica, Europäische Union, Fidschi, Frankreich, Ghana, Grenada, Guinea, Guyana, Honduras, Indien, Island, Kamerun, Kanada, Kiribati, Demokratische Volksrepublik Korea, Demokratische Volksrepublik Laos, Madagaskar, Malediven, Mali, Malta, Marokko, Marshallinseln, Mauritius, Mexiko, Föderierte Staaten von Mikronesien, Mongolei, Namibia, Nauru, Nepal, Neuseeland (ohne Tokelau), Niger, Norwegen, Palästina, Palau, Panama, Papua-Neuguinea, Peru, Portugal, Salomonen, Samoa, Senegal, Seychellen, Singapur, Slowakei, Somalia, Sri Lanka, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Swasiland, Thailand, Tonga, Tuvalu, Uganda, Ukraine, Ungarn, Vanuatu, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigte Staaten.

Ferner haben seit Inkrafttreten des Übereinkommens nachstehende Staaten ihre Ratifikationsurkunden hinterlegt:

 

Staaten:

Datum der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde:

Algerien

20. Oktober 2016

Costa Rica

13. Oktober 2016

Griechenland

14. Oktober 2016

Monaco

24. Oktober 2016

Paraguay

14. Oktober 2016

Polen

7. Oktober 2016

Ruanda

6. Oktober 2016

Schweden

13. Oktober 2016

Turkmenistan

20. Oktober 2016

Uruguay

19. Oktober 2016

Zentralafrikanische Republik

11. Oktober 2016

 

Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen werden im Teil III des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER XXVII.7.d]:

Bulgarien, Europäische Union, Indien, Marshallinseln, Mexiko, Mikronesien, Nauru, Neuseeland (Cookinseln, Niue), Niederlande, Philippinen, Polen, Salomonen, Tuvalu, Vanuatu

Neuseeland

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs zufolge hat Neuseeland am 13. November 2017 den territorialen Anwendungsbereich des Übereinkommens auf Tokelau erstreckt.

Spanien

Anlässlich der Hinterlegung seiner Ratifikationsurkunde hat Spanien nachstehende Erklärung für den Fall abgegeben, dass das gegenständliche Übereinkommen vom Vereinigten Königreich ratifiziert und dessen Anwendung auf Gibraltar erstreckt wird:

1. Gibraltar ist ein Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung, für dessen internationale Beziehungen das Vereinigte Königreich verantwortlich ist und das sich in einem Prozess der Entkolonialisierung nach den einschlägigen Beschlüssen und Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen befindet.

2. Die Behörden von Gibraltar sind lokaler Natur und üben ausschließlich interne Zuständigkeiten mit Ursprung in und beruhend auf der Verteilung und Zuweisung von Zuständigkeiten aus, die das Vereinigte Königreich im Einklang mit seinen innerstaatlichen Rechtsvorschriften und in seiner Eigenschaft als souveräner Staat, von dem das genannte Hoheitsgebiet ohne Selbstregierung abhängt, vornimmt.

3. Folglich ist die etwaige Mitwirkung der Behörden von Gibraltar bei der Anwendung des Übereinkommens so zu verstehen, dass sie ausschließlich im Rahmen der internen Zuständigkeiten Gibraltars stattfindet, und darf nicht so angesehen werden, als berühre sie die beiden vorangegangenen Absätze.

4. Die Anwendung dieses Übereinkommens auf Gibraltar ist nicht als Anerkennung irgendwelcher anderer als der in Artikel 10 des Vertrages von Utrecht zwischen der Krone Spaniens und der Krone Großbritanniens vom 13. Juli 1713 angeführten Rechte oder Situationen auszulegen.

Präambel/Promulgationsklausel

Die Vertragsparteien dieses Übereinkommens –

als Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen, im Folgenden als „Rahmenübereinkommen“ bezeichnet,

gestützt auf die durch Beschluss 1/CP.17 der Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens auf ihrer siebzehnten Tagung eingerichteten Durban-Plattform für verstärktes Handeln,

in Verfolgung des Zieles des Rahmenübereinkommens und geleitet von seinen Grundsätzen einschließlich des Grundsatzes der Gerechtigkeit und der gemeinsamen, aber unterschiedlichen Verantwortlichkeiten und jeweiligen Fähigkeiten angesichts der unterschiedlichen nationalen Gegebenheiten,

in Anerkennung der Notwendigkeit einer wirksamen und fortschreitenden Reaktion auf die akute Bedrohung durch Klimaänderungen auf der Grundlage der besten verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse,

zudem in Anerkennung der speziellen Bedürfnisse und besonderen Gegebenheiten der Vertragsparteien, die Entwicklungsländer sind, vor allem derjenigen, die besonders anfällig für die nachteiligen Auswirkungen der Klimaänderungen sind, wie im Rahmenübereinkommen vorgesehen,

unter voller Berücksichtigung der speziellen Bedürfnisse und der besonderen Lage der am wenigsten entwickelten Länder hinsichtlich der Finanzierung und der Weitergabe von Technologie,

in Anerkennung dessen, dass die Vertragsparteien nicht nur von den Klimaänderungen, sondern auch von den Auswirkungen der zu ihrer Bewältigung ergriffenen Maßnahmen betroffen sein können,

unter Betonung dessen, dass zwischen dem Vorgehen gegen und der Bewältigung von Klimaänderungen und ihren Auswirkungen sowie dem gerechten Zugang zu nachhaltiger Entwicklung und der Beseitigung der Armut ein innerer Zusammenhang besteht,

in Anerkennung dessen, dass die Gewährleistung der Ernährungssicherheit und die Beendigung des Hungers grundsätzlich Vorrang haben und dass die Systeme der Nahrungsmittelerzeugung gegenüber den nachteiligen Auswirkungen der Klimaänderungen besonders anfällig sind,

unter Berücksichtigung der zwingenden Notwendigkeit eines gerechten Strukturwandels für die arbeitende Bevölkerung und der Schaffung menschenwürdiger Arbeit und hochwertiger Arbeitsplätze im Einklang mit den national festgelegten Entwicklungsprioritäten,

in der Erkenntnis, dass die Klimaänderungen die ganze Menschheit mit Sorge erfüllen, sollen die Vertragsparteien beim Vorgehen gegen Klimaänderungen ihre jeweiligen Verpflichtungen im Hinblick auf die Menschenrechte, das Recht auf Gesundheit, die Rechte von indigenen Völkern, lokalen Gemeinschaften, Migranten, Kindern, Menschen mit Behinderungen und besonders schutzbedürftigen Menschen und das Recht auf Entwicklung sowie die Gleichstellung der Geschlechter, die Stärkung der Rolle der Frau und die Gerechtigkeit zwischen den Generationen achten, fördern und berücksichtigen,

in Anerkennung der Bedeutung der Erhaltung und gegebenenfalls Erweiterung von Senken und Speichern der im Rahmenübereinkommen genannten Treibhausgase,

in Anbetracht dessen, wie wichtig es ist, die Integrität aller Ökosysteme einschließlich der Meere und den Schutz der biologischen Vielfalt, in manchen Kulturen als Mutter Erde gewürdigt, zu gewährleisten, und in Anbetracht der großen Bedeutung, die der Begriff „Klimagerechtigkeit“ für manche im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen Klimaänderungen hat,

in Bekräftigung der Bedeutung von Bildung, Ausbildung und öffentlichem Bewusstsein, der Beteiligung der Öffentlichkeit, des öffentlichen Zugangs zu Informationen und der Zusammenarbeit auf allen Ebenen in den von diesem Übereinkommen erfassten Angelegenheiten,

in Anerkennung dessen, wie wichtig es ist, dass sich alle staatlichen Ebenen und verschiedene Akteure bei der Bewältigung der Klimaänderungen in Übereinstimmung mit den jeweiligen innerstaatlichen Rechtsvorschriften der Vertragsparteien einbringen,

zudem in der Erkenntnis, dass nachhaltige Lebensweisen und nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, hinsichtlich derer die Vertragsparteien, die entwickelte Länder sind, die Führung übernehmen, eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der Klimaänderungen spielen –

sind wie folgt übereingekommen:

Schlagworte

Konsummuster, Ratifikationsurkunde, Annahmeurkunde

Im RIS seit

21.11.2017

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2018

Gesetzesnummer

20009674

Dokumentnummer

NOR40198979