Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 1Ob623/82 3Ob523/84 7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0013247

Geschäftszahl

1Ob623/82; 3Ob523/84; 7Ob637/84; 8Ob571/83; 6Ob664/84; 6Ob658/86; 3Ob581/86; 7Ob571/87; 2Ob526/88; 8Ob623/88; 1Ob709/89; 1Ob588/90; 8Ob592/93; 6Ob511/93; 6Ob143/97s; 5Ob2399/96x; 5Ob48/98i; 9Ob246/02w; 4Ob202/07w; 5Ob209/10m; 5Ob32/11h; 3Ob79/13h; 5Ob197/13a; 5Ob82/14s; 5Ob8/15k; 5Ob62/16b; 5Ob103/17h; 5Ob227/17v; 5Ob45/18f

Entscheidungsdatum

07.07.1982

Norm

ABGB §830 B1

Rechtssatz

Aus der Unbedingtheit des Anspruches auf Aufhebung der Gemeinschaft ergibt sich, dass das Teilungsbegehren keiner Begründung aus der Interessenlage der klagenden Partei bedarf; die beklagte Partei trifft dagegen die Behauptungs- und Beweislast für das Vorliegen von Teilungshindernissen. Hiebei genügt aber nicht schon die allgemeine Behauptung, das Begehren werde zur Unzeit oder zum Nachteil der übrigen erhoben. Es müssen vielmehr konkrete Umstände dargetan werden, die ein Teilungshindernis begründen können. Nur im Rahmen der konkreten Tatsachenbehauptungen ist zu prüfen, ob der Teilung ein Hindernis entgegensteht.

Entscheidungstexte

  • 1 Ob 623/82
    Entscheidungstext OGH 07.07.1982 1 Ob 623/82
    MietSlg 34068
  • 3 Ob 523/84
    Entscheidungstext OGH 04.04.1984 3 Ob 523/84
    Auch; Beisatz: Ob ein - zu beachtendes und bloß vorübergehendes - Teilungshindernis die Aufschiebung des Anspruches auf Aufhebung der Gemeinschaft rechtfertigt, ist nur im Rahmen der konkreten Tatsachenbehauptungen des Teilhabers zu prüfen, der der Aufhebung der Gemeinschaft entgegentritt. (T1)
  • 7 Ob 637/84
    Entscheidungstext OGH 11.10.1984 7 Ob 637/84
  • 8 Ob 571/83
    Entscheidungstext OGH 17.10.1984 8 Ob 571/83
  • 6 Ob 664/84
    Entscheidungstext OGH 26.09.1985 6 Ob 664/84
    Vgl auch; Beisatz: Der Teilungsgegner, der einen subjektiven Nachteil als Teilungshindernis berücksichtigt haben will, hat alle Umstände zu behaupten, die zur Beurteilung erforderlich sind, ob das behauptete Hindernis in Bälde wegfallen wird. (T2)
  • 6 Ob 658/86
    Entscheidungstext OGH 16.10.1986 6 Ob 658/86
    Auch; nur: Aus der Unbedingtheit des Anspruches auf Aufhebung der Gemeinschaft ergibt sich, dass das Teilungsbegehren keiner Begründung aus der Interessenlage der klagenden Partei bedarf; die beklagte Partei trifft dagegen die Behauptungs- und Beweislast für das Vorliegen von Teilungshindernissen. (T3)
  • 3 Ob 581/86
    Entscheidungstext OGH 19.11.1986 3 Ob 581/86
    Auch; nur T3
  • 7 Ob 571/87
    Entscheidungstext OGH 04.06.1987 7 Ob 571/87
    nur: Aus der Unbedingtheit des Anspruches auf Aufhebung der Gemeinschaft ergibt sich, dass das Teilungsbegehren keiner Begründung aus der Interessenlage der klagenden Partei bedarf. (T4)
    Beisatz: Drohende wirtschaftliche Nachteile rechtfertigen nicht das Verlangen, dass der klagende Miteigentümer seinen Teilungsanspruch aufgibt oder zurückstellt. (T5)
  • 2 Ob 526/88
    Entscheidungstext OGH 11.10.1988 2 Ob 526/88
    nur T3
  • 8 Ob 623/88
    Entscheidungstext OGH 26.01.1989 8 Ob 623/88
    nur T3
  • 1 Ob 709/89
    Entscheidungstext OGH 02.02.1990 1 Ob 709/89
    nur T3
  • 1 Ob 588/90
    Entscheidungstext OGH 03.10.1990 1 Ob 588/90
    nur T3; Beis wie T5
  • 8 Ob 592/93
    Entscheidungstext OGH 09.09.1993 8 Ob 592/93
    nur T4; Beis wie T2 nur: Der Teilungsgegner, der einen subjektiven Nachteil als Teilungshindernis berücksichtigt haben will. (T6) Beisatz: Die Rücksichtnahme auf die Hindernisse einwendenden Teilhaber führt zur Interessenabwägung über Zumutbarkeit des Aufschubs. (T7)
  • 6 Ob 511/93
    Entscheidungstext OGH 22.12.1993 6 Ob 511/93
    nur T4
  • 6 Ob 143/97s
    Entscheidungstext OGH 19.06.1997 6 Ob 143/97s
    nur: Die beklagte Partei trifft die Behauptungs- und Beweislast für das Vorliegen von Teilungshindernissen. (T8)
  • 5 Ob 2399/96x
    Entscheidungstext OGH 30.09.1997 5 Ob 2399/96x
    nur T3; Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T5
  • 5 Ob 48/98i
    Entscheidungstext OGH 07.07.1998 5 Ob 48/98i
    nur T4; Beis wie T7
  • 9 Ob 246/02w
    Entscheidungstext OGH 18.12.2002 9 Ob 246/02w
  • 4 Ob 202/07w
    Entscheidungstext OGH 14.02.2008 4 Ob 202/07w
    nur T3
  • 5 Ob 209/10m
    Entscheidungstext OGH 29.03.2011 5 Ob 209/10m
    Auch; nur ähnlich T4
  • 5 Ob 32/11h
    Entscheidungstext OGH 27.04.2011 5 Ob 32/11h
    Auch; nur T4; nur T8
  • 3 Ob 79/13h
    Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 79/13h
    Auch; nur T3
  • 5 Ob 197/13a
    Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 197/13a
    Auch; nur T8
  • 5 Ob 82/14s
    Entscheidungstext OGH 04.09.2014 5 Ob 82/14s
    nur T3
  • 5 Ob 8/15k
    Entscheidungstext OGH 24.02.2015 5 Ob 8/15k
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 62/16b
    Entscheidungstext OGH 11.07.2016 5 Ob 62/16b
    Auch
  • 5 Ob 103/17h
    Entscheidungstext OGH 23.10.2017 5 Ob 103/17h
  • 5 Ob 227/17v
    Entscheidungstext OGH 13.02.2018 5 Ob 227/17v
    Vgl auch; Beis wie T2
  • 5 Ob 45/18f
    Entscheidungstext OGH 18.07.2018 5 Ob 45/18f
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0013247

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

20.08.2018

Dokumentnummer

JJR_19820707_OGH0002_0010OB00623_8200000_001