Bundesrecht konsolidiert

Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen § 0

Kurztitel

Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen

Kundmachungsorgan

BGBl. Nr. 318/1969

Typ

Vertrag - Multilateral

§/Artikel/Anlage

§ 0

Inkrafttretensdatum

12.07.1969

Außerkrafttretensdatum

Unterzeichnungsdatum

24.04.1963

Index

19/07 Diplomatischer und konsularischer Verkehr

Langtitel

WIENER ÜBEREINKOMMEN ÜBER KONSULARISCHE BEZIEHUNGEN
StF: BGBl. Nr. 318/1969 (NR: GP XI RV 973 AB 1148 S. 131. BR: S. 274.)

Sprachen

Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Ägypten 318/1969 *Albanien 194/1992 *Algerien 318/1969 *Andorra III 66/1999 *Angola 194/1992 *Antigua/Barbuda 461/1982, 381/1989 *Äquatorialguinea 287/1979 *Argentinien 318/1969 *Armenien 330/1994 *Aserbaidschan 330/1994 *Australien 312/1974 F *Bahamas 287/1979 *Bahrain 330/1994 *Bangladesch 287/1979 *Barbados 330/1994 *Belarus 381/1989 *Belgien 391/1971 F *Belize III 159/2001 *Benin 287/1979 *Bhutan 461/1982 *Bolivien 391/1971 *Bosnien-Herzegowina 330/1994 *Botsuana III 83/2008, III 84/2008 F *Brasilien 318/1969 *Brunei III 149/2013 *Bulgarien 4/1990, 330/1994 F *Burkina Faso 318/1969 F *Cabo Verde 461/1982 *Chile 318/1969 *China 461/1982 *Costa Rica 318/1969 *Dänemark 312/1974 F *Deutschland/BRD 474/1972 F *Deutschland/DDR 228/1986, 381/1989 *Dominica 461/1982, 4/1990 *Dominikanische R 318/1969 F *Dschibuti 287/1979 *Ecuador 318/1969 *El Salvador 312/1974 *Eritrea III 76/1997 *Estland 194/1992, 330/1994 F *Fidschi 474/1972 *Finnland 461/1982 F *Frankreich 391/1971 F *Gabun 318/1969 F *Gambia III 149/2013 *Georgien 330/1994 *Ghana 318/1969 *Grenada 461/1982, 330/1994 *Griechenland 279/1976 *Guatemala 312/1974 *Guinea 381/1989 *Guyana 312/1974 *Haiti 287/1979 *Heiliger Stuhl 391/1971 *Honduras 318/1969 *Indien 287/1979 F *Indonesien 461/1982 *Irak 238/1970 *Iran 279/1976 F *Irland 318/1969 *Island 287/1979, 461/1982 F *Italien 391/1971 F *Jamaika 279/1976 *Japan 228/1986 F *Jemen/AR 381/1989 *Jordanien 312/1974 *Jugoslawien 318/1969, *Jugoslawien/BR III 159/2001 *Kambodscha III 83/2008 *Kamerun 318/1969 *Kasachstan III 76/1997 *Katar III 66/1999, III 159/2001 *Kenia 318/1969 F *Kirgisistan III 76/1997 *Kiribati 461/1982 *Kolumbien 474/1972 *Kongo/DR 287/1979 *Korea/R 287/1979 F *Kroatien 330/1994 *Kuba 318/1969 *Kuwait 279/1976 *Laos 312/1974 F *Lesotho 474/1972 *Lettland 194/1992 *Libanon 279/1976 *Liberia 228/1986 *Libyen III 66/1999 *Liechtenstein 318/1969 F *Litauen 194/1992 *Luxemburg 474/1972 F *Madagaskar 318/1969 F *Malawi 461/1982 *Malaysia 194/1992 *Malediven 194/1992 *Mali 318/1969 *Malta III 66/1999 *Marokko 287/1979 *Marshallinseln 194/1992 *Mauretanien III 159/2001 *Mauritius 238/1970 F *Mazedonien 330/1994 *Mexiko 318/1969, III 67/2006 F *Mikronesien 194/1992 *Moldau 330/1994 *Monaco III 64/2006 *Mongolei 381/1989 *Montenegro III 83/2008 *Mosambik 228/1986 *Myanmar III 76/1997 *Namibia 330/1994 *Nauru III 3/2013 *Nepal 318/1969 F *Neuseeland 279/1976 F *Nicaragua 279/1976, 330/1994 F *Niederlande 228/1986 F *Niger 318/1969, 287/1979 F *Nigeria 318/1969 *Norwegen 461/1982 F *Oman 279/1976 F *Pakistan 318/1969, 279/1976 F *Panama 318/1969 F *Papua-Neuguinea 279/1976 *Paraguay 238/1970, 391/1971 F *Peru 287/1979 *Philippinen 318/1969 F *Polen 461/1982 *Portugal 474/1972, III 159/2001 *Ruanda 279/1976 *Rumänien 474/1972, III 84/2008 F *Salomonen 461/1982 *São Tomé/Príncipe III 66/1999 *Saudi-Arabien 381/1989 *Schweden 279/1976 F *Schweiz 318/1969 F *Senegal 318/1969 F *Seychellen 461/1982 F *Simbabwe 194/1992 *Singapur III 64/2006 *Slowakei 330/1994, III 67/2006 F *Slowenien 330/1994 *Somalia 318/1969 *Spanien 238/1970 *Sri Lanka III 83/2008 *St. Christopher/Nevis 461/1982 *St. Kitts/Nevis III 60/2010 *St. Lucia 461/1982, III 66/1999 *St. Vincent/Grenadinen 461/1982, III 64/2006 *Südafrika 4/1990 *Sudan III 76/1997 *Suriname 461/1982 *Syrien 287/1979 *Tadschikistan III 66/1999 *Tansania 287/1979 *Thailand III 64/2006 *Timor-Leste III 64/2006 *Togo 228/1986 *Tonga 279/1976 *Trinidad/Tobago 318/1969 *Tschechische R 330/1994 *Tschechoslowakei 318/1969 *Tunesien 318/1969 *Türkei 279/1976 *Turkmenistan III 66/1999 *Tuvalu 228/1986 *UdSSR 381/1989 *Ukraine 381/1989 *Ungarn 381/1989, 330/1994 F *Uruguay 238/1970, 461/1982 *USA 238/1970 F, III 67/2006 F K *Usbekistan 330/1994 *Vanuatu 381/1989 *Venezuela 318/1969 *Vereinigte Arabische Emirate 287/1979 *Vereinigtes Königreich 474/1972 F, III 66/1999, III 67/2006 F *Vietnam 312/1974 F, 330/1994 *Westsamoa 381/1989 *Zypern 279/1976

Sonstige Textteile

Nachdem das am 24. April 1963 in Wien zur Unterzeichnung aufgelegte Wiener Übereinkommen über konsularische Beziehungen mit dem Fakultativprotokoll über die obligatorische Beilegung von Streitigkeiten, welches also lautet: ...

die verfassungsmäßige Genehmigung des Nationalrates erhalten hat, erklärt der Bundespräsident dieses Vertragswerk für ratifiziert und verspricht im Namen der Republik Österreich die gewissenhafte Erfüllung der darin enthaltenen Bestimmungen.

Zu Urkund dessen ist die vorliegende Ratifikationsurkunde vom Bundespräsidenten unterzeichnet, vom Bundeskanzler, vom Bundesminister für Inneres, vom Bundesminister für Justiz, vom Bundesminister für Unterricht, vom Bundesminister für soziale Verwaltung, vom Bundesminister für Finanzen, vom Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, vom Bundesminister für Handel, Gewerbe und Industrie, vom Bundesminister für Verkehr und verstaatlichte Unternehmungen, vom Bundesminister für Landesverteidigung, vom Bundesminister für Bauten und Technik und vom Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten gegengezeichnet und mit dem Staatssiegel der Republik Österreich versehen worden.

Geschehen zu Wien, am 23. Mai 1969

Ratifikationstext

Die Ratifikationsurkunde ist am 12. Juni 1969 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt worden. Das vorliegende Übereinkommen und das Fakultativprotokoll treten daher gemäß Artikel 77 Absatz 2 des Übereinkommens und Artikel VIII Absatz 2 des Fakultativprotokolls für Österreich am 12. Juli 1969 in Kraft.

Bisher gehören dem Übereinkommen folgende weitere Staaten an: Algerien, Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Dominikanische Republik, Ecuador, Gabon, Ghana, Honduras, Irland, Jugoslawien, Kamerun, Kenia, Kuba, Liechtenstein, Madagaskar, Mali, Mexiko, Nepal, Niger, Nigeria, Obervolta, Pakistan, Panama, Philippinen, Schweiz, Senegal, Somalia, Trinidad und Tobago, Tschechoslowakei, Tunesien, Venezuela, Vereinigte Arabische Republik.

Dem Fakultativprotokoll gehören bisher folgende weitere Staaten an: Dominikanische Republik, Gabon, Kenia, Liechtenstein, Madagaskar, Nepal, Obervolta, Panama, Philippinen, Schweiz, Senegal.

Mexiko hat den die Enteignung konsularischer Räumlichkeiten betreffenden Teil des Artikels 31 Absatz 4 des Übereinkommens nicht anerkannt.

Die Vereinigte Arabische Republik hat zum Übereinkommen folgende Vorbehalte erklärt beziehungsweise folgende Erklärungen abgegeben:

„1. Artikel 46 Absatz 1 betreffend die Befreiung von der Ausländermeldepflicht und der Aufenthaltsgenehmigung gilt nicht für die Bediensteten des Verwaltungs- oder technischen Personals.

2. Artikel 49 betreffend die Befreiung von der Besteuerung gilt nur für Konsuln, deren Ehegattinnen und minderjährige Kinder. Diese Befreiung kann nicht auf die Bediensteten des Verwaltungs- oder technischen Personals und auf die Mitglieder des dienstlichen Hauspersonals erstreckt werden.

3. Artikel 62 betreffend die Befreiung von Zöllen und Steuern auf Gegenstände für den amtlichen Gebrauch einer von einem Honorarkonsul geleiteten konsularischen Vertretung gilt nicht.

4. Artikel 65 wird nicht anerkannt. Honorarkonsuln können nicht von der Ausländermeldepflicht und der Aufenthaltsgenehmigung befreit werden.

5. Die Vereinigte Arabische Republik ist der Auffassung, daß die in diesem Übereinkommen vorgesehenen Vorrechte und Immunitäten nur Konsuln, deren Ehegattinnen und minderjährigen Kindern zu gewähren sind und nicht auf ihre anderen Familienangehörigen erstreckt werden können.“

Präambel/Promulgationsklausel

Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens,

eingedenk dessen, daß zwischen den Völkern von alters her konsularische Beziehungen aufgenommen worden sind,

in Anbetracht der in der Satzung der Vereinten Nationen verkündeten Ziele und Grundsätze in bezug auf die souveräne Gleichheit der Staaten, die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit sowie auf die Förderung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Nationen,

in der Erwägung, daß die Konferenz der Vereinten Nationen über die diplomatischen Beziehungen und Immunitäten das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen angenommen hat, das am 18. April 1961 zur Unterzeichnung aufgelegt worden ist,

überzeugt, daß ein internationales Übereinkommen über konsularische Beziehungen, Vorrechte und Immunitäten ebenfalls geeignet ist, ungeachtet der unterschiedlichen Verfassungs- und Sozialordnungen der Nationen zur Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen ihnen beizutragen,

in der Erkenntnis, daß diese Vorrechte und Immunitäten nicht dem Zweck dienen, einzelne zu bevorzugen, sondern zum Ziel haben, den konsularischen Vertretungen die wirksame Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Namen ihres Staates zu gewährleisten,

unter Bekräftigung des Grundsatzes, daß die Regeln des Völkergewohnheitsrechts auch weiterhin für alle Fragen gelten, die nicht ausdrücklich in diesem Übereinkommen geregelt sind,

haben folgendes vereinbart:

Anmerkung

Siehe in diesem Zusammenhang auch das Übereinkommen über die Verhütung, Verfolgung und Bestrafung von Straftaten gegen völkerrechtlich geschützte Personen einschließlich Diplomaten, BGBl. Nr. 488/1977.

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2015

Gesetzesnummer

10000467

Dokumentnummer

NOR11000469

Alte Dokumentnummer

N1196917561S