Bundesrecht konsolidiert

Rechtsstellung ihrer Truppen - Partnerschaft für den Frieden § 0

Kurztitel

Rechtsstellung ihrer Truppen - Partnerschaft für den Frieden

Kundmachungsorgan

BGBl. III Nr. 136/1998

Typ

Vertrag - Multilateral

§/Artikel/Anlage

§ 0

Inkrafttretensdatum

02.09.1998

Außerkrafttretensdatum

Unterzeichnungsdatum

19.06.1995

Index

19/10 Friedenssicherung

Langtitel

(Übersetzung)
ÜBEREINKOMMEN ZWISCHEN DEN VERTRAGSSTAATEN DES NORDATLANTIKVERTRAGS UND DEN ANDEREN AN DER PARTNERSCHAFT FÜR DEN FRIEDEN TEILNEHMENDEN STAATEN ÜBER DIE RECHTSSTELLUNG IHRER TRUPPEN
StF: BGBl. III Nr. 136/1998 idF BGBl. III Nr. 178/2000 (DFB) (NR: GP XX RV 943 und Zu 943 AB 1170 S. 120. BR: AB 5678 S. 641.)

Sprachen

Englisch, Französisch

Vertragsparteien

*Albanien III 136/1998, III 137/1998 Z *Armenien III 53/2007, III 56/2007 Z *Aserbaidschan III 53/2007, III 56/2007 Z *Belgien III 136/1998, III 137/1998 Z *Bosnien-Herzegowina III 43/2013, III 44/2013 Z *Bulgarien III 136/1998, III 137/1998 Z *Dänemark III 182/1999, III 183/1999 Z *Deutschland III 182/1999, III 183/1999 Z *Estland III 136/1998, III 137/1998 Z *Finnland III 136/1998, III 137/1998 Z *Frankreich III 53/2007, III 56/2007 Z *Georgien III 136/1998, III 137/1998 Z *Griechenland III 53/2007, III 56/2007 Z *Island III 43/2013, III 44/2013 Z *Italien III 182/1999, III 183/1999 Z *Kanada III 136/1998, III 137/1998 Z *Kasachstan III 136/1998, III 137/1998 Z *Kirgisistan III 53/2007, III 56/2007 Z *Kroatien III 53/2007, III 56/2007 Z *Lettland III 136/1998, III 137/1998 Z *Litauen III 136/1998, III 137/1998 Z *Luxemburg III 53/2007, III 56/2007 Z *Mazedonien III 136/1998, III 137/1998 Z *Moldau III 136/1998, III 137/1998 Z *Montenegro III 43/2013, III 44/2013 Z *Niederlande III 136/1998, III 137/1998 Z *Norwegen III 136/1998, III 137/1998 Z *Polen III 136/1998, III 137/1998 Z *Portugal III 53/2007, III 56/2007 Z *Rumänien III 136/1998, III 137/1998 Z, III 53/2007, III 56/2007 Z *Russische F III 128/2007, III 129/2007 Z *Schweden III 136/1998, III 137/1998 Z *Schweiz III 53/2007, III 56/2007 Z *Slowakei III 136/1998, III 137/1998 Z *Slowenien III 136/1998, III 137/1998 Z *Spanien III 136/1998, III 137/1998 Z *Tschechische R III 136/1998, III 137/1998 Z *Türkei III 53/2007 *Ukraine III 53/2007, III 56/2007 Z *Ungarn III 136/1998, III 137/1998 Z *USA III 136/1998 *Usbekistan III 136/1998, III 137/1998 Z *Vereinigtes Königreich III 182/1999

Sonstige Textteile

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Erklärungen Österreichs wird genehmigt.

Ratifikationstext

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 3. August 1998 bei der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hinterlegt; das Übereinkommen tritt gemäß seinem Art. V Abs. 3 für Österreich mit 2. September 1998 in Kraft.

Nach Mitteilungen der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika haben folgende weitere Staaten das Übereinkommen ratifiziert bzw. angenommen:

-

Albanien, Belgien, Bulgarien, Estland, Finnland, Georgien, Kanada, Kasachstan, Lettland, Litauen, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Moldova, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Usbekistan, Vereinigte Staaten.

Anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Annahmeurkunde haben nachstehende Staaten Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:

Finnland:

Das Einverständnis Finnlands mit der Gerichtsbarkeit seitens der Militärbehörden eines Entsendestaates gemäß Artikel VII des Übereinkommens zwischen den Vertragsparteien des Nordatlantikvertrages über die Rechtsstellung ihrer Truppen gilt nicht für die Ausübung der Gerichtsbarkeit auf dem Staatsgebiet Finnlands durch Gerichte eines Entsendestaates.

Niederlande:

Das Königreich der Niederlande ist durch das Übereinkommen zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrages und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen nur hinsichtlich jener anderen Teilnehmerstaaten der Partnerschaft für den Frieden gebunden, die zusätzlich zur Ratifizierung, Annahme oder Genehmigung des genannten Übereinkommens auch das Zusatzprotokoll zu dem genannten Übereinkommen ratifizieren, annehmen oder genehmigen.

Norwegen:

Die Regierung von Norwegen ist durch das Übereinkommen zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrages und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen nur hinsichtlich jener anderen Teilnehmerstaaten der Partnerschaft für den Frieden gebunden, die zusätzlich zur Ratifizierung des genannten Übereinkommens auch das Zusatzprotokoll zum Übereinkommen zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrages und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen ratifizieren.

Schweden:

Die Regierung von Schweden erachtet sich durch Artikel I des Übereinkommens zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrages und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen insofern nicht gebunden, als sich der genannte Artikel auf die Bestimmungen des Artikels VII des Übereinkommens zwischen den Vertragsparteien des Nordatlantikvertrages über die Rechtsstellung ihrer Truppen bezieht, welcher den Entsendestaaten das Recht gibt, auf dem Staatsgebiet eines Aufnahmestaates Gerichtsbarkeit auszuüben, sofern Schweden ein solcher Aufnahmestaat ist. Nicht berührt durch diesen Vorbehalt sind geeignete Maßnahmen der Militärbehörden von Entsendestaaten, die zur Sicherstellung der Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit innerhalb der Truppe unmittelbar erforderlich sind.

Spanien:

Spanien ist durch das Übereinkommen zwischen den Vertragsstaaten des Nordatlantikvertrages und den anderen an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmenden Staaten über die Rechtsstellung ihrer Truppen nur hinsichtlich jener anderen Teilnehmerstaaten der Partnerschaft für den Frieden gebunden, die das Übereinkommen und sein Zusatzprotokoll ratifiziert haben.

Präambel/Promulgationsklausel

Die Vertragsstaaten des am 4. April 1949 in Washington beschlossenen Nordatlantikvertrags und die Staaten, welche die von den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Nordatlantikvertrags-Organisation am 10. Jänner 1994 in Brüssel ausgefertigte und unterschriebene Einladung zur Partnerschaft über den Frieden annehmen und die das Rahmendokument der Partnerschaft für den Frieden unterzeichnen -

zusammen die Staaten darstellend, die an der Partnerschaft für den Frieden teilnehmen;

in der Erwägung, daß die Truppen eines Vertragsstaats dieses Übereinkommens durch Vereinbarung in das Hoheitsgebiet eines anderen Vertragsstaats entsandt und dort aufgenommen werden können;

eingedenk dessen, daß die Beschlüsse zur Entsendung und Aufnahme von Truppen auch weiterhin Gegenstand von Sondervereinbarungen zwischen den betroffenen Vertragsstaaten sein werden;

in dem Wunsch jedoch, die Rechtsstellung dieser Truppen während ihres Aufenthalts im Hoheitsgebiet eines anderen Vertragsstaats festzulegen;

eingedenk des am 19. Juni 1951 in London beschlossenen Abkommens zwischen den Parteien des Nordatlantikvertrags über die Rechtsstellung ihrer Truppen *) -

sind wie folgt übereingekommen:

_____________________

*) Kundgemacht in BGBl. III Nr. 135/1998

Anmerkung

Dokumentalistische Gliederung:
Erklärung Österreichs anläßlich der Ratifikation des Übereinkommens = Anlage 1
Erklärung Österreichs betreffend die Interpretation des Übereinkommens = Anlage 2
Liste der gemäß dem österreichischen Kriegsmaterialgesetz zu behandelden Kriegsmaterial = Anlage 3

Zuletzt aktualisiert am

12.05.2015

Gesetzesnummer

10001553

Dokumentnummer

NOR11001575

Alte Dokumentnummer

N1199855068L