Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)

Rechtssatz für 3Ob529/78 7Ob724/79 (7Ob...

Gericht

OGH

Dokumenttyp

Rechtssatz

Rechtssatznummer

RS0033876

Geschäftszahl

3Ob529/78; 7Ob724/79 (7Ob725/79); 6Ob564/80; 6Ob705/84; 4Ob146/84; 2Ob508/88; 6Ob704/87; 9ObA148/94; 3Ob26/98i; 7Ob171/00y; 6Ob263/00w; 5Ob29/09i; 3Ob182/12d; 5Ob57/13p; 5Ob49/13m; 4Ob241/14s; 4Ob194/15f; 7Ob139/15i

Entscheidungsdatum

21.03.1979

Norm

ABGB §1438 Ba
ABGB §1438 Cb
ZPO §391 C

Rechtssatz

Wer eine außergerichtliche Aufrechnung behauptet, muss auch die Aufrechnungshandlung dartun, weil das Gegenüberstehen gleichartiger Forderungen zunächst nur ein Aufrechnungsverhältnis schafft und erst - dann allerdings auf jenen Zeitpunkt, zu dem Forderung und Gegenforderung einander aufrechenbar gegenübertraten, zurückwirkend - zur Schuldtilgung führt, wenn die Aufrechnungshandlung hinzutritt (SZ 43/60, EvBl 1972/187, EvBl 1978/66 ua).

Entscheidungstexte

  • 3 Ob 529/78
    Entscheidungstext OGH 21.03.1979 3 Ob 529/78
  • 7 Ob 724/79
    Entscheidungstext OGH 18.10.1979 7 Ob 724/79
  • 6 Ob 564/80
    Entscheidungstext OGH 26.03.1980 6 Ob 564/80
    Vgl auch
  • 6 Ob 705/84
    Entscheidungstext OGH 24.01.1985 6 Ob 705/84
    Vgl auch; Beisatz: Nicht schlüssig sind die Ausführungen eines beklagten Mieters, womit er lediglich eine Aufrechnungslage zwischen den Mietzinsforderungen einer auf Räumung klagenden Partei und seinen Schadenersatzforderungen, die bereits vor Klagseinbringung entstanden sein sollen, nicht aber eine unbedingte Aufrechnungserklärung behauptet, die zur Schuldtilgung erforderlich gewesen wäre. (T1)
  • 4 Ob 146/84
    Entscheidungstext OGH 15.01.1985 4 Ob 146/84
    Auch
  • 2 Ob 508/88
    Entscheidungstext OGH 14.06.1988 2 Ob 508/88
    Veröff: ÖBA 1989,200 = JBl 1989,171
  • 6 Ob 704/87
    Entscheidungstext OGH 01.12.1988 6 Ob 704/87
    Vgl auch; Beisatz: Ein am Stichtag bestehender Zinsrückstand ist mangels einer bis dahin erfolgten Aufrechnungserklärung ungeachtet des Bestandes aufrechenbarer Gegenforderungen nicht getilgt. Eine nach der Auflösungserklärung erklärte Aufrechnung des Mietzinsschuldners wirkt zwar zurück, beseitigt aber nicht rückwirkend die Wirksamkeit der auf den Zinsrückstand gestützten rechtsgestaltenden Aufhebungserklärung. (T2)
  • 9 ObA 148/94
    Entscheidungstext OGH 14.09.1994 9 ObA 148/94
    Vgl auch
  • 3 Ob 26/98i
    Entscheidungstext OGH 28.06.1999 3 Ob 26/98i
  • 7 Ob 171/00y
    Entscheidungstext OGH 26.07.2000 7 Ob 171/00y
    Vgl auch; Beis wie T1
  • 6 Ob 263/00w
    Entscheidungstext OGH 05.07.2001 6 Ob 263/00w
    Vgl auch; Beisatz: Der Aufrechnungsvollzug verlangt die Geltendmachung gegenüber dem Aufrechnungsgegner (eine Aufrechnungserklärung) und erfolgt nicht automatisch im Zeitpunkt des Zusammentreffens aufrechenbarer Forderungen. (T3)
  • 5 Ob 29/09i
    Entscheidungstext OGH 13.10.2009 5 Ob 29/09i
    Vgl; Beisatz: Das Gegenüberstehen gleichartiger Forderungen schafft nur ein Aufrechnungsverhältnis, führt aber ohne Aufrechnungshandlung noch nicht zur Schuldtilgung. (T4)
  • 3 Ob 182/12d
    Entscheidungstext OGH 14.11.2012 3 Ob 182/12d
    Auch; nur: Wer eine außergerichtliche Aufrechnung behauptet, muss auch die Aufrechnungshandlung dartun, weil das Gegenüberstehen gleichartiger Forderungen zunächst nur ein Aufrechnungsverhältnis schafft und Schuldtilgung nur bei Hinzutreten der Aufrechnungshandlung eintritt. (T5)
  • 5 Ob 57/13p
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 57/13p
  • 5 Ob 49/13m
    Entscheidungstext OGH 06.11.2013 5 Ob 49/13m
    Vgl auch
  • 4 Ob 241/14s
    Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 241/14s
    Auch
  • 4 Ob 194/15f
    Entscheidungstext OGH 15.12.2015 4 Ob 194/15f
    Auch
  • 7 Ob 139/15i
    Entscheidungstext OGH 16.12.2015 7 Ob 139/15i
    Auch

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0033876

Im RIS seit

15.06.1997

Zuletzt aktualisiert am

17.02.2016

Dokumentnummer

JJR_19790321_OGH0002_0030OB00529_7800000_002